Freitag, 12. Februar 2016

Rettungsschwimmereinsatz in Binz und Prora

Foto: DLRG

Die Lebensretter am Ostseestrand

Rettungsschwimmereinsatz in Binz und Prora

Ostseebad Binz, Februar 2016 (kv) Sommer, Sonne, Strand – so sieht der Urlaubstraum von über 400.000 Urlaubern aus, die jedes Jahr nach Binz kommen. Damit ihr Traum nicht zum Albtraum wird, bewachen in der Badesaison von Mitte Mai bis Mitte September Kameraden der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) etwa 3,5 Kilometer Strand des größten Rügenschen Ostseebades. In der zurückliegenden Saison 2015 waren 159 Rettungsschwimmer im Einsatz, in Spitzenzeiten bis zu 23 Kameraden gleichzeitig, verteilt auf acht Rettungstürme. Torsten Drews von der Kurverwaltung Binz ist verantwortlich für die Koordination und Betreuung der Rettungsschwimmer in Binz und Prora und freut sich, dass das Ostseebad weiterhin sehr beliebter Einsatzort für die ehrenamtlichen Helfer ist. „Trotzdem gibt es Zeiten, wo auch wir Probleme haben, alle Türme zu besetzen. Das betrifft vor allem die Vorsaison.“ Ein Blick in die Statistik zeigt, dass die Kameraden 18 Mal zu schweren Erste-Hilfe-Einsätze gerufen wurden und 213 leichte Einsätze hatten. Probleme mit dem Kreislauf und auch die Brandung sind nicht zu unterschätzende Faktoren, die Badenden, Surfern und Bootsführern zu schaffen machen. Für zwei Schwimmer kam letztes Jahr jede Hilfe zu spät, obwohl erstmalig auch ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) eingesetzt wurde.

Ebenso ein echtes Erfolgsmodell am Binzer Strand sind die Kindersucharmbänder, von denen 806 Exemplare ausgegeben wurden, so dass verloren gegangene Kinder und Eltern schnell wieder vereint werden konnten. Die Zahlen der letzten Saison machen außerdem eine weitere Entwicklung deutlich: Mit dem Ausbau des Gebäudekomplexes Prora und der Erweiterung der dortigen touristischen Infrastruktur gewinnt die Bewachung dieses Strandabschnitts zunehmend an Bedeutung. So hat die Zahl der Erste-Hilfe-Einsätze im Bereich der Wache Prora deutlich zugenommen gegenüber dem Vorjahr. In Planung ist die Errichtung zusätzlicher Wachtürme in Prora. Und auch in Binz wird für die Rettungsschwimmer investiert: Direkt neben der Seebrücke entsteht zur Saison 2017 ein multifunktionaler Bau, der neben öffentlichen Toiletten und Umkleiden auch einen modernen Wachturm bekommt und die jetzige Bebauung ersetzt.

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