Mittwoch, 29. September 2010

Rügen: Trödel schon jetzt mit Weihnachtskram

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Foto: ostseh/Küstermann

Samtens/Rügen. (ostseh) Es weihnachtet wieder. Was, jetzt schon? Ja, denn das bedeutet, dass der normale Trödel in der Samtenser Halle wie gewohnt am 2. Oktober anläuft. Aber auch, dass die HänderlInnen auch darauf achten, neben Büchern und sonstigen überraschenden Angeboten etwas für Weihnachten in Petto zu haben. Denn aus Erfahrung wird solch ein Angebot beim ruhigen Schlendern gerne wahr- und mitgenommen. Auch wenn Oktober ist. Denn Weihnachten kommt jedes Jahr so unverhofft..... Deko, Geschenke, Ausstattung und anderes dürfen die HändlerInnen gerne mit auf ihren Tischen haben. Denn mal ehrlich: auch Weihnachtsdeko findet sich im Trödel genug und ein Gescheink ist ja alles, was von Herzen vorbereitet wird.

Aufgebaut kann nach Anmeldung in der Muhlitzer Straße 5 am Sonnabend ab 8.30 Uhr werden. Beginn ist um 10 Uhr. Anmeldungen auch jetzt noch an post@ostseh-buch-und-troedel.de oder unter 0171 5254076. Die Halle ist übrigens mit einem kleinen Imbiss bewirtschaftet. Besucher folgen an der B96 in Samtens einfach dem Wegeleitsystem "buch & trödel".

Sonntag, 26. September 2010

Rügen: 1. Selliner Cocktail-Meisterschaft

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Foto: ostSeh

Sellin/Rügen (ostSeh). Christian Kiefer, Barchef im Cliff-Hotel Sellin, gewann den ersten Platz bei der erstmalig veranstalteten Selliner Cocktail-Meisterschaft im Hotel Park Ambiance.

Kiefer, der erst seit März 2010 auf Rügen arbeitet, kreierte den Drink Passions Dream mit Likör 43, Havanna Club 3 Anos, Erdbeerpüree, Limettensaft, Zitronensaft, weißem Schokoladensirup, Maracujasaft..

Der Barkeeper trat in einem bestens organisierten und in seiner Unterschiedlichkeit spannenden Wettbewerb in Bistro und Bar b.ambi Ambiance gegen neun KollegInnen von Rügen an.

Zweiter wurde Yves KRÖNERT, Arkona Strandhotel Binz und dritter Tom BEYER, Glasners Gastronomie Binz.

Einhellige Meinung: "So etwas müsste Sellin häufiger haben!"

Initiator und Barchef im b-ambi, Christian Leuteritz, hatte die Idee dazu schon seit 2007 mit sich herumgeschleppt. Tatkräftige Unterstützung zur Durchführung fand er bei Restaurantchefin Kathleen Sauer.

Stimme am Rande aus der Jury um Barsenior Bernd Beyer: "Schön, dass in Sellin sowohl Kurverwaltung als auch Bürgermeister bei solch einer Veranstaltung vertreten sind. Aus Binz kennen wir das so nicht."

Freitag, 24. September 2010

Rügen: Projekt "Träume leben" - jetzt gehts los!

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Schon das Foto aus dem Atrium der Regionalen Schule "Am Burgwall" Garz zeigt deutlich die Lebenslust von normal Behinderten und Behinderten Menschen. Foto: ostSeh/Siewert

Garz/Rügen. (ostSeh) Der Förderantrag für das Projekt an der Regionalen Schule „Am Burgwall“ Garz wurde zum 18. August bewilligt - große Freude bei allen Beteiligten! Denn ohne Förderung geht kaum noch etwas an Projekten in den Schulen, die durch Eigenständigkeit doch Profil entwickeln sollen.

"Vergangenen Dienstag trafen sich die teilnehmenden Schüler der Klasse sieben unserer Schule und Vertreter der Lebenshilfe zur ersten gemeinsamen Trainingseinheit im Atrium der Garzer Regionalen Schule", berichtet eine der Initiatorinnen, Schulsozialarbeiterin Kerstin Bohn. "Hansi Hartmann, der den Zirkus 'Tutti' mit Kindern betriebt, eröffnete die Stunde natürlich passend zum Thema mit einem Zirkuslied und forderte nach der kurzen Vorstellungsrunde und Verteilung von Namensschildchen auf, die Jonglagekisten zu plündern." Hartmann: "Jeder hat die Möglichkeit, sich mit dem vorhandenen Material wie beispielsweise Tellern, Diabolos, Rola Bola, Ringen und Pois vetraut zu machen und sich einfach auszuprobieren", motivierte er die gemischte Gruppe. "Wie sofort gut zu sehen war, hatten alle viel Spaß und ich glaube, die eine oder andere Zirkusnummer wird daraus entstehen", sagt Kerstin Bohn hocherfreut nd auch aus dem Lehrerkollegium kamen anerkennende Stimmen über dieses Projekt und das gleich Sichtbare Ergebnis im Atrium.

Ende November werden dann alle, die Zirkusluft schnuppern wollen in den Genuss kommen, die Vorstellung zu sehen. Die Auftrittstermine werden von der Schule rechtzeitig bekannt gegeben.

Donnerstag, 23. September 2010

Rügen: Hallentrödel in Samtens

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Auch Oldtimerfreunde kommen mal vorbei auf ihrem fahrbaren trödel, um in dei halle zu schauen.
Foto: ostseh/Küstermann



Samtens/Rügen. (ostSeh) Vor allem an Hotels, deren Betreiber und ihre Gäste die Botschaft: Es tut sich weiterhin etwas auf Rügen. Und das nicht nur im Oktober sondern in Sachen Trödel den ganzen Winter hindurch. Konkret, für manchen vielleicht zu früh, heißt es: Weihnachten kommt jedes Jahr so unverhofft. Trödler sind ja nicht hinterm Mond, wenngleich der Paltz ganz hinten auf dem Schrottplatz in Samtens der Mondlandschaft fast gleich kommt. Immerhin noch direkt neben dem Rügener Modell- und Technikmuseum. Diese Jahreszeit bedeutet aber, dass Trödler nun langsam in die Hallen strömen, statt sich auf zugigen Plätzen die Füße abzufrieren. Zudem auch, dass der normale Trödel wie gewohnt am 2. Oktober und auch im Winter jeden ersten Sonnabend im Monat in Samtens stattfindet. Dass jedoch die HänderlInnen darauf achten, neben Büchern und sonstigen überraschenden Angeboten eines Trödels diesmal auch schon etwas Originelles für Weihnachten in Petto zu haben. Deko, Geschenke, Ausstattung und anderes werden die Anbieter mit auf ihren Tischen haben. Denn Weihnachten kommt jedes Jahr so unverhofft, gelle??

Aufgebaut kann nach vorheriger Anmeldung an den zugewiesenen Plätzen in der Muhlitzer Straße ab 8.30 Uhr werden. Von Anbietern wird ein kleiner Kostenbeitrag erhoben. Beginn für das Publikum ist um 10 Uhr. Anmeldungen bitte via post@ostseh-buch-und-troedel.de oder unter 0171 5254076. Die Halle ist übrigens mit Kaffee und einem kleinen Imbiss bewirtschaftet. Besucher folgen einfach ab der B96 dem Wegeleitsystem buch & trödel an der Straße.

Buch und Trödel findet in Samtens jeden ersten Sonnabend im Monat statt. Darüber hinaus werden weitere Veranstaltungen von ostSeh Buch und Trödel den Medien, Flohmarktforen oder im Web bekannt gegeben. Motto: Flohmarkt ist wie ein Kettenkarusell und kann gebucht werden. Wie neulich der Gastro-Flohmarkt in Lobbe. Ein wunderbares marketinginstrument und Inahberin Maren Fähmel-Blumenberg war binnen weniger viertelstunden ihren überzähligen Gastro-Trödel los. Versuchen sie das doch auch mal. Gerne organisiert www.ostseh-buch-und-troedel.de ihnen einen Indoor-Flohmarkt im hauseigenen saal als Teil ihrer PR-Strategie. Fordern Sie uns gerne heraus!

Mittwoch, 22. September 2010

Rügen: Machen Sie eine BIO-Landpartie!

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Am kommenden Samstag, dem 25.9.2010 findet landesweit die dritte BIO-Landpartie in Mecklenburg und Vorpommern statt. Von 10:00 bis 17:00 Uhr präsentieren sich 22 erfolgreiche Bio-Höfe, -Käsereien, -Bäckereien, -Fleischereien und -Vermarkter, um für interessierte Besucher die Praxis der ökologischen Erzeugung, handwerklichen Verarbeitung und der regionalen Vermarktung erlebbar zu machen. Dr. Burkhard Roloff, Koordinator vom BUND Landesverband zu den Besonderheiten und zur Zielgruppe der 3. BIO-Landpartie: „Die 3. landesweite und verbandsübergreifende BIO-Landpartie präsentiert 20 kleine und mittlere Bio-Höfe mit hofeigener Verarbeitung oder regionaler Vermarktung und zwei große Bio-Güter mit einer sehr vielfältigen Betriebsstruktur. Interessierte Besucher können an einem Tag in sieben Regionen des Landes auf zwei, drei oder vier Höfen erleben, wie Getreide oder Gemüse angebaut wird, wie Brot gebacken oder Käse hergestellt wird sowie Wurst oder Milchprodukte probieren und kaufen.Aber auch mit den erfahrenen Bauern, Gärtnern, Schäfern, Müllern, Bäckern, Käsern oder Fleischern ins Gespräch kommen. Kleine und große Besucher können Ziegen, Schafen, Hühnern, Rindern oder Schweinen begegnen und sie auch streicheln. Zielgruppe sind am Ökolandbau interessierte Besucher, vor allem Familien mit Kindern, die ohne Kaufzwang die sehr interessanten Bio-Höfe oder -Betriebe kennen lernen wollen.“

Diplomagraringenieur Jens Rasim, einer der Geschäftsführer des Gutes Gallin erläutert, warum er an der landesweiten BIO-Landpartie teilnimmt: „An der BIO-Landpartie nehmen wir teil, um unseren Kunden die Möglichkeit zu geben, hinter die Kulissen zu schauen, um dadurch das Vertrauen zu unserer Arbeit zu stärken und natürlich auch, um neue Kunden zu gewinnen. Außerdem bieten wir mit unseren vielfältigen Aktionen an diesem Tag den interessierten Besuchen die Möglichkeit, einige abwechslungsreiche Stunden bei uns zu verbringen. Für Essen und Trinken in Bioqualität ist gesorgt.“

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wird an der 3. BIO-Landpartie auf dem Gut Gallin teilnehmen und den neuen Hofladen und die hofeigene Bio-Fleischerei mit Schlachthof besichtigen. Am Nachmittag nimmt der Landwirtschaftsminister am Biobauernstammtisch teil, zu dem mehrere Biobauern aus der Region eingeladen wurden.
Jens Rasim zum Biobauernstammtisch mit dem für Ökolandbau zuständigen Landwirtschaftsminister: „Beim Biobauernstammtisch wollen wir mit dem Minister diskutieren, wie die Perspektiven für den Ökologischen Landbau in Mecklenburg-Vorpommern aussehen und wie wir der Bedrohung durch die Agrogentechnik begegnen können.“

  • Dritte landesweite BIO-Landpartie in Mecklenburg und Vorpommern
  • 22 erfolgreiche Bio-Höfe, -Verarbeiter und -Vermarkter stellen sich vor
  • Biobauernstammtisch mit LWM Dr. Till Backhaus auf Gut Gallin
Folgende Bio-Höfe nehmen auf Rügen an der 3. BIO-Landpartie 2010 teil:

Hofgut Bisdamitz
http://www.hofgut-bisdamitz.de/index.php?prg=5&kat=3&SE=p4951l1333ll6mct82bt94po0dp4jcam

Naturparadies Teutenberg
http://www.natur-paradies.de/

in Kooperation mit Emma Live, Gudrin Thiess
http://www.emma-live.de/page11.php?view=preview&image=5&category=1

und Umgebung:

Hof Zandershagen, 18461 Zandershagen, Dorfstraße 19, www.hofzandershagen.de,
Ansprechpartner: Ture Gustavs und Gaby Fiebig, Tel. 038322-445

Gut Gallin, 19258 Gallin, Dorfstr. 43, www.gutgallin.de
Ansprechpartner: Jens Rasim, Tel.: 038842 21739,


Klein Salitzer Milchschäferei, 19205 Klein Salitz, Dorfstraße 4a, , www.salitzer-milchschaeferei.de
Ansprechpartner: Andreas Richter, Tel.: 038876 25002,


Schaalsee Mosterei, 19205 Schönwolde, Kneeser Straße 2, www.schaalsee-mosterei.de
Ansprechpartner: Heike-Bergmann, Tel.: 038876 31355,


grün 22 - Bioland Kräuter- und Staudengärtnerei und Naturgartenbau, 19246
Lassahn, Dorfstraße 47, www.gruen22.de

De oll Dörpschaul, 19205 Rosenow, Dorfmitte 6, www.restaurant-de-olldoerpschaul.de
Ansprechpartnerin: Ute Alm-Linke, Tel.: 038874 22929,

Hof Medewege, 19055 Schwerin, Hauptstraße 15, www.hof-medewege.de,
Ansprechpartner: Georg Wilhelm Jahn und Stefan Weiß, Tel.: 0385 5509154,

Gärtnerei Hof Medewege, 19055 Schwerin, Hauptstraße 17, www.hof-medewege.de,
Ansprechpartner: Rainer Holst, Tel.: 0385 5007933,


Mühlenbäckerei Medewege,19055 Schwerin, Hauptstraße 16, www.biobrot-mv.de,
Ansprechpartner: Christian Fries, Tel.: 0385 5810615,

Biofrisch Nordost, 18184 Teschendorf, Am Storchennest 8, www.biofrischnordost.de
Ansprechpartner: Volker Brinkmann, Tel.: 038204 72745,


Gut Vorder Bollhagen, 18209 Vorder Bollhagen, Hauptstr. 1,
Ansprechpartner: Johannes Lampen, Tel.: 038203 16479,

MECK BIO; 18292 Kölln, Wassermühle, www.meckbio.de
Ansprechpartner: Uli Damm, Tel.: 038451 70239,

Güstrower Werkstätten, 18258 Werle, Ausbau 3, www.guestrower-werkstaetten.de
Ansprechpartner: Matthias Engel, Tel.: 038453 20620,

BioHof & Ölmühle Sander, 18249 Tarnow, Am Boitiner Steintanz, www.sanderland.de,
Ansprechpartner: Ingo Sander, Tel.: 038450 48990,

Mühlenhof Altkalen,17179 Altkalen, www.windmehl.de,
Ansprechpartner: Detlef Preuß, Tel.: 039973 70388,

Alter Pfarrhof, 18510 Elmenhorst, Schulstraße 12, www.demeter-im-norden.de
Ansprechpartnerin: Claudia Resthöft, Tel.: 038327 80090,

Ziegenhof Sievertshagen, 18510 Sievertshagen, Dorfstraße 40 www.milchundkaesestrasse.de
Ansprechpartnerin: Margot Stühle, Tel.: 038325 80207,


PDV Ostseelandwerkstatt, 17495 Züssow, Gustav Jahn Str. 4, www.pommerscher-diakonieverein.de
Ansprechpartnerin: Heike Wille, Tel.: 038355 649360,


Dienstag, 21. September 2010

Rügen: Buche am Abstieg Königsstuhl umgestürzt

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Fotos des Absturzortes mit der Buche. Foto: ostSeh/M.W.

Königsstuhl (ostSeh/M.W.) Am Montag Nachmittag gegen 15 Uhr ist unterhalb des Königsstuhls eine Buche umgestürzt. Der Baum war über 200 Jahre alt und gut 25 Meter hoch. Sie fiel über die Trinkwasserfassung des Zweckverbandes (ZWAR) und über die Treppe zum Strand. Es entstand erheblicher Schaden, zum Glück jedoch nur Sachschaden. Denn es waren viele Besucher unterwegs und einige wurden Ohren- und Augenzeugen, als der Baum stürzte. Dies jedoch aus sicherer Distanz.

Bis alle Schäden behoben sind, wird es noch ein Weilchen dauern. Der Abstieg zum Strand ist jedoch uneingeschränkt begehbar. Dort müssen nur Teile der Reling erneuert werden.

Wie konnte das passieren? Bei einer Verkehrssicherheitskontrolle wäre der Baum nicht aufgefallen. Er ist völlig gesund. Und Sturm gab es auch keinen. Aber die Niederschläge der letzten Wochen waren erheblich. Allein im August fielen auf Stubbenkammer 212 Millimeter Regen, der regenreichste Monat seit Beginn der Wettermessungen 1993. (Bisheriger einsamer Rekord: 199 mm im Juli 2007. Durchschnittliche Jahresgesamtmenge: 760 mm)

Der Waldboden ist tiefgründig aufgeweicht, und vor allem an Steilhängen sorgt das Wasser im Boden für Instabilität. Da kann es schon mal passieren, dass ein gesunder Baum ohne sonstige äußere Einwirkung den Halt verliert und einfach umstürzt. Uferabbrüche sind also nicht die einzigen Risiken und Nebenwirkungen, auf die sich Besucher im Gelände einzurichten haben.

Erst kürzlich war trotz eines trockenen Sommers wieder 500 Meter südlich der Wissower Klinken ein kleines Stück Kreideküste abgerutscht. Und das zur Unzeit, da sonst meist im Frühjahr damit gerechnet wird. Nun trifft das nasse Wetter also auch die Bäume.

Montag, 20. September 2010

Rügen / Göhren: Unbekannter streut Nägel auf die Straße

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Göhren/Rügen. (ostSeh) Seit den Nachstunden des 13.09.2010 hat ein Unbekannter in bisher drei Fällen Dachpappenägel auf die Fahrbahn der Thiessower Straße in Göhren auf Rügen gestreut. Dabei wurde nachweislich ein Autoreifen irreparabel beschädigt.

Der Täter nutze immer die Nachtstunden um die zwei Zentimeter langen Dachpappenägel auf der stark abschüssigen Fahrbahn zu verteilen. Der letzte Vorfall ereignete sich am 19.09.2010. Gegen 20.30 Uhr stellten zwei Anwohner wieder Nägel auf der Straße fest und warnten die Autofahrer bis zum Eintreffen der Polizei vor den gefährlichen Reifenkillern.

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung.

Samstag, 18. September 2010

Rügen: Erneut Fernverbindungen gestrichen - Politik informiert

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Nicht nur die Autozüge stehen immer wieder auf der Kippe. Auch die ganz regulären und regelmäßien Verkehrsverbindungen zur Küste. Foto: ostseh/küstermann

Seit dieser Woche sind die die geplanten Zugstreichungen der Bahn für die Strecke Berlin – Greifswald – Stralsund einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Auf nur noch zwei tägliche IC-Zugpaare soll das Fernverkehrsangebot für die Region künftig zusammenschrumpfen. Diese Ankündigung ist allenthalben auf Unverständnis gestoßen.

Greifwald/Rügen. (ostseh) Auf der Veranstaltung „Ausbauen statt Abhängen“ bietet die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Greifswald/Nordvorpommern ein Forum an, auf dem interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen und Vorstellungen zur Bahnanbindung von Greifswald und Umgebung diskutieren können.

Dazu lädt der Kreisverband am kommenden Dienstag dem 21. September ab 19 Uhr in das Kulturzentrum St. Spiritus nach Greifswald ein.

Als Fachreferenten werden erwartet:

Dr. Anton Hofreiter MdB, verkehrspolitischer Sprecher der bündnisgrünen Bundestagsfraktion. Anton Hofreiter möchte sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bahntour 2010“ in verschiedenen Regionen ein Bild von der aktuellen Situation des Bahnverkehrs in Deutschland machen und wünscht sich in diesem Rahmen neue Anregungen und Argumente. Am Nachmittag wird sich Dr. Hofreiter bereits in Karnin über die Perspektiven einer möglichen Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Ducherow – Swinemünde informieren.

Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn, Berlin. Herr Leuschel wird über die Sicht des Unternehmens auf die aktuellen Fragen Auskunft geben können.

Prof. Helmut Klüter, Lehrstuhl für Regionale Geographie an der Universität Greifswald. Helmut Klüter befasst sich intensiv mit der Situation des Eisenbahnverkehrs aus wissenschaftlicher Perspektive und hat dabei insbesondere die Bedeutung verkehrlicher Aspekte für die Regionalentwicklung im Blick.

Hauke Juranek, Fahrgastverband Pro Bahn Mecklenburg-Vorpommern. Hauke Juranek besitzt detaillierte Kenntnisse über viele Probleme im Eisenbahnverkehr und kann Beiträge über verwirklichte und mögliche Lösungsansätze leisten.

Zahlreiche Beiträge und Anregungen aus dem Publikum sind auf dieser Diskussionsveranstaltung ausdrücklich erwünscht. Der Kreisverband erklärt ausdrücklich, dass sich die Veranstalter auf Vorschläge zur Belebung des Bahnverkehrs in Vorpommern aus dem Publikum freuen. Er hofft, so zur Sicherung der Attraktivität unserer Region beitragen zu können.

Dienstag, 14. September 2010

Rügen: Der Weg zum Fisch wird kürzer

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Verordnung geändert: Touristenfischereischein leichter erhältlich und länger gültig

Schwerin/Rostock/Rügen (ostSeh) Der Weg zum Fisch wird im gewässerreichsten Bundesland noch kürzer: Schon mit dem 2005 in Mecklenburg-Vorpommern eingeführten Touristenfischereischein ist das Angeln in Küsten- und Binnengewässern deutlich erleichtert worden. Nun ist dieser an noch mehr Stellen erhältlich und mehrfach im Kalenderjahr verlängerbar. Konnte mit dem Touristenfischereischein bislang einmal jährlich an 28 aufeinanderfolgenden Tagen geangelt werden, so kann dieser in Zukunft mehrmals verlängert werden. Zudem kann der Schein neben den Ordnungsämtern nun erstmals auch bei angeltouristischen Anbietern erworben werden.

Mathias Löttge, Präsident des Landestourismusverbandes, begrüßte die neue Verordnung ausdrücklich: "Im Sinne unserer Gäste haben wir uns lange für eine noch unbürokratischere, unkompliziertere und kundenfreundlichere Regelung ausgesprochen. Mit der Liberalisierung wird Mecklenburg-Vorpommern seine gute Position im Angeltourismus weiter ausbauen." Bereits heute ist Mecklenburg-Vorpommern bei Angeltouristen überdurchschnittlich beliebt: 13 Prozent der Gäste des Landes geben an, in ihrem Urlaub zwischen Ostseeküste und Seenplatte gelegentlich bis häufig zu angeln.

Löttge führte dies auch auf den Erfolg des Touristenfischereischeins zurück. Wurden 2006 noch 7.218 Exemplare vertrieben, waren es im vergangenen Jahr mit 13.696 Stück bereits fast doppelt so viele. Zwischen Sommer 2005 und Ende 2009 sind insgesamt 46.832 Touristenfischereischeine verkauft worden. Für dieses Jahr wird erneut mit einer leichten Steigerung gerechnet.

Bislang waren für die Ausgabe allein die örtlichen Ordnungsbehörden zuständig. Durch die veränderte Verordnung können die Scheine nun auch von Touristinformationen, Kurverwaltungen, Campingplatzbetreibern, Angelserviceunternehmen, Binnenfischern und anderen Anbietern vertrieben werden, sofern sie behördlich dazu ermächtigt werden. "Dies hilft gerade an Nachmittagen und Wochenenden, wenn Behörden nicht immer geöffnet sind, aber viele Touristen unterwegs sind", sagte Mathias Löttge.

Die Bedingungen für Angeltouristen an der Ostsee und den Binnenseen sind sehr gut. Vor allem in der Nebensaison und an den Wochenenden reisen immer mehr Angler aus allen Regionen Deutschlands und Europas an - zum Hochseeangeln, zum Brandungsangeln direkt am Strand oder von Seebrücken aus, unterwegs mit dem eigenen Boot oder zu Gast auf einem Kutter. Auch an den mehr als 2.000 Seen oder den Flachlandflüssen gibt es unzählige, gut erreichbare Angelplätze. Der Studie "Entwicklungschancen im Maritimen Tourismus in MV" aus dem Jahr 2010 zufolge gibt es im Nordosten rund 220 Unternehmen, die angeltouristische Angebote unterbreiten. Zudem bieten auch in anderen Bundesländern Guides ihre Touren für MV an wie beispielsweise zum Angeln auf die Meerforelle. Auf Rügen füllt diese spezielle Klientel regelmäßig schon im Februar und März Betten touristischer Kleinabieter wie in Lohme oder an der gesamten Ostküste, wie die Meerforelle wandert. Die vom Tourismusverband vor einigen Jahren produzierte Broschüre "Angelparadies Mecklenburg-Vorpommern" mit allen wichtigen Informationen rund um Hering, Hecht und Co. ist inzwischen vergriffen, aber im Internet unter www.auf-nach-mv.de weiterhin zum Herunterladen verfügbar. Auch auf der Internetseite www.angeln-in-mv.de können sich Interessierte über die Möglichkeiten zum Fischen zwischen Ostsee und Seenplatte informieren.

Hintergrund: Touristenfischereischein
Der Touristenfischereischein kann zeitlich befristet anstelle des unbeschränkt gültigen Fischereischeins genutzt werden. Eine jedem Nutzer ausgehändigte zweisprachige Begleitbroschüre enthält Hinweise zu rechtlichen Bestimmungen beim Angeln und zum Tierschutz. Neben dem Touristenfischereischein benötigen Hobbyangler eine Angelerlaubnis vom Fischereiberechtigten bzw. Pächter oder Besitzer des jeweiligen Gewässers. Alle Ausgabestellen von Angelscheinen für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns sind auf der Internetseite der oberen Fischereibehörde (www.lallf.de) verzeichnet. Ausgabestellen für Angelberechtigungen für die Binnengewässer finden Angler in der beim LALLF für sechs Euro erhältlichen Broschüre "Gewässerverzeichnis MV". Informationen über die Pachtgewässer des Landesanglerverbandes MV sind im elektronischen Gewässerverzeichnis des Verbandes (www.lav-mv.de) zu finden.

Hintergrund Beispiel Meerforelle
100 dänische Kronen veranschlagt die dänische Tourismuszentrale für eine vom Fischer gefangene Meerforelle an Wertschöpfung. 2500 jedoch für die vom Touristen angelandete Meerforelle, die auch mit dem Fantasienamen "..*lachs" wegen ihres sehr ähnlichen Fleisches vermarktet wird. Das sei der Grund, warum ständig Lachs, nie jedoch Meerforellen im Angebot seien. Auch auf Rügen steht zur Saison das rötliche und sehr schmackhafte Fleisch als "Seelachs" ständig im Angebot. Gut für die Gastronomie, schlecht jedoch für die Vermarkztung dieses Segments des Angeltourismus'. küma

Freitag, 10. September 2010

Rügen: Abokiste von Gut Rosengarten

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Fotos ostseh/Küstermann

Sellin/Rügen. (ostSeh) Anja Heissler (li.) nimmt in Sellin eine von Gudrun Thiess zwischengelagerte Gemüse-Abokiste des Gutes Rosengarten entgegen. Deutlich erkennbar am Brandzeichen auf der recycelten Obstkiste.

Damit die Auslieferung wirtschaftlich bleibt und nicht an jede Haustüre erfolgen muss, lagert der Naturkostladen EmmaLive die Kisten vom Hofladen Rosengarten immer dienstags bis zur Abholung zwischen. Gut Rosengarten bestückt so drei verschiedene Abo-Kisten nach saisonalem Warenaufkommen mit eigener und zugekaufter Naturkost. Ausgeliefert wird auf verschiedenen Touren über die Insel zusammen mit den gewerblichen Lieferungen.

Alle profitieren so durch die Sammelauslieferung und für die Kunden unterbleiben weite Fahrstrecken.  Info www.gut-rosengarten.de

Hintergrund:

Die Idee

Rosengarten produziert auf 8.5 hektar seit neuestem Obst und Gemüse. Doch das Gut liegt abseits bei Garz. Die Abokiste verbindet.

Eine einzigartige Möglichkeit also, vorwiegend regional angebaute, frische und schmackhafte Lebensmittel meist direkt vom Erzeuger im Abonnement und mit geringem Aufwand zu beziehen.

Gesunde regionale Lebensmittel der Saison aus ökologischen Anbau, ein Produkt von Top-Qualität und absoluter Frische! Morgens frisch (vom Acker) und Abends auf dem Tisch.

Das Abo garantiert Naturkostkunden als Service ihres Geschäftes einen abwechslungsreichen Speisezettel durch das ganze Jahr. Sie erleben auf alle Fälle das saisonale Angebot und lernen zudem auch Spezialitäten kennen, von denen Sie vielleicht bisher noch nichts wussten.

Der ökologische Anbau bringt besonders gesunde und schmackhafte Nahrungsmittel von höchster Qualität hervor, dazu umweltschonend produziert.

Eine vollwertige Ernährung mit frischen, leckeren Lebensmitteln aus ökologischen Anbau stärkt Ihre Abwehrkräfte und beugt vielen Krankheiten vor. Vor allem - Sie schmeckt!

(c) 2010 ostSeh_KüSTERMANN

Donnerstag, 9. September 2010

Rügen: Tag des offenen Denkmals am 12. September in Altefähr

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Der Blick von Altefähr nach Stralsund zeigt nahezu in einem Aufwasch die verschiedenen Verkehrsformen, die auch den Handel und die Bedeutung Altefährs bestimmen. 
Fotos ostseh/Küstermann

„Reisen, Handel und Verkehr“ – so lautet das Thema des diesjährigen Tag des offenen Denkmals, der europaweit am 12. September durchgeführt wird. Auf Rügen bereiten das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Bereich Denkmalpflege der Kreisverwaltung diesen Tag in bewährter Weise vor.

Insel Rügen. (ostSeh) Die traditionelle kreisliche Auftaktveranstaltung findet zum Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr in Altefähr statt. Nach einem Festgottesdienst um 10:30 Uhr in der Kirche zu Altefähr geht es zu Fuß zum Fähranleger, wo das Fahrgastschiff „Hanseatic“ auf die Besucher wartet. Um 12:00 Uhr legt das Schiff zu einem Ausflug auf dem Strelasund ab. An Bord wird der Bürgermeister der Gemeinde, Ingulf Donig, den Festvortrag „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ halten. Mehr als 100 interessierte Gäste haben die Möglichkeit, bei der Schiffsreise dabei zu sein. Um 14:30 Uhr ist am Fähranleger Treffpunkt zu einem Rundgang durch Altefähr unter fachkundiger Führung, die etwa anderthalb Stunden dauert.

Altefähr am Eingang der Insel ist ein prädestinierter Standort für den diesjährigen Tag des offenen Denkmals. Schon in der Vergangenheit kam dem Ort eine große Bedeutung aufgrund der Fährverbindungen und später mit dem Bau des Rügendamms auch für den Eisenbahn- und Straßenverkehr zu“, unterstreicht Landrätin Kerstin Kassner die Wahl des Veranstaltungsortes.

Dr. Christian Schnitzer, der langjährige Vorsitzende des Ortskuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, verweist auf den positiven Effekt des alljährlichen Tag des offenen Denkmals. Dann würden viele Denkmäler und Aktivitäten im Bereich des Denkmalschutzes in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangen. Auf Rügen gibt es insgesamt mehr als 10.000 Bau- und Bodendenkmale.

Auch in diesem Jahr stehen neben der Kreisveranstaltung wieder zahlreiche andere Ausflugsziele auf dem Programm. In Bergen beispielsweise wird es um 15:00 Uhr eine Führung durch die St. Marien – Kirche mit Tino Mehner geben. Im Schlosspark Pansevitz beginnt um 10:00 Uhr ein Gottesdienst, um 11:30 Uhr folgt eine Führung durch den Park, und um 14:00 Uhr ist ein Vortrag von Dr. Kehn mit musikalischer Begleitung vorgesehen. In Göhren haben die Mönchguter Museen geöffnet. Um 11:00 Uhr gibt es im Museumshof einen Vortrag von M. Parchow zur Ur- und Frühgeschichte, um 15:00 treffen sich am Heimatmuseum Interessenten zu einer Führung zum Thema Handel und Verkehr. Auf der Insel Hiddensee in Vitte, Süderende 105, beginnen um 11:00 Uhr und um 15:00 Uhr Führungen durch das Hexenhaus mit Sabine Reichwein.

Mittwoch, 8. September 2010

Rügen: Wieviele Menschen passen in einen Kleinbus?

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Sassnitz/ Mukran. (ostSeh) Am Wochenende wurde von Bundespolizisten auf dem Hafengelände ein Kleinbus Mercedes/ E aus Serbien kontrolliert. Nach dem der 39-jährige Fahrer die Tür geöffnet hatte konnten die Polizisten nur eine Vielzahl von Köpfen erkennen und ließen die Insassen aussteigen. Ingesamt stiegen aus dem Bus, der für 8+1 Personen zugelassen ist, 16 Erwachsene und 10 Kinder im Alter von 1 bis 9 Jahren aus. Ein Blick in das Fahrzeug zeigte, dass für die Kinder nur 3 Kindersitze vorhanden waren. Die anderen Kinder und ihre Mütter lagen während der Fahrt hinter den Sitzen auf einer Matratze. Im eigentlichen Kofferraum waren Bretter in zwei Etagen eingebaut, auf denen weitere Kinder lagen. Von den Beamten der Landespolizei wurden die Erziehungsberechtigten mit Bußgeldern belegt. Danach konnten die Serben mit dem Fährschiff nach Schweden ausreisen.

Dienstag, 7. September 2010

Ballonstart zur Fahrt über Rügen

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Rügen/Stralsund. (ostSeh) Sanften Riesen nennt Ballonpilot und -fahrer Andreas Golze sein Gefährt, das tatsächlich, weil nicht durch Aerodynamik sondern Heißluft betrieben, in der Luft "fährt" und nicht fliegt. Darauf legen Ballonfahrer viel Wert und ahnden Verfehlungen mit Champagnerstrafen.

Golze und seine Frau Anna haben diese einzigartige Hülle selbst gestaltet, indem einer für die senkrechten und einer für die waagrechten Flächen zuständig war und so ist mit einer Auswahl von zehn Farben die Kombinationen Feld um Feld entstanden. Für rund 25.000 Euro ohne Sponsoring. Bei guter Wartung für eine Lebenszeit von rund 500 bis 1000 Stunden Fahrzeit.

Am Wochenende hatten die beiden Großkampftag auf Rügen, weshalb der Ballon auch ständig auf oder über Westrügen mal gen Bergen oder auch gen Stralsund über dem Strelasund mit Gästen zu sehen war. "Wichtig ist, dass uns der Wind nicht aufs offene Meer treiben kann", sagt Golze, der die Morgen- und Abendstunden auch bei einer relativen Windstille bevorzugt. Sein Korb fasst fünf Personen und so können vier Gäste mitfahren. Vier Stunden und zwölf Gäste waren es am Wochenende schon wieder, denn eine Fahrt dauert meist eine Stunde. Hinzu kommt dann anschließend für die Neulinge die Ballonfahrertaufe nach der Landung, die einen Ballonfahrernamen und eben Champagner beinhaltet.

Die Verfolgerin im Bodenfahrzeug muss derweil den Jeep und Anhänger an den möglichst einfach gelegenen Platz zum Abbau und  einpacken steuern. Den Startplatz kann sich der Pilot genau aussuchen, jedoch nicht immer den Landeplatz. KÜMA

(c) ostSeh/Küstermann

Montag, 6. September 2010

Rügen: Schwein drehte durch auf Ochsenbräter

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Rosengarten/Rügen. (ostSeh) Fleischer Thomas Hartmann (Jacke gestreift) aus Silmenitz betreute bei der Premiere des Ochsenbräters das Test-Schwein auf Gut Rosengarten bei Garz auf Rügen. Hans  Bunse und Gerhard Borghoff, Erbauer und Konstrukteur aus dem Sauerland, hatten die VA-Konstruktion mit einer zusätzlichen Propangas-Guss-Pfanne im Auftrag des aus Hamburg stammenden Guts-Betreibers und Kaufmanns Joachim Berg ausgestattet. Zur Vorführung und Premiere wurde alles nach Rosengarten geschafft. Am 4. September konnte der Testlauf mit geladenen Geschäftspartnern und Freunden nebst zufälligen Gästen vom Radweg vor dem Hofladen begangen werden.

Allgemeiner Tenor der Sehlener Kastanie-Wirtin Sabine Dischke mit dem Gatten: "Bloß keinen Senf! Das Schwein ist zu schade dafür, so gelungen ist es"

Spätestens ende September/Anfang Oktober sollen der schwenkbare Holzkohlegrill und die Pfanne erneut anlässlich einer eigens konzipierten Festivität auf dem Gut Rosengarten zum Einsatz kommen. Vielleicht zu Kohlwochen, vielleicht auch zu etwas ganz Anderem ... Auch ein Erntefest steht noch ins Haus.

Info:

Gut Rosengarten wird seit 2002 neu gestaltet. Seit 2009 findet eine Bewirtschaftung nach Bioland-Richtlinien als Gemüseanbaubetrieb statt. Zudem existiert ein bisher kleiner Hofladen. Neben Festen im Freien ist Gastronomie, Verarbeitung und ein größerer Hofladen nach den entsprechenden Umbauten des Pferdestalls und der Rekonstruktion des Gutshauses geplant.

(c) 2010 ostSeh_KüSTERMANN

Sonntag, 5. September 2010

Rügen: Oldtimer am Trödelmarkt

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Samtens/Rügen. (ostSeh) Eine Oldtimertour anlässlich 20 Jahren Autohaus Brehmer auf Rügen bereicherte am Wochenende auf der Insel einmal mehr die Optik. Wie Sabine und Veronica, Uwe und andere, die mit Motorrädern der Marken Harley, BMW oder NSU und diversen Autos in Samtens auf der Meile am Rügener Technik- und Modellmuseum aufschlugen. Dort erwartete sie als Pausensnack Wildbratwurst am Museumsgrill. Und eine Tour ins Museum. Alternativ dazu in die gleich nebenan befindliche Trödelhalle. wo einmal im Monat am ersten Sonnabend die Veranstaltung ostSeh-buch-und-troedel stattfindet.

Nur wenige sonnten sich also wie auf dem Bild vor der Halle angesichts des kommenden Regenschauers. Manche wurden auch innen mit günstiger Fachliteratur über Harley-Motorräder oder gar einer alten Kochmaschine fündig. Abgeholt wird dieses Schmuckstück mit einer Emaillefront allerdings nach einer Anzahlung erst später.

(c) 2010 ostSeh_KüSTERMANN

Donnerstag, 2. September 2010

Samtens auf Rügen: Hallenflohmarkt Buch+Troedel kooperiert in der Nachbarschaft

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Samtens. (PM ostSeh) ostseh buch und trödel ist der monatliche Hallenflohmarkt auf Rügen. Um hinzufinden, folgt am Tag der Veranstaltung den ockerfarbenen Stühlen und Tischen in Samtens an der Straße mit der gelben Tibet-Flagge. Bei schönem Wetter besteht auch Platz, den Stand in bester Trödelmanier vor der Halle im Freien zu platzieren. Die Halle mit der Dauerwerbung für die Bahn am Giebel wiederum ist schön kühl und soll ganzjährig funktionieren.
ostseh-buch-und-troedel.de geht auch am 4. September wieder von 10 uhr bis 17 uhr an den Start. TeilnehmerInnen mögen sich bitte unter 0171 5254076 oder post@ostseh-buch-und-troedel.de anmelden. Die Standgebühr macht pauschal 20 Euro für die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Die kommende Veranstaltung ist zudem erstmals als Kooperation mit dem Rügener Technik-Modell-Museum in der Nachbarschaft geplant, das dazu eigens seine Türen öffnet und den Grill auf dem Vorplatz anwirft. Dort finden sich von kleinsten Modellen bis Originalfahzeugen Exponate aus allen Zeiten und in allen Maßstäben. Auch 1:1. Ein Freizeittipp für die Familie, der alle Wünsche zufriedenstellt. Ein Erwachsener mit Kindern im Museum und der andere auf dem Trödelmarkt
Dann fliegender Wechsel :-) Geplant ist für 2011 auf der Meile im alten Heizhaus eine Kneipe zu etablieren, deren Planung schon in Arbeit ist.

Wir freuen uns immer über neue Trödler, die auch gerne nur einmal mit ihren Angeboten den Trödelmarkt testen können. Tische werden ggf. gestellt. Für Öffentlichkeit und damit Publikum ist meistens gesorgt... Übrigens: der nächste Flohmarkt ist dann am 2. Oktober. 

Mittwoch, 1. September 2010

Rügen: Denk-MAL-Prora e.V. stellt Arbeit ein  

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Einer jener endlosen Gänge des Gebäudes in Prora mit Zimmerfluchten.
Stefan Wolter mit seinem Buch "Der Prinz von Prora" vor dem Block fünf außen
Fotos (3) ostSeh/Küstermann 

Der überwiegend aus Zeitzeugen bestehende Denk-MAL-Prora e.V., darunter ehemalige DDR-Oppositionelle und Opfer des SED-Regimes, wird zum 3. Oktober 2010 aufgelöst. Dies sagt der Initiator und Gründer Stefan Wolter. Der Beschluss fiel auf Antrag des Vorstandes am Samstag dem 28. August 2010 in Berlin. Indirekt erzwungen hat diesen Schritt die in Bezug auf Prora laut Wolter fragwürdige, selektive und unglaubwürdige Erinnerungskultur in Mecklenburg-Vorpommern.

Berlin/Prora (ostSeh) Etabliert hatte sich der gemeinnützig anerkannte Denk-MAL-Prora e.V. am 3. Oktober 2008. Grund war die Ignoranz der DDR-Geschichte, insbesondere die der Bausoldaten (Waffenverweigerer),  im Gelände von Block V, der künftigen Jugendherberge. 2009 leistete der aus 30 Mitgliedern bestehende Verein die alleinige Bildungsarbeit zur DDR-Geschichte auf dem Gelände des Jugendzeltplatzes Prora in Form von Informationsbroschüren und einer Ausstellung, er ließ einen Wachturm in Mukran unter Denkmalschutz stellen, bewahrte einen ehemaligen Gemeinschaftsraum vor der Zerstörung, weckte Sensibilität für die Arrestzellen der Bausoldaten in der heutigen Rezeption, präsentierte im ehemaligen Versorger Mukran (heute Gaststätte Altsaalfelder) die Dauerausstellung „Briefe von der waffenlosen Front“, entwickelte Bildungsbausteine für Workshops im Rahmen einer geplanten Zusammenarbeit mit dem DJH und sammelte Zeitzeugenberichte über alle Einheiten hinweg - sowie über den ebenfalls nach wie vor tabuisierten Hafenbau in Mukran.
(Anm. d. Red.) Eine Auseinandersetzung mit der Hafengeschichte würde auch das heutige Selbstverständnis des Hafens auf Rügen angreifen und ist daher unerwünscht. Entscheidungsträger gehörten auch damals zur politischen Elite.

Ausgehend vom Jugendevent „Prora 03“ wird Block V als KdF-Gelände vermarktet, während die reale Geschichte seit 1939 einen völlig anderen Verlauf genommen hat (vgl. die Entwicklung des KdF-Wagens zum VW). Selbst die Megalomanie der Anlage ist kein Ausdruck spezifischer NS-Architektur, wie andere Bauprojekte der Moderne (Anm. d. Red.) aus dieser Zeit zeigen. Mit Ausnahme des Baukörpers erhielt die Anlage ihr heutiges Antlitz in den Jahren des SED-Regimes als Kaserne.
In Verkennung des doppelten Denkmalwertes des Blocks V (heimliche Aufrüstung der Kasernierten Volks-Polizei, einziges Fallschirmjägerregiment der DDR, Regimeeliten und -gegner) hat man diesen Ort radikal entkernt und mutwillig dem Verfall preisgegeben. Jetzt wird mit Millionen Steuergeldern die Jugendherberge Prora errichtet. Unter Einbeziehung der geplanten KdF-Strukturen und unter kompletter Zerstörung letzter baulicher Nutzungsmerkmale aus der DDR-Zeit, die auf Antrag des Vereins zum Teil als denkmalwürdig und denkmalfähig anerkannt waren.

Ein ehemaliger Gemeinschaftsraum mit einer von einem Bausoldaten an die Wand gemalten Rügenkarte mit versteckten Botschaften (Ichthys-Symbol etc.) blieb durch die Besetzung des Vereinsgründers (2007) erhalten. Seither kämpften die Betroffenen um einen Ort der Bildung zur realen Geschichte an diesem Platz und baten vergeblich um einen runden Tisch. Statt  Zeitzeugen in die Gespräche einzubeziehen wurden sie als Konkurrenten von  vor Ort Aktiven um Susanna Misgajski und Dr. Rainer Stommer mit ihrer Zweckgründung eines sogenannten Prora-Zentrums ausgegrenzt und ein Bildungszentrum für diesen Ort ausgeschrieben - unter abermaliger Missachtung der realen Geschichte und unter Federführung jener, die bis zum Anfang des Jahres mit im Prora-Zentrum e.V. saßen. (Anm. d. Red.) Ein Name übrigens, der auch als direkter Affront gegen die langjährige Arbeit einer Stiftung neuer Kultur und dem von ihr betriebenen Dokumentationszentrums Prora um Dr. Jürgen Rostock.   Erhalten hat der Verein den Bildungsauftrag im Juni 2010 übrigens auch. An dessen Spitze - eine weitere Merkwürdigkeit - Rügens Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE). Die Entscheidung dafür wurde in Schwerin mit einem zur Hälfte besetzten Kuratorium an einem Tag durchgepeitscht. Denk-MAL-Prora e.V. wiederum nicht angehört.

Dieser Werdegang ist kein Glanzstück des demokratischen Rechtsstaates. Jene die für das freiheitliche System eingetreten sind und heute bereit waren, ehrenamtlich das zu leisten, was Behörden und Institutionen versäumt haben, wurden durch die Verstrickung Landeszentrale für politische Bildung/Politisches Memoriale/Prora-Zentrum sowie auch vom Landesverband DJH-MV missachtet. Dreiviertel des einst größten Bausoldaten-Standortes der DDR sind inzwischen vollständig entsorgt, die vorherige Dokumentation der Räumlichkeiten (zu DDR-Zeiten streng verboten), wurde nicht gestattet. "Eingaben und Anfragen an Minister Tesch und an die Denkmalbehörden blieben bis heute unbeantwortet, Anträge einfach liegen", sagt Initiator und früherer Bausoldat Stefan Wolter.

Die Ausgrenzung geht trotz anders lautender öffentlicher Willensbekundung der Behörden und Institutionen weiter: Das Konzept des Prora-Zentrums sieht für Denk-MAL-Prora e.V. keinen eigenständigen Platz im Bildungszentrum vor. Ein seitens der Landeszentrale für politische Bildung als Zugeständnis gewerteter pädagogischer Fachbeirat beabsichtigt Prora-Zentrum mit einem Vertreter außerhalb des Denk-MAL-Prora e.V. zu besetzen. Bezüglich der letzten baulichen Merkmale im Bereich des künftigen Bildungszentrums verweisen einzelne Institutionen des Netzwerks abermals auf ihre angebliche Handlungsunfähigkeit mit Hinweis auf die anderen Entscheidungsträger. Dabei bündeln sich diese überwiegend in der Person der Landrätin.

Den mehrjährigen Kampf gegen das Verdrängen der realen DDR-Geschichte (nicht nur die der Bausoldaten), aufgrund einer Allianz von Unwissenheit und interessenbedingter Verdrängung hat Stefan Wolter in seinem Buch „Der Prinz und das Proradies. Vom Kampf gegen das Kollektive Verdrängen“ (2009) verarbeitet. Für den Vereinsgründer geht mit der Auflösung des Denk-MAL-Prora e.V. ein doppeltes Trauma zuende.

Der Geist der ehemaligen Bausoldaten lebt in einer Interessengemeinschaft weiter. Es bleibt ihr wichtigstes Ziel, in Prora an alle vergessenen und verdrängten Stationierungsorte der Waffenverweigerer dauerhaft zu erinnern und die Jugend thematisch u. a. über die unabhängige Friedensbewegung in der DDR zu bilden. Platz gibt es genug, es fehlt allein der politische Wille. Ohne die Maxime der meisten Bausoldaten, die absolute Gewaltlosigkeit, ist die friedliche Revolution nicht zu denken.
 
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