Freitag, 30. April 2010

Rügen: 10.000 Osterglocken im Park von Rosengarten

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Rosengarten/Rügen. (PM ostSeh) 10.000 Osterglocken hat Inhaber Joachim Berg im Park von Gut Rosengarten vergangenes Jahr mit der Egge von den Mitarbeiern des Hofgutes in den Boden bringen lassen. Nun blühen sie und werden die nächsten Jahre bald nicht mehr in Reih und Glied sondern als gelber Teppich den Park bereichern.

Wer mag, ist gerne eingeladen, das Schauspiel aus der Nähe zu betrachten. Berg legt jedoch Wert darauf, dass sich größere Gruppen mit besonderen Aktivitäten wie Schulklassen kurz anmelden. Zwar ist der Park bewusst öffentlich zugänglich, bleibt jedoch privat. Die Nutzung sollte wegen des empfindlichen Gleichgewichtes von Mensch und Pflanzen etwas gesteuert bleiben. Besucher werden gebeten, die Wege zu nutzen und am Grabstein für die früheren Gutsbesitzer die Würde des Ortes zu wahren.

Im Juni werden dort als nächstes Ereignis rund 1000 Rhododendronbüsche zeitversetzt in vier Farben erblühen. So die verschobene Jahreszeit mitspielt, passt dieses Ereignis genau zu den Tagen der offenen Gärten am 11. und 12. Juni, an denen sich auch Rosengarten mit eigenen Programmpunkten beteiligen wird. Für beispielsweise Fotografen ein wunderbares Ereignis.


INFO
www.gut-rosengarten.de ist ein rund 800 Jahre altes Rittergut bei Garz, das seit 2002 rund um den denkmalgeschützten Landschaftspark neu aufgebaut wird. Beispielsweise sind Gewächshäuser und 8,5 Hektar Anbaufläche entstanden und rund 20000 Sträucher, Bäume und Rosen neben den Nutzpflanzen in den Boden gekommen. In diesem Jahr beginnt der Anbau von Obst und Gemüse nebst Kräutern in größerem Stil für den Rügen-Markt und später die Gastronomie. Geplant ist zudem die Eröffnung eines Hofladens und eines Restaurants mit Biergarten auf dem Hof.


(c) ostseh 2010 im Auftrag von Gut Rosengarten

Donnerstag, 29. April 2010

Für S.Oliver  von New York nach Rügen

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Der bekannte Modefotograf Anders Overgaard musste am vergangenen Donnerstag wegen der isländischen Aschewolke statt von New York nach Island mit viel Glück über Madrid nach Berlin fliegen. Von dort ging es mit dem Auto nach Rügen. Statt 7,5 Stunden fast 20 Stunden Anreise. Für Modefotos auf der Insel.


Die Stelen am Steinstrand des Kap Arkona hatten es Anders Overgaard (Portrait) ebenso angetan.....

Fotos: ostSeh/Küstermann

.....wie der Wald bei Nardevitz, wo ein Bach aus dem Wald entspringend in die Ostsee mündet.

Fotos: ostseh/Küstermann


Debatte an jeder Location um jedes Detail.

Fotos: ostSeh/Küstermann

Rügen. (ostSeh) Anlass der Reise war das mit der Berliner Agentur nowadays vereinbarte komplette Modeshooting für den Winterkatalog von S.Oliver. Projektleiter Tobias Wenske hatte versucht, den dafür notwendigen Stab mehrfach umzuleiten und die Locations statt der gebuchten Plätze auf Island in Irland, der Bretagne und am Ende auf Rügen gesucht. Vorgegangen war er dabei so, dass er Ulrike Andresen von der Tourismuszentrale vorab mit Bildern über die ausgesuchten isländischen Motive informierte. Mit Herz und Sachverstand half Ulrike Andresen dann am Mittwoch und Donnerstag zwischen eigenen Terminen telefonisch einer Gruppe von Fachleuten wie Overgaard und zwei Assistenten, der Artdirektorin, zwei Vertreterinnen des Labels S.Oliver, vier weiteren Teilnehmern und individiuell vor Ort noch hilfreichen Menschen, Locations „like in Lord of the Rings“ zu finden. Und das unter enormen Zeit- und Finanzdruck. Denn nur Mittwoch Abend und Donnerstag war das Finden der Örtlichkeiten mit fachkundiger Unterstützung angesagt, während der Tross aus Modells und Ausrüstungsfahrzeugen mit Licht, Maske und technischem Gerät schon im Anrollen war.

„Normalerweise läuft das natürlich anders“, sagte Tobias Wenske von nowadays während der Gewalttour nach Vorgabe der vom Kunden genehmigten Bildern aus dem Skript für Island. Am Nordpeerd nannte jemand gleich an der Grenze zum Biosphärenreservat einen verwunschenen Wald für die Kinderfotos, in den aber nach langer Prüfung kein Weg über die Biosphärenverwaltung auch nur 30 Meter hineinführte. Da mutete es schon komisch an, dass auf der Plattform am Eingang ein großer Haufen Abraum Platz gefunden hat, den die Biosphärenverwaltung selbst dort abgelegt hat, wie auch ein Göhrener Gemeinderat bestätige.

Am Tag darauf fuhren alle nach einem morgendlichen Jogging vom Hotel ceres zur Teufelsschlucht gen Kap Arkona. Auch die Teufelsschlucht, die durchaus Gefallen gefunden hätte, war jedoch im Laufe des Tages bei Telefonaten von Ulrike Andresen zur no go Area, also verbotenem Gebiet für die Fotosession erklärt worden. Ebenfalls Schutzzone. Auch wenn dort alle anderen in Busladungsgröße einfallen und wandern dürfen.

Bürgermeister Ernst Heinemann am Kap Arkona signalisierte bei Ankunft des Trosses oberhalb der Königstreppe, dass er der Sache positiv gegenüberstehe und das Fotografieren unterstützen wolle, so es in seiner Macht stünde. „Immerhin gehen die Bilder dann in nicht wenige Haushalte, in denen Rügen idealerweise wiederum erkannt wird“, merkte er als stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes an. Die Veilchentreppe und der Anlegesteg von Vitt fanden neben dem Siebenschneiderstein ebenfalls Gefallen. Doch der geeignete Wald mit Buchen oder Kiefern war noch offen. Vor allem die Kinderaufnahmen sollten dort stattfinden. Dass die Schabe ein „vielleicht“ erhielt, löste die Spannung nicht wirklich. Doch dann, im Wald und an der Schlucht von Nardevitz am schmalen Pfad unterhalb Ruges Hus kam dann der erlösende Satz von Overgaard: „ A place like in Lord of the Rings". Beeindruckend fand der Fotograf die großen Felsen im Bachbett, die gefallenen Bäume von Buche, Birke bis Kirsche oder auch den kleinen Steg, unter dem ein Quellbach ins Meer fließt. Alles unter mystischem, Rügener Frühlingslicht des noch kahlen Waldes. Ausschlaggebend war, dass für die Winterkollektion die Vegetation noch nicht so fortgeschritten erscheinen darf, damit die Bilder der Jahreszeit entsprechen.

Und so löste sich am Ende des Tages im Hotel ceres die Spannung. „Wir haben jetzt in kürzester Zeit etwas geleistet, das sonst Wochen vorher geschieht“, sagte Tobias Wenske beim Abschlussmeeting erleichtert, weil auch die Vertreterinnen des deutschen Modelabels S.Oliver einen zufriedenen Eindruck machten, während im Hotel die männlichen und weiblichen Models eincheckten.

„Ein schöner Erfolg für Rügen auf einer ganz anderen Strecke“, sagte Ulrike Andresen, die das einschätzen kann. War sie doch selbst einmal derart in Sachen Mode zwei Jahre unterwegs gewesen. Und Rügen darf gespannt sein auf den Winterkatalog von S.Olliver und die wirklich spannenden Geschichten, die Anders Overgaard in seinen Modefotos darstellt.


ostSeh 2010/Andreas Küstermann

Deutscher Windsurf Cup vom 8. bis 10. Mai in Dranske auf Rügen

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Kiel/Dranske (ostSeh) Die Auftaktveranstaltung des Deutschen Windsurf Cup kehrt in diesem Jahr auf die Insel Rügen zurück. Vom 8. bis 10. Mai treffen sich die besten deutschen Windsurfer am Wieker Bodden, um die Jagd auf den Deutschen Meistertitel 2010 fortzusetzen. Die lange Winterpause wurde von den DWC Cuppern intensiv zum Training und zur optimalen Materialvorbereitung genutzt.

Bereits zum achten Mal sind die DWC Fahrer im Weltmeisterschaftsrevier von 2003 zu Gast. Etwa 40 Starter haben sich bisher für den Saisonauftakt in Dranske auf Rügen angemeldet. Zu den Favoriten auf den Sieg gehören neben dem amtierenden 14-fachen Deutschen Meister Bernd Flessner (GER-16, JP, Neil Pryde) von der Insel Norderney auch der Vizemeister Helge Wilkens (GER-63, Starboard, Gun Sails) aus Hannover und der Bochumer Denis Standhardt (GER-189, Tabou, Gaastra), der die vergangene Saison auf dem dritten Platz beendete.

Bernd Flessner, der mit einem neuen Boardsponsor in die neue Saison startet, hat mit weiterer starker Konkurrenz zu rechnen. Der Kieler Vincent Langer (GER-122, Starboard, Point-7) und der Flensburger Gunnar Asmussen (GER-88, F2, North) haben dem Rekordmeister bereits den Kampf angesagt und lauern auf den Sieg. In Dranske wird sich zeigen, wer sich optimal auf die Saison vorbereitet hat und seine Stärken am besten ausspielen kann.

Neben der großen Konkurrenz untereinander erwartet die Teilnehmer des DWC in Dranske auf
Rügen eine weitere Herausforderung. Im Rahmen der Disziplin Slalom können ab dieser Saison neben den bewährten Slalomformaten auch Wettkämpfe im legendären One Hour Format ausgetragen werden. Dabei orientiert sich dieses Format vor allem an den Interessen der Regattaeinsteiger und Hobbyracer, die nach einfachen aber trotzdem spektakulären Wettkampfformen suchen. Aber auch für die etablierten Regattafahrer ist das One Hour Format eine neue und spannende Herausforderung.

Die Wettkämpfe im Windsurfen kann man von Samstag, dem 8. Mai bis Montag, dem 10. Mai täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr von der neuen Seebrücke aus hautnah verfolgen. Je nach Windbedingungen werden Wettfahrten in den Disziplinen Racing oder Slalom ausgetragen. Einen krönenden Abschluss findet der DWC in Dranske dann am Sonntagnachmittag mit der Siegerehrung um 16:00 Uhr.

Dienstag, 27. April 2010

Nord Stream und deutsche Umweltverbände einigen sich

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Verbesserung bei Heringsschutz, Monitoring und Verklappungskonzept vereinbart

Zug/Stralsund/Schwerin/Greifswald. (ostSeh) Nach offenkundig intensiven Verhandlungen haben sich die Umweltverbände BUND Mecklenburg-Vorpommern und WWF Deutschland mit der Nord Stream AG auf weitergehende ökologische Verbesserungen zum Schutz der Ostsee geeinigt: Sowohl das Konzept für die dauerhafte Verbringung von Aushubmaterial als auch das baubegleitende Monitoring wurden modifiziert. Darüber hinaus wurde für das kommende Jahr eine zusätzliche Heringsschonzeit von zehn Tagen vereinbart.

Im Gegenzug haben BUND und WWF nach Aussage einer Sprecherin des Verwaltungsgerichtes Greifswald am Freitag ihre für ein Eilverfahren vorgelegte Klage zurückgezogen.

"Die Ostseepipeline wird wesentlich umweltverträglicher gebaut als ursprünglich geplant. Die Umweltorganisationen BUND und WWF konnten eine Reihe von entscheidenden ökologischen Nachbesserungen gegenüber der Nord Stream AG durchsetzen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Verbände. Jochen Lamp, Leiter des WWF Ostseebüros Stralsund hatte schon anlässlich einer Veranstaltung von Nord Stream im Meeresmuseum am Tag der Klage eingeräumt, dass es vornehmlich um die Verbesserungen für die Ostsee und die Mittel dafür durch die Nord Stream AG gehe. Anundfürsich sei man mit der Pipeline als Alternative zum Schiffsverkehr ganz zufrieden. Die Betreiber, so die Verbände weiter, garantierten, zusätzliche Naturschutzmaßnahmen beim Bau der Erdgasleitung umzusetzen. Dazu gehöre auch die Änderung des Baggerkonzeptes. Zudem würden die Gelder für Kompensationsmaßnahmen für Naturschutz und deren Unterhaltung um mehr als zehn Millionen Euro aufgestockt, ist der Mitteilung weiter zu entnehmen.

Das erweiterte Monitoring-Konzept sieht vor, zu den bereits genehmigten Plänen zusätzliche Maßnahmen zur Überwachung der Umweltauswirkungen des Leitungsbaus zu etablieren, insbesondere in Bezug auf eventuelle Wassertrübungen, so Nord Stream. Außerdem seien zusätzliche Untersuchungen vereinbart worden, um zu beobachten wie die Ökosysteme nach dem Bau der Pipeline reagieren.

Im geänderten Verklappungskonzept haben sich die Umweltverbände und Nord Stream darauf verständigt, den beim Bau anfallenden Mergel an Land zu verbringen. Die ursprünglich geplante Verklappung auf See entfällt somit.

Für die durch den strengen Winter ohnehin strapazierten Bestände des Bodden-Herings konnte eine weitere Schonzeit für das kommende Jahr mit den Boddenfischern vereinbart werden. Für insgesamt zehn Tage werden die Fischer auf das Ausbringen von Stellnetzen verzichten. Die wirtschaftlichen Nachteile werden durch Nord Stream kompensiert.

„Die Verhandlungen sind in den vergangenen Wochen sehr konstruktiv geführt worden“, so Dirk von Ameln, Permitting Director Nord Stream. „Wir haben ein gemeinsames Interesse, den Schutz des Ökosystems Ostsee zu verbessern. Dieses Ziel wurde erreicht.“

Über zusätzliche Kompensations- und Ausgleichmaßnahmen wird derzeit zwischen Nord Stream und den Umweltverbänden weiter gesprochen. „Wir sind sehr zuversichtlich, diese Gespräche innerhalb der nächsten zwei Monate zum Abschluss bringen zu können“, so von Ameln abschließend.

Montag, 26. April 2010

Rügen-Markt startet doppelt in Thiessow

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Thiessow/Bergen. (PM Rügen-Markt/ostSeh) Der Rügen-Markt wird im Jahr 2010 von Mai bis Oktober dienstags und freitags in Thiessow am Hafen stattfinden. Die geplanten 52 Märkte in Thiessow werden jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr durchgeführt werden. Der erste Markttag beginnt am Dienstag dem 4. Mai in Thiessow um zehn Uhr.


Kontakt:

Jürgen Kasüske, Marktleiter
Billrothstraße 16, 18528 Bergen auf Rügen
Tel. 03838 309 563, 0176 4005 4414
E-Mail: Hallo@RuegenFreun.de

Mittwoch, 21. April 2010

Rügen: Mönchguter feiern Hering

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Foto: Ralf Eppinger

Beliebter Fischsuppen-Kochwettbewerb und Rügens längstes Fischbrötchen

Göhren. (ostSeh) Am ersten Maiwochenende ist traditionell die Zeit für das Mönchguter Heringsfest im Ostseebad Göhren. Passend inmitten des maritimen Ambientes rund um das Museumsschiff Luise. Auch in diesem Jahr erwartet die Gäste am 01. und 02. Mai jeweils von 12.00 bis 18.00 Uhr wieder ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema Fisch und Seefahrt. Sowohl in kulinarischer als auch kultureller Hinsicht.

Höhepunkt am Samstag, dem ersten Festtag, ist der seit Jahren besonders beliebte Kochwettbewerb um die beste Fischsuppe Mönchguts, der um 14.00 Uhr beginnt. Bisher gibt es acht fest angemeldete Teilnehmer, die um die Krone des Fischsuppenkönigs kämpfen werden. Hierbei handelt es sich sowohl um Restaurants der Region als auch um Privatpersonen. Die Unterschiedlichkeit der Teilnehmer garantiert eine große Vielfalt an unterschiedlichen Suppenkreationen. Die durchs Publikum bewertet und daher probiert werden müssen.

Ob klar oder als Cremesuppe, mit bunten Einlagen oder ganz puristisch, scharf oder mild, die Idee der besten Fischsuppe sieht bei jedem Teilnehmer anders aus. Da fällt die Wahl der Siegersuppe nicht leicht, und deshalb ist die Auswahl des Siegers auch in die besten Hände gegeben, in die des Publikums. Alle Besucher haben die Möglichkeit, ein Fischsuppen-Probierset zu erwerben. Hiermit ausgestattet, geht es dann von Suppenstand zu Suppenstand und jede Suppe darf gekostet werden. Am Ende kreuzt jeder Gast seine Lieblingssuppen auf dem Stimmzettel an. Sieger ist derjenige mit den meisten Stimmen. Übrigens, auch die Gäste haben die Möglichkeit, etwas zu gewinnen: unter allen Fischsuppenprobierern wird ein Essen für zwei Personen beim Sieger des Kochwettbewerbs verlost.

Das musikalische Programm am ersten Festtag bestreiten die Gewinnerin des Grand Prix des Nordens, Beate Schult mit ihren „Liedern up Hoch un Platt“, das Duo Kniep & Scholz mit ihren „Liedern un Döntjes ut MecPom“ und der Shanty Chor „Having“ aus Baabe.

Am Sonntag geht Göhren wieder auf Rekordjagd: Rügens längstes Fischbrötchen soll es werden. Wahrscheinlich ist es sogar Deutschlands längstes Fischbrötchen, denn Recherchen konnten bisher keine längeren Fischbrötchen finden. Nachdem im letzten Jahr beim ersten Versuch bereits die 15-Meter-Marke knapp überschritten werden konnte, soll diese das Brötchen nun noch etwas toppen. Der Kurverwaltung als Veranstalter stehen hierbei die Partner Räucherei Ebert und Bäckerei Schmidt aus Göhren zur Seite. Während Bäcker Schmidt für die passende Brotlänge sorgen wird, ist die Räucherei Ebert für den Belag und das entsprechende Zusammensetzen zuständig.
Nach der offiziellen Präsentation, die gegen 14.00 Uhr stattfindet, ist das Göhrener Riesenfischbrötchen dann zum Verzehr freigegeben. Die Erlöse aus dem Verkauf des Fischbrötchens kommen übrigens den Mönchguter Museen zugute.

Natürlich darf auch am zweiten Tag das passende maritime Kulturprogramm nicht fehlen. Auftreten werden der Shantychor „Die Prohner Hafengäng“, „De Sundschipper“-zwei Matrosen, die Seemannslieder singen und spielen sowie das ausgezeichnete Mecklenburger Folkloreensemble „Wossidlo“ aus Ribnitz-Damgarten.
An beiden Tagen laden zudem die Händler eines Marktes der regionalen Produkte mit ihrem hochwertigen Angebot sowie für die kleinen Gäste „Die Spaßmacher“ mit ihrem bunten Animationsprogramm zum Verweilen ein und sorgen für kurzweilige Unterhaltung.

Dienstag, 20. April 2010

Rügen: Fährhafen Sassnitz zieht positive Bilanz aus Hafentagen

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Foto: Ralf Eppinger

Teilnehmer entwickeln zukunftsfähige Verkehrs- und Transportlösungen

Die Fährhafen Sassnitz GmbH zeigt sich zufrieden mit Verlauf und Ergebnis der ersten Hafentage in Klaipeda, Vilnius und Minsk. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „East West Transport Corridor II“ (EWTC II) organisierte sie dort als Projektpartner zwischen dem 6. und 9. April die Hafentage – potenzielle Kunden und Partner aus den jeweiligen Wirtschaftsregionen waren zu Gast.

Sassnitz (ostSeh) Ziel der viertägigen Veranstaltung war es, Beziehungen zu wichtigen Partnern aus Politik und Wirtschaft zu intensivieren und aufzubauen sowie zusätzliche Ladung für die zwischen Sassnitz und Klaipeda verkehrende Eisenbahnfähre „Vilnius“ zu akquirieren. Begleitet wurde der Fährhafen Sassnitz von einer deutschen Delegation. Diese bestand unter anderem vertreten aus dem Bürgermeister der Stadt Sassnitz, Dieter Holtz, der Kreistagspräsidentin von Rügen, Gisela Lemkie, dem Niederlassungsleiter des Hafendienstleisters Buss Sea Terminal Sassnitz, Ralph Bonan, lokalen Eisenbahnspediteuren und weiteren Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern.

In Gesprächen zeigte der Ostseehafen gegenüber zahlreichen Akteuren der Transportbranche seine Alleinstellungsmerkmale auf, wie etwa die Möglichkeit der Abfertigung russischer Breitspurwaggons vor Ort. Die in der Praxis jedoch nach wie vor ihre Grenzen an der DBAG erfahren, die weite Teile des Geländes eher als Fuhrpark denn als entwicklungsfähige Fläche nutzt. Auch die Vorteile der Eisenbahnfährverbindung Sassnitz – Klaipeda wurden eingehend erörtert. Darüber hinaus entstanden in gemeinsamer Arbeit neue Ideen für den intermodalen Verkehr und effiziente Transportketten zwischen Ost und West.

Nach Abschluss der Veranstaltung stand schnell fest: „Die Gespräche verliefen für alle Beteiligten konstruktiv und fruchtbar. Daher ist eine Wiederholung der Hafentage im Rahmen des EWTC II-Projekts auf jeden Fall geplant – schließlich können alle Akteure davon nur profitieren“, so Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH.

Sonntag, 18. April 2010

Rügen: Bau der Nord Stream-Pipeline in Deutschland beginnt

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Fotos: Beim Bau der Spundwand in Lubmin. ostSeh/nord stream

Zug/Lubmin (ostSeh) Nach dem offiziellen Startschuss für den Bau der Nord Stream-Pipeline vergangenen Freitag in Russland haben nun auch die Bauaktivitäten in Deutschland begonnen. Wichtigen Anteil dabei haben auch rund 65000 in Sassnitz bis zum Ende der Arbeiten ummantelte und von dort ausgelieferte Rohre für die Pipeline. Der erste Bauabschnitt im insgesamt 82 Kilometer langen deutschen Sektor der Nord Stream-Pipeline ist der Anlandungsbereich am Energiestandort Lubminer Heide. Auf der rund fünf Hektar großen Fläche, östlich neben dem Baufeld für die Gasübernahmestation der WINGAS, wird mit der landseitigen Installation des Spundwandgrabens begonnen. „Wir starten wie geplant mit dem Bau am heutigen Tag hier in Lubmin. Das ist die beste Voraussetzung, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, die wir uns mit dem Pipelineprojekt gesetzt haben“, so Dr. Georg Nowack, Projektleiter der Nord Stream AG für Deutschland.

Nach pünktlichen Genehmigungen für den Bau und Betrieb der Nord Stream-Pipeline im deutschen Trassenabschnitt Ende letzten Jahres sind bis heute alle bauvorbereitenden Maßnahmen durchgeführt worden. Das rund 450 Meter lange und bis zu 150 Meter breite Baufeld wurde beräumt, begradigt, befestigt und eingezäunt. Das erste Material für den Bau wurde bereits auf dem Seeweg angeliefert. Die Spezialmaschinen starten mit der landseitigen Errichtung des Spundwanddamms. Er beginnt etwa 150 Meter vor der Küste. Im Abstand von 9,5 Metern werden die Spundwände in den Boden gerammt. Der landseitige Bau wird bis Mitte Mai andauern. Anschließend werden weitere rund 550 Meter des Spundwanddamms im Greifswalder Bodden gebaut. Nach der Installation wird der Boden zwischen den Wänden ausgebaggert. In dem so entstehenden Graben werden später die beiden Pipelinestränge nacheinander vom Wasser her eingezogen und nebeneinander abgelegt. Der Graben wird danach wieder verfüllt.

Die Nord Stream AG ist als Auftraggeber zur Überwachung der Bau­maßnahmen mit mehreren Mitarbeitern vor Ort. Das italienische Unternehmen Saipem ist als Generalunternehmer mit der Bauausführung beauftragt. Saipem, das sich selbst auf die Rohrverlegung spezialisiert, hat die erfahrenen Baufirmen Boskalis aus den Niederlanden und Rohde-Nielsen aus Dänemark als Unterauftragnehmer für die Grabarbeiten und den Bau der Spundwände verpflichtet. Die Durchführung der Baumaßnahmen orientiert sich an den hohen ökologischen Standards, die für das gesamte Nord Stream-Projekt gelten.



INFO:

Nord Stream ist eine Erdgaspipeline, die Russland und die Europäische Union durch die Ostsee verbindet. Der Bedarf an Erdgasimporten in die Europäische Union, im Jahr 2007 circa 312 Milliarden Kubikmeter, wird bis zum Jahr 2030 um 200 Milliarden Kubikmeter auf 516 Milliarden Kubikmeter pro Jahr wachsen (Quelle: IEA, World Energy Outlook 2009). Mit dem Anschluss des europäischen Gasleitungsnetzes an einige der größten Gasreserven der Welt wird Nord Stream etwa 25 Prozent des zusätzlichen Gasimportbedarfs der Europäischen Union der nächsten Jahrzehnte decken können. Das Projekt wird ein bedeutender Beitrag zur langfristigen Sicherung der Gaslieferungen und ein Meilenstein für die Energiepartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Russland sein.
Experten bezweifeln jedoch, dass diese Mengen reichen. Sie gehen davon aus, dass möglicherweise auch Trasse drei und vier in Mukran ummantelt werden könnten.

Die Pipeline mit einer Gesamtlänge von über 1.220 Kilometern soll 2011 zunächst mit einer jährlichen Kapazität von etwa 27,5 Milliarden Kubikmetern in Betrieb gehen. In der zweiten Phase soll die Transportkapazität mit einem weiteren Leitungsstrang auf rund 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppelt werden. Dies ist genügend Erdgas, um 26 Millionen europäische Haushalte zu versorgen.

Samstag, 17. April 2010

Rügen: Opfer- und Ziegenstein sind das Ziel

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Volker Rösing inmitten einer geführten Gruppe auf einem Grab der schwarzen Berge.
Foto: ostSeh/Küstermann


Rügen. (ostSeh) Leider sehr kurzfristig bring der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und Naturschutzwart Volker Rösing seine neue Exkursion zur Kenntnis. Sie führt in zwei Teilen zu bekannten Rügener Opfersteinen, die für heidnische Kulte stehen und schon immer anlas zu Geschichten, Sagen und Legenden boten. Auch literarisch sind sie teilweise verewigt. So siedelte der Romanautor Philipp Galen (1813 bis 1899) im Strandvogt von Jasmund ein nächtliches Treffen des Romanhelden mit seiner heimlichen Verehrerin am Opferstein zu Quoltitz an, nachdem Hille von Jasmund und Waldemar von einem Versteck im Schloss Spyker dorthin fußläufig unterwegs waren.

Beginn ist am 17.April um 11:00 Uhr in Neddesitz (Teil 1) am Parkplatz Rügentherme (als Treffpunkt)

Der erste Teil sieht eine Exkursion zum unweit der Wüstung Quoltitz gelegenen und als „Opferstein“ bezeichneten Findling vor, über dessen Mythen und Legenden berichtet wird.

Sonntag 18. April, Klein Stresow, führt der zweite Teil zu den „Ziegensteinen“ Alfred Haas, Volkskundler auf Rügen, berichtet darüber in seiner Sagensammlung. So soll hier eine Schlacht zwischen den Mönchgutern und Putbussern stattgefunden haben, wobei "Riesenweiber" den Putbussern zum Sieg verholfen haben sollen.

Treffpunkt: 11:00 Uhr Klein Stresow Waldrand (Höhe Feriendorf) Exkursion in der Gemarkung Burtevitz

Freitag, 16. April 2010

Rügen: Buch und Trödel unter Dach in Sassnitz- auch im April ist es noch kalt!

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Erfolgreich angelaufen ist seit November vergangenen Jahres der neue Trödelcircus auf Rügen unter dem Namen ostSeh Buch und Trödel.

Angelegt als Veranstaltung mit dem Charakter einer Evaluation ist damit schon fast eine neue, konstante Marke auf Rügen unter Dach und Fach. Nahezu. Nun findet die erste Staffel am 24. und 25. April im Sassnitzer e.werk ihren ersten Abschluss. Weiteres ist in Samtens (monatlich) und Rosengarten (punktuell) geplant.

Teschvitz/Sassnitz/Rügen (ostSeh) Statt Flohmarktidylle im Regen auf der Wiese oder einem eisigen Parkplatz boten und bieten die HändlerInnen auch im launigen April beheizten und trockenen Spaß ohne Ab- und Aufbau über Nacht. Angelegt als eigenständiger Event. Mit Kaffee und Kuchen. Und das im Warmen. Fast alle kommen wieder. Sie begreifen ostSeh-buch-und-troedel.de langsam als Unterhaltung, werden echte Stammgäste. Und Kunden.

Dass RTL oder auch der NDR die Veranstaltung schon nach dieser kurzen Zeit als interessant einstufen und nachfragen, bestätigt die Einschätzung, dass ostSeh-buch-und-troedel wie ein Schausteller vor Ort zusätzlichen Spaß und Publikum ins Haus bringt. Und einen Namen erarbeitet hat. Eine Bereicherung für alle Gäste und Gastronomen also. Und damit der Hinweis verbunden: buchen sie doch mal den Flohmarkt von ostseh-buch-und-troedel.

Zahlreiche Bücher ebenso wie Objekte für Rügensammler oder wirklicher Trödel sind im Angebot von privaten Anbietern. Auswahl und Schnäppchen sind immer wieder anders, da der Fundus von Trödel nie zu enden scheint. Was ist beispielsweise mit Ihrem Dachboden oder der Garage, dem Keller...? Brauchen sie Platz? Einfach bei ostseh-buch-und-troedel.de anrufen. Spektakuläre Fälle wie die Schnellräumung eines Gutshauses oder einer Kneipe vermitteln wir auf Absprache auch gerne an den RTL-Trödeltrupp.

Wer sich also eben wieder bei einer der besten bisherigen Veranstaltungen im Gingster Dorfkrug hat anstecken lassen und noch als Verkäufer nach Sassnitz kommen möchte, richtet seine mail an den Veranstalter oder ruft an. Anmeldungen sind verbindlich, die Teilnahme über zwei Tage bei 20 Euro Standgebühr für die Kosten ebenso. Bedingung ist die verbindliche Anwesenheit und pünktlicher Aufbau.
Weitere Infos unter www.ostseh-buch-und-troedel.de oder mobil 0171 5254076

Flohmarktszene:
Seit Ostern findet wieder Flohmarkt am Selliner Bollwerk jeden Sonntag von 9:00 Uhr bis ca 16 Uhr statt. Dort werden die Stammgäste auch die Wintertrödler teilweise bis zu neuen Taten wieder treffen. Ebenso im Bergener Klosterhof einmal im Monat. Als Perspektive ist an einen Nachtflohmarkt ebenso wie die Kooperation mit anderen Märkten gedacht. Samtens und Rosengarten sind als Sommerstandorte in Arbeit.

Der Flohmarkthänger von ostSeh-buch-und-trodel.de ist auch zeitweilig auf dem Hornbach-Parkplatz in Hellersdorf anzutreffen. Genaueres gerne auf Anfrage.

Dienstag, 13. April 2010

Rügen: Ausstellung North bei Hartwich

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Sellin (ostSeh) Die am 1. April eröffnete Ausstellung bei Galerist Knut Hartwich in der Galerie Alte Feuerwache Sellin ist unter dem Titel North bis 22. Mai sichtbar. Teils altbekannte Künstler aus Sicht der Galerie wie Ruth Campau, Mette Björnberg, Kristina Matousch, Mike Strauch oder Kristoffer Hultenberg sind neben Tanja Rochelmeyer, Franziska Hünig und (foto Vorhang farbig) Matthias Kanter zu sehen.

(c) ostseh 2010

Samstag, 10. April 2010

Rügen: Bilder am Meer - direkt unter dem Himmel

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Foto: (c) ostSeh/Küstermann

Binz (ostSeh) Michael Pasdzior, 1951 geboren und Hamburger Fotograf, kam über das Thema Fotografie erst auf den Darss. Dort haben es die Touristiker anders als auf Rügen verstanden, kunstsinnig Firmen wie Hasselblad und Leica für Seminare und Ausstellungen mit dotierten Preisen zu gewinnen. Ebenso die dazu gehörenden Fotografen, die dann ab und an auch auf Rügen ausstellen. Auch Michael Pasdzior stellte dort Ostseefotos aus. Unter anderem auch einen Strandkorb mit der Beschriftung Hotel am Meer. Darüber stolperte wiederum bei einem Besuch Wolfgang Schewe, Inhaber des gleichnamigen Binzer Hotels: es war sein Strandkorb. Und somit der Fotograf seiner Wahl.

Schewe hat seinen erst unlängst modernisierten gläsernen Turmaufbau in Binz nochmals in der oberen Etage mit 40 Zentimetern innerhalb des Gebäudes anheben lassen. So schaut der Besucher nun ganz oben nahezu brüstungsfrei im 360-Grad-Blick beim Kaffee über Binz und die Ostsee und genießt mit größerer Kopffreiheit im Stockwerk darunter die neue Fotoausstellung. "Wir wollen hier vor allem nichtkommerzielle Kunst zeigen wie die jetzigen Arbeiten", sagt Schewe zusammen mit Pasdzior, dessen auf Büttenpapier gedruckte Fotos mit einem Sepia-Filter auf Film und nicht digital entstanden sind. Ansonsten veröffentlichte er zahlreiche Fotos in renommierten Reisezeitschriften oder in Ausstellungen zu Sylt und ist somit prädestiniert für Strand- und Wasserblicke.

Pasdzior, der beim Fernsehen als Standfotograf das Hinschauen erlernte, dann zur Reportagefotografie und zur Landschaft kam, stellt voraussichtlich bis September im neu konzipierten Turm des Binzer Hotels am Meer 16 limitierte und käufliche Fotografien in Sepia aus. "Besonderer Reiz daran ist, dass die analog aufgenommenen und nach dem Scan gedruckten Fotos mit diesem Filter das Rot stärker wiedergeben und nur andere Farben Rest tönen", weist Pasdzior auf einige Eigenheiten dieser künstlerisch gestalteten Fotos hin.

Nur zwei der Bilder übrigens wurden digital abgelichtet und Pasdzior lässt für kundige Sucher offen, welche. Er persönlich findet, man merke es. Daher bleibt er bei solchen Arbeiten weiterhin analog auf Film. Die Ausstellung an der Binzer Promenade im Hotel am Meer ist zugänglich nach einer kurzen Anmeldung an der Rezeption zu hotelüblichen Zeiten.

(c) ostseh/Küstermann 2010

Freitag, 9. April 2010

Rügen: Bau der 1.224 Kilometer langen Pipeline beginnt in schwedischen Gewässern

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Die italienische Castoro C6, eines von drei Verlegeschiffen der 1220 Kilometer langen Pipeline.
Foto: ostseh/nordstream


Zug, 23. März 2010. (ostSeh) Das Verlegeschiff „Castoro 6“ (C6) ist am 21.März in Richtung Ostsee aufgebrochen, wo es in Kürze mit dem Bau der Nord Stream-Pipeline beginnen wird. Dies teilte Konzernsprecher Stefen ebert auf Nachfrage von ostSeh mit. Die Pipeline mit einem Innendurchmesser von 1.153 Millimetern (48 Inch) soll Europa ab 2011 mit Erdgas versorgen. Erst kürzlich sind die letzten Genehmigungen für die Verlegung in der Ostsee eingegangen und gleichzeitig haben Umweltverbände Klage beim Verwaltungsgericht gegen das Bergamt Stralsund wegen der ihrer Ansicht nach zu geringen Ausgleichsmaßnahmen eingereicht.

Die Verlegearbeiten beginnen in der ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens, ungefähr 60 Kilometer vor der Küste der Insel Gotland. Die Nord Stream-Pipeline verläuft über 1.224 Kilometer durch die Ostsee und landet bei Lubmin in der Nähe von Greifswald an. Die Bauarbeiten beginnen 675 Kilometer entfernt vom Ausgangspunkt der Pipeline nahe Wyborg in Russland. Schon in wenigen Wochen soll jedoch südlich Bornholm, dem Hauptlaichgebiet des Ostseeherings, ein baustopp diese Zeit berücksichtigen, sagte Steffen Ebert vor kurzem auf einer Veranstaltung des WWF in Stralsund.

Umrüstung für ein Höchstmaß an Sicherheit: Bevor das Verlegeschiff C6 in Richtung Ostsee aufgebrochen ist, sei es in Rotterdam gewartet und umgerüstet worden. Dabei habe man die gesamte technische Ausrüstung im Hafen gründlich geprüft und getestet. Vor Beginn der eigentlichen Verlegearbeiten wird die C6 nochmals in der Ostsee unter normalen Betriebsbedingungen auf See getestet. Dieser Testbetrieb dient dazu, die Ausrüstung für den Einsatz vorzubereiten sowie die Crew mit den Abläufen an Bord vertraut zu machen. So wird unter anderem sichergestellt, dass die hohen Standards bezüglich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE-Standards) von Beginn an eingehalten werden. Während des Testbetriebs auf See sind Nord Stream-Mitarbeiter und unabhängige Inspektoren des Zertifizierungs-unternehmens DNV (Det Norske Veritas, Norwegen) anwesend, um die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards des Projekts zu überwachen.

Die „Castoro 6“ ist ein 152 Meter langes, halbtauchendes Verlegeschiff, das eine sichere Plattform für die Arbeiten auf See bietet. Das Schiff gehört dem italienischen Unternehmen Saipem. Saipem verfügt über große internationale Erfahrung in der Offshore-Verlegung wie beispielsweise bei der Blue Stream-Pipeline im Schwarzen Meer, die in einer Tiefe von über 2.000 Metern verlegt wurde, oder der Dolphin-Pipeline im Persischen Golf mit einem Durchmesser von 48 Inch. Auf dem Weg in die Ostsee wird die C6 von zwei Ankerziehschleppern gezogen. Während der Verlegung wird das Schiff durch ein Ankersystem positioniert. Nord Stream hatte im Vorfeld auch nochmals betont, dass der Verlegekorridor auch bei deer Prüfung auf altlasten so gewählt worden sei, dass der Radius der Ankertrossen beider Festhalteschiffe ebenfalls unter die Lupe genommen worden sei. Vor Finland habe man dabei beispielsweise Minen beseitigen müssen. Eine Stellungnahme zu neueren Meldungen, Russland habe südlich von Gotland Militäraltlasten versenkt, liegt nicht vor.

Donnerstag, 8. April 2010

Erinnerung eines Segelfliegers an Rügen... in British Columbia

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Foto archiv ostSeh/breitkopf/hinz

Rügen/Vancouver (ostSeh) Es sind Fotos aus den Jahren 1944/45, die teils die selben Zeitgenossen zeigen. Edmund Lorenz, der nahe des Fliegerbergs wohnt, kannte und kennt sie teilweise noch wie Engelbert Hinz, den er schon früher auf einem anderen Foto identifizierte. In alle Welt sind sie heute verstreut, die Flugschüler von Alt Reddevitz.
Auch die auf den Fotos mit und ohne in Tarnlackierung zu sehenden Flugzeugtypen wie das Grunau Baby waren noch lange verwendete Flugzeuge für die Ausbildung junger Segelflieger im Westen Deutschlands, so sie nicht dem Schicksal der Maschinen am Fliegerberg anheim gefallen waren. (Der Autor selbst hat noch Grunau-Baby und Lerche geflogen)
In Alt Reddevitz jedenfalls mussten die Flugzeuge aus Holz und lackierter leinwand beim Einmarsch der Sowjetarmee für einen großen Scheiterhaufen herhalten. Auch von der dort am Fliegerberg im heutigen Biosphärenreservat stehenden Halle sind außer den Namen nur noch die Fundamente zu finden, wie Luftaufnahmen zeigen. Vielleicht, wenn jemand mit der Elektrosonde gehen würde :-) .

Engelbert Hinz, Baujahr 1929, heute in Essen lebend und stolze 80 Jahre alt, vermittelte den Kontakt zum Autoren Werner Breitkopf, weil sein Neffe wiederum auch Pilot und Arzt in Greifswald, von den Seiten bei www.ostSeh.de ebenso wusste, wie besagter Rüganer Edmund Lorenz.

Zitat Hinz: "W.Breitkopf ist 1947 mit noch zwei Schülern nach Vancouver, British Columbia, ausgewandert .. vor einigen Jahren hat er an den Bürgermeister von Alt Reddevitz geschrieben, um zu erfahren, wie es heute dort aussieht. Er wolle einen bericht über das segelfluglager schreiben. dieser aber übergab es k.hoth der aber kannte edmund lorenz , der wiederum konnte ihm meine adresse übermitteln. so entstand ein reger brief- und telefonverkehr zwischen uns. ich konnte ihm viele Details für seinen Bericht übermitteln..."

Auf den Seiten unter Rubrik Texte/Fliegerei auf Rügen ist also nun der neueste Bericht eingestellt. Unter "Texte" stehen zudem die Grundlagen der Segelfliegerei seiner Zeit von der Wiese in Bergen in Richtung Strüßendorf bis zum Fliegerberg Alt Reddevitz. Ebenso die ersten Erinnerungen eines Flugschülers von Prof. Wolfgang Heun an den Fluglehrer Bernhard Meußling.

Ein Gästebuch soll an Ort und Stelle der Berichte weitere Beteiligte jener Zeit animieren, doch mit Namen oder auch anonym zur Erhellung der Geschichte am Fliegerberg oder anderen flugrelevanten Orten Rügens beizutragen. Dabei kann ruhig auch zur Sprache kommen, wie damals dort menschliches "Material" für den Krieg geworben wurde. Und das noch bis 1945. Vielleicht zieht gar jemand zur späteren DDR den GST-Vergleich ??

Viel Spaß beim Lesen! Und Anwenden!

(c) 2010 ostseh/Andreas Küstermann

Sonntag, 4. April 2010

Rügen: An - und Abreise per Flugzeug

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Anflug auf Rostock-Laage.
Foto: Ralf Eppinger

(ostseh/WELT) In einem Artikel der WELT über die Ereichbarkeit der Inseln Nord- und Ostseeinseln kommt auch als nächstes oder naheliegendstes Ziel aus der Sicht Rügens die Nachbarinsel Usedom vor. Zwar hat Rügen eine aspahltierte und beleuchtete Piste mit 800 Metern, die jedoch nicht mehr den neuesten europäischen Normen entspricht, keinen Instrumentenanflug zulässt und daher nur von Privatflugzeugführern angesteuert wird. Das zwar in beachtlichen Zahlen, was jedoch dem Tourismus im Sinne von Tagungen beispielsweise über zwei Tage wenig nützt. Denn gerade da solte sich die Anreiszeit in Relation zur Tagung in engen Grenzen bewegen.

Seit rund 100 Jahren gibt es auf Usedom den Flugplatz Heringsdorf, womit er einer der ältesten deutschen Luftzielorte ist. Im Laufe der Zeit abwechselnd militärisch und zivil genutzt, ist er nach einer umfassenden Sanierung seit 1996 ausschließlich für den Charter- und Linienverkehr reserviert. Letzterer begann vor drei Jahren, als das an der Nordsee beheimatete Regionalflugunternehmen OLT, auch Betrieber des Regionallandeplatzes auf Rügen als OFR, die Ostseeinsel in den Sommerflugplan aufnahm.

Ab 8. Mai wird OLT von drei Städten aus (Bremen, Frankfurt und Köln/Bonn), jeweils samstags, die Verbindung halten. Zwischen dem 1. August und dem 26. September bedient die OLT auch die Strecke München–Usedom und zwar immer sonntags. Zürich–Usedom wird im Zeitraum 5. Juni bis 25. September geflogen. Auf allen Strecken fliegt eine 50-sitzige Saab 2000. Air Berlin erweitert ab diesem Jahr den Usedomer Flugplan um die Städte Dortmund, Düsseldorf, Nürnberg und Stuttgart und fliegt vom 1. Mai bis zum 30. Oktober immer samstags auf die Ostseeinsel. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft setzt dafür 76-sitzige Q400-Turbopropmaschinen von Bombardier ein.

Ansonsten entwickelt sich die Fliegerei in den Nordosten auch über Rostock Laage, wo zwischenzeitlich neben Köln via Germanwings auch Stuttgart angeflogen werden kann und ein Shuttle die Gäste nach Vorbestellung gen Rügen fahren. Einige Hotels holen sie auch selbst am Flugplatz Rostock Laage ab.

Die Fluggesellschaften:
  • Air Berlin: Tel. 01805/73 78 00, www.airberlin.com
  • Deutsche Lufthansa: 01805/80 58 05, www.lufthansa.com
  • Sylt Air: Tel. 04651/78 77, www.syltair.eu
  • Air Hamburg: Tel. 040/70 70 88 90, www.air-hamburg.de
  • Hanseflug: Tel. 01805/38 03 80, www.hanseflug.de
  • OLT: Tel. 01805/65 86 59, www.olt.de
  • LFH: Tel. 04464/948 10, www.inselflieger.de
  • FLN: Tel. 04931/933 20, www.fln-norddeich.de

Samstag, 3. April 2010

Rügen: Wie der eilige Hans die Sonne besuchte…

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Gingst. (ostSeh) Eine Überraschung für Museumsbesucher in Gingst hält Olaf Müsebeck für Ostern bereit. Ein Erzählabend.

Der letzte Schnee schmilzt, die Sonnenstrahlen verweilen wieder länger auf der Erde und erste Knospen zerplatzen, um sanft das Graubraun kargen Holzes zu begrünen.
Da macht sich einer auf, die Sonne zu besuchen, vorwitzig und voller Ungeduld.
Ein Wunder will er einfordern und findet doch nichts als die Liebe.

Diese Geschichte wird den Museumsgästen Sebastian Lau erzählen. Sie ist nirgendwo nachzulesen und lebt allein durch mündliche Weitergabe.

Sebastian Lau ist Geschichtenerzähler von der Insel Rügen. Freunde nennen ihn den Seelenpoeten aus dem Norden. Er verbreitet Märchen und Schwänke, Mythen und Parabeln ganz in der Tradition der mündlichen Überlieferung früherer Zeiten. Neben der Zaubermär vom eiligen Hans wird er noch weitere Geschichten erzählen, was von Stimmung und Laune des Publikums abhängt.

Der Erzählabend findet am Ostersamstag, dem 03. April um 20:00 Uhr im Museumscafé Gingst statt. Der Eintritt ist frei, ein Hut wird herumgereicht. Und die Sonne ist auch eingeladen. (Ob sie allerdings um 20 Uhr noch scheint..?? Anm. der Redaktion.)

Donnerstag, 1. April 2010

Rügen: Buch und Trödel im April zum Abschluss in Sassnitz

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Erfolgreich angelaufen ist seit November vergangenen Jahres der neue Trödelzirkus auf Rügen unter dem Namen ostSeh Buch und Trödel Nun findet der erste Zyklus am 24. und 25. April im Sassnitzer e.werk seinen Abschluss. Teilnehmer können sich noch melden.

Teschvitz/Rügen (PM ostSeh) Statt Flohmarktidylle auf der Wiese oder einem Parkplatz bieten die HändlerInnen während des Winters und auch im launigen April beheizten und trockenen Trödel-Spaß ohne zwischenzeitlichen Ab- und Aufbau als Event. Nebst Kaffee und Kuchen. Und fast alle kommen wieder. Dass RTL oder auch der NDR die Veranstaltung schon nach dieser kurzen Zeit als interessanten Event einstufen, bestätigt die Einschätzung, dass ostSeh-Buch-und-Troedel wie ein Karussell vor Ort zusätzlichen Spaß und Publikum ins Haus bringt. Eine Bereicherung für alle Gäste und Gastronomen also.

Zahlreiche Bücher ebenso wie Dinge für Rügensammler oder wirklicher Trödel sind im Angebot. Auswahl und Schnäppchen sind immer wieder anders, da der Fundus von Trödel nie zu enden scheint. Und was ist mit ihrem Dachboden oder der Garage? Brauchen sie Platz? Einfach anrufen.

Wer sich eben wieder in Gingst bei Puchert hat anstecken lassen und noch nach Sassnitz kommen möchte, schreibt bitte eine mail oder ruft an. Anmeldungen sind verbindlich, die Teilnahme über zwei Tage bei 20 Euro Standgebühr für die Kosten ist Bedingung. Nebst pünktlichem Aufbau.

Weitere Infos unter www.ostseh-buch-und-troedel.de oder mobil 0171 5254076

Vorankündigung:
Ab Ostern findet wieder Flohmarkt am Selliner Bollwerk jeden Sonntag von 9:00 Uhr bis ca 16 Uhr statt. Dort werden die Stammgäste auch die Wintertrödler teilweise bis zu neuen Taten wieder treffen.

 
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