Sonntag, 28. Februar 2010

Die „Gräberstraßen“ Rügens

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Wie hier am Hafen von Ralswiek im Angesicht bedeutender Urzeitfunde wie der Ralswieker Boote ist Bodendenkmalpfleger und Wanderführer Volker Rösing im Sommer viel auf Rügen mit geführten Gruppen unterwegs.
Foto: ostSeh/Küstermann

Rügen. (ostSeh) Auf Rügen gibt es eine Vielzahl alter Siedlungsspuren, die von den Bewegungen der Menschen auf Rügen in längst vergangenen Zeiten künden. Die so genannte südöstliche "Gräberstraße" zieht sich von Altefähr bis aufs Mönchgut. Sie führt an Dolmen, Findlingen, Opfersteinen vorbei, um die sich Sagen und Geschichten ranken.
In seinem Vortrag am 12. März stellt der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und Reiseleiter Volker Rösing die Megalith- und Hügelgräber an der so genannten süd-östlichen Gräberstraße Rügens in Wort und Bild vor. Er erläutert die historischen Vorgänge, von denen sie zeugen und kommentiert ihre Entstehung und Bedeutung für die Menschen jener Zeit. Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr in der Bergener Volkshochschule. Es wird ein Kostenbeitrag von 5,00 € erhoben.

Um Anmeldung unter 03838-200580, info@kvhs-ruegen.de oder direkt in der Schulstraße 2 in Bergen wird gebeten.

Samstag, 27. Februar 2010

Rügen: Achtung Gefahr von Abbrüchen an Steilküste

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Ein Abbruch in Klein Zicker. Dort ist die Wand nicht hoch und der Strand breit. Andernorts ist es umgekehrt. Schilder, nun auch in Englisch, warnen.
Fotos: ostSeh/Küstermann

Sassnitz/Born (ostSeh) - Jetzt taut es. Massiv. Und Tauwetter bedeutet an den Steilküsten der Insel Rügen Bewegung in den Schichten der Hänge. Das ist normal, wird jedoch jedes Jahr wieder vergessen, wenn Spaziergänger unter 30 Meter hohen Steilhängen wandern.

Das Nationalparkamt Vorpommern warnte daher am Donnerstag vor größeren Abbrüchen. Bisher sei es zu Abbrüchen zwar noch nicht gekommen. Aber es riesele und bröckele überall. Vielerorts seien die äußeren Schichten der Kreide vom Frost abgehoben und rieselten nun wie alter Putz von einer Hauswand. Auch in der Granitz und an den Küstenkliffs im Südosten der Insel seien mit dem einsetzenden Tauwetter Abbrüche zu erwarten.

Bei Klein Zicker wurden neue Schilder aufgestellt, die erstmals auch in Englisch vor den Gefahren herabstürzender Steine und Erde warnen.

Freitag, 26. Februar 2010

Rügen: 14. Holzmesse wandelt sich zur Holz- & Energiemesse

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Putbus. (PM ostSeh) „Holz- und Energiemesse ist für die Öffentlichkeit logisch und gut verständlich“, betonte die Vorsitzende Regina Dabel kürzlich auf der Vorstandssitzung des Tourismus- und Gewerbevereins Putbus (TGV). Holz sei auch schon in der Vergangenheit als Energieträger dargestellt worden und mit dem neuen Namen gebe es keine Zielkonflikte mehr mit der zunehmend energetisch aufgeladenen Messe, so Dabel. „Die Namensgebung ist ein logischer Schritt“. Holz soll also weiterhin in der ganzen Vielfalt verbrauchernah „Im Jaich“ präsentiert werden. Gleichzeitig sollen, wie lange geplant, nun tatsächlich regionale Unternehmen in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft einbezogen und so Kräfte gebündelt werden.

Dafür hatte unter anderem Uwe Ambrosat, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, die Holz & Energiemesse auf dem dritten Klimatag am 5. Februar präsentiert. Uwe Ambrosat: „Wir wollen das Dachmarken-Logo „Rügen voller Energie“ mit einbeziehen. Denn die geplante Entwicklung der Messe harmoniert mit den Zielen der Dachmarke.“

Dargestellt ist dies schon auf der Website www.ruegen-voller-energie.de , wo nun auch der TGV Putbus e.V. einbezogen ist. Auf www.holzmesse-ruegen.de sind alle Formalitäten zur Teilnahme und die schon feststehenden Programmpunkte für die 14. nunmehr Holz & Energiemesse dargestellt.

Samstag, 20. Februar 2010

Rügen: Buch und Trödel im März in Gingst

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Buch und Trödel im e.werk Sassnitz ließ im Februar die Türen des Hauses zwei Tage nicht mehr stillstehen. E-werk-Manager Peter Kordes begriff "ostseh-buch-und-troedel" als Event und möchte das Wochenende so bald wie möglich wieder buchen. "Ich könnte mir drumrum eine Menge von Aktivitäten wie ein Jazzfrühstück oder einen zusätzlichen Kinderflohmarkt unseres Hauses vorstellen", zeigte er sich begeistert.
Foto ostSeh.de/Küstermann

Teschvitz/Rügen (ostSeh) Erfolgreich angelaufen ist seit November vergangenen Jahres der neue Trödelzirkus auf Rügen unter dem Namen:

www.ostSeh-buch-und-troedel.de

Mal mehr, mal weniger als rund zehn Wintertrödler bieten ihre Waren auch bei Kälte und Schnee gemütlich unter Dach und Fach für Trödelfans an. Statt Flohmarktidylle auf der Wiese oder einem Parkplatz also Heizung nebst Kaffee und Kuchen im Warmen.

Erstmalig dabei war im Februar auch ein Trödler aus Thüringen, der mit hochwertiger Ware seinen Inselbesuch verbinden wollte. Und sich begeistert um eine erneute Teilnahme bewarb. Entdeckt hat er ostSeh Buch und Trödel bei www.marktcom.de .

Zahlreiche Bücher ebenso wie Dinge für Rügensammler oder wirklicher Trödel sind im Angebot. Auswahl nd Schnäppchen sind immer wieder anders, da der Fundus von Trödel nie zu enden scheint.

Wer sich anstecken hat lassen und noch in Gingst am Markt in der Gaststätte Dorfkrug am 20. und 21. März in der Kernzeit von 11 Uhr bis 16 Uhr teilnehmen möchte, ist willkommen und meldet sich am besten sofort an. Bedingung ist die verbindliche Teilnahme an zwei Tagen mit pünktlichem Aufbau und 20 Euro Kostenbeteiligung für Stand und Öffentlichkeitsarbeit wie Plakate im Vorfeld.

Weitere Infos unter www.ostseh-buch-und-troedel.de oder mobil 0171 5254076

Vorankündigung:
Der voraussichtlich letzte Flohmarkt ostSeh-Buch-und-Troedel der Winterreihe findet im April entweder in Putbus oder erneut in Sassnitz statt.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Rügen: Pipelines nach Slite auf Gotland

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Während der nunmehr immer nächtlichen Verladeaktionen im Fährhafen Sassnitz von jeweils rund 160 Pipelineröhren mit jeweils 22,5 Tonnen Gewicht.
Foto: ostSeh/Küstermann

Sassnitz. (ostSeh) Der Antransport im Hafen von den umliegenden Lagern mit jeweils einer ummantelten Röhre findet per Lkw statt. Röhre um Röhre und parallel sind schwere Radlader noch immer dabei, den Transport überhaupt zu ermöglichen. Kurz stand wegen Schnee, Eis und Witterung die Verladung in der Nacht zum Mittwoch auf der Kippe. Immerhin ein zu planender Zeitraum von rund acht Stunden, in denen nahezu 20 Menschen direkt wie ein Räderwerk funktionieren müssen, bis die 16o Röhren geladen sind.

Abgeladen wird vom Lkw per sogenanntem ReachStacker, einem speziellen Teleskoplader mit Greifer für eine Röhre. Die setzt er auf das Kran-Zwischenlager, wo der mobile Hafenkran zwei Röhren greift. Maßarbeit aus 30 Metern Höhe. Mit einer Last von rund 60 Tonnen am Haken. 160 Röhren pro Ladung und insgesamt 56.000 Stück ummantelter Röhren aus dem EUPEC Ummantelungswerk in Sassnitz gehen so auf die Reise.

Derzeit liegen nach Auskunft von EUPEC 22.000 (ca 270 Km) nicht ummantelte und 24.000 (290 Km) ummantelte Röhren auf den 65.000 Röhren fassenden Lagerstätten im Fährhafen. Das Ummantelungswerk bearbeitet insgesamt für die erste und zweite Pipeline von jeweils 1223 Kilometer im Auftrag von Nord Stream bis Dezember 2011 eine Stückzahl von 122.000 Röhren. Bisher wurden 38.700 Röhren ummantelt. 200 Röhren pro Tag steigern dabei durch eine Spezialbetonmischung ihr Gewicht von jeweils rund 12,5 Tonnen auf rund 22,5 Tonnen. Deshalb wird jede Röhre einzeln pro Tieflader angefahren, mit dem Reachstacker am Teleskoparm abgeladen, abgesetzt und vom beweglichen Kran im STS Multi Purpose Center der BUSS-Gruppe mit einem Spezialgreifer im Pärchen wieder aufgenommen. Der Kranführer muss dabei die genaue Gewichtverteilung beim Stauen berücksichtigen und mehrfach die Position des Krans auf Rädern wechseln. Auch die Besatzung verholt zwischenzeitlich mehrfach das mal bug- und mal hecklastige Schiff. Auch dort sind übrigens dicke Eiskrusten an Deck zu berücksichtigen.

300 Röhren kommen aus Mühlheim an der Ruhr täglich mit drei Güterzügen an. Zuzüglich Kies und Chemikalien per Schiff und Bahn ein enormer Zugewinn an Umschlag im Hafen Sassnitz, der von Stadt und Land betrieben wird. Das komplette Pipelineprojekt hat einen Wert von 7,4 Milliarden Euro.

Der Erdgasbedarf in Europa wird laut unabhängigen Instituten für das Jahr 2030 auf 516 Milliarden Kubikmeter Gas prognostiziert. Ab 2011 soll nach Angaben von NordStream mit einer jährlichen Kapazität von 27.5 Milliarden Kubikmetern begonnen werden. Baubeginn ist laut NordStream Pressesprecher Steffen Ebert für April 2010 geplant. Im Mai jedoch soll schon wieder auf der hiesigen Seite eine Pause entstehen, da die Laichgründe für den Hering bei Bornholm nicht gestört werden sollen.

Die letzte Genehmigung der finnischen Regierung für deren Außenwirtschaftszone wurde eben erteilt. In Greifswald ist jedoch von NABU und BUND eine Klage gegen das genehmigende Bergamt Stralsund anhängig. Die Kläger wollen, so Jochen Lamp, nach ihrer Ansicht Unstimmigkeiten bei den Ausgleichszahlungen einfordern. Doch auch Lamp befürwortet im Prinzip das Projekt, wie er in einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung im Meeresmusem Stralsund öffentlich sagte. "Jeder Transport per Schiff wäre auf der ohnehin belasteten Ostsee weitaus gefährlicher, als diese Pipeline.

(c) 2010 ostSeh_KüSTERMANN

Dienstag, 16. Februar 2010

Stralsund: Zeit des Zorns - Lesung und Diskussion mit Jutta Ditfurth

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Jutta Ditfurth im Speicher am Katharinenberg Lesung und Diskussion zu "ZEIT DES ZORNS"
Foto: ostSeh/K. Steinhausen


Soziale Gerechtigkeit und Freiheit stehen mehr denn je zur Disposition.

Die Rosa Luxemburg Stiftung lädt am Mittwoch, den 24. Februar um 20:00 Uhr zur Lesung und Diskussion mit Jutta Ditfurth, Soziologin und 1980 Gründungsmitglied der Grünen, in den Speicher am Katharinenberg Stralsund. Parkplätze befinden sich unterhalb an der Stadtmauer beim Beghinenhaus oder im Parkhaus.

Stralsund. (ostSeh) In ihrem aktuellen Buch "Zeit des Zorns" argumentiert die Autorin, dass die derzeitige Wirtschaftskrise nicht die Folge eines ungezügelten "Raubtierkapitalismus" sei. Der Kapitalismus sei für sie schon im Normalzustand eine Katastrophe. Es gebe ihn nicht ohne stetig wachsende Ausbeutung von Arbeitskräften und Natur. Er lasse sich nicht zähmen oder mit Reformen in eine humane Gesellschaft überführen.

Ditfurth zeigt, wie das Kapital sich die Weltwirtschaftskrise zunutze macht, um sich der restlichen sozialen und demokratischen Menschenrechte und der ökologischen Erfordernisse zu entledigen. Sie fragt, wo die strategischen Schwachpunkte des Systems liegen. "Die Weltwirtschaftskrise wird nicht zum Zusammenbruch des Kapitalismus führen, sondern er wird - vorläufig - gestärkt aus ihr hervorgehen", so Ditfurth.

Sie zieht auch eine schonungslose Bilanz der 20 Jahre alten Linkspartei/PDS. Und sie zeigt, mit wem, und wie ein Bündnis herzustellen wäre, das sich gegen die Zumutungen des Kapitalismus, gegen die Ausbeutung und Erniedrigung der Menschen und der Vernichtung der Natur wehrt.

Der Eintritt ist frei.

Die Autorin: Jutta Ditfurth, Soziologin und Publizistin, 1980 Mitgründerin der Grünen, 1984 bis 1988 deren Bundesvorsitzende. 1991 trat sie wegen deren Rechtsentwicklung aus der Partei aus und gründete die Ökologische Linke. Einige Jahre war sie Bundesvorsitzende der dju/IG Medien. 2001-2008 Stadtverordnete für ÖkoLinX-Antirassistische Liste im Frankfurter Stadtparlament. Seit 1970 ist sie in der außerparlamentarischen Linken aktiv.


Montag, 15. Februar 2010

Rügen: Was hilft bei Neurodermitis im Kindersalter?

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Schulmedizin und (oder) alternative Heilverfahren?

Bergen/Rügen (ostSeh) Der Chefarzt der Kinderklinik des Sana-Krankenhauses, Dr. Thomas Hirsch, hält am Donnerstag dem 25. Februar um 19.00 Uhr über das Thema „Neurodermitis bei Kindern“ einen öffentlichen Vortrag. Dabei wird der Kinderarzt insbesondere der Frage nachgehen, welche Heilmethoden am besten gegen diese tückische Hauterkrankung helfen. Familienangehörige von betroffenen Kindern sowie interessierte Gäste sind recht herzlich zu dem Patientenforum ins Sana-Krankenhaus eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Sind unter Umständen alternative Therapien erfolgreicher als die herkömmliche Schulmedizin oder ist eine Kombination der Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll? Wo liegen die Chancen, wo die Grenzen der Schul- und Alternativmedizin? „Insbesondere Kinder sind von der weit verbreiteten Hauterkrankung betroffen, die in schweren Fällen nicht nur die kleinen Patienten, sondern die ganze Familie schwer belastet“, so der Chefarzt. „Ständig trockene Haut, quälender Juckreiz und blutig gekratzte Stellen am Körper bereiten viele schlaflose Nächte und erfordern viel Geduld von allen Beteiligten.“

Neurodermitis ist eine besonders hartnäckige und unangenehme Hauterkrankung. Die Haut ist extrem trocken und juckt höllisch. Beschwerdefreie Zeiträume werden unterbrochen durch Krankheitsausbrüche verschiedenen Schweregrads. Einige Menschen werden von der Neurodermitis geheilt, während andere ein Leben lang unter ihr zu leiden haben. Etwa 3,5 bis 5 Millionen Menschen in Deutschland sind Neurodermitiker. Zu den wichtigsten therapeutischen Maßnahmen gehören die Hautpflege als Basisbehandlung, Juckreiz dämpfende und anti-entzündlich wirkende Medikamente, die physikalische Lichttherapie sowie eine richtige Ernährung und medizinische Textilien.

TERMIN Patientenforum
Neurodermitis bei Kindern - Schulmedizin und (oder) alternative Heilverfahren?
Donnerstag, 25. Februar 2010, um 19.00 Uhr
PD Dr. med. Thomas Hirsch, Chefarzt der Kinderklinik
Mitarbeiterrestaurant „Svantevit“ im Sana-Krankenhaus, Calandstraße 7-8


Freitag, 12. Februar 2010

Raumordnungsverfahren für neuen  Golfplatz auf Rügen abgeschlossen

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Die Anlage des Golfplatzes rund um das Schloss Ranzow bei Lohme im Herbst und die Umgebung des nun einen Schritt weiter gelangten Golfplatzes Goor-Lauterbach mit dem Hotel Goor (re.), dem Hafen Lauterbach und dem Hafen Im Jaich.

Luftaufnahmen: www.luftikus-rügen.de

Schwerin/Putbus (ostSeh) Wie das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung mitteilt, ist das Raumordnungsverfahren für einen Golfplatz im Putbuser Ortsteil Lauterbach auf Rügen jetzt positiv abgeschlossen worden. Damit sei nun der Weg frei für den Bau des neuen Golfplatzes. Mit dem Platz entsteht für Golftouristen ein erweitertes Angebot auf der Insel Rügen. Die Lage am Rügenschen Bodden in der historischen Umgebung von Putbus bietet gute touristische Anbindungen für das Projekt.

Die Golfresort Putbus GmbH will auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche in Putbus einen 18-Loch-Golfplatz errichten. Der sportliche Schwierigkeitsgrad soll den Bedürfnissen eines breiten Spektrums von Golftouristen entsprechen. Darüber hinaus werden auf der rund 70 Hektar großen Fläche ein Clubhaus und eine Minigolfanlage entstehen. Besondere betriebswirtschaftliche Synergieeffekte sollen sich aus den Besuchern des benachbarten Hotels "Badehaus Goor" und dem Hafen Lauterbach ergeben. Geplant sind 18 neue Arbeitsplätze.

Da der Golfplatz sowohl von Besuchern als auch Bewohnern genutzt werden kann, wird Putbus in der touristischen Infrastruktur weiter qualitativ aufgewertet. Die Anlage wird sich gut in das Landschaftsbild einpassen. Eingriffe in die Natur werden durch verschiedene Maßnahmen des Investors ausgeglichen. Zusätzlich formulierte Maßgaben wie zum Beispiel die Verlagerung des Clubhauses an die Ortsrandlage aus Gründen des Landschaftsbildes, werden die Raum- und Umweltverträglichkeit des Projektes am geplanten Standort sicherstellen.

Das Raumordnungsverfahren war im Juli vergangenen Jahres durch das Amt für Raumordnung und Landesplanung Vorpommern eröffnet worden. Die Öffentlichkeitsbeteiligung dauerte bis August an. Nachdem die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet worden sind, wurde die landesplanerische Beurteilung erarbeitet und das Raumordnungsverfahren positiv abgeschlossen.

Laut einer auch vom Ministerium nicht widersprochenen Studie seien auf Rügen gut und gerne sensationelle fünf Golfplätze machbar und notwendig. Derzeit ist mit dem Golfplatz Karnitz ein 9-er und 18-Locher Wettbewerbsplatz in Betrieb. Geplant mit der Golfakademie Rügen befindet sich ein zweiter in Ranzow in fortgeschrittenem Planungsstadium. Ebenso der nach abgeschlosenen Grundstücksaufkäufen geplante Golfplatz Binz. Auf dem rund 70 Hektar großen Gelände hinterm Ortsausgang von Binz in Richtung Serams entsteht ein 18-Loch-Golfplatz. Betreiber ist die „Golf- und Yachtzentrum Binz GmbH“, deren Hauptgesellschafter den Beginn der Golfsaison 2011 sehen.
Der Golfplatz bei Sassnitz hat zwar einen Club, jedoch versucht das Bauamt der Stadt Sassnitz an der dortigen, umstrittenen und nur in Teilen genehmigten Anlage einen neuen Betreiber zu installieren.

Eine frühere Drivingrange am Bakenberg ist schon lange aufgegeben.

In Neddesitz hat einer der privaten Betreiber des dortigen Hotel-Resorts, selbst aktiver Golfer, ausdrücklich ausgeschlossen, dass dort eine Beteiligung am rund um das Hotel geplanten Golfplatz entstehen könnte. Damit dürfte dieses Projekt derzeit wenigstens auf Eis liegen wen nicht gar gestorben sein.

Insider des Golfsports sind sich nach wie vor uneins darüber, ob das beschränkte Volumen an Ackerland und Natur Rügens so viele Golfplätze zulässt und ob nach Zulassung die Kapazität für alle Plätze anhand der Golf-Gäste auf Rügen gegeben ist. Ein gerne genanntes Potenzial sollen Schweden sein, die dann per Kleinflugzeug Güttin anfliegen könnten. Diese lasten jedoch auch bisher den einzigen existenten Platz nicht aus.

(c) ostSeh

Donnerstag, 11. Februar 2010

WWF und BUND ziehen wegen Genehmigung der Nord Stream-Pipeline vor das Verwaltungsgericht 

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Die Karte mit dem Pipelineverlauf (grün) zeigt auch zahlreiche andere Pipelines in der Ostsee. Und den Verlauf südlich von Gotland, der nun ins Gerede kommt wegen möglicher Giftgasabfälle. Repro WWF/ostseh

Stralsund. (ostSeh) WWF Deutschland und BUND haben gegen die Genehmigung der Ostseepipeline durch die deutschen Behörden vergangene Woche fristgerecht Klage beim Verwaltungsgericht Greifswald eingereicht. Dies teilte der Sprecher des WWF-Ostsee-Projektes Stralsund Jochen Lamp vergangene Woche anlässlich eines Vortrags zum Thema im Stralsunder Meeresmuseum mit. Die Umweltverbände fordern eine Aufhebung des Planfeststellungsbeschluss, den das Bergamt Stralsund im Dezember 2009 erteilt hat. Die Ostsee werde durch die geplanten Eingriffe des Pipelineprojekts weitaus stärker belastet als im Beschluss dargestellt. Die vorgesehenen Kompensationsmaßnahmen durch den Pipeline-Betreiber Nord Stream sind nach Ansicht der Umweltverbände unzureichend. Lamp betonte in diesem Zusammenhang auf Nachfragen zum späten Zeitpunkt des Vorgehens ausdrücklich, dass sich die Klage gegen das Bergamt Stralsund und nicht gegen Nordstream richte. Dessen Genehmigungsverfahren stehe in der Kritik.

Die für den deutschen Küstenbereich festgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für etwa 40 Prozent der Eingriffe kosten etwa 7,0 Millionen Euro. Für die fehlenden 60 Prozent fordert das Bergamt Stralsund Ausgleichszahlungen in Höhe von 3,6 Millionen Euro. "Die Bilanz zwischen verursachten Schäden und Kompensation muss ostseeweit gleich Null sein" sagt Jochen Lamp, Ostsee-Experte des WWF. "Hier müssen Behörden und Betreiber substantiell nachbessern, damit die geplanten Eingriffe in die Meeresumwelt voll ausgeglichen werden".

Durch Baggerungen für die Trasse der Gaspipeline am Meeresboden und Freisetzung großer Mengen Stickstoff und Phosphor drohen massive Schäden im Ökosystem der Ostsee. Die Einlagerungen der vergangenen Jahrzehnte seien mitnichten verarbeitet, sondern nur abgelagert. Die Baggerungen wühlten das alles wieder auf und die Nährstoffe kämen ein zweites Mal ins Wasser. "Wir machen uns heute Gedanken um 450 Tonnen Schadstoffe aus Schiffsabwässern und da werden eben mal 53000 Tonnen Phosphat und 12000 Tonnen Nitrat aufgwühlt", so lamp, der dafür mindestens einen ausgleich gen Null fordert.

Wie heikel die Angelegenheit trotz aufwändiger Forschungsarbeiten in einem breiten Sektor entlang der 1225 Kilometer langen Trasse tatsächlich werden könnte, zeigten neue Meldungen aus Dänemarkt, dass die Sowjetunion noch bis 1992 Kampfstoffe und Munition südlich Gotland abgelagert hätte.

Wie wichtig Nord Stream auch in dieser Phase Einwendungen der beteiligten Verbände noch nimmt, zeigte die Anwesenheit des Pressevertreters Steffen Ebert vor Ort. Er präzisierte in großer Offenheit die beispielsweise bei Gotland gesprengten 40 Minen oder gab Auskunft, dass bestimmte Verlegearbeiten ausdrücklich später vorgenommen würden, um die Laichgründe des Ostseeherings nicht zu stören.

Auch Lamp räumte am Rande der Veranstaltung ein, dass eine Pipeline verglichen mit dem Schiffsverkehr und den dabei erfolgen Energieverlusten und Havarierisiken in der Ostsee die bessere Variante sei. Und dass selbst nach 50 Jahren vermutlich der Verbleib der Pipeline besser sei, als den Grund erneut aufzuwühlen. So machte die eher lapidare Abhandlung ohne wirklichen Erkentnisgewinn im Meeresmuseum etwas den Eindruck, als ob hier noch Verhandlungsmasse für die Ausgleichsmaßnahmen geschaffen würde. Wie auch die Prozessbegründung deutlich bestätigt.

Weitere Infos: Jochen Lamp, WWF Ostseeexperte Tel: 0162 29 144 27

Mittwoch, 10. Februar 2010

Rügengeplaudere (4): Wenn die Kommunen nichts mehr drauf haben

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Rügen. (F.K.) Der Winter kam und damit auch die Ansage des Bürgermeisters von Gingst auf eine Nachfrage, dass private Zufahrten nicht geräumt würden. Anwohner hatten darauf hingewiesen, dass der Räumdienst nicht alle Gemeindewege zu abgelegenen Orten geräumt haben und auch dabei die tatsächlichen Zufahrten zugeschoben hatten. Die Ansage eines Anwohners, dass er gerne in der kommenden Woche die Katasterauszüge vorlegen würde, jetzt aber auf Räumung der Gemeindestraße wie jedes Jahr bestehe, führte dann zu stillschweigendem Handeln. Den zwei verbliebenen Beschäftigten der Gemeinde übrigens muss volles Lob und hohe Kompetenz ausgesprochen werden. Glücklicherweise, denn das darauffolgende Schneechaos hätte diesen Ortsteil unzugänglich gemacht. Ein Szenario, das auf Rügen mittlerweile Gang und Gäbe ist. Nun hat die Gemeinde Gingst ihren Museumsleiter und ihre Bibliothekarin gekündigt, weil 115000 im Haushalt fehlen und der Gemeinde zudem die Fantasie, anders als mit Streichungen zu reagieren.

Die Kommunen haben kein Geld mehr und versuchen, ihre Sparmaßnahmen überall anzusetzen. Vor allem die häufig abgelegenen Splittersiedlungen müssen um Streueinsätze bitten. Aber auch um andere Instandsetzungsmaßnahmen wie der vollig kaputten Straßen. Statt zu fusionieren. Die Gemeinde Ummanz und Kluis zusammen mit Gingst wäre wieder ein Mittelzentrum. Doch Lokalpatriotismus treibt seine Blüten. Und auch die Kreisstadt ist nicht mehr gefeit.

Denn dort ist in Bergen auf Rügen mit der Ringstraße ein anderes Beispiel angesiedelt. Eine städtische Straße mit Schlaglöchern wie Bombenkrater. Wenn die Kommune es nicht schafft, ihre Straße ordentlich zu erhalten, sollte sie der nächstbeste Autofahrer mit nachweislichem Schaden verklagen. Denn es werden sich doch Fahrzeughalter finden lassen, deren Auto dort Schaden genommen hat.

Insgesamt ist die Lebensdauer von Fahrzeugen bei den aktuellen Zuständen der Straßen auf Rügen schon um durchschnittlich wenigstens ein Jahr reduziert. Und nicht alle haben Robustfahrzeuge.

Jahrelang hielt der Entsorger und Fuhrunternehmer Bernd Lehmann von Rugya-Entsorgung in Binz zwei Schneefräsen und einen Räumpanzer für spezielle Fälle wie diesen Winter bereit. Und der Landkreis hätte sie nun gerne genutzt, sperrten doch die neuen Leitplanken in den Alleen die Schneeräumung der Landstraßen. Und selbst hat der Landkreis nur noch eine Schneefräse. Eine zweite private räumt in Lancken-Granitz schon. Also wurde jener Unternehmer angerufen, der seit Jahren gebeten hatte, dass sich der Landkreis Rügen an den Vorhaltekosten für das Gerät beteiligen sollte. Der Räumpanzer, gesichert nach Kriegswaffenkontrollgesetz, kostete ebenso wie die robusten Fräsen russischer Bauart. Doch bei diesem Telefonat muss Bernd Lehmann schallend gelacht haben. Es war ihm sicherlich eine Freude, wenn nicht ein innerer Vorbeimarsch. Denn die Fräsen hatte er schon lange nach Nordvorpommern verkauft, den Räumpanzer in ein Museum gegeben. Warum sollte er für einen maroden Landkreis die Kosten tragen?

Überall auf der Insel das selbe Bild: kein Geld für Dinge, die den Bürgern wichtig sind, manchmal gar überlebensnotwendig. Und die ihnen vor allem zustehen. Aber sofortige Mahngebühren, Verzugskosten und Tricks, im Nachhinein Abmachungen zu brechen und sich schadlos zu halten. Diese Beispiele nehmen zu. Und das Abkassieren auf Parkplätzen, statt Bürger in die Stadt oder die Zentren zu locken statt auf die grüne Wiese.

Anderes Beispiel Jarnitz. Wo plötzlich alte Abmachungen zur Wasserklärung des einstmals unwirtschaftlichen Ortes nicht mehr gelten sollen. Nun werden Eigenheime gebaut und der Zweckverband Wasser und Abwasser (ZWAR) erscheint auf der Bildfläche. Natürlich kann man der früheren Bürgermeisterin und Betreiberin einer privaten Kläranlage, Sabine Mehlberg, Naivität vorwerfen, dass sie die Verträge über die Abwasserentsorgung mit dem ZWAR durch ihre Anlage nicht per Unterschrift wasserdicht gemacht hat. Aber bedeutet das, sie darf nun unter aller Augen mit einer Investition auf mindestens 20 Jahre nach zehn Jahren über den Tisch gezogen werden? In Kaufmannskreisen gelten zumindest bei serösen Geschäften heute noch Handschläge über Millionen als Verträge.

Andernorts spielen sich ähnliche Szenen ab. Würde beispielsweise Gingst auf einem Gemeindegrundstück, das vor Jahren noch als Außenbereich zählte und absolut tabu war, Eigenheime bauen oder ließe dort einen Investor nach dem von ihm finanzierten B-Plan bauen, dann kommt der ZWAR sofort zu den Anliegern, die aus gutem und wirtschaftlichem Grund bis heute alle aufwändige Versickerungen oder Schilfkläranlagen betreiben. Schon die Versickerung greift die zuständige Wasserbehörde des Landkreises heute, nach zehn Jahren genehmigtem Betreiben, an, obwohl nichts Anderes geschieht, als der natürliche Prozess im Boden und Schilf. Die Drainageschlange von rund 60 Metern lässt das Wasser über eine große Fläche verteilt gen Boden sickern. Erdfilter und Schilf klären das Grauwasser dann, bevor es in den Bodden fließt. Das funktioniert deshalb so gut, weil die Schilfwurzeln solch guten Eigenschaften der Nahrungsaufnahme haben, dass sie sogar Industrieabwasser klären können. Rund 5 000 Euro kostet ein solche Schilfkläranlage, eine Drainage zur Verrieselung etwas weniger. Sollte der Betreiber nun wegen plötzlichen Umdenkens oder öffentlichem Druck auf eine biologische Umpumpanlage umstellen müssen, investiert er nochmals 3500 Euro an der eben schon erneuerten Grube. Das jedoch wäre schon früher möglich gewesen ohne Schilfklärbeet und wurde wegen der Stromabhängigkeit bei Umbauten oft bewusst nicht realisiert. Denn auch die Stromversorgung ist nicht optimal, was jedoch ein anderes Thema darstellt. Schlimmer noch: werden die Einzelhäuser dann für die Wirtschaftlichkeit der Kläranlage zwangsangeschlossen, kommen die Gebühren, die wegen einer Druckpumpe besonders hoch sind und dazu die stillgelegten und nicht mehr nutzbaren Anlagen auf dem Grundstück. Eine bodenlose Frechheit. Und das aus Geldmangel und Konzeptlosigkeit einer maroden Insel- und Provinzpolitik.

Wer ist dieser Staat oder wer sind diese Ämter oder Kommunen eigentlich, die sich erdreisten, so mit dem Geld ihrer Bürger umzuspringen? Schlimmer noch, machen sie das mit dem Geld in ihren Etats auch so? Kommen daher die Defizite? Oder einfach deshalb, weil die durch Wanderungsverluste unter 70 000 Einwohner rutschende Bevölkerung eine Insel für 2,1 Millionen Gäste betreiben muss und lokale Provinzpossen eine eigene Entscheidung sabotieren.

Ein klares Wort ist doch, dass Kommunen, die nicht mehr existenzfähig sind, nun nicht das letzte Kapital vergeigen dürfen und die Tafelsilberstücke an Grundstücken dazu. Nein meine Damen und Herren aus Politik und Verwaltung. Dann sind sie doch so ehrlich und fair und nehmen den schwarzen Peter oder in unserem Fall die rote Kerstin gemeinsam in die Hand, die sie bei der letzten Landratswahl so genial an die Front geworfen haben. Böse Kreise behaupten ja gar, ein Polizeischef Gustav Lüth sei von der CDU nur deshalb aufgestellt worden, weil er wie damals Herbert Dobelstein überhaupt keine Chancen gegen die rote Landrätin gehabt habe. Sollen die frisch gewählten PolitikerInnen also so ehrlich sein und vor den Bürgern dafür gradestehen, dass der Landkreis, der nicht mal mehr die zahlende Einwohnerschaft einer Kleinstadt aufweist, pleite ist. Und besser mit anderen fusioniert, statt den Bürgern weiterhin auf den Geist mit ihrem „nein-Gesage“ zu gehen. Für die wenigen Lokalpatrioten, deren Alternativen niemand kennt, wird sich schon Arbeit für die nächsten zwanzig Jahre in den Archiven finden lassen, aus denen heraus sie mal beweisen können, „wie alles war“ oder „was alles hätte geschehen können.“ Postum, da tut es keinem mehr weh.

Ich persönlich habe auf deutsch gesagt, die Schnauze voll. Ihr Politiker und Verwaltungsleute seid so handlungsunfähig, eine eigene Lösung vorzuschlagen, dass es richtig ist, euch das (fehlende) Konzept seitens des Landes aus der Hand zu schlagen (sic!) Und auf die Pfoten gleich dazu! Unabhängigkeit im Form einer kreisfreien Stadt oder andere Lösungen habt ihr mit euren Befindlichkeiten – zuletzt die FDP Rügens - allesamt kaputt gemacht. Nun ist die Zeit anderer und eure abgelaufen. Land MV, übernehmen sie diesen Sauladen doch endlich. Und lasst uns mit dieser Provinzposse nicht mehr allein...

… findet ihr (c) Felix Krull

Dienstag, 9. Februar 2010

Rügen: Weinseminar stilvoll und anders

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Sellin (ostSeh) In einer charmanten Umgebung des an diesem Tag für die Öffentlichkeit geschlossenen Restaurants Casa Blanca im Selliner Cliff-Hotel organisierte Benjamin Arnold für die Binzer Firma Wein, Wasser & Co zusammen mit Wein Wolf und dem Handelskontor Grapentin eine respektable Weinmesse.

Zahlreiche Hotelfachleute der Insel nutzten trotz Schnee und Eis auf Rügen die Gelegenheit, zusammen mit Profis aus der Weinbranche wie Sommeliers und Winzer die Veranstaltung "Übersee trifft Deutschland" den ganzen Tag über zu besuchen. Sie degustierten genüsslich und ausführlich aus dem reichhaltigen Angebot von über einhundert Weinen und Bränden

(c) 2010 ostSeh_KüSTERMANN

Samstag, 6. Februar 2010

Rügen: Heliport statt Fähranleger

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Schaprode/Vitte ( ostSeh) Fluggäste verlassen nach dem Flug von Vitte auf Hiddensee begeistert den Helikopter Robinson 44 der Usedomer Fluggesellschaft. Für 50 Euro pro Kopf lassen sie sich statt mit der ausgefallenen Fähre Vitte aufs Festland bringen und haben dabei teilweise auch ihre Flugangst oder auch nur das Bauchgrummeln überwunden.

Ab kommender Woche, so ist einer Mitteilung der Landrätin zu entnehmen, soll die Bundespolizei die eigentlich ja hoheitliche Aufgabe des Inseltransports mit deren Helikoptern übernehmen.

Am eisten darüber dürfte sich die Ostseeflug Rügen mit ihrer Tankstelle freuen. 2300 Liter beispielsweise nimmt ein Seaking.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Rügen: Sassnitzer Buch und Trödel ohne nennenswerte Wetterbehinderungen

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Sonnabend und Sonntag klimatisiertes Trödelvergnügen

Sassnitz (ostSeh) Wie es derzeit aussieht, ist für die Veranstaltung Buch- und Trödel in Sassnitz am kommenden Wochenende alles geregelt. Der Veranstalter konnte sich heute davon überzeugen, dass trotz ungewöhnlich großer Schneemassen in der Gegend rund um die Stubbenkammerstraße die Zufahrt gewährleistet ist. Projektmanager Peter Kordes versicherte heute, dass die freie Zufahrt und einige Stellplätze für die Anbieter im Hof gewährleistet seien.
einige e.werker arbeiteten daran heute sehr tatkräftig mit Schneeschippen. Nur mit einem Anhänger scheint die Zufahrt noch kritisch zu sein.

Mit einer Anmeldung aus Gera hat Buch und Trödel auch erstmals eine überregionale Teilnahme zu verzeichnen. Die anderen Anbieter kommen alle von Rügen, Stralsund und Nordvorpommern. Bleibt alles wie ausgemacht, dürften mehr als zehn Anbieter am Wochenende in der Kernzeit von 11 bis 16 Uhr im großen, beheizten Saal des e.werk Sassnitz ihren Trödel und auch zahlreiche Bücher anbieten. Ebenso hochwertige Waren wie Schmuck und Markenkleidung bis hin zu Leinenstoffen und alten Nachthemden sollen diesmal dabei sein.

BITTE DENNOCH VORHER DIE LOKALEN WETTERVERHÄLTNISSE PRÜFEN ODER 0171 5254076 kontakten!

Für Gäste empfehlen wir den NETTO-Parkplatz gleich nebenan, da rund um das e.werk und generell in Sassnitz kaum Parkmöglichkeiten wegen des Schnees gewährleistet sind. Die Schranken werden am Abend nicht geschlossen. Kurz vor dem e.Werk am Eingang zum Nationalpark ansonsten fußläufig einfach dem Aufsteller Buch-und-Troedel folgen. Bitte für Gäste keine Anfahrversuche!!!

Mittwoch, 3. Februar 2010

Rügen: Hiddensee seit Dienstag per Helikopter versorgt

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Foto: ostSeh/Küstermann

Schaprode. (ostSeh) Der Marinehelikopter 89+65 Marke SeaKing der Bundeswehr vor dem Parkplatz Schaprode auf Rügen. Während auf dem Hinflug Versorgungsgüter geladen wird, kommen Urlauber zurück und werden von einem Bus der Rettungsleitstelle zu ihren Autos gebracht.

Rund 80 Menschen mussten gegen 12 Uhr noch von Hiddensee nach Rügen transportiert werden. Mit Zwischenstopps auf dem Landeplatz Güttin/Rügen zum Tanken flogen zwei Maschinen Verpflegung und einige Hiddenseer zur kleinen Schwesterinsel. Der SeaKing Mk 41 ist ein idealer Schlechtwetterhelikopter und wurde 1975 in Dienst gestellt. Teilweise flogen zwei Maschinen des Typs. Getankt wurde auf dem Landeplatz Güttin, wodurch die Radien von Rettungsflügen gegenüber der früheren Tankstation Barth deutlich erhöht sind.

Die Fähre Vitte ist weiterhin defekt und muss wohl in die Werft, war vom Sprecher der Weißen Flotte, Knut Schäfer, zu erfahren. Der Eisbrecher Ranzow des Wasser- und Schifffahrtsamtes wiederum hat nach den Eisbrechaktionen in der Fahrrinne vor Hiddensee eine Havarie der Ruderanlage und muss ebenfalls repariert werden. Somit dürfte auch weiterhin Hiddensee abgeschnitten bleiben.

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Dienstag, 2. Februar 2010

Rügen - ÖJV: Fütterung von Wild "unnatürlich, unsinnig, kontraproduktiv"!

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Rügen (ostSeh) In diesen Tagen wird in vielen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns darüber nachgedacht, die so genannte "Notzeit" entsprechend Landesjagdgesetz auszurufen. In vielen Landkreisen ist dies bereits geschehen, wie am Montag im Landkreis Rügen bis 15. Februar. Während die Wildvögel wie vor allem die zahlreichen Schwäne nach Aussagen aus dem Landratsamt Rügen nicht gefüttert werden sollen, wird Wildfütterung für Jagdwild zur Pflicht erhoben. Der in schönstem Amtsdeutsch "Jagdausübungsberechtigte", also der Eigenjagdbesitzer (ab 75 ha Eigentumsfläche) oder der Jagdpächter muss dann für "artgerechtes Futter" sorgen, erläutert der Ökologische Jagdverband durch den Vorsitzenden Falk Jagzent in einer Pressemitteilung. Dies bedeute, entweder Futter in den Wald zu bringen oder zumindest vorhandenes Futter wie Wildwiesen erreichbar zu machen.

Der ÖJV Mecklenburg-Vorpommern als Vereinigung fortschrittlicher, am Naturhaushalt orientierter Jäger, Land- und Waldbauern und Naturschützer stellt hierzu fest: Die Fütterung der Schalenwildarten Rotwild, Damwild, Schwarzwild und Rehwild, um die es hierbei geht, ist aus vielerlei Gesichtspunkten heraus unsinnig und hat in Mecklenburg-Vorpommern nichts zu suchen!

Die Bestände dieser Tierarten seien generell als stark überhöht zu betrachten. Grundsätzlich sind diese Tiere darauf eingestellt, regelmäßig strenge Winter ohne Hilfe zu überstehen. Sie haben dies über Jahrtausende in der wesentlich nahrungsärmeren Natur- und frühen Kulturlandschaft geschafft. Der Winter, der bei uns selten genug kommt, stellt vielmehr auch ein natürliches Regulativ dar, das dazu beitragen kann, schwache Tiere zu selektieren und die Populationen in erträglichen Grenzen zu halten.

Gerade auf Rügen wird im Nationalpark und angrenzend seit Jahren darum gestritten, ob zu viel oder zu wenig Wild dort lebt und wie der Bestand sinnvoll reguliert werden soll. Während die Nationalparkverwaltung von starkem Verbiss durch zu viel Wild spricht, was die Regeneration der Wälder behindere, sprechen angrenzende Jagdpächter wie Uwe Kasten aus Hagen schon vom Mangel an Damwild und legen Wildgehege an.

"Jäger setzen dr Natur die emotionale Ansprache der Bevölkerung mit dem Bild des besorgten Wildvaters und Nothelfers in bedrohlicher Situation entgegen", so Jagzent vom ÖJV. Er stellt in seiner Mitteilung auch das offensichtliche fest, dass sich diese Hilfe nur auf die jagdlich attraktiven Wildarten richtet, deren hohe Populationen man nicht durch Winterverluste gemindert sehen möchte. "Oder haben Sie schon mal etwas von Winterfütterung von Füchsen, Marderhunden, Krähen oder Wieseln gehört? Diese Tiere haben mit Sicherheit nicht weniger zu leiden, jedoch sind sie Konkurrenten des Jägers und werden daher eher nicht den Segnungen der "Hege" unterzogen. Auch die Schwäne wurden eben davon ausgenommen. Deren Fütterer wie Rosemarie Halliger aus Putbus gar mit Ordnungsstrafen bedroht.

Die Fütterung diene letztlich der Bewahrung hoher Wildbestände zur eigenen jagdlichen Freude und das auch noch zu Lasten des Waldes. Durch Wildfütterung werde keinerlei Wildverbiss an Waldbäumen vermieden. Im Gegenteil! Das zusätzliche Futter rege die Stoffwechselaktivität des Wildes, die eigentlich auf Winterruhe eingestellt ist, wieder an, vermehrter und sogar stärkerer Verbiss und Schäle an den Waldbäumen sind die Folge. "Das kann also auch nicht als Argument her halten."

Fütterung sei also laut ÖJV letztlich jagdlicher Eigennutz ohne jegliche vernünftige wirtschaftliche, tierschutzgerechte oder naturschutzrelevante Begründung. Wild soll Wild bleiben!

Rügen: Fähre Vitte liegt im Eis

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Schaprode (ostSeh) Urlauber auf ihrem Weg von Hiddensee übers Eis kommen an der Insel ÖHE an. Die Wasserschutzpolizei hat zwar pflichtgemäß gewarnt, doch Heimkehrwillige lassen sich nicht abhalten.

Während die Fähre VITTE im mittlerweise 24 Zentimeter dicken Eis wegen Maschinenschadens am Anleger fest liegt, soll sich der Eisbrecher RANZOW einen Weg zur Versorgung Hiddensees bahnen. Nach Angaben des Sprechers der Weißen Flotte, Knut SCHÄFER, soll die Pumpe an der Maschine heute wieder repariert sein.

Urlauber laufen derweil im Hafen rund um die Fähre auf dem Eis oder überqueren es gar auf dem Rückweg von der kleinen Schwesterinsel Rügens. Anreisende sind derzeit bis zur Wiederaufnahme der Verbindung nach Hiddensee in Sellin in einem Hotel untergebracht.

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Montag, 1. Februar 2010

Rügen: Nord Stream entscheidet Ausschreibung für zweite Rohrlieferung

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In der Röhrenummantelung des Nordfranzösischen Unternehmens EUPEC in Sassnitz-Mukran. Diese Produktion dürfte damit weitergehen und als Standort gesichert sein. Von dort werden 60000 Röhren mit am Edne rund 22,5 Tonnen an- und abgefahren. Ein lukratives Geschäft für den Betreiber des Hafens mit Stadt und Land. Auf diese Weisee wurden große Industrieflächen für die Zukunft erschlossen. Foto: ostSeh/Küstermann

Nord Stream entscheidet Ausschreibung für zweite Rohrlieferung
• Alle Großaufträge für Nord Stream-Projekt vergeben
• Transparentes internationales Ausschreibungsverfahren
• Budget- und Zeitplan eingehalten

Zug / Rügen. (ostSeh) Nord Stream wird die Unternehmen EUROPIPE (Deutschland), OMK (Russland) und Sumitomo (Japan) mit der Lieferung von einer Million Tonnen Stahlrohren für den zweiten Strang der Nord Stream-Pipeline beauftragen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf ungefähr eine Milliarde Euro. Davon erhalten das deutsche Unternehmen EUROPIPE 65 Prozent, der russische Rohrhersteller OMK 25 Prozent und die japanische Firma Sumitomo zehn Prozent. Mit der Auftragsvergabe wird sichergestellt, dass die Rohre für den zweiten Strang der 1.220 Kilometer langen Erdgaspipeline vom russischen Wyborg nach Lubmin bei Greifswald rechtzeitig – entsprechend der logistischen Anforderungen des Projektes – geliefert werden. Die Entscheidung wurde heute vom Aktionärsausschuss nach einer gründlichen Prüfung aller Angebote von deutschen, japanischen und russischen Unternehmen getroffen.

„Wir sind erfreut, dass sowohl EUROPIPE und OMK, die Lieferanten für die erste Pipeline, als auch Sumitomo als Projektneuling mit an Bord sind. Sumitomo hat ausgezeichnete Referenzen bei Offshore-Projekten“, erklärt Henning Kothe, Projektdirektor bei Nord Stream. „Mit einer Milliarde Euro liegt das Gesamtvolumen der Aufträge unter dem Preisniveau für die erste Pipeline. Darin spiegelt sich die aktuelle Marktsituation – also der stärkere Wettbewerb und mehr verfügbare Kapazitäten – wider. Es wurde die dreifache Menge an benötigten Stahlrohren angeboten.“

Alle großen Aufträge vergeben

Die Ausschreibung der Stahlrohre für den zweiten Pipelinestrang erfolgte unabhängig von der Ausschreibung für den ersten Strang im Jahr 2007. Die Vergabe dieses Auftrags war die letzte größere ausstehende Entscheidung mit Blick auf den Projektbedarf und das Gesamtbudget. Durch die Verträge für den zweiten Strang, die in den nächsten Wochen unterschrieben werden, sichert sich Nord Stream die Rohre zum aktuellen Preisniveau. Die Lieferung der Rohre soll im Mai 2010 beginnen.

Weltweite Ausschreibung

Die weltweite Ausschreibung für die Rohrlieferung begann im Februar 2009. Sechs Hersteller aus Japan, Russland und Deutschland hatten sich zur Teilnahme vorqualifiziert und waren eingeladen, Angebote abzugeben. Die Vorqualifikation konnte entweder durch Referenzen oder durch eine Probeproduktion nachgewiesen werden. Alle potenziellen Anbieter mussten nachweisen, dass sie hochdruckbeständige Stahlrohre mit großem Durchmesser für den Offshore-Gebrauch gemäß internationaler Qualitätsstandards liefern können.

Projekt im Plan

Der Bau des ersten Strangs der Nord Stream-Pipeline soll am 1. April 2010 beginnen; der Bau des zweiten Strangs im Frühjahr 2011. Nord Stream hatte bis Ende 2009 die Genehmigungen der Länder erhalten, durch deren Gewässer die Pipeline verlaufen soll (Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland).


INFO:
Nord Stream baut eine Erdgaspipeline, die Russland und die Europäische Union durch die Ostsee verbindet. Der Bedarf an Erdgasimporten in die Europäische Union, im Jahr 2007 von cirka 312 Milliarden Kubikmeter, wird nach Angaben des Auftraggebers dieser Pipeline bis zum Jahr 2030 um 200 Milliarden Kubikmeter auf 516 Milliarden Kubikmeter pro Jahr wachsen (Quelle: IEA, World Energy Outlook 2009). Mit dem Anschluss des europäischen Gasleitungsnetzes an einige der größten Gasreserven der Welt wird Nord Stream etwa 25 Prozent des zusätzlichen Gasimportbedarfs der Europäischen Union der nächsten Jahrzehnte decken können. Das Projekt wird ein bedeutender Beitrag zur langfristigen Sicherung der Gaslieferungen und ein Meilenstein für die Energiepartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Russland sein.

Die Pipeline mit einer Gesamtlänge von über 1.220 Kilometern soll 2011 zunächst mit einer jährlichen Kapazität von etwa 27,5 Milliarden Kubikmetern in Betrieb gehen. In der zweiten Phase soll die Transportkapazität mit einem weiteren Leitungsstrang auf rund 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppelt werden. Dies ist ausreichend, um 26 Millionen europäische Haushalte zu versorgen.
Die Nord Stream AG ist ein internationales Joint Venture, das zur Planung, zum Bau und zum anschließenden Betrieb der neuen Pipeline durch die Ostsee gegründet wurde. Die russische OAO Gazprom ist mit 51 Prozent an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt. Die deutschen Unternehmen BASF SE/Wintershall Holding AG und E.ON Ruhrgas AG halten je 20 Prozent, die niederländische N.V. Nederlandse Gasunie 9 Prozent der Anteile.

Rügen: Kinder und Hund tollen im Schnee

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AKTUELL im BILD:

Milli, Paula und Johanna kommen eben aus ihrer Schneehöhle und kuscheln nun in Teschvitz bei Gingst mit dem Golden Retriever Aldina in der weißen Pracht. Schneeanzug sei Dank. Wer es leicht nehmen kann, hat seine Freude mit der weißen Pracht.

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