Mittwoch, 28. Oktober 2009

Dong Energy schaltet Kohlekraftwerke ab - in Dänemark

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Auch Künstler haben sich auf Rügen der Sache gegen das Lubminer Kraftwerk angenommen. Hier Jörg Korkhaus bei einer Strandkorbaktion 2008 in Thiessow nahe des Hotels von Torsten Jelinski.

Foto: ostSeh/Küstermann

Kopenhagen/Rostock/Lubmin. (ostSeh) Dong Energy schaltet im April 2010 zwei seiner Kohlekraftwerke in Dänemark ab und reagiere damit auf die immer weiter fallende Nachfrage nach Strom.

Insgesamt werde die Leistung des Konzern um 980 MW gedrosselt, sagen die Grünen in MV. "Das ist fast doppelt so viel Strom wie das Kraftwerk in Lubmin produzieren soll.

Dong schaltet in Dänemark die Giftschleudern ab. Warum soll dann in Lubmin ein Neues Kohlekraftwerk gebaut werden?" fragt sich Torsten Jelinski, frisch gebackener Grüner Kreistagsabgeordneter auf Rügen. "Es gibt weder in Dänemark und schon gar nicht in Mecklenburg-Vorpommern Bedarf an den Strommengen die Dong erzeugen will."

DONG-Vorstandsmitglied Peter Gedbjerg hatte bei einem Termin in Avedoere, Kopenhagen Lubmin jedoch mit dem Puffern von Offshore. Strom und der Nähe zu deutschen Kunden begründet.

Die Abschaltungen im Frühjahr 2010 führen zu eine Gesamtreduzierung von 18 Prozent der thermischen Energieerzeugung der Firma. Die Frage nach dem Sinn eines Kraftwerkneubaus in einem so sensiblen Ökosystem wie der Ostsee vor Lubmin stellt sich immer lauter und eindringlicher. "Wir fordern die Landesregierung noch einmal auf, ihre Befürwortung der Kraftwerkspläne zu überdenken. Die Bürgerinitiative gegen das Steinkohlekraftwerk wird immer wieder laut gegen die Pläne der Regierung und Dong Energy protestieren," so Jelinski.



Montag, 26. Oktober 2009

Rügen: Offene Gärten 2010 am 12. und 13. Juni

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Rügen/MV (ostSeh) Vergangenes Jahr war es nur eine Station mit einem Garten auf Jasmund. Davor waren es auch mal drei oder gar fünf Gärten, die in einer landesweiten Aktion auf Rügen geöffnet worden waren.

Wenn Sie an der vierten Auflage unserer Aktion teilnehmen wollen, haben Sie bis zum 30. November 2009 Gelegenheit, sich anzumelden. Wie in den Jahren zuvor finden Sie das Anmeldeformular unter www.offene-gaerten-mv.de oder hier im Anhang.
Diejenigen, die bereits einmal teilgenommen haben bzw. deren Adressen wir in unserer Kartei haben, bekommen die Unterlagen auch per Post.

Das Anmeldeformular wurde erneut überarbeitet, damit Sie zu allen Fragen darin die Antwort finden und wir alle notwendigen Informationen erhalten, um daraus die Broschüre zu unserer Aktion zusammenstellen zu können.
Wir haben das Ziel, die Broschüre noch frühzeitiger fertigzustellen als in diesem Jahr, damit möglichst lange vor der Aktion die Werbetrommel für unser gemeinsames Anliegen gerührt werden kann.

Denken Sie deshalb bitte daran, den Termin der Anmeldung einzuhalten und auch die Teilnahmegebühr rechtzeitig zu überweisen. Natürlich erhalten Sie für diese Gebühr wieder die entsprechende Anzahl von Broschüren, über die Sie frei verfügen können.

Neu ist, teilt der Verein mit, dass auch regionalen Initiativen, die ihre Gärten an einem anderen Wochenende öffnen möchten, die Gelegenheit geboten wird, darauf im Heft hinzuweisen. INFO: (0385/716545)


Sonntag, 25. Oktober 2009

Rügen: Vortrag "Wolf Grünke und der Fotoclub Binz"

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Vortragsreihe 125 JAHRE SEEBAD BINZ:

„Wolf Grünke und der Fotoclub Binz“ am 04.11.2009 um 20 Uhr im Haus des Gastes in Binz


Binz. (ostSeh) Das Künstlerehepaar Grünke bereichert heutzutage mit seiner schöpferischen Arbeit das kulturelle Bild des Ostseebades Binz. Lutz Grünke fotografiert, Kathrin Grünke ist Malerin, vornehmlich auf Keramik.

Vor Jahrzehnten schuf der Lehrer Wolf Grünke mit seinen Fotos ein vielfältiges Bild der Heimatinsel Rügen und ihrer Bewohner. Sein Sohn, der Foto- und Grafikdesigner Lutz Grünke, erinnert nun in der Vortragsreihe „125 Seebad Binz“ an den Vater. Am Mittwoch, dem 4. November, wird er ab 20 Uhr im Haus des Gastes über eine Zeit begeisterter fotokünstlerischer Versuche und bedeutender Erfolge berichten, die weit über die Insel hinauswirkten.

Man fand sich seit den 1960er Jahren im Fotoclub Binz zusammen, und überwand unter dem Dach des Kulturbundes der DDR manche materielle, organisatorische und ideologische Hürde. In den Bildern, die Lutz Grünke aus dem Archiv zutage fördert, werden die Einheimischen Bekannte und Bekanntes wiedererkennen und doch eine andere Insel auffinden. Für sie und die Gäste wird hinter allem einerseits die unantastbare Schönheit der Landschaft, andererseits die Realität einer vergangenen Zeit deutlich werden. Mit dem Verständnis der Nachfahren zeigt sich, dass die Bilder Wolf Grünkes und seiner Kollegen mehr waren als regionale Amateurfotos.

Der Eintritt zu diesem Bildervortrag kostet drei Euro mit Kurkarte und fünf Euro ohne Kurkarte. Info & Kartenvorverkauf: Kurverwaltung Ostseebad Binz, Heinrich-Heine-Straße 7, Tel. 038393/ 148 148, Fax. 038393/ 148 145.


Donnerstag, 22. Oktober 2009

Rügen: Schiffe der Hanse – Küstengeschichte

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Der Buchtitel auf einer alten Hiddensee-Seekarte
Foto: ostSeh/Küstermann

Lange war die Hanse ein Mythos. Nicht nur Störtebeker hat dazu beigetragen. Das Handelsmonopol hat ganze Städte aufblühen lassen, die Basis für die heutige Bedeutung gelegt. Wenn also Thomas Förster, der Experte in MV für Unterwasserarchäologie und Funde, sein Buch Schiffsbuch parallel zur eben erschienenen Dissertation vorlegt, darf man mit Geschichte pur rechnen. Die Luchte von 1306, deren Betreiben Hiddenseer Mönche zusicherten, um die Zufahrt nach Stralsund zu gewährleisten, ist nur ein Beispiel, was die Hanse auf welche Art alles beinflusste. Dafür gab es dann eine Wohnung in Stralsund, wenn die Mönche dort einmal länger tätig waren. Das wiederum erklärt die Verbindungen von Hiddensee nach Stralsund, die enger sind, als die nach Rügen.

Förster schöpft bei seinen Forschungen vor allem aus dem Wasser. Genau genommen aus den Wracks unter Wasser. Sie geben Aufschluss über die beispielsweise Baugeschichte der Koggen. Und wie die Hanse heute einen Mythos darstellt für einen wirtschaftlich erfolgreichen Verbund, sind es auch die Koggen, das vielbegehrte und wenig bekannte Transportmittel der Hanse. Der Nachbau des Ralswiek-Wracks war das Gesellenstück der hiesigen Forscher als experimenteller Archöologie, der Fund der Poeler Kogge ein Glücksfall für die weitere Basis und deren Nachbau als Wissemara in Wismar das Meisterstück. Unsere Nachbarn in Bremen stellen schon seit Jahrzenten die gefundene Bremer Kogge aus, deren Nachbau in Kiel entstand. Anders als bei der Bremer Kogge existieren jedoch in Mecklenburg-Vorpommern Funde, die weitaus detaillierter über die Bauweise und Fracht von Koggen Auskunft geben. Denn sie waren im Einsatz gesunken. Warum das so wichtig ist für ein Land am Wasser, erklärt Förster auch. Es existierten keine Baupläne, da Schiffe bis ins 19 Jahrhundert nach Erfahrung der Baumeister und Gefühl zusammengesetzt wurden und somit auch höchst individuell mit den Kenntnissen ihrer Erbauer wuchsen. So weist er anhand der Poeler Kogge nach, dass ihre Art der Klinkerung das Schiff schneller, der von innen nach außen gehende Kielansatz ihre Fahrt stabiler gemacht hat, als die sonst üblichen Plattbodenschiffe. Spannend auch die These, dass mit den Koggen ziemlich exakt die Größe der damaligen Forschungs- und Erobererschiffe dokumentiert ist, deren Originale in südlicheren Meeren meist verrottet sind. Das lässt auch andere Schifffahrtstechnische Hypothesen zu.

Wir erfahren ein wenig über Lübeck, Wisby als Drehscheibe des Handels, Wismar, 1226 Stadtrecht, Rostock (1218), Stralsund (1243) und Danzig (1224). Das sind die herausragenden Hanse-Städte unserer Region. Überlieferungen von dort aus Amtsgebäuden und von Kirchen prägen unser heutiges Bild. Vieles müssen wir noch deuten, manches korrigieren. Am Beispiel von falschen und echten Koggen zeigt Förster auf, wie schwer es war und ist, authentisches Material, beispielsweise aus Petschaften von Siegeln oder von Gemälden und Urkunden zu erhalten und auszuwerten. So sind die Schiffe eines populären Stralsunder Bieres keinesfalls Koggen, werden jedoch als solche angesehen. IN Folge sehen auch die Schiffe bei den Störtebeker-Festspielen so aus und prägen ein Bild. Doch es sind keine Koggen. Nebensächlich? Nun, die Kreidefelsen von Dover sind auch Kreide. Rüganer würden jedoch auf ihre authentische Küstensilhouette bestehen. Dieses Bewusstsein schärft Förster anhand seinen Erkenntnissen für den Schiffsbau.

Auch das Gellenwrack ist ein Glücksfall. Denn über die Kraweelbeplankung wurde vermutlich nach dem Weichsegeln 16 Jahre später eine glatte Beplankung drübergelegt. Das war eine Zeit lang im Sassnitzer Museum für Unterwasserarchäologie zu sehen. Die älteste gefundene Ostsee-Kogge (1313) ist die Darßer.

Was Förster hier nicht explizit hervorhebt, was aber die Fülle des heute kaum zugänglichen Materials nahelegt, ist der Verlust des Sassnitzer Museums für Unterwasserarchäologie. Mehr als 1400 Wracks deuten darauf hin, dass mit ihnen ebenso wie mit den Koggen noch etliches an Geschichte(n) geschrieben werden könnte. Wie es einem Land mit Werften und Tradition gebührt.

Übrigens sehr wichtig und unbedingt erwähnenswert sind die 50 Farb- und 30 S/W-Abbildungen von Roland Obst und Klaus Andrews, von denen viele unter Wasser entstanden.

Schiffe der Hanse
Hinstorff 1. Auflage 2009, 144 illustrierte Seiten
ISBN 978-3-356-01336-8
14,90 €

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN


Mittwoch, 21. Oktober 2009

Rügen: Autoren, Blickrichtungen und Handschriften in der Rügenliteratur

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Bergen/Rügen (ostSeh) Unter dem Titel „Insel im Bücherwind“ beginnt am 30. Oktober in der Kreisvolkshochschule Rügen ein Kurs unter Leitung von Prof. Dr. Karl-Ewald Tietz. Literatur von und über über Rügen ist sein Thema.

Die ersten Veranstaltungen geben eine Übersicht über die so genannte Rügenliteratur von 1945 bis heute. Bekannte und weniger bekannte Autoren und Werke werden vor dem Hintergrund von mehr als 60 Jahren deutscher Geschichte betrachtet. Danach geht es um Rügenliteratur in ihrer Vielfalt, unabhängig von der Entstehungszeit. Unterschiedliche Themen, Inhalte und Blickrichtungen rücken in den Mittelpunkt. Das gesamte literarische Spektrum von Belletristik über Sachliteratur bis hin zu (Auto)-Biographien wird angesprochen. Es geht um Reisen auf Rügen, Frauen- und Männerbilder, kritische Blicke auf Rügens Schattenseiten und um gewollten und ungewollten Humor in gelungenen und misslungenen Inselbeschreibungen. Eine Exkursion nicht nur zu Plätzen von Literatur und Geschichte führt im Frühsommer nach Jasmund und schließt den Lehrgang ab. Tietz hat mit seinen Kursteilnehmern beispielsweise schon die Gutshäuser einer Region bereist und sie Haus um Haus in den literarischen Kontest derer Zeit gestellt, so sich das anbot. Heraus kam eine Fülle von hochkarätigen, litararischen Beziehungen beispielsweise Berlins zu Rügen.

Der Kurs umfasst 8 Veranstaltungen und findet einmal monatlich freitags in der Zeit von 16:00 bis 19:00 Uhr statt. Anmeldungen sind unter 03838-200580 oder 2005812 möglich.


Montag, 19. Oktober 2009

Rügen: Mit 15 jüngster Nationalkader

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Im Nationaldress oder beim Verein (5). Ole Schwerin ist ein gefragter Spieler.

Foto: ostseh/schwerin

Schwerin, Warnemünde, Rügen, Deutschland (ostSeh) ... Ole Schwerin (03.11.1993) hat mit seinen (noch) 15 Jahren schon zahlreiche Lebensmittelpunkte. Der Volleyballer steht auf Döner und hört zum Chillen Oldies. Er tanzt gerne, was in der Familie liegt und mit Freundin Lia, glücklicherweise auch Schülerin am Sportgymnasium Schwerin, will er auch Zeit verbringen.

Mit der Auswahlmannschaft U16 holte er den 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften 2007, 3. Platz im selben Jahr mit der U15, den ersten Platz bei Jugend trainiert für Olympia 2007 und war 2008 am 5. Platz der U16 beteiligt. Neben dem Stammverein SC Schwerin spielt Ole als jüngster Bundesliga-Kader bei SV Warnemünde und ist für die Nationalmannschaft gesichtet. Auch als bester Zusteller wurde er nach einem Turnier am 24. September ausgezeichnet.

„Es begann tatsächlich auf Rügen mit Beachvolleyball. Hätte jedoch auch Leichtathletik sein können, da ich vom LAV Bergen komme und es zweimal zum Vize-Landesmeister und einmal zum Kreismeister brachte. Bälle gehörten auch immer zu meinem Sport. Das lag alles in Reichweite“, meint der Elite-Sportschüler, der sich in einem Jahr entscheiden muss, ob er in eine sogenannte Streckerklasse geht. Die dient nicht der Verlängerung seiner Körpergröße von 1,86 Metern, sondern der Verlängerung der Schulzeit. „Wir haben am Tag vier Stunden Sport und dazu die Wettbewerbe. Trotz Schulpensum bis meist 16 Uhr stehen dann noch Hausaufgaben und drei Trainingsabende an. „Vor 24 Uhr bin ich selten im Bett.“

Das Sportgymnasium bietet ab der 11. Klasse die Möglichkeit, sich für das 13. Jahr zu entscheiden. „Damit ist Stress abgemildert“, hat sich Schwerin entschieden. Denn auch Urlaub oder Eskapaden sind neben anstehender Sichtungsspiele für die Nationalauswahl eher Fremdworte. „Es ist dennoch ein erfülltes Leben“, bedauert Ole den Zustand keinesfalls. „Wenn ich mal Lust auf eine kleine Pause bekomme, sehe ich, was andere erreichen und motiviere mich wieder. So geht’s weiter.“

Übrigens ist die Familie neben Inselstrand und Wasser wohl genetisch nicht ganz unbeteiligt. Vater Jörg Schwerin war DDR-Auswahl mit Ziel Olympia, bis die Frage nach Westverwandschaft alles beendete. Auch der ältere Bruder tanzt auf Leistung. Da lag die Hürde für die Investition Sportgymnasium nicht so hoch.

„Ja sicher, der Weg soll schon in Richtung Profispieler gehen“, steht für Ole fest. „Wenn man sich gut entspannt und pflegt, ist 38, 39 Jahre heute keine Seltenheit in der Profiklasse. Da will ich hin.“

Nach einem Doppelspieltag in der 2. Liga folgt der Bundespokal mit dem Nationaltrainer, der die Fortschritte der Spieler begutachtet. „Erst mein Heimspiel am 24. Oktober gibt mir Gelegenheit für eine Stippvisite zu Hause. Am Abend jedoch fahre ich gleich wieder ins Internat. So geht das fast jedes Wochenende.“

Was ihn jedoch nicht abhält, manchmal noch Freizeitvolleyball mit den Rügener Inselhechten in Garz zu spielen. Da ist er dann begehrt. Aber lieber in der Gegenmannschaft von Vater Jörg. Sonst sind die Anderen nahezu chancenlos.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN





Sonntag, 18. Oktober 2009

Rügen - Umweltbildungsprojekt mit Erfolg: Zwei volle Klimawälder und 9.500 verkaufte Waldaktien

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Foto: glowe/ostSeh 2008

Glowe/Rügen (ostSeh) Nach wie vor ein hoch dotiertes Papier: 9.500 Waldaktien sind verkauft worden, seit das Projekt Waldaktie vor knapp zwei Jahren vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, dem Landwirtschafts- und Umweltministerium MV sowie der Landesforstanstalt ins Leben gerufen wurde. Am Sonnabend dem 17. Oktober wurden bei einer Baumpflanzaktion nahe Glowe die letzten freien Flächen im dortigen Klimawald aufgeforstet. Ebenfalls vollständig mit Bäumen aus dem Erlös von Waldaktien besetzt ist inzwischen der Klimawald Koserow auf der Insel Usedom. Dort ist in unmittelbarer Nähe bereits eine neue Fläche für die Aufforstung über die Waldaktie vorgesehen; für Rügen werden derzeit Möglichkeiten für einen Nachfolgewald geprüft.

"Unser gestecktes Ziel von 10.000 verkauften Waldaktien nach diesem Jahr haben wir schon jetzt fast erreicht", sagte Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. "Das noch immer große Interesse an Waldaktien und Pflanzaktionen belegt, dass das Klimaschutzprojekt den Nerv vieler umweltbewusster Urlauber und Einheimischer getroffen hat, welche die von ihnen verursachten Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen möchten", so Fischer weiter. "Das nachhaltige Projekt bietet eine einzigartige Möglichkeit, den Menschen Umwelt- und Klimaschutz aktiv zu vermitteln, wovon auch die nächsten Generationen profitieren werden", erklärte Dr. Karl Otto Kreer, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. Er kündigte an, dass die drei beteiligten Partner das Projekt auch im kommenden Jahr mit Pflanzungen, Werbung und weiteren Aktivitäten fortsetzen werden.

Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen sieben Klimawälder eingerichtet worden. An der Pflanzung im Klimawald auf Rügen beteiligten sich am 17. Oktober mehr als 50 Waldaktionäre, von denen 21 mit einer extra aufgelegten Pauschale des Reiseveranstalters Ameropa mit der Bahn angereist waren. Beteiligte hatten vor zwei Jahren bei Beginn der Aktion bemängelt, dass alle mit dem Auto bis in den Wald fahren, um danein Klimabäumchen zu setzen.

In diesem Herbst sind noch weitere Pflanzungen vorgesehen: Im Rahmen der 5. Usedomer Wildwochen ( www.usedomer-wildwochen.de ) wird am 24. Oktober auf der Ostseeinsel gepflanzt. Vier Tage später, am 28. Oktober, wird der Klimawald Schuenhagen südlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zum ersten internationalen Klimawald, wenn die Teilnehmer der Jahreskonferenz der American Tourism Society gemeinsam mit Touristikern und Studenten aus Mecklenburg-Vorpommern Bäume in die Erde bringen. Weitere Pflanzungen am 31. Oktober 2009 im Buga-Klimawald in Neuhof in der Region Mecklenburg-Schwerin sowie im Klimawald Mirow in der Mecklenburgischen Seenplatte vervollständigen den Reigen.

Weitere Informationen: www.waldaktie.de


Hintergrund Waldaktie:
Für den Kaufpreis einer Waldaktie in Höhe von zehn Euro können auf einer Fläche von zehn Quadratmetern Bäume gepflanzt und gepflegt werden, welche die im Urlaub von einer vierköpfigen Familie verursachten Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen - 500 Kilometer An- und Abreise inklusive. Dabei setzt eine Familie im Durchschnitt rund 850 Kilogramm CO² frei, was gemessen an den Emissionen durch Flugreisen ein vergleichsweise geringer Wert ist. Urlauber können sich für die mehrmals im Jahr stattfindenden Pflanzaktionen in den sechs Klimawäldern im Nordosten anmelden und ihren Baum selbst in die Erde bringen. Ebenso können sie ihn als langfristige Bindung natürlich auch begleiten.

Die Waldaktie ist als Dekadeprojekt der Vereinten Nationen anerkannt sowie als Projekt im "365 Orte im Land der Ideen". Zudem war sie im Jahr 2008 als eines von sieben Projekten für den Deutschen Tourismuspreis nominiert.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Stralsund: Vortrag über Rückbau von Atom-U-Booten in Murmansk

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Stralsund (ostSeh) "Ein Muss für Wracksucher, Taucher und andere Schiffsinteressierte". Weist Dr. Thomas Förster, im Meeresmuseum für Ausstellungen zuständig, nochmals explizitauf diese Veranstaltung hin. Am 19. Oktober wird um 19.00 Uhr zu einem besonders spannenden Montagabend ins Stralsunder NAUTINEUM auf dem Kleinen Dänholm eingeladen. Ein Thema, das so frei Haus nicht jeden Tag geboten wird. Denn dort wird Detlef Mietann, Projektleiter der Energiewerke Nord aus seiner Arbeitswelt berichten. Mietann ist verantwortlich für den Bau des Langzeit-Zwischenlagers von 150 Atom-U-Boot-Reaktor-Sektionen. Darüber wird der studierte Kernphysiker an diesem Abend, vor allem jedoch den Rückbau aus den Atom-U-Booten in Murmansk berichten.
Moderieren wird den Abend der pensionierte Fernsehjournalist und Schauspieler Lutz Riemann aus Stralsund.

Der regionale Bezug zur Veranstaltuing kommt vom Abbau der Reaktoren in Greifswald. Das dort erworbene know how wird zwischenzeitlich in der ex-Sowjetunion eben für diese Projekte angewandt und an Bedeutung gewinnen.

Es stehen kostenlose Besucherparkplätze direkt am Besucherzentrum im NAUTINEUM zur Verfügung. Dies befindet sich von Rügen kommend vor der Zugbrücke links, von Stralsund kommend danach rechts.

Montag, 12. Oktober 2009

Rügen: Schneckenfarm geht in Winterschlaf

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Jean Luc Robert ist mit seinen Burgunderschnecken in Scharpitz erfolgreich

Foto: ostSeh/Küstermann

Scharpitz/Rügen. (ostSeh) Damit das Süppchen nach Scharpitzer Art mit Rügener Schnecken schmeckt, müssen die Schneckenzüchter L. Udo Perrey und Achim Hechtner noch einiges tun. Die Geschäftsidee der beiden Hartz-IV-Empfänger entwickelt sich seit 2006 zu Norddeutschlands erster Schneckenzucht. Im Heimbetrieb, weil für professionelle Arbeit 100.000 Euro investiert werden müssen. Doch für die gastronomische Vermarktung haben die Ideengeber seit diesem Jahr den Koch und Feinschmeckerexperten Jean Luc Robert hinzugeholt. Auf Rügen kein Unbekannter. Der gebürtige Franzose hat als Eigenkapital sein Wissen um die Burgunderschnecken, die Grand Cru, mitgebracht. Den Weinbergschnecken ähnlich, wachsen sie schneller und werden größer. Diese legten jetzt erstmalig in Scharpitz, wenn auch noch bescheiden, Nachwuchs.

2006 hatten die beiden Züchter mit etwa 5500 in Polen eingekauften Weinbergschnecken begonnen. Im eigenen Garten legten sie drei Parzellen an, in denen die Tiere inzwischen kräftig für Nachwuchs sorgen. Und auch die Parzellen, in denen es im Sommer und Herbst schön bunt blüht, haben zugelegt. Sechs sind es zwischenzeitlich geworden und eine soll die Grand Gru beherbergen. Dafür wird nun nochmals bis 15. Oktober unter den letzten wärmenden Strahlen der Nachwuchs eingesammelt.

Abnehmer für die als Delikatesse geschätzten, aber europaweit geschützten Weinbergschnecken gebe es vor allem in Frankreich, Italien und Spanien, sagt L. Udo Perrey. Daher komme die Ergänzung mit der Burgunderschnecke gerade richtig. Der geplante Verkauf der Schnecken ist für 2010 angedacht, nachdem die Beete auf bis zu einer Gesamtfläche von einem halben Hektar erweitert worden sind. Mangold, Mais, Sonnenblumen, Raps, Futterkohl und Zichorie sorgen für das Wohlbefinden. Das sind die Lieblingsspeisen der Zwitter, die vor allem in warmen Morgenstunden dort zu Dutzenden hängen oder auch auf der Flucht eingesammelt werden müssen. Deren französische Art allerdings erreicht schon binnen eines Jahres die Schlachtreife. Weinbergschnecken hingegen sind nur zweijährig geschlechtsreif und benötigen bis zum Auswachsen ebenso lange. Mitte Juni war die Eiabgabe beider Arten und zusammen mit Jean Luc Robert sind die Schneckenfarmer nun nicht nur auf der Suche nach den letzten Jungtieren. Sie suchen auch einem Gastronom, bei dem vor der eigenen Investition in eine Verarbeitungsküche nach Kriterien der Hygiene Varianten von Schneckenprodukten getestet werden können.

Zurzeit leben rund 70000 Schnecken auf einen halben Hektar. 25 000 sind nach Züchterangaben im laufenden Jahr geschlüpft. Doch jetzt kommt die Ruhezeit. Noch einmal wird in dieser Woche der Nachwuchs an kleinen Schnecken eingesammelt, während die alten Tiere sich schon fleißig verkapseln.

Jean Luc Robert hat sich kürzlich nochmals davon überzeugt, dass seine Grand Cru, übrigens in Burgund auch eine so bezeichnete Weinlage, tatsächlich unter diesen Bedingungen Nachwuchs produziert haben. Und ist fündig geworden. Als Franzose kann er diese Delikatesse noch weitaus mehr schätzen und hat eine Unzahl von Gerichten während des Rundgangs zumindest verbal auf der Pfanne. „Letztlich macht es doch die Wertschöpfung, ob wir damit erfolgreich sind“, sagt L. Udo Perrey. „Daher müssen wir eigene Formen der Verarbeitung direkt für die Gastronomie anbieten.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

Sonntag, 11. Oktober 2009

Rügen: Erfolge bei Lohmer Hangsicherung - keine grundsätzliche Klärung

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Der Hafen in Lohme bleibt weiterhin trotz aufwändiger Sanierung gesperrt.

Foto: www.luftikus-rügen.de

Lohme (ostSeh) Rund zwei Wochen nach Beginn der Sanierung des seit 2005 absturzgefährdeten Küsten-Steilhangs in Lohme auf Rügen zeigt sich ein erster Erfolg. Wie Jörg Gothow von Wastra-Plan der Agentur dpa sagte, konnte der Wasserspiegel im Hang bereits um rund zwei Meter gesenkt werden. Inzwischen seien vier mit einem Filtersystem ausgestattete Drainagerohre bis zu 40 Meter tief von Hafenseite in den Hangfuß getrieben worden. Seitdem laufen über diese Rohre große Mengen des hinter der Hangkante angestauten Wassers aus dem Hang und mindern den Druck. Weitere dieser Bohrungen werden als Sanierung eingebracht, bevor entschieden wird, ob Teile der Hoteliers, Pensionsbesitzer und Privatinhaber Lohmes ihre Häuser wieder gewerblich nutzen dürfen.

Unklar hingegen ist weiterhin das Schicksal des Hafens, der beim Abrutsch 2005 durch die Erdmassen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Als Nothafen betrieben, blieb die Gemeinde Antworten auf Nachfragen nach den Einnahmen aus Liegegegebühren meist schuldig, wie auf der Pressekonferenz zur Hangentwässerung von Presseseite angemerkt wurde. Denn nach Sturmfahrt ansteuernde Segler bezahlen in einem Nothafen für die erste Nacht nichts. Gleichzeitig ist jedoch das Genehmigungsverfahren vereinfacht.

Nach mehreren aufwändigen Sanierungen des Hafens mit staatlichen Geldern, zuletzt 1,5 Millionen Euro kurz nach der ersten Eröffnung in neue Geovliese und Steinpackungen an der Nordwestseite, waren Erdmassen von der Fläche mindestens zweiter Fußballfelder im März 2005 abgerutscht und wieder eben da in Teilen des Hafens gelandet. Der heutige Bürgermeister und Hotelier Mathias Ogilvie (CDU) bezeichnet den Hafen jedoch nicht als solchen, sondern will ihn als Küstenschutzmaßnahme bezeichnet wissen. Geologen hatten jedoch seit der Planung 1993 immer wieder davor gewarnt, den Hang anzurühren und empfohlen, höchstens einen Strand entstehen zu lassen. Seit dem Abrutsch versucht die Gemeinde Lohme neben der Hangsanierung auch Mittel für die Sanierung des derzeit gesperrten Hafens zu erhalten.

Auf die Frage an einen Vertreter des Innenministeriums und Landrätin Kerstin Kassner (PDS) bei besagtem Auftakt der Hangsanierung, wie lange die Öffentlichkeit für die labile und extrem bebaute Küste vor Lohme einspringen soll, blieb eine Antwort aus. Lohme hatte zu Hochzeiten seiner Probleme gar Solidargelder von anderen Kommunen eingefordert. Ob bei touristischem Erfolg des Lohmer Weges auch Gelder an andere wie die ständig klamme Stadt Sassnitz geflossen wären, bleibt ungewiss.

Bürgermeister Mathias Ogilvie jedenfalls fordert, statt in neue Maßnahmen lieber in Bewährtes wie Lohme zu investieren. Er verschweigt allerdings, dass er selbst die Hangbebauung um umfangreiche Pläne in Form von Bungalows auf der Obstwiese neben dem Kapitänshaus in der Schublade hatte. Ein Wellnesszentrum für sein Panorama Silence Hotel sollte dort entstehen. Nur durch das Veto der Gemeinde und den Nichtverkauf der Eigentümer unterblieb diese Baubauung. Was ihn heute vermutlich wegen Sperrung seine Existenz gekostet hätte.

(c) ostSeh/2009/Küstermann



Donnerstag, 8. Oktober 2009

Rügen: Grabraub und -frevel in Grosow bei Teschvitz auf Rügen

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Foto: ostSeh/Küstermann

Grosow (ostSeh) Die Ortslage Grosow weiß niemand richtig einzuordnen. Wo einst ein Gutshof zwischen Silenz und Teschvitz stand, ist heute ein Wald, in dem die Pferde des Pächters Unterschlupf bei großer Hitze finden. „Eigentlich gibt es die Ortslage so richtig gar nicht mehr“, sagt Bürgermeister Jürgen Briese, von den Vorkommnissen sichtlich erschüttert. Denn im vergangenen Sommer, wohl schon im Frühjahr vorbereitet, wurde dort erneut ein Grab geschändet. Vermutlich in der Annahme das Grab der Eigentümer mit möglicherweise versteckten Schätzen zu öffnen, gruben unbekannte Vandalen bis auf 1,80 Meter Tiefe an der nordöstlichen Seite ein Loch. Zeugen berichteten, dass der Platz als Grabstätte kenntlich gewesen sei. Da weder der Stein noch Gebeine im Aushub zu finden waren, kann nur gemutmaßt werden, ob die Grabung im Sinne der Räuber erfolgreich gewesen ist. Aus Erzählungen bekannt wurde, dass die letzte, ältere Bewohnerin wohl nach Kriegsende an Typhus erkrankt und in Tücher gewickelt, dort beigesetzt worden sei. Was die Grabräuber offensichtlich nicht wussten: sie schändeten nicht die Grabstätte der Eigentümer, die wie viele andere die Erlaubnis hatten, auf eigenem Grund und Boden ihresgleichen beizusetzen. Da bleibt nur zu hoffen, dass Typhusbakterien lange aktiv sind...

Dass auf Rügen nicht nur historische Hügelgräber mit Sonden ausgespäht und geöffnet werden, sondern nun auch ganz normale Ruhestätten, ist eine neue Qualität und ein Skandal. Zuletzt wurde ein Hügelgrab in Sassnitz geöffnet. Wer derlei Aktivitäten beobachtet, sollte nicht schweigen. Auch in Grosow muss über einen längeren Zeitraum gegraben worden sein. Zumindest dem Jagdpächter sollte ein Auto aufgefallen sein, das für einen möglichen Abtransport sicher mit von der Partie gewesen sein dürfte.

Grosow ist im Hebungsregister von 1314 nicht genannt. Es erscheint erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts im besitz des Melchior von Platen auf Freesen (gest. 1698). Dessen Wappen in der Trenter Kirche führt die Bezeichnung Herr auf Freesen, Grosow und Rentz. 1705 heißt es bei Wackenroder: „Grosow, ein Hof und Ackerwerk, denen Herren von Platen von Freesen zuständig“. 1789 geht der Besitz an die benachbarte Familie zu Usedom, um 1840 an Ewert verkauft zu werden. 1855 hatte es in dessen Besitz ein Wohnhaus und 21 Bewohner. 1892 wird der Greifswalder Westphal als Eigentümer der 250 Hektar angegeben, was heute zumindest namentlich auch wieder passen würde. 1935 stand es im Besitz des Gutsbesitzers Nehls und soll neben 968 Morgen auch 56 Seelen gezählt haben.

Ohle und Baier, das Standardwerk über den Kreis Rügen, verzeichnet im Jahr 1963 ebenfalls fehlende alte Belege, gibt jedoch als älteste Besitzer die Familie von Rotermund in Boldevitz an, die 1636 verkaufte. Der Einzelhof lag am Niederungsrand zur Koselower See. Heute sind dort nur noch ein paar Treppenfragmente und überall unzählige von Schuhen in der Landschaft sichtbar. Ab und an ragt etwas Eisen aus der Erde. Nahebei sollen noch Reste eines alten, windbetriebenen Schöpfwerkes von 1990 liegen, beschrieben Ohle und Baier es 1963 und erinnerten damit bis heute daran, dass dort einst Wind das verrichtete, was heute mit Elektromotoren zu enormem Verbruach und Schwankungen für die Anwohner führt, damit einige wenige Bauern das nasse Land bewirtschaften können.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

Sonntag, 4. Oktober 2009

Rügen: Internationales Starterfeld wie nie bei Deutschen Hangsegelflug-Meisterschaften

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AKTUELL im BILD: Der amtierende Weltmeister Martin HERRIG beim Flug mit Zeitnehmer und Wettbewerbstafel. Er musste den Gewinn des Wettbewerbs diesmal seinem Bruder Andreas HERRIG überlassen.

Foto: ostSeh/Küstermann


Andreas HERRIG siegte bei den offenen Deutschen Meisterschaften auf Rügen vor Alexis MARECHAL (F) und Stefan HOELPFER (F).

Die Mannschaftswertung gewann die TU DRESDEN vor den USA und FAF, einer weiteren deutschen Mannschaft um Klaus KOWALSKI.

53 internationale Teilnehmer nahmen an den offenen deutschen Meisterschaften des Deutschen Aeroclubs (DAeC) am Kap Arkona von 2. bis 4. Oktober teil. Darunter Weltmeister wie Martin Herrig (TU Dresden) oder Tim Bigley, Californien, Inhaber des Zeit-Weltrekords von 27 Sekunden auf 1000 Meter.

Ziel der Modellpiloten der extrem schnellen Klasse ist es, im Hangaufwind ohne Motor eine Strecke von 1000 Metern in einem 100-Meter betragenden Messfeld zu bewältigen. Anfang und ende sind elektronisch gesichert.

Nach dem Wurf des Modells durch einen Helfer steuert der Pilot mittels Fernsteuerung das Modell in ein Startfeld und jagt auf Kommando zehn Mal vor der Hangkante über dem Wasser hin und her. Die Kunst ist es, verschiedene Windsituationen bis hin zu Böen möglichst schnell und ohne Antrieb außer dem herrschenden Wind zu bewältigen. 44 Sekunden waren bei Winden bis zu Windstärke zehn parallel zum Hang und nicht 90 Grad darauf schon gute Zeiten im Wettbewerb.

Ausrichter ist der Modellsportclub der TU Dresden, dessen Mitglied Franz DEMMLER gleichzeitig der Beauftragte des DAeC für diese Flugsportart ist.

Teilnahmeländer waren Frankreich, Dänemark. Tschech. Republik, Australien, USA, Emirates, Venezuela, Österrich, Norwegen und natürlich Deutschland.

(c) 2009 ostSeh/KüSTERMANN

 
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