Freitag, 28. November 2008

Rügen - Urlaub mit Hund

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Auf Rügen sind Hunde willkommen.


Zu einem wunderschönen Urlaub auf Deutschlands schönster und größter Insel braucht ihr vierbeiniges Familienmitglied nicht zu Hause bleiben. Hunde sind überall auf Rügen herzlich willkommen.
Es gibt jede Menge Strandabschnitte, an denen die Hunde spielen und baden können. In allen Ostseebädern, wie Binz, Sellin, Baabe und Göhren ist entsprechende Hundestrand-Beschilderung vorhanden.


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Selbst auf den Promenaden sind ausreichend Hundetoiletten vorhanden, so das die Haufen schnell beseitigt werden können und es keine Einschränkungen gibt. Darüberhinaus reinigen die Gemeinden regelmäßig die Strände.

Hund und Strandkorb - kein Problem. In Göhren besteht die Möglichkeit am Nordstrand in Richtung Baabe beides zu kombinieren.

Was am Strand geht - funktioniert auch beim Essen. Viele Restaurants sind auf Vierbeiner eingestellt.

An bestimmten Orten im Nationalpark Jasmund sind Hunde allerdings an der Leine zu führen - die Gebiete sind entsprechend gekennzeichnet.

Von der örtlichen Kurverwaltungen oder der Tourismuszentrale ist sogar eine Hundewanderkarte erhältlich.

Montag, 17. November 2008

Herbstimpressionen von der Insel Rügen

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Es ist überall Herbst - auch hier auf Rügen


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Ein Bernsteinsammler auf dem Weg zur Arbeit
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Sonntag, 9. November 2008

Der Koloss von Prora - Kraft durch Freude

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Das KDF-Seebad Prora auf Rügen sollte über 20.000 Menschen eine Urlaubsmöglichkeit bieten.

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In den Jahren 1935 bis 1939 wurde ein großer Teil des geplanten Seebades errichtet - der Koloss von Prora. Es gibt acht Häuserblocks mit einer Länge von etwas 4,5 km in einem Abstand von 150m zum wunderschönen flachen Sandstrand. Der Bereich zwischen Gebäuden und Küste ist heute mit Kiefern und niedrigem Gebüsch bewachsen.

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Der gigantische Komplex ist denkmalgeschützt und verfällt immer mehr. Vandalismus beschleunigt den Verfall zusehends.


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Der Koloss von Prora liegt zwischen Sassnitz und Binz an der Prorer Wiek, einer weitläufigen Meeresbucht, die den Kleinen Jasmunder Bodden vom Prorer Wiek der Ostsee trennt.

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Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde von der Staatsführung eine umfangreiche, ideologisch besetzte Sozialpolitik betrieben. Eines der Kernelemente dieser Politik war die Organisation Kraft durch Freude, die durch günstigen Urlaub den allgemeinen Lebensstandard der Bevölkerung heben sollte. Der Bau von insgesamt fünf Seebädern für jeweils 20.000 Menschen war geplant, die es der Bevölkerung ermöglichen sollten, günstig jeweils zwei Wochen im Jahr Urlaub zu machen. Das einzige in Teilen realisierte Projekt aus diesem Plan ist das KdF-Seebad Rügen, Prora.

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In den drei Jahren zwischen 1936 und 1939 wurden die acht Gästeblöcke errichtet. Bereits in der damaligen Zeit fanden die Bauarbeiten internationale Beachtung. So wurde bei der Weltausstellung 1937 in Paris ein Modell des Seebades Prora mit einem Grand Prix ausgezeichnet.

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Bei Kriegsbeginn 1939 wurden die Bauarbeiten weitgehend gestoppt. Mit Ausnahme eines Blocks waren die acht Wohnblöcke, die südliche Festplatzrandbebauung und die Kaianlage bereits im Rohbau fertiggestellt, nicht jedoch die Schwimmbäder, die Festhalle und weitere Teile der Wirtschaftsgebäude.
Im Krieg diente die Anlage als Ausbildungsstätte für Luftwaffenhelferinnen und ein Polizeibataillon.

  • Ab 1944 diente Prora der Wehrmacht als Lazarett und gegen Ende des Krieges fanden dort auch Flüchtlinge aus den Ostgebieten eine Bleibe. Ab 1945 wurde die Anlage von der Sowjetunion zur Internierung von Grundbesitzern und weiterhin zur Unterbringung von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten genutzt.
  • Zwischen 1948 und 1953 wurden die Bauten von der Sowjetarmee genutzt, die den südlichsten Rohbau sprengte und abtrug.
  • Die nach 1949 ebenfalls eingezogene Kasernierte Volkspolizei, aus der 1956 die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR hervorging, nutzte die Gebäude als Kaserne wo bis zu 10.000 Soldaten stationiert waren.
  • In dem Komplex befand sich die Technische Unteroffiziersschule der NVA, außerdem wurden Soldaten aus politisch befreundeten Entwicklungsländern wie Angola oder Mosambik ausgebildet.
  • In den 1980er Jahren waren in Prora bis zu 500 Bausoldaten stationiert, die beim Bau des in der nördlichen Umgebung des Objektes gelegenen Fährhafens Mukran arbeiteten. Der südlichste Teil der Anlage stand Angehörigen von NVA und Grenztruppen als Erholungsheim, Kinderferienlager und Ferienort zur Verfügung.
  • Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 übernahm die Bundeswehr als Nachfolger der NVA das Gelände, stellte die Nutzung aber Ende 1992 ein und verließ Prora.
  • Seit Anfang 1993 ist die Anlage öffentlich zugänglich. Sie befindet sich nach wie vor im Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
  • Seit über zehn Jahren versucht die Bundesvermögensverwaltung die unter Denkmalschutz stehende Anlage ganz oder in Teilen zu verkaufen.


Heute gibt es in Block 3, Prora Mitte, und dem Querbau mit Ruinen und der Kaianlage diverse kulturelle Einrichtungen:

  • die Museumsmeile Prora mit einem KdF-Museum (Museum Prora)
  • Museum der NVA
  • Rügen-Museum und Sonderausstellungen
  • die Bildergalerie Rügenfreunde
  • ein Wiener Kaffeehaus

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Im Querriegel von Block 3 befindet sich das Dokumentationszentrum Prora, wo die Dauerausstellung „MACHTUrlaub – Das KdF-Seebad Rügen und die deutsche Volksgemeinschaft“ gezeigt wird. Die Ausstellung dokumentiert die Bau- und Nutzungsgeschichte der Anlage. Thematisiert werden die Hintergründe des Projekts und seine Vereinnahmung durch die nationalsozialistische Propaganda.

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Daneben bettet die Präsentation die Geschichte der Anlage in die Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“ ein.

Das Boxsportmuseum aus Sagard ist nach Prora umgezogen. Das Museum wurde im Jahr 2004 geschlossen. Die Exponate sind jetzt in der Proraer Museums-Meile zu sehen.

Am 15. März 2008 eröffnete auf dem 3,7 Hektar großen Küstenwaldareal des Komplexes ein Hochseilgarten. Insgesamt wurden 460.000 Euro in den Bau der neuen Sportanlage investiert.

Samstag, 1. November 2008

Großsteingräber bei Lancken-Granitz auf Rügen

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Die Großsteingräber bei Lancken-Granitz


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Auf Rügen, etwa einen Kilometer südwestlich von Lancken-Granitz befinden sich sieben Großsteingräber - auch Großdolmen bezeichnet.
Im Jahre 1829 wurden 19 Gräber gezählt, wovon noch 7 Gräber vorhanden sind - auf Rügen der größte Gräberkomplex dieser Art.
Die einzelnen Gräber sind in unterschiedlichen Bauweisen errichtet. Obwohl davon auszugehen ist, das wohl sämtliche Gräber schon in vorhistorischer Zeit geplündert wurden, konnten noch Grabbeigaben gefunden werden. Die Gräber wurden über mehrere Zeiträume immer wieder für Bestattungen genutzt, so dass sich auch Funde aus verschiedenen Zeitaltern in einem Grab befinden können.

Das östlichste Grab
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Das östlichste Grab der Gruppe ist das Größte und gut erhalten. Der Boden der Grabkammer wurde mit Lehmestrich bedeckt.

Bestattungen fanden hier von der jüngeren Steinzeit, dem Neolithikum (4000 bis 2000 Jahre v. Chr.) bis in die frühe Bronzezeit (2000 bis 1000 Jahre v. Chr.) statt. Nach der letzten Bestattung in der Bronzezeit wurde die Gruft mit Steinen gefüllt und dann bis zur Decke mit Erde verfüllt. Die gesamte Grabkammer wurde mit Erde überschüttet und der Zugang verschlossen.
Bei Untersuchungen wurden Reste von Grabbeigaben gefunden:
  • 21 Bernsteinperlen
  • Klingen aus Feuerstein
  • 6 Flintbeile
  • 10 Pfeilspitzen in Lanzettenform
  • 145 querschneidende Pfeilspitzen, einen Meißel und zwei Äxte aus Felsgestein, eine davon doppelschneidig
  • Scherben von 22 Gefäßen.
  • In einer etwas jüngeren Schicht fanden sich Überreste einer Bronzekette und einer Bronzenadel.

Grab - weiter westlich

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Dieses Grab ist von einem Hünenbett umgeben, von dem jedoch nur noch 16 der ursprünglich vermutlich 26 Steine erhalten sind.

Während die hier ursprünglich einmal gebetteten menschlichen Gebeine weitgehend zerfallen waren, konnten noch diverse Grabbeigaben in der Kammer gefunden werden:

  • ein 35 cm mal 17 cm großer Stein aus Granit, der vermutlich als Reibstein zum Schärfen von Äxten diente.
  • Weiterhin fanden sich Bernsteinperlen
  • querschneidende Pfeilspitzen
  • zwei Steinäxte - davon eine Nackenkammaxt
  • Scherben.

Daß auch in dieser Grabkammer noch bis in die ältere Bronzezeit Beisetzungen stattfanden, zeigte sich anhand von diversen aus Bronze gearbeiteten Funden:

  • ein Fingerring
  • Teile einer Kette
  • eine Nadel mit eingerolltem Kopf.
 
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