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Freitag, 15. Mai 2015

App OstSeeTiere zur Meldung von gesichteten Meeressäugetieren neu entwickelt

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Mit etwas Glück können Segler bei einem Törn Schweinswale beobachten. (Foto: © Holger Petersen/Marefoto, kostenfreie Nutzung im Rahmen der Berichterstattung zu dieser Pressemeldung)

App OstSeeTiere zur Meldung von gesichteten Meeressäugetieren neu entwickelt


(Stralsund, 15.05.15) Der Ostsee-Schweinswal zählt zu den bedrohten Meeressäugern. Um Schutzmaßnahmen für den Fortbestand der Population einleiten zu können, müssen die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums wissen, wo Schweinswale vorkommen. Das Forschungsprojekt wird von der Forschungsstiftung Ostsee gefördert und von Museumsdirektor und Walforscher Dr. Harald Benke geleitet. Dabei interessieren sich die Projektwissenschaftler sowohl für Sichtungen von lebenden als auch von toten Tieren.

Um die Datenübertragung an das Deutsche Meeresmuseum zu vereinfachen, wurde eine App für Smartphones entwickelt, mit der gezielt Sichtungen von Meeressäugetieren, also Schweinswalen, Kegelrobben und Seehunden, gemeldet werden können. Die nutzerfreundliche App wird herunter geladen, um dann mittels GPS-Ortung den Sichtungsort schnell übermitteln zu können. „Wassersportler und Strandurlauber sind heutzutage fast ausnahmslos mit dem Smartphone unterwegs. Mit etwas Glück entdecken sie während ihres Aufenthaltes an oder auf der Ostsee einen der seltenen Meeressäuger und können dies umgehend per App an uns melden“, sagt Dr. Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums.

Durch die Sichtungsmeldungen können die Verbreitungsgebiete der Meeressäuger dokumentiert werden, um daraus entsprechende Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Insbesondere Geburts- und Aufzuchtgebiete sind schützenswerte Meeresbereiche. Wichtig ist auch die Meldung von Totfunden, damit diese schnellstmöglich geborgen und untersucht werden, um ggf. Rückschlüsse auf deren Todesursache ziehen zu können. Neben der neuen App können Sichtungsmeldungen unter Tel. 03831 2650-3333, per Fax unter 03831 2650-309, per E-Mail an sichtungen@meeresmuseum.de und über die Website meeresmuseum.de/sichtungen erfolgen.

Wer mehr über die Lebensweise, das Verhalten und den Schutz der Schweinswale und anderer Meeressäugetiere erfahren möchte, ist am 17. Mai – dem Tag des Ostsee-Schweinswals – von 11:00 bis 15:00 Uhr am Infostand vor dem OZEANEUM herzlich willkommen, um mit den Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.


Die App ist kostenfrei erhältlich bei:

Apple IOS: https://itunes.apple.com/de/app/ostseetiere/id943239243?mt=8

Google Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.akator.ostseetiere&hl=de

Sichtungsflyer (Deutsches Meeresmuseum)

Freitag, 8. Mai 2015

Internationaler Museumstag und Tag des Ostsee-Schweinswals

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In der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere im OZEANEUM läuft ca. alle 30 min eine Multivisionsshow, die in Kooperation mit Greenpeace entstanden ist. (Foto: © OZEANEUM Stralsund/Johannes-Maria Schlorke)

(Schweinswal-)Aktionstag im OZEANEUM und MEERESMUSEUM

Internationaler Museumstag und Tag des Ostsee-Schweinswals


(Stralsund, 08.05.15) Am 17. Mai findet der Internationale Museumstag statt, der dieses Jahr unter dem Motto „Museum. Gesellschaft. Zukunft.“ steht. Im MEERESMUSEUM Stralsund heißt es von 11:00 bis 14:00 Uhr „Forschen in der Tiefe“. Große und kleine Besucher können zum Thema Wasser, Druck und Tauchen an der pädagogischen Aktionsstrecke experimentieren. Zudem gibt es kleine Kreativangebote.

Um Besucher in die Vielfalt des Lebens unter der Meeresoberfläche eintauchen zu lassen, setzt das OZEANEUM nicht nur auf optisch eindrucksvolle Bilder und Exponate. Obwohl wir Menschen die Meere und ihre Lebewesen als lautlos empfinden mögen, so stecken sie doch voller Geräusche. Das OZEANEUM lässt seine Besucher deshalb auf der Entdeckungsreise von der Ostsee bis in den Nordatlantik bei diversen Tönen von Meeresbewohnern aufhorchen. Im Rahmen des Internationalen Museumstages lädt das OZEANEUM zu einem interaktiven Rate- und Gewinnspiel ab 11. Mai bei facebook.com/ozeaneum ein. Per Klangcollage werden einige Laute von Meerestieren, die auch im OZEANEUM gezeigt werden, zu hören sein.

Ebenfalls am 17. Mai sind im Stralsunder OZEANEUM anlässlich des gleichzeitig stattfindenden Internationalen Tages des Ostsee-Schweinswals von 11:00 bis 15:00 Uhr Wissenschaftler vor Ort. Die Forscher der Schweinswal-Projektgruppe informieren über den bedrohten Meeressäuger, und für Kinder sind Mitmachspiele geplant.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Wichtiges Fortpflanzungsgebiet für bedrohte Ostsee-Schweinswale entdeckt

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Die Punkte zeigen die Positionen der Datenlogger (C-PODs) und Informationen zu der relativen Schweinswaldichte zwischen Mai und Dezember. Die gestrichelte Linie zeigt die saisonale Grenze der Populationen in der zentralen Ostsee und der Beltsee. (© SAMBAH)
Ein seltener Anblick - Schweinswale in der zentralen Ostsee
© Solvin Zankl


Ergebnisse des Schweinswal-Projekts SAMBAH

Wichtiges Fortpflanzungsgebiet für bedrohte Ostsee-Schweinswale entdeckt


(Stralsund) Rund 450 Schweinswale leben in der zentralen Ostsee. Um diese Zahl zu erhalten, werteten Wissenschaftler des internationalen SAMBAH-Projekts erstmals eine zwei Jahre dauernde Aufzeichnung der Echoortungslaute der Tiere aus. Dabei zeigte sich zudem in den Sommermonaten eine erstaunliche Konzentration von Schweinswalen in einem Gebiet, in dem das Vorkommen der Tiere bisher nicht bekannt war: Südlich der schwedischen Insel Gotland liegt offenbar ein wichtiges Fortpflanzungsgebiet der Ostsee-Schweinswale.


Schweinswale nutzen ähnlich wie Fledermäuse die Echoortung zur Orientierung und Jagd. Wissenschaftler des SAMBAH-Projekts nahmen diese Laute zwei Jahre lang in der Ostsee auf und analysierten sie. Basierend auf diesen Daten schätzen die Forscher die Anzahl der Ostsee-Schweinswale auf 447 Tiere (95% Vertrauensbereich: 90-997).


Akustische Datenlogger, sogenannte C-PODs, registrierten die Echoortungslaute der Schweinswale. In allen acht EU-Ostseeanrainerstaaten wurden an insgesamt 304 Messstationen C-PODs in Wassertiefen zwischen 5 und 80 Metern ausgebracht. Das SAMBAH-Projekt ist somit eines der weltweit größten Forschungsvorhaben dieser Art und erfasst in grenzüberschreitender Zusammenarbeit Daten, um die Ostsee-Schweinswale zu erforschen. Schweinswale sind die einzige dauerhaft in der Ostsee lebende Walart, diese Population ist jedoch stark bedroht.



Anhand ihrer Daten erstellten die Wissenschaftler Karten, welche die räumlich-zeitliche Verteilung der Schweinwale in der Ostsee darstellen. Diese Karten zeigen eine klare räumliche Trennung der Schweinswalpopulationen der zentralen Ostsee und der westlichen Ostsee zwischen Mai und Dezember. In dieser Zeit kommen die Kälber zur Welt und die Schweinswale paaren sich.


Das nun ermittelte mutmaßliche Fortpflanzungsgebiet der zentralen Ostsee-Schweinswale befindet sich bei der schwedischen Midsjöbank, südlich der Insel Gotland. Bisher war nicht bekannt, dass in diesem Gebiet überhaupt Schweinswale vorkommen. Um die bedrohte Population effektiv zu schützen, ist der Schutz der Fortpflanzungsgebiete besonders wichtig.


Zudem wurden bisherige Forschungsergebnisse des Deutschen Meeresmuseums durch das SAMBAH-Projekt bestätigt: Schweinswale aus der dänischen Beltsee schwimmen im Sommer in die deutschen Gewässer bis vor Rügen und im Herbst zurück in die Beltsee.


Die Ergebnisse des SAMBAH Projektes wurden am 8. und 9. Dezember 2014 auf einer internationalen Konferenz im Kolmarden Wildlife Park, Schweden vorgestellt (http://sambah.org/Conference.htm).



SAMBAH = Static Acoustic Monitoring of the Baltic Sea Harbour Porpoise


(Statisch akustisches Monitoring des Ostsee-Schweinswals)

www.sambah.org



SAMBAH soll zum Schutz der Schweinswalpopulation in der Ostsee beitragen. Das Projekt begann im Januar 2010 und läuft bis September 2015. Alle EU Ostseeanrainerstaaten sind hieran beteiligt. SAMBAH wird durch das EU LIFE+ Programm und staatliche Förderung finanziert, in Deutschland durch das Bundesamt für Naturschutz.



Schweinswal, Phocoena phocoena


Der Schweinswal ist mit 1.5-1.9 m Länge und einem Gewicht von 50-90 kg einer der kleinsten Zahnwale. Der Rücken ist dunkel, der Bauch hell gefärbt. Im Gegensatz zu Delfinen haben Schweinswale eine stumpfe Schnauze und eine kleine, dreieckige Rückenfinne. Schweinswale haben einen kaum sichtbaren Blas und ihr Verhalten an der Wasseroberfläche ist unauffällig. Als Nahrung dienen ihnen Heringe, Sprotten, kleine Dorsche und bodenlebende Fische wie Sandaale und Grundeln.

In den gemäßigten Breiten der nördlichen Hemisphäre ist der Schweinswal weit verbreitet. In der Ostsee und den angrenzenden Gewässern kommen drei unterschiedliche Schweinswalpopulationen vor: (1) Die hier vorrangig untersuchte Population der zentralen Ostsee lebt hauptsächlich in den Gewässern östlich von Rügen. (2) In der westlichen Ostsee, der Beltsee und dem südlichen Kattegat lebt eine morphologisch und genetisch unterschiedliche Population und (3) im nördlichen Kattegat, Skagerrak und der Nordsee eine weitere Population.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Bundesumweltminister Altmaier begeistert von Schweinswalforschung am Deutschen Meeresmuseum

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Beim Rundgang durch das OZEANEUM informierte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier (l.) beim Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke (2.v.l.), und Jens Koblitz (r.), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Meeresmuseum, über den Bestand und Maßnahmen zum Schutz des Ostsee-Schweinswals. Foto: OZEANEUM Stralsund

Bundesumweltminister Altmaier begeistert von Schweinswalforschung am Deutschen Meeresmuseum


Stralsund. Noch gibt es keine genauen Daten zur Schweinswalpopulation in der Ostsee. Dies zu ändern, ist das Anliegen des Deutschen Meeresmuseums. Seit dem Jahr 2002 widmen sich Stralsunder Wissenschaftler mit verschiedenen Forschungsprojekten der Ermittlung des Schweinswalbestands in der Ostsee. Zukünftig erhalten sie dabei bundespolitische Unterstützung. Bei einem Besuch im OZEANEUM am vergangenen Wochenende zeigte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier begeistert von der Arbeit der Wissenschaftler und versprach, sich für den Schutz der gefährdeten Tiere einzusetzen. 

Nicht nur die Grundstellnetze, in denen sich Schweinswale häufig verfangen und ertrinken, stellen eine Gefahr für die Säugetiere dar. Die Verschmutzung der Meere und vor allem die Lärmbelastung, etwa durch den Bau von Offshore-Windparks, gefährden den Bestand ebenfalls. Bundesumweltminister Altmaier plädierte in Stralsund für eine Energiewende im Einklang mit der Natur. Die Forschung am Deutschen Meeresmuseum sei die Grundlage dafür, Schweinswale effektiv schützen zu können. „Der Besuch von Herrn Altmaier war für uns ein wichtiges Signal.“, betont Dr. Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums. „In Mecklenburg-Vorpommern konnten wir durch unsere Aufklärungsarbeit über den Schweinswal bereits das Bewusstsein für diese gefährdete Tierart stärken. Viele Entscheidungen zum Meeresumwelt- und Naturschutz werden aber auf bundespolitischer Ebene getroffen. Deshalb freuen wir uns sehr über die Unterstützung, die uns der Bundesumweltminister nun zugesagt hat.“.

Im OZEANEUM stattete Altmaier auch einer weiteren gefährdeten Tierart einen Besuch ab: den Humboldt-Pinguinen auf der Dachterrasse des Museums. Hier bot die Museumsleitung dem Politiker eine Ehrenpatenschaft für Pinguinweibchen Cieco an. Bei einer Pinguinfütterung mit Tierpflegerin Anne May konnte sich Altmaier sogleich von der Vorliebe seines Patentieres und dessen Artgenossen für frische Sprotten überzeugen. Cieco schlüpfte 2011 als erstes Küken auf der Pinguinanlage des OZEANEUMs.


Gemeinsam mit Tierpflegerin Anne May verfütterte Bundesumweltminister Peter Altmaier eine Portion Sprotten an die Humboldt-Pinguine. Für Pinguinweibchen Cieco übernahm Altmaier eine Ehrenpatenschaft. Foto: Hansestadt Stralsund/Pressestelle


Montag, 13. Mai 2013

Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich für Schutz der Schweinswale ein

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Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich für Schutz der Schweinswale ein


Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich für den Schutz der Schweinswale in Nord- und Ostsee ein. Am Samstag informierte er sich bei einem Besuch im Ozeaneum in Stralsund über die Arbeit der Wissenschaftler, die dort den Bestand der Ostsee-Schweinswale erforschen. Diese Forschung ist die Grundlage dafür, Schweinswale effektiv schützen zu können – unter anderem vor der Schallbelastung, die beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen entsteht.

„Der Schutz der Schweinswale liegt mir besonders am Herzen“, sagte Altmaier. „Eine erfolgreiche Energiewende gelingt nur im Einklang mit der Natur. Ich will mich dafür einsetzen, beiden Zielen gerecht zu werden: einer erneuerbaren Energieversorgung und dem Schutz der Tiere. Was den Ostsee-Schweinswal angeht, brauchen wir dringend mehr Informationen. Wir müssen wissen, wo sich die Schweinswale in welcher Lebensphase aufhalten, um sie effektiv schützen zu können. Darum ist die Arbeit der Forscher in Stralsund so wichtig.“

Die Schweinswale sind nicht nur von der Schallbelastung durch den Bau von Offshore-Windparks potentiell betroffen. Auch die im Ostseeraum immer noch verbreiteten Stellnetze gefährden den Bestand.

Schweinswale sind in der Roten Liste Deutschland als stark gefährdet eingestuft. Während ihr Bestand in der Nordsee als gut erforscht gilt, liegen über die Population der Ostsee-Schweinswale bisher kaum belastbare Erkenntnisse vor.

Die Meeresforscher in Stralsund arbeiten daran, das zu ändern: Im sogenannten SAMBAH-Projekt, das von der Bundesregierung finanziert wird, erforschen sie gemeinsam mit allen EU-Ländern rund um die Ostsee den Bestand der Ostseeschweinswal-Population. Seit Mai 2011 werden die Klicklaute der Wale mit Unterwasser-Detektoren aufgezeichnet. Ziel ist, herauszufinden, wo die Schweinswale sich zu welcher Jahreszeit aufhalten und wo sie daher besonders vor menschlichen Aktivitäten geschützt werden müssen. Die Datensammlung steht kurz vor dem Abschluss.

Samstag, 27. April 2013

Deutsches Meeresmuseum bittet um Meldung von Schweinswal-Sichtungen

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Ein halbes Jahr lang begleitete der NDR Wissenschaftler vom Deutschen Meeresmuseum, um sich für die Sendereihe „NaturNah“ über den Ostseeschweinswal zu informieren. Foto: Deutsches Meeresmuseum


Deutsches Meeresmuseum bittet um Meldung von Schweinswal-Sichtungen


(Stralsund) Auch in diesem Jahr ruft das Deutsche Meeresmuseum (DMM) in Stralsund Wassersportler dazu auf, bei der Bestandsermittlung der einzigen - doch leider bedrohten - in der Ostsee lebenden Walart zu helfen. Seit 2011 wird das von der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) ins Leben gerufene Projekt „Wassersportler sichten Schweinswale“ vom Deutschen Meeresmuseum weitergeführt. „Jede Meldung von Schweinswal-Sichtungen liefert wichtige Hinweise zum Bestand und Verhalten und hilft uns umfassende Schutzmaßnahmen für die bedrohten Tiere auszuarbeiten.“, erklärt Anne Herrmann, Kontaktperson für Sichtungsmeldungen am Deutschen Meeresmuseum.

Mithilfe eines Online-Formulars können Segler und andere Wassersportler die Anzahl der gesichteten Tiere sowie auch den Ort und die Zeit der Sichtung angeben. Die Daten werden in einer umfassenden Datenbank zusammengefasst. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) wird anschließend eine Schweinswal-Sichtungskarte erstellt, die wichtige Informationen zum Bestand des Ostseeschweinswals liefert. Das Sichtungsformular sowie weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Internetseite des Deutschen Meeresmuseums http://www.meeresmuseum.de/sichtungen. Die Sichtungssaison 2013 verknüpfen die Wissenschaftler erstmals mit einem Fotowettbewerb. Bilder von gesichteten Schweinswalen können per Email, Post oder über das Online-Formular eingereicht werden. Die drei schönsten Fotos werden im Dezember mit Freikarten für das MEERESMUSEUM und OZEANEUM prämiert.

Über die Schweinswale in der Ostsee berichtet auch der NDR in seiner Sendereihe „NaturNah“. Für den Beitrag, der am Dienstag, 30.04., ab 18:15 Uhr ausgestrahlt wird, begleitete Autor Heinz Galling ein halbes Jahr lang Meeresbiologen des Deutschen Meeresmuseums bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit zum Schweinswal. Unter dem Titel „SOS – Wal in Seenot: Wie einer bedrohten Delfinart geholfen wird“ informiert die 30-minütige Episode über die Bestandsermittlung der Tiere sowie deren Bedrohung und Maßnahmen, mit denen die Wale geschützt werden können.
Am 19.05. findet zudem der 11. Internationale Tag des Ostseeschweinswals statt. Aus diesem Anlass wird es von 11:00 – 17:00 Uhr sowohl für Kinder als auch für Erwachsene im OZEANEUM einiges über den Schweinswal zu entdecken und erfahren geben. Der Tag des Ostseeschweinswals ist Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit, die im Rahmen des ASCOBANS-Abkommens zum Schutz von Kleinwalen in Europäischen Gewässern durchgeführt wird.



 
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