Donnerstag, 30. Dezember 2010

Kein Feuerwerk bei Rohrdächern auf Hiddensee und Rügen

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Vitte. (ostSeh) Nach Bränden von rohrgedeckten Häusern in den vergangenen Jahren an Silvester beispielsweise in Thiessow erinnert der Bürgermeister Thomas Gens auf Hiddensee auch jetzt wieder an die Verordnung der Landrätin:

Entsprechend der Anordnung des Abbrennverbotes für Feuerwerkskörper der Klasse II gem. § 24 Abs. 2 der ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz der Landrätin des Landkreises Rügen, ist in den Ortsteilen Grieben, Kloster, Vitte und Neuendorf der Gemeinde Seebad Insel Hiddensee am 31. Dezember 2010 und 01. Januar 2011 verboten, in  einem Abstand von unter 180 Metern zu rohrgedeckten Gebäuden pyrotechnische Gegenstände der Klasse II abzubrennen.

Zu den pyrotechnischen Gegenständen der Klasse II gehören unter anderem Kleinfeuerwerke mit der Zulassungsnummer BAM-PII, wie beispielsweise Raketen, Feuertöpfe, Knallkörper, Schwärmer usw.

 Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist ebenfalls untersagt:
  • in den Nationalparkgebieten (Nationalparkverordnung v. 12.09.1990). Das betrifft den gesamten Dornbusch, den alten und neuen Bessin, das Gebiet südlich der “Heiderose” und das Gebiet südlich von Neuendorf mit den zugehörigen Strandbereichen,
  • in den Naturschutzgebieten (Behandlungsrichtlinien der Naturschutzgebiete i. V. m. dem Landesnaturschutzgesetz v. 21.07.1998, zuletzt geändert vom 22.11.2001). Das betrifft u.a. die Heide südlich von Vitte mit dem zugehörigen Strandbereich.

Anmerkung der Redaktion: Besser wäre vermutlich allerdings gewesen, wenn der Bürgermeister zusammen mit der Kurverwaltung erklärt hätte, wo Feuerwerkskörper abgebrannt werden dürfen. 

Rügen: Kasse machen zum Jahresabschluss - gefälschte Rechnungen an Landwirte und Unternehmer

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MV/Rügen (ostSeh) Auch Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern haben Schreiben erhalten, in denen sie im Namen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) aufgefordert werden, Geldbeträge an einen fiktiven "Klimawandel-Entschädigungsfonds" (genannt: "KLEF") zu überweisen. Dies übermittelte uns das Landwirtschaftsministerium, nachdem auch in anderen Branchen versucht wird, schnell noch die Abschlussbuchhaltung mit Trickrechungen etwas auszunutzen. Auch bei Branchenbucheinträgen liegen Trickrechnungen vor. 

Zahlreiche Landwirte haben dies in ihrem Fall bereits den Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt mitgeteilt.

Landwirtschafts-und Umweltminister Dr. Till Backhaus warnt die betroffenen Landwirte eindringlich vor dem Begleichen dieser gefälschten Rechnungen. "Die Zahlungsaufforderung sollte einfach ignoriert werden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat bereits Strafanzeige gestellt", so der Minister.

Wie das BMELV gestern mitteilte, ist der Fonds eine Erfindung. Er existiere ebenso wenig wie die Berliner Postadresse des angeblichen Absenders.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Rügen: Projekt ,,Träume leben" - Erfolgreiche Premiere!

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 Fotos aus den Vorführungen ostSeh/Sievert

Garz. (ostSeh) Nach monatelangem Training öffnete sich am Donnertag dem 9.und Dienstag dem 14. Dezember der Vorhang für die Premiere zum Projekt „Träume leben“. Die Turnhalle der Regionalen Schule Garz am  Burgwall hatte sich in eine Zirkusmanege verwandelt und die teilnehmenden Schüler der Klasse 7 unserer Schule sowie Vertreter der  Lebenshilfe erwarteten in bunten Kostümen die zahlreichen Zuschauer aus unserer Schule, den Kindertagesstätten und der Grundschule.

Der Förderantrag für das Projekt an der Regionalen Schule „Am Burgwall“ Garz wurde zum 18. August bewilligt - große Freude bei allen Beteiligten! In folge trafen sich seit Monaten Schüler der Regionalen Schule mit behinderten Mitbürgern unter Leitung der Lebenshilfe Garz e.V. und der Schulsozialarbeiterin Kerstin Bohn, um an einer Zirkusaufführung der besonderen Art zu arbeiten.

Parallel zur praktischen Vorbereitung erfolgte die theoretische Vorbereitung zum Thema „Integration behinderter Mitbürger“ im Fachunterricht Deutsch der Klasse 7 unter Leitung von Anja Bähr. Eine Exkursion nach Hamburg zum Projekt „Dialog im Dunkeln“ bildete den Höhepunkt und vermittelte den Schülern einen lebendigen Eindruck aus der Perspektive behinderter Menschen.  

Hansi Hartmann, Direktor des Mitmachzirkus Tutti eröffnete die Vorstellung natürlich passend zum Thema mit einem Zirkuslied und einem Grundkurs zum „Applaudieren“. Es folgten atemberaubende Jonglagedarbietungen und Tanzeinlagen. Den Höhepunkt bildete der 32-fache Salto auf einem Riesensprungtuch, der mit tatkräftiger Unterstützung der Zuschauer gelang. Mit tosendem Applaus wurden die Künstler nach der Vorstellung verabschiedet und begeisterte Zuschauer traten den Heimweg an.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Rügen: Fortbewegung alternativ bei Schnee

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(c) Fotos: ostSeh/Küstermann 2010

Ob der Reporter zum ländlichen Arztbesuch die Langlaufschieer anschnallt und nebenbei ein paar Stimmungsfotos erstellt oder der Autoschrauber eine kleine Planierraupe zum Abschlepen anwirft: bei diesem Schneefall ist auf Rügen alles besser, als mit dem Auto unterwegs zu sein. Und so erinnern sich die Menschen der Möglichkeiten - und nutzen sie. Schlitten sind zu sehen mit Pferde- oder Menschenstärken, und mit zunehmendem Frost dürften auch seit langem mal wieder die Eissegler aus den Lagern und Schuppen zum Einsatz auf den zugefrorenen Binnengewässern (Bodden) kommen. Bald!

Sonntag, 19. Dezember 2010

Rügen / Vorpommern: Widerstand in der Region formiert sich - kein nationales Atomklo an der Ostsee

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Lubmin/Greifswald/Rügen. (ostSeh) Der Castor-Transport ist am Donnerstag Abend gegen 22 Uhr im Zwischenlager Nord bei Greifswald angekommen. Auf den letzten 15 Kilometern der Strecke gab es unerwartet hohen Widerstand. An allen Bahnübergängen versammelten sich Menschen mit Bannern „ Atomkraft Nein danke“. Diese zierten sogar Kinderwagen, selbst die Bundeskanzlerin wurde angerufen mit:  „Angela – Hilf uns“.

Klirrende Kälte, eisiger Wind und permanenter Schneefall begleiteten die Protestaktionen. Doch überall entlang der Strecke gab es eine hervorragende Versorgung mit heißem Tee und sogar Decken. Wer draußen war, konne im Museumshafen Wärme mittels Suppe tanken.

Zwei Robin-Wood-Aktivisten, die sich auf dem letzten Stück an die Schienen ketteten und ihre Unterarme miteinbetonierten, sorgten für einen sechsstündigen Stopp des Castor-Transportes.

Viele Demonstranten harrten stundenlang an der Strecke und den Bahnübergängen aus. Eine harte Probe, doch sorgte dieser Stopp auch für ein Kennenlernen neuer bzw. Wiedersehen vieler Aktivisten aus den Bürgerinitiaven gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin.

„Etliche Bürger aus Vorpommern, insbesondere die aus den ländlichen Regionen, erkennen mehr und mehr, welche Gefahren die Lagerung von hochradioaktivem Atommüll beinhalten und aufgrund der Größe des Zwischenlagers Nord die Sorge nicht unberechtig ist, dass hier der gesamte westdeutsche Atommüll eingelagert werden soll. Mit diesem Transport von vier Castoren mit hochradioaktivem Müll aus Karlsruhe wurde ein Dammbruch vollzogen,“ so Christa Labouvie, Vorstandsmitglied der immer noch existierenden Bürgerinititaive gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin.

Bekanntlich hat sich Dong Energý vor genau einem Jahr aus dem Vorhaben zurückgezogen. „Aufhören werden wir aber erst, wenn wir den Totenschein für den Kohlemeiler schriftlich haben. Allerdings gibt es mittlerweile auch ernsthafte Überlegungen, den Satzungszweck unserer BI zu erweitern. Das Zwischenlager droht zu einem Atomklo der Nation zu werden. Seine Größe weckt Begehrlichkeiten beim Bund, die der Industrie das Problem „Atommüll“ großzügig abnimmt. Durch die Laufzeitverlängerung kommen weitere 4000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll dazu. In Sellafield und La Hague warten zudem zigtausend Tonnen auf ihre Abholung nach Deutschland. Die allerdings auch aus Deutschland stammen und nicht auf Dauer mangels eigener Löäsung in unseren Nachbarländern Frankreich und England lagern können.

„Wir sehen nicht nur unsere Gesundheit gefährdet. Permanent werden radioaktive Teilchen durch die Lüftungsklappen der Halle im ZLN in die Atmosphäre entlassen und verteilt. Also sehen wir uns auch von der Bundesregierung und von der EWN verraten und getäuscht“, so Michael Woitacha, der Vorsitzende der BI. „Je mehr Atommüll im ZLN gelagert wird, desto eher gelangen die radioaktven Teilchen, die noch gefährlicher als die Strahlen sind,  über die Luft in Wasser und Böden und damit in unsere Nahrungskette. Das Krebsrisiko steigt um ein Vielfaches“ warnt Woitacha.

Der Bevölkerung wurde immer wieder versichert, das ZLN sei nur für die Lagerung der Reaktoren und Spaltabfälle der DDR-Kernkraftwerke Rheinsberg und Greifswald gebaut worden. Dafür verbürgte sich Frau Angela Merkel 1995, damals Umweltministerin, sogar persönlich. Heute hört sich das so an: Es gibt für den ganzen deutschen Atommüll zum Zwischenlager Nord keine Alternative. Fakt ist natürlich, dass bisher auch keine geschaffen wurde.

Die Landesregierung respektive auch der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sind gegen die zusätzliche Mülleinlagerung im ZLN. Sämtliche Anrainer-Kommunalparlamente haben sich inzwischen auch dagegen ausgesprochen und lehnen die Castortransporte über ihre Gebiete entschieden ab.

"Wir fühlen uns als Bürger getäuscht, die Atompolitik der Bundesregierung ist desaströs und unverantwortlich, und wehren uns dagegen, als Atomklo der Nation missbraucht zu werden", so Labouvie.
"Der Müll soll da gelagert werden, wo er entsteht. Keine Transporte kreuz und quer durch das Land, wir Ostdeutschen sind nicht der Müllschlucker für die Bundesländer, die zwar Atommüll produzieren aber ihn nicht bei sich lagern wollen. Die Politik versagt mal wieder auf der ganzen Linie".

„Ich denke, es zeichnet sich ab, dass wir uns mit den noch bestehenden Bürgerinitiaven neu aufstellen werden“, mutmaßt daher Christa Labouvie. „Wir müssen es als Bürger wohl selbst in die Hand nehmen, unsere Interessen zu bewahren. Der nächste Castortransport im Frühjahr wird in die Widerstandsgeschichte von Mecklenburg-Vorpommern eingehen, das steht fest".

Sonntag, 12. Dezember 2010

Rügen Predators starten 2011 in der neuen MVBL

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MV Baseball Liga gegründet

Der weiße Fleck im Nordosten der deutschen Baseball-Karte wird im kommenden Jahr verschwunden sein. Am Freitag, 10. Dezember, haben sich in Rostock Vertreter der bislang einzigen vier Vereine des Landes getroffen und die Mecklenburg-Vorpommern Baseball Liga, kurz MVBL, gegründet. Die Rostock Bucaneros und Rostock Grizzlys sowie die Rügen Predators und Schwerin Eastside Bulls wollen im Jahr 2011 ohne eigenen Landesverband einen Ligabetrieb starten. Geplant sind je drei Heim- und drei Auswärtsspiele mit anschließenden Play-Offs. Auch Pokalspiele sind im Gespräch. Statt wie in vielen Ligen üblich, zwei Spiele in Folge (Doubleheader) auszutragen, wird in der MVBL pro Spieltag nur eine Begegnung mit sieben Innings stattfinden. Für die gesamte Organisation wurde ein Liga-Ausschuss mit Vertretern aller Vereine ernannt, dessen Vorsitz Henry Ramthun, Trainer der Rostock Bucaneros, übernommen hat. Von den Rügen Predators wird der Vorsitzende Marcel Rudolph den Verein im Ausschuss vertreten. Alle Teams hoffen, dass sich in den kommenden Jahren weitere Mannschaften bilden, beispielsweise in Stralsund, Wismar, Greifswald, Neubrandenburg oder Güstrow, damit die MVBL weiter wächst und sich etabliert. Die Rostock Bucaneros werden für die MVBL ein zweites Team ins Leben rufen und mit dem ersten Team weiter in der Landesliga Schleswig-Holstein/Hamburg antreten.

Rügen: Weihnachtsbäume mit Namen

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 (c) ostseh/küstermann 2010

Gingst. (ostSeh) Rainer WOLF hat seine Weihnachtsbaumplantage mit Nordmann-Tannen am Rande von Haidhof kurz vor Gingst. Direkt neben seinem Wohnmobil-Stellplatz. Da er als Lohnunternehmer mit seinem Traktor zudem Schnee schiebt, ist er für jede Jahreszeit aufgestellt. Und hat für den ersten Andrang am Wochenende einn Parkplatz vor seiner Nordmann-Kultur geschoben. Dort warten viele kleine, gelbe Zettelchen darauf, dass die neuen Eigentümer der Weihnachtsbäume ihre Namen eintragen. Und diese dann sozusagen "just in time", also rechtzeitig, jedoch nicht zu früh, aus der Plantage in die Wohnstube befördern.

Am Wochenende zur Gingster Adventskirmes erwartet er den ersten Ansturm. Und hat in seinem Bauwagen davor schonmal vorsichtshalber Glühwein bereitgestellt.

Samstag, 11. Dezember 2010

Rügen: Neue Halbschranken und sicherer Überweg für Reisende

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(Berlin/Rügen)  In Lietzow, an der Strecke Stralsund–Sassnitz/Binz, steuert jetzt ein modernes elektronisches Stellwerk effektiver die Züge auf der Insel. Seit 1. Dezember übernimmt es die Aufgaben der technisch veralteten Stellwerke in Lietzow, Prora und Binz, teilte die Pressestelle der DBAG mit. Gleichzeitig garantieren neue Gleise und moderne Sicherungstechnik, wie Kombinationssignale, Halbschrankenoder , zuverlässigen Bahnbetrieb für die Zukunft.

Lietzow hat seit dem 30. November dieses Jahres, nach rund einem Jahr Bauzeit, eine erneuerte Verkehrsstation. Der 55 Zentimeter hohe, neu gebaute Mittelbahnsteig ist 110 Meter lang und fünfeinhalb Meter breit.
Durch Rampe und Reisendensicherungsanlage, speziell für Fußgänger und Zweiradfahrer entwickelt, ist der Bahnsteig für alle Reisenden gut zu erreichen. „Auch Reisende mit einem Rollator oder einem Kinderwagen können nun ohne Probleme in Lietzow ein- und aussteigen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann.

Neu sind auch Beleuchtungsanlage, Wetterschutzhäuser, Wegeleitsystem und eine Fahrradabstellanlage, die dem heutigen Standard entsprechen. Über den Zugverkehr werden bald dynamische Schriftanzeiger informieren. Für diese Maßnahmen wurden 648.000 Euro, überwiegend aus dem Bundes- und Landeshaushalt, investiert.

Für das im Jahre 2007 begonnene Gesamtvorhaben wurden insgesamt 8,5 Millionen Euro investiert.

Die Fern- und Regionalverkehrsstrecke Stralsund–Sassnitz/Binz erschließt die Insel Rügen und ist vor allem eine wichtige Strecke für den Güterverkehr zum Hafen Mukran. Durch die beispielsweise dreimal am Tag fahrenden Pipelinezüge mit jeweils 100 Rohren für EUPEC und die Nord-Stream-Trasse gab es immer wieder Probleme mit der Erreichbarkeit am Spitzen Ort und den Märkten in der Traditionsräucherei. Denn das handgesteuerte Schrankenensemble war dann gut mal eine viertel Stunde oder mehr geschlossen. Der diesjährige Pächter der dortigen Gastronomie hatte gleich nach einem Jahr wieder aufgegeben, der Rügen-Markt war von seinem dortigen Entstehungsort komplett nach Thiessow verlegt worden. Nun muss sich zeigen, ob die neue Anlage mit den Gästen kompatibler ist.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Rügen: ostSeh buch & trödel mit dem Trödelzirkus zu Gast in Gingst

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Fotos ostSeh/Küstermann

Gingst/Samtens/Rügen. Wenn es draußen stürmt und schneit - und das ist auf Rügen zu dieser Jahreszeit nicht selten - wird in Samtens getrödelt und am kommenden Wochenende ist ostSeh buch & trödel mit dem Trödelzirkus zu Gast in Gingst.

Eigentlich sind die Trödler von ostSeh buch & trödel jeden ersten Samstag in Samtens zu finden, doch am kommenden Wochenende ist ostSeh buch & trödel mit dem Trödelzirkus zu Gast in Gingst. An zwei Tagen Adventskirmes wollen die Telnehmer von ostSeh buch & trödel auch nicht fehlen. Am 11. und 12. Dezember sind sie von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Saal des Gasthaus Puchert am Markt zu finden.

In der Nachweihnachtszeit findet der Trödelmarkt in Samtens ausnahmsweise mal nicht am 1. Sonnabend im Monat statt. Denn am 1. Januar wollen die meisten noch den ausklang des alten Jahres “verdauen“. Daher wird in Samtens erst am 8. Januar 2011 getrödelt. Es ist immer noch früh genug, um sich unter dem Motto Weihnachtsgeschenke zum Tauschen oder einfach mal wieder so, zu treffen. Ab Februar wird dann wieder an jedem ersten Sonnabend im Monat in Samtens getrödelt - auf Rügens einzigen, überdachten Trödelmarkt, der im Sommer auch genügend Fläche für Trödel unter freiem Himmel bietet. 

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Rügen: "Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“

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Fotos ostSeh/Küstermann

Prora/Rügen. (ostSeh) Im Dokumentationszentrum Prora wird am 15. Dezember 2010 um 16:00 Uhr die Ausstellung "Antisemitismus? Antizionismus? Israelkritik?“ des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, Jerusalem eröffnet. Aus diesem Anlass wird Prof. Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, einen Vortrag zum Thema halten. Die Ausstellung zeigt anhand aktueller Formen des Antisemitismus in Deutschland und Europa, wie sich judenfeindliche Stereotype in allen gesellschaftlichen Gruppen bis heute gehalten haben und wie sie immer wieder virulent werden. Juden werden heute kaum noch als „Rasse“ oder wegen ihrer Religion diskriminiert. Der zeitgenössische Antisemitismus unterstellt ihnen vielmehr – an antisemitische Verschwörungstheorien und Allmachtphantasien anknüpfend -, Einfluss auf Finanzwelt, Wirtschaft, Medien und Politik auszuüben und damit das Weltgeschehen zu steuern.

Die Präsentation hinterfragt diese Stereotype und bietet zahlreiche Informationen über die unterschiedlichen Erscheinungsformen von Antisemitismus an. Darüberhinaus grenzt sie Antisemitismus ab von Antizionismus und Israelkritik.

Antizionismus ist als politische Feindschaft gegen Israel eigenständig, kann aber auch getarnter Judenhass sein. Israelkritik schließlich kann als legitimer Teil einer politischen Diskussion auftreten, allerdings auch als Vorwand genutzt werden um „die Juden“ zu stigmatisieren und „gewöhnliche Judenfeindschaft“ ausdrücken. Die Ausstellung sensibilisiert für diese Unterschiede. Zu sehen bis zum 31. März 2011 im Dokumentationszentrum Prora.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rügen - Hiddensee: Herzkranke Seniorin sicher von Hiddensee ans Festland gebracht

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Seenotrettungsboot HERTHA JEEP im Einsatz (Foto: DGzRS)

Einsatz für Stralsunder Seenotretter bei Schneetreiben, grober See, Eis und Ostwind

Rügen/Hiddensee/Stralsund. (ostSeh) Revierkenntnis, Erfahrung und das Seenotrettungsboot HERTHA JEEP von der Station Stralsund als einziges Einsatzmittel haben einer 70 Jahre alten Bewohnerin der Insel Hiddensee am Donnerstag, dem 2.Dezember 2010, ärztliche Hilfe gebracht. Die Frau musste wegen akuter Herzbeschwerden unbedingt in ein Krankenhaus auf dem Festland transportiert werden.

Ein Hubschrauber konnte im dichten Schneetreiben nicht starten. Der Fährverkehr zwischen Hiddensee und dem Festland war eingestellt worden. Nur die Besatzung des Seenotrettungsboots HERTHA JEEP/Station Stralsund der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unter der Leitung von Vormann Günter Towara, brachte einen Notarzt und zwei Rettungssanitäter auf die Ostseeinsel. Das dort normalerweise stationierte Seenotrettungsboot befindet sich derzeit zur Generalüberholung in der Werft.
Zur Einsatzzeit gegen Mittag herrschten außergewöhnliche Wetterverhältnisse: Schneetreiben, ein halber Meter Seegang und östliche Winde in Böen bis zu sieben Beaufort (bis 61 km/h Windgeschwindigkeit) forderten die Seenotretter. Bis Ummanz war die Ostsee eisfrei. Bis vor den Hafen von Neuendorf hatten sich weitflächige Schlammeisfelder zusammengeschoben. In Neuendorf hatte sich schon eine bis zu sieben Zentimeter starke, feste Eisschicht gebildet. Vormann Günter Towara: „Mit unserem kräftig motorisierten Seenotrettungsboot und angepassten Manövern gelang es uns, an die Pier zu kommen.“
Dort wurde die erkrankte Frau übernommen, an Bord weiterversorgt und anschließend nach Stralsund gefahren. Für DGzRS-Vormann Towara war dieser Einsatz eine Herausforderung der besonderen Art: In seinem früheren Berufsleben war er Kapitän auf dem bekannten Eisbrecher „Stephan Jantzen“.

Freitag, 3. Dezember 2010

Rügen: Hiddenseer beim horten von Lebensmitteln erwischt

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Rügen. (ostSeh) Noch am Mittwoch waren Hiddenseer beim wilden Einkauf in Rügens Supermärkten zu entdecken. Haben sie doch vergangenen Winter vor allem mit der von der Weißen Flotte im Auftrag des Landes betriebenen Fähre schlechte Erahrungen gemacht. Nun sollen sie bei diesen Wetterverhältnissen recht bekommen, denn das Wasser beginnt zu frieren und bald wird der Eisfahrplan in Kraft treten. "Wir sehen und kommendes Frühjahr" war der humorvolle Gruß.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Und wieder ein Schneewinter für Rügen

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Mensch und Hund können es isch ohne Stress im Schnee gut gehen lassen, sofern der Schnee die Arbeit auf Platz zwei geschoben hat.

Wohl dem, der eine Chapka, das ist die traditionelle russische Fellmützen mit vielen Namen, hat.
Fotos/video: ostseh/küstermann

ostSeh/Rügen. Ein Fahrzeug des gemeindlichen Räumdienstes der Gemeinde Gingst auf Rügen schleppt ein Post-Ersatzfahrzeug aus einem Hof frei. Das reguläre Post-Fahrzeug dieses Zustellbezirks wurde durch einen Unfall lahmgelegt. Die Postbotin wurde schon im Winter 2009/2010 durch ihr eigenes Fahrzeug beim Wegrutschen auf Eis verletzt.

Am Donnerstag ging auf Rügen nichts mehr. War die Nacht noch ruhig, kam am frühen Morgen weiterer Schneefall und damit auch das Chaos auf den Straßen. Vielfach fehlen mit dem Argument, sie würden doch nur geklaut, die Schneezäume an Wind-Brennpunkten, die wie vergangenes jahr dann auch erwartungsgemäß sofort wieder zugeweht waren.

Bei Neu-Mukran und  Ralswiek lag nach  Auskunft der Polizeidirektion Stralsund jeweils ein Lkw im Graben. Zwischen Kasnevitz und Gingst war es ein Bus. Die Schulen hatten kaum Schüler, die Züge und der ÖPNV standen still und so auch der nahezu gesamte Verkehr. Zwar meinten manche Schulleiterinnen, in Kanada würde ja auch im Schnee die Schule besucht. Schulleiter Eckehardt Mostek von der Gingster Regionalen Schule sagte jedoch schon um sieben Uhr via Radio Ostseewelle seinen Schülern für diesen Tag ab.

Am Freitag und Sonnabend sollen die Niederschläge zurückgehen und es soll am Sonnabend gar aufreißen, die Temperatur etwas steigen. Bis dato dürften die Straßen auch wieder ohne Risiko befahrbar und freigeräumt sein.


Mittwoch, 1. Dezember 2010

Rügen / Hiddensee: Notfall auf dem Hotelschiff Caprivi in Vitte

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Das Hotelschiff Caprivi in normaler Lage im Sommer am Anleger von Vitte. Foto: ostSeh

Vitte/Rügen (ostSeh) Am 25.11. gegen 08:15 Uhr bekam die Wasserschutzpolzei-Inspektion in Stralsund vom Kapitän des Fährschiffes Vitte die Mitteilung, dass im Hafen von Vitte auf Hiddensee der Stilllieger „Caprivi“, welcher zuvor unter dem Namen MS „Seebad Wustrow“ bekannt war und nun als Hotelschiff genutzt wird, sich um rund einen Meter abgesenkt habe. Die alarmierten Beamten der Wasserschutzpolizei trafen gegen 09:30 Uhr in Vitte ein und konnten die Beobachtungen so bestätigen. Sie nahmen direkt Kontakt mit dem Eigentümer auf und kontrollierten das Hotelschiff nebst der Umgebung auf Personen und Schäden für die Umwelt. Eine Gefahr für Personen war nicht festzustellen, da das Hotelschiff im Moment nicht genutzt wird. Auch eine mögliche Gewässerverunreinigung durch vorhandene Brenn- und Betriebsstoffe konnte nicht ausgemacht werden.

Da sich die Caprivi aber weiter sehr langsam absenkte, wurden zur Abwendung einer möglichen Gefahr für die Umwelt gegen 14 Uhr Ölsperren in Abstimmung mit weiteren Verantwortlichen ausgelegt und eine Spezialfirma beauftragt die noch vorhandenen Gefahrenstoffe aus dem Fahrzeug zu pumpen. Nach bisherigem Stand am heutigen Freitag hat sich das Hotelschiff bereits bis auf den Grund abgesenkt.
 
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