

Fotos: © ostSeh/Küstermann
Sassnitz/Rügen. (ostSeh) Seit 15000 Jahre wird Dinkel nachweislich genutzt. Ortsnamen wie Dinkelsbühl zeugen vom Export aus Asien, bevor er vor allem in Süddeutschland heimisch wurde. Auch Hildegard von Bingen band Dinkel ausdrücklich in ihre Heilkunde ein. Weizenallergiker freuen sich über ein schmackhaftes Getreide, doch auch normale Verbraucher entdecken zunehmend dieses robuste Urgetreide. „Rosinen, natürlich mit weiteren Zutaten wie Orangeat und Zitronat oder auch Mandeln rechtzeitig in Rum eingelegt, gehören dazu. Zwei Tage liegt der Teig dann bis zur vollen Reife und bedarf besonderer Sorgfalt, um nicht überknetet zu werden“, sagt Bäckermeister Nils Peters. „Dinkel ist ein klassisches Bio-Produkt und so haben wir die Stollen-Zutaten komplett auf Bio umgestellt, was wir mit anderen Produkten aus dem Haus auch schon getan haben“, ergänzt er. Ein Produkt der Insel für die Insel, das diese nur als Geschenk verlassen sollte. „Das Getreide stammt schon von Rügen und künftig mehr“, sagt Nils Peters, der die Produkte vor der Freigabe auch dem kritischen Urteils der Mitarbeiter aussetzt. Das ist Teil des „Wir-Gefühles“ eines Produktes, wenngleich auch schon mal etwas durchgefallen ist“, bestätigt er. Und so gibt es neben klassischen Backwaren der Weihnachtszeit auf Rügen in diesem Jahr einen Bio-Dinkel-Stollen mit einheimischem Getreide. Einfach so.
küma
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen