Mittwoch, 25. Mai 2011

Zweite Erdgastankstelle Rügens in Sassnitz in Betrieb

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Der Erdgastankstutzen für die Füllung unter Druck und Erdgastanken an einem Fiat.

Sassnitz. (ostSeh) Still und heimlich ist vergangene Woche Donnerstag die zweite und weitaus modernere Erdgastankstelle (CNG) bei Total in Sassnitz in Betrieb gegangen. Es ist eine Kooperation zwischen dem Energieversorger EWE und Total. Allerdings muss der Tankstellenpächter nun noch ein neues Kassensystem einrichten, damit die von Erdgas-Kunden gewohnte monatliche Abbuchung über das Erdgas-Abrechnungssystem funktioniert. EWE gibt dafür eine Kunden-Tankkarte aus.

Die Zapfsäule in der Reihe mit Flüssiggas (LPG) ist deutlich moderner ausgelegt und kann angefahren und sofort in Betrieb genommen werden. In Bergen muss wegen der Selbstbedienung erst eine Freischaltung erfolgen. Zudem ist der Tankplatz in Sassnitz gegenüber der Bergener Tankstelle überdacht.

Auf Rügen existieren rund 120 erdgasbetankte Autos, die jedoch aus anderen Regionen mehrfache Verstärkung durch Urlaubwer erhalten. Für diese ist die zweite Tankstelle auf Jasmund nun strategisch ebenso spannend, wie für Rüganer. Die nächsten Erdgastankstellen liegen in Stralsund, Greifswald, Wolgast und Rostock.

In dieser Ecke des Sassnitz Gewerbegebietes ist nun zudem neben konventionellen Autotreibstoffen auch alles andere wie Biodiesesl, LPG und CNG angesiedelt.

Bei Gas gibt es zwei Treibstoffe: eine verflüssigte Gasgemsichvariante, die nicht unter Druck betankt wird (LPG) und das ursprüngliche Erdgas (CNG) als früher häufig abgefackeltes Nebenprodukt der Erdölförderung, das neuerdings mit Biogas versetzt wird.

Erdgas wird in Kilogramm getankt und liegt auf Rügen derzeit bei 1 Euro 3,9 cent das Kilo. Die Umrechnung erfolgt mit dem Faktor 1,5 auf Liter. KÜMA

Dienstag, 24. Mai 2011

Rügen: Bundesweites Netzwerk „Ganztagsschulen“ trifft sich in Garz

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 Luftaufnahmen: www.luftikus-rügen.de

Garz. (ostSeh) Seit September 2010 ist die Regionale Schule „Am Burgwall“ in Garz eine von 50 Schulen, die im bundesweiten Netzwerk „Ganztagsschulen“ arbeitet. Träger und Organisator der regelmäßigen Treffen ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
"In sechs Arbeitskreisen sind Schulen von Bayern bis Mecklenburg-Vorpommern angetreten, um ihre Erfahrungen im Bereich der ganztägigen Betreuung von Schülern auszutauschen und an eigenen Projekten zu tüfteln", sagt der Presseverantwortliche er Schule, Dirk Sievert.
"Unser Arbeitskreis beschäftigt sich mit dem Thema 'Lernkultur'.
Dazu werden die unterschiedlichsten Projekte erarbeitet". Schwerpunkte der Garzer Schule seien „Lernzeit“ – selbständiges Lernen und die integrative Beschulung.
Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit werden evaluiert und allen Interessierten zugänglich gemacht.

Am 27./28. Mai öffnet die Regionale Schule Garz ihre Türen und lässt sich von den Teilnehmern des Netzwerktreffens in die Karten schauen.

Schon jetzt sei laut Sievert klar: endlich ein Netzwerk, das halte was es verspreche. Warum, bleibt der Autor jedoch eine Antwort leider schuldig. Auch von Aktivitäten über die Schulzeit hinaus ist von anderen Schulen deutlich mehr als von Garz zu hören. Dennoch so Sievert, sei es ein ehrlicher, kritischer und sehr kollegialer Austausch von dem die Schülerinnen und Schüler mit Sicherheit profitieren werden.

Montag, 23. Mai 2011

Rügen: OstSeh buch und trödel meets Rügenclassics

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Staunen und (be)staunen lassen...... Oldtimer sind immer ein Blickfang! Foto: ostSeh/küstermann 


Der nächste Trödel kommt bestimmt..
..und diesmal noch einiges mehr an "altem Zeug"

Samtens. (ostSeh) Am 4. Juni findet ostSeh buchundtrödel in Samtens statt. Bei Sonne ebenso vor der Trödelhalle auf dem Autorecycelinghof. Zusätzlich an diesem Tag auf der Veranstaltungsmeile in Zusammenarbeit mit dem Technik und Modellmuseum Rügen wird eine Kontrollstelle für die Rügenclassics errichtet. http://www.ruegenclassics.de

Gäste können also mit Kurzweil Trödeln und bei Ankunft eines neuen Oldtimers diesen auf dem Hof bestaunen.... Natürlich freuen wir uns auch wie jedesmal auf die Rügener Oldtimer, die vor der Halle parken.

Die Trödelhalle ist von 10 Uhr bis Kernzeit 16 Uhr, bei Bedarf länger, geöffnet. Der Aufbau für angemeldete Teilnehmer beginnt um 8:30 Uhr. news dazu und Kontakt auch unter http://www.facebook.com/profile.php?id=100001969836302http://www.facebook.com/profile.php?id=100001969836302 oder www.ostseh-buch-und-troedel.de

Mittwoch, 18. Mai 2011

Statt Stärkung spaltet Tesch die Unterwasserarchäologie

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 Fotos: ostSeh/Küstermann

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege (LAKD) erhält für unterwasserarchäologische Arbeiten ein geeignetes Schiff. Sagt ungetrübt der jahrelangen Praxis Kultusminister Henry Tesch. Er hat dazu am 18. Mai eine Vereinbarung mit der auf Rügen ansässigen Firma UWA-Logistik GmbH auf den Weg gebracht.

Schwerin/Rügen. (ostSeh) Die Vereinbarung ermöglicht es dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, für seine Unterwasserarchäologie das dafür ausgestattete Schiff Goor II anzumieten. Von der schon seit langer Zeit und bis 2006 erfolgreich eingesetzten Basis „Seefuchs“, einem für Tauchzwecke umgerüsteten 26-Meter-Kutter und dem aus der Auflösung der Sektion Unterwasserarchäologie beim Landesamt gegründeten Verein Archaeomare oder von Ausschreibungen für geplante öffentliche Aufgaben bei mehreren Anbietern in der Ostsee ist in der Erklärung Teschs allerdings nicht die Rede.

Geplant sei zudem, ab 2012 zwei neue Stellen für die Unterwasserarchäologie zu schaffen. Diese Stellen seien notwendig, um die gesetzlichen Landesaufgaben zu erfüllen. Sie waren, das verschweigt Tesch jedoch, alle schon einmal besetzt und fielen Sparmaßnahmen zum Opfer. Seither kommt das Land seinen Aufgaben in der Unterwasserarchäologie nicht mehr nach, lässt Artefakte wie die Stralsunder Kanus wegen Konservierungsmängeln verrotten oder sie wie das Ralswiek-Wrack im einst ambitioniert begonnenen Museum für Unterwasserarchäologie in Sassnitz vor sich hingammeln. Die zahlreich eingegangenen Fundmeldungen aus Kreisen der unterwasserarchäologischen Taucher und von anderen Verbänden werden weder quittiert noch aufgearbeitet.

Davon unberührt sagt Kultusminister Henry Tesch: „Ich freue mich, dass wir mit dem Schiff die Arbeitsbedingungen für die Unterwasserarchäologie grundlegend verbessern können. Die bisherigen Arbeitsmittel für unterwasserarchäologische Bergungs- und Dokumentationsarbeiten waren unzureichend. Mit der Anmietung des Tauchereinsatz- und Forschungsschiffes "Goor II" sind ab August zeitnahe Einsätze in ganz Mecklenburg-Vorpommern möglich.“ Was er verschweigt: der Seefuchs würde mit eben denselbem Aufwand im Museumshafen Greifswald oder am Stralsunder Dänholm, je nach Liegeplatz und Fahrterplan, ebenso bereitstehen, sagt einer der Eigner Oliver (Ole) Schmidt..

Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege ist neben dem Schutz der Bodendenkmale an Land auch für den Schutz der Bodendenkmale unter Wasser zuständig. Eigentlich solltte es auch das Unterwasserarchäologische Museum in Sassnitz betreiben, das vom Amt einmal ins Leben gerufen wurde. Bei überraschenden Funden, aber auch bei langfristig geplanten Grabungen wie beispielsweise beim Bau der Nordstream-Pipeline habe laut Tesch bislang kein Fahrzeug zur Verfügung gestanden, das für unterwasserarchäologische Bergungs- und Dokumentationsarbeiten ausgerüstet war. Sagt Tesch entweder bar jeglicher Kennnisse oder wider besseres Wissen.

Mit der Firma in Putgarten auf Rügen ansässigen UWA-Logistik von Geschäftsführer Andreas (Eckbert) Grundmann sei ein Weg gefunden worden, ein für unterwasserarchäologische Arbeiten geeignetes Fahrzeug zu beschaffen und dauerhaft für die Nutzung durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege vorzuhalten. In den Zeiträumen, in denen das Schiff nicht für Bergungen und Dokumentationen verwendet wird, wird es von der Firma UWA-Logistik auch an andere Interessenten wie beispielsweise an den ehrenamtlich arbeitenden Verband der Unterwasserarchäologen Mecklenburg-Vorpommern vermietet.

Im Vergleich zu Fischereifahrzeugen wie dem für Nordstream von UWA-Logistik umgenutzten Fischkutter und anderen Arbeitsschiffen, soll die „Goor II“, ein umgebauter finnischer Fischkutter, in Hinblick auf Forschungstaucherarbeiten und Sondierungsfahrten den Vorteil haben, dass sie für Grabungen, Monitoring oder auch spontane Erkundungsfahrten flexibel und schnell einsetzbar ist.

Das Schiff wird nach den zeitweilig ruhenden Umbauarbeiten bei REAN Sassnitz ab dem 1. August einsatzfähig sein. Der Heimathafen ist dann Wiek auf Rügen. Die monatliche Bereitstellungsgebühr für das LAKD beläuft sich auf 200 € netto.

© 2011 ostSeh/küstermann


Info zur Firma:

Auszug aus dem Geschäftsbericht:

Die Gesellschafter der UWA-Logistik haben durch Kapitalerhöhung um 22.000 Euro die UG (Unternehmergesellschaft mit Haftungsbeschränkung), die im Juni 2009 gegründet wurde, per Notarvertrag vom 31.03.2011 zur „regulären“ GmbH gewandelt. Zeitgleich wurde der Sitz der Gesellschaft nach Putgarten auf Rügen verlegt. Die Post- und Verwaltungsanschrift bleibt im Hessischen Butzbach, dem Sitz des Berufstaucherverbandes..

Nach einem erfolgreichen ersten Geschäftsjahr 2010, noch ohne die Goor II als Hauptaktivität der Gesellschaft, konnte nun eine Beteiligung akquiriert werden, die als "typisch stille Beteiligung" eingegangen wird. Durch den daraus resultierenden Kapitalzufluss, die Kapitalerhöhung durch die Gesellschafter und weitere Bürgschaften der Gesellschafter ist nun der Finanzrahmen zum vollständigen Umbau der Goor II als Forschungs- und Tauchereinsatzschiff geschaffen. Noch im Spätsommer ist mit der Abnahme durch die BG Verkehr als Aufsicht der Berufsschifffahrt (ehemals See-BG) zu rechnen, so die drei Gesellschafter. Folgend kann das dann in der Form und mit der Ausstattung an der deutschen Ostseeküste einmalige Forschungs- und Tauchereinsatzschiff endgültig in Dienst gestellt werden.

Rügen: Ping Pong in der Galerie Hartwich

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Foto: ostSeh/Küstermann


Sellin. (ostSeh) Mike Strauch ist schon häufiger bei Knut Hartwich in der Selliner Galerie Alte Feuerwache zu Gast gewesen. Mit André Tempel, dem sozusagen dortigen Ausstellungseleven, wenngleich auch nicht unbekannt, findet seine Arbeit eine dynamische Entsprechung. Unter dem Titel Ping Pong sind die aktuellen Werke vorgestellt und werfen sich tatsächlich bildlich und assoziativ die Bälle zu. Bei entspannter Atmosphäre stellt sich auch mal die Frage, ob man Kunst immer so bierernst nehmen muss. Oder ob man sie nicht einfach nach "gefällt" und "gefällt nicht" nehmen kann. Das eingespielte Ritual bei Galerist Knut Hartwich jedenfalls lässt alles zu. Niemand muss Verständnis heucheln und darf dennoch kommen. Am Schönsten wird es, wenn die flüsternden Experten gegangen und die Leute noch anwesend sind, mit denen man sich auch in Zimmerlautstärke unterhalten kann, ohne genierliche Nebenblicke zu werfen, wer an der unsachverständigen Meinungsäußerung noch Teil hat und sie zu gegebener Zeit aber natürlich in Abwesenheit des Urhebers aufgreifen könnte. Und wenn ich den hässlichen Plaste-Blumentopf meiner Nachbrin wieder mit höheren Weihen in der Galerie als Turmbau zu Sellin mit Kabelbindern gesichert entdecke, habe ich eben meine ganz eigenen Assoziationen. Mit dem Erzählen der Geschichte dazu ergibt sich alles andere fast wie von selbst....

André Tempel, 1970 in Schwedt an der Oder geboren, lebt in Dresden, Mike Strauch, geboren 1966 in Stollberg im Erzgebirge, in Mecklenburg. Beide studierten an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, Strauch Malerei bei Claus Weidensdorfer, Tempel Skulptur bei Eberhard Bosslet.

Experten sagen das so:

André Tempels Arbeiten verblüffen aufgrund der neuen und ungewöhnlichen Wahrnehmung alt bekannter Gegenstände, doch ist dies nur eine vordergründige Eigenschaft seiner Skulpturen und Installationen, deren Qualität vor allem in dem seltsamen Zuwachs von Bedeutung liegt, der daraus resultiert, dass er sein Material zu plastisch ungewöhnlichen Ereignissen konfiguriert, die sowohl an Surreales, Technoides und Minimalistisches denken lassen.... Dr. Peter Funken

Die paradiesische Ideallandschaft formt sich zuerst im Bild und dann im Gedächtnis. Landschaft evoziert so immer mehr als nur Landschaft, auch in Mike Strauchs Gemälden. Seine Landschaften sind verhangen. Wenngleich sie nicht immer blühen, ist ihnen die Vitalität des In-Die-Ferne-Schauens zu eigen. Über niedrige Horizonte, die sich oftmals ohne Spuren menschlichen Lebens in die Weite erstrecken, streifen lange Blicke über Landschaften, die dort liegen, als harren sie größerer Dinge als dem Besuch des Menschen .... Dr. Marie Cathleen Haff.
Infos wie Öffnungszeiten unter www.galerie-hartwich.de

Freitag, 13. Mai 2011

Gut Rosengarten auf Rügen: „Da hatten wir den Salat“

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Gärtner Jan-Olaf Woita liefert Salat an Ökotrophologin Harriet Scholz. Verkostung mit Schülern der Regionalen Schule Garz am. Foto: ostSeh/Küstermann

Salattag und Gesundheitsquizz vor dem Gewächshaus von Gut Rosengarten war ein guter Auftakt zum Thema gesunde Ernährung.

Rosengarten/Garz. (ostSeh) „Es ist noch ein weiter Weg zur gesunden Ernährung und zu Gesundheitsbewusstsein.“ Das fand Kathrin Harre, Geschäftsführerin der Gesundheitsinsel Rügen mit ihrer Kollegin einmal mehr heraus. Sie bot 38 Schülern der Regionalen Schule Garz ein Quizz am Salattag des Gutes Rosengarten zur Teilnahme an. Ergebnis: keiner der Teilnehmer konnte bei dem Quiz alle sieben Fragen zum Thema „Richtig Essen und Trinken im Alltag“ und allgemeine Fragen zur Gesundheit zutreffend beantworten. So ermittelte sie den Gewinner aus den Fragebogen, die maximal einen Fehler hatten. „Wie viel Liter der Mensch am Tag trinken sollte, ist der Mehrheit klar. Dass man stetig auf den Tag verteilt trinken soll, bleibt jedoch unklar. Ein ausgewogenes Frühstück als Grundlage für einen gesunden Start in den Tag bleibt ebenfalls unbeachtet“, erläutert Kathrin Harre die Ziele solcher Auftritte. Eher das Mittagessen wird hier als Grundlage für den Schultag gesehen. Das gesunde Maß an gesunder Ernährung ist den meisten Teilnehmern zwar bewusst, allerdings bleiben bei genauerem Nachfragen zahlreiche Fragen offen. Ein Appell an Eltern, Lehrer und das Umfeld, die jungen Leute noch mehr für gesunde Ernährung zu begeistern, gemeinsam zuzubereiten und klare Grundlagen klarzustellen.

Dies in die Praxis umzusetzen, war auch Anliegen des Salattages von Gut Rosengarten. Direkt vor dem Gewächshaus lieferte Gärtner Olaf Woita am Mittwoch ab zehn Uhr die frischen Salatköpfe direkt an die CJD-Ökotrophologin Harriet Scholz. Sie mixte süße oder saure Dressings aus reinen Bio-Zutaten und gab sie zum Verkosten an die Besucher weiter. „Für mich ist das sehr wichtig, so im Alltag von ganz normalen Verbrauchern Rückmeldung dazu zu erhalten“, sagte die Ernährungsexpertin, der es sichtbar Spaß gemacht hatte, ganz praktisch gesunde und leichte Kost in frischestem Zustand anzubieten. Direkt am Stand daneben bot Selina Lutz Pflanzen aus ihrer Bioland-Gärtnerei der CJD Produktionsschule mit Jugendlichen an. Diese durften als Teil ihrer Ausbildung beispielsweise Urlaubern erklären, was den Unterschied zwischen wilden und Gewächshaustomaten ausmacht. Der besteht nämlich vor allem in der Empfindlichkeit gegen Wasser von oben..

Von Gut Rosengarten stand zur Anschauung eine Abo-Gemüsekiste bereit, wie sie wöchentlich zweimal auf der Insel individuell bestückt ausgeliefert wird.

Wahrgenommen haben den Tag Schülerinnen und Schüler der Regionalen Schule Garz, Gäste der Kurklinik im CJD Garz und Urlauber, die mit dem Rad oder Auto kamen. Gerade für Radfahrer möchte Rosengarten künftig direkt an der Rund-Rügen-Strecke liegend, solche Angebote weiterführen.

Das Fazit von Kathrin Harre: „Gesundheitstage, Salattage und ähnliches sollten viel öfter angeboten werden und als praktischer Teil in den Schulunterricht einfließen, wie es die Pädagogen von Garz mit Chemie und Biologie gehandhabt haben. Es soll und muss Spaß machen, sich gesund zu ernähren. Das Grüne Klassenzimmer ist keine Frage, sondern ein Muss und Erlebnis obendrein.“

Rosengartens Inhaber Joachim Berg bekräftigt das mit der Aussage, dass er zu weiteren, auch langfristig mit Schulen angelegten Aktionen auf dem Acker inspiriert sei. „Das grüne Klassenzimmer könnte auch durch Migrantenkinder zum internationalen grünen Klassenzimmer werden“, ist eine seiner Ideen dazu. „Dann würde ein Austausch auf dem Acker nicht nur zu Gesundheit stattfinden.“

Wer sich für Rosengarten interessiert: Park und Hof sind immer zugänglich, der Hofladen zu üblichen Zeiten geöffnet. Die nächste Veranstaltung mit Programm sind die „Offenen Gärten“ am 25. und 26. Juni. Regelmäßige Infos auch unter Facebook zu gut-rosengarten.de

© 2011 ostSeh/küstermann

Rügen: Handwerker betreut Gingster Museum für internationalen Museumstag

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Der künftige Schuhmachermeister Christian Plitzkow beim Überprüfen von Laufeigenschaften neuer Schuhe an seinem Arbeitsplatz im Bergener Schuhaus Wagner.Foto: ostSeh/Küstermann
 
Rügen. (ostSeh) Den kommenden Internationalen Museumstag am Sonntag dem 15. Mai nehmen zahlreiche Museen alljährlich zum Anlass, mit besonderen Aktionenen und speziellen Führungen ebenso wie vergünstigten Eintrittspreisen für sich zu werben. Die Mönchguter Museen vereinigen professionell mit einem starken Förderverein insgesamt acht Standorte und zeigen routiniert Ausstellungen zur Geschichte Rügens, der Halbinsel Mönchgut und zur Fischerei.

Schwerer tun sich da die Akteure im Westen der Insel. Die Gingster Handwerkerstuben haben ebenfalls Tradition. Sie werden dieses Jahr nach Gründung von Hans Karl Stoll (1921 bis 1999) 40. Dennoch gelten sie nicht als Ort der Harmonie oder Professionalität. Ein funktionierender Förderverein als Unterstützer existiert nur im Ansatz. Die Konflikte jedoch im Überfluss (OZ berichtete). Und so musste ein mittlerweile externer Gingster Handwerker sich der Sache des Museumstages annehmen. In letzter Minute startet er nun durch.

Christian Plitzkow, Schuhmacher aus Gingst in dritter Generation und schon das eine oder andere Mal dort mit seiner Schuhmacherei aktiv, hat sich den Segen des Kulturausschussvorsitzenden Karsten Lange geholt. Nun darf er alles und wirbelt noch diese Woche. "Wir können schon die Feuerwehr aufweisen, die irgendwo eine Rauchbombe zünden soll und vielleicht auch mit historischem Bezug zum Stadtbrand die alte Handspritze zum Einsatz bringt. Auch wenn jene damals eben gerade nicht zur Verfügung stand."

Plitzkow selbst besetzt mit seiner Kollegin aus dem Arbeitsleben als Orthopädieschuhmacher gleich diese Zunft in der gut ausgestatteten Museumswerkstatt doppelt und kündigt dazu noch andere Handwerker an. "Im Efeuhaus wird ein Weber antreten und real zeigen, wie das damals nach Ende der Leibeigenschaft war, als die ehemaligen Leibeigenen plötzlich in Schlaf- und Wohnstube Weber sein sollten. Denn das war das Konzept von Pastor Picht zur Überwindung der drohenden Arbeitslosigkeit."

Auch das Schmiedepaar Stefan und Katharina Kelting kommen für diesen Tag kurzfristig zurück. Die beiden Waffenschmiede betreiben ihr Handwerk heute in einem Nachbarort, nachdem es zu Konflikten mit dem Museumsverein gekommen war. Die historische Schmiede steht heute im Alltag leer und ein Gitter sperrt die leblose Werkstatt, die einmal eigens aus Berglase nach Gingst versetzt wurde. Da stehen dann die Besucher.

"Am Museumstag jedoch soll hier wieder einmal richtig Leben sein", sagt Plitzkow und weiß, worauf es ankommt. Auch rund um die Schmiede sollen alte Motoren tuckern und blubbern. Die sind beim Förderverein angesiedelt. Doch anders als die Mönchguter Museen sind die Gingster Handwerkerstuben keinesfalls als freiwillige Leistung der Kommune in ihrem Bestand gesichert. Zwar kümmert sich nun doch der Cafébetreiber Olaf Müsebeck als früherer Leiter wieder in Teilzeit darum, doch die Kuh ist noch nicht vom Eis, weiß auch Plitzkow und will sich daher zunehmend engagieren. Mit dem internationalen Museumstag gibt er seinen Einstand. Was Karsten Lange mit Respekt anerkennt. Auch andere Gingster werden das genau beobachten. Eine Chance also.

Der Musemshof übrigens dient für alle Aktivitäten als Klammer. Dort bietet das Museumscafé die Gastronomie, damit die Gäste unter den Bäumen auch einfach nur träumen können... KÜMA

Sonntag, 8. Mai 2011

Rügener Produkte machen von sich reden – auch bei schwierigen Rahmenbedingungen

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Foto: ostSeh/Küstermann

Poseritz/Rügen. (ostSeh) „Da, wo Ihr seid, müssen wir erstmal hinkommen...“, war das Fazit der 16 Mitglieder vom Verein „proRegion Wesermarsch/Oldenburg“ nach einer dreitägigen Rügentour in punkto Wertschöpfung und Vermarktung regionaler Produkte. Teilt den Medien er Mitteilung via dem Büro des Kreistages die Pressestelle der Landrätin mit. Erstaunlich eigentlich. Wäre dieser Termin doch eine ideale Gelegenheit gewesen, sich selbst ein Bild zu machen. Aber davon hielt der Rügen-Produkte -Verein auch schon früher nur bedingt etwas...

Für diese Aussage hatte den Gästen der Rügen Produkte Verein ein prall gefülltes Programm gestrickt, das dennoch nicht das gesamte Spektrum einfangen konnte.
Aber mehr an Input war wohl tatsächlich in den drei Tagen kaum zu verkraften. Auf der letzten Rügener Station, der Inselfrische-Molkerei in Poseritz, ließ es sich auch Kreistagspräsidentin Gisela Lemke trotz vollen Terminkalenders nicht nehmen, die Gäste aus der Partnerstadt Oldenburg und der umliegenden Region zu begrüßen und erlebte zugleich mit ihnen eine interessante „Lehrstunde“ bei der Molkereichefin Dr. Sylvia Rahm-Präger. Hochachtung für den Mut der geschäftstüchtigen Frau, die seit 12 Jahren mit ihrem kleinen Team „Inselfrische“ produziert. Aus durchschnittlich 260 000 Litern Milch im Jahr vom Geschäftspartner nebenan werden die inzwischen weit bekannten Köstlichkeiten von Milch über Frischkäse, Quark oder Joghurt in verschiedensten Variationen hergestellt und an den Mann gebracht. Leckere Säfte, Marmeladen und Gelees – alles Naturprodukte - komplettieren das Angebot. Aber Ausruhen auf dem Erreichten ist bei dem harten Wettbewerb nicht drin, so Rahm-Präger. So soll sich nun zum Beispiel das Layout der Produktpräsentation ändern. Das ist ein „Hingucker“, bestätigten ihr die fachkundigen Vereinsmitglieder aus den unterschiedlichen Branchen. Als Produzenten, Fleischer, Hoteliers, Gastronomen und „Endverbraucher“ hatten sie reichlich Diskussionsstoff über Preise, Normen, Produkte, Vermarktung, Listung usw. Die „Inselfrische“-Chefin könne stolz sein, bei Netto und Edeka einen Platz in den Regalen erobert zu haben. Alle rufen nach regionalen Produkten, aber die Rahmenbedingungen seien schwieriger geworden, war man sich einig.
Nach diesem Rügenmarathon - Alte Pommernkate, Landschlachterei Gademow, Rügenhof Putgarten, Landwirtschaftlicher Betrieb Lauterbach, Nationalparkzentrum, Sassnitzer Kutter- und Küstenfischer, Molkerei - gebe es eine Menge Anregungen für die eigene Arbeit und die Aussicht auf weitere Rügenbesuche, so der Vereinsvorsitzende Gerfried Hülsmann.
Und wie wäre es mit einem Besuch zu den Rügener Kohlwochen, wollte Kreistagpräsidentin Gisela Lemke wissen. „Grünkohl und Pinkel“, das Nationalgericht der Partnerregion, z.B. auf dem Rügenhof neben der Wittower Schmorkohlpfanne, könnte doch eine tolle Sache sein. Darüber will Vorstandsmitglied und Oldenburgs Ratskellerchef Wilfried Fey noch mit Ernst Heinemann sprechen. Schließlich kennt er das Rügenflair schon von der Rügana 2006, wo er den traditionellen Buchweizenpfannkuchen und den Alten Hullmann kredenzte.

Freitag, 6. Mai 2011

Rügen: "Da haben wir den Salat!"

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Foto: ostSeh/Küstermann

"Da haben wir den Salat!"

Wirbel um Salat mit Gut Rosengarten und weiteren Akteuren am Mittwoch, 11. Mai von 10 bis 15 Uhr. Vor dem Glasgewächshaus.

Rosengarten/Garz/Rügen. (ostSeh) "Salat heißt mein Fleisch", ist der provokante Titel, der verschiedene Akteure vor dem Glas-Gewächshaus von Gut Rosengarten am 11. Mai in einem kleinen Parcour zusammenbringt.

Getreu dem Motto "Morgens frisch - am Abend auf dem Tisch" wird Gärtner Jan-Olaf Woita vorhandene Produkte aus den Beeten entnehmen. Diese landen dann dann aber erst einmal auf dem Tisch von Öcotrophologin Harriet Scholz aus dem CJD Garz, die sich hauptberuflich mit gesunder Ernährung vornehmlich von Kindern beschäftigt. Sie bereitet mit den Produkten von Rosengarten nebst Bio-Zubehör leckere Dressings, um sie als Kostproben mit und ohne Kräuter dem Salat beizugeben. Mit dabei Selina Lutz, Leiterin der Bioland-Produktionsschule des CJD Garz mit Setzlingen zum Verkauf im Angebot.

Den sozusagen Überbau schafft vom Verein Gesundheitsinsel Rügen Kathrin Harre und Kollegin, um die Querverbindungen zu den Bestrebungen einer "Gesunden Stadt Garz" ebenso wie zur gesamten Insel herzustellen. Den ganzen Tag soll es also auf Geschmack ankommen. Denn guter Geschmack ist auch bei Bio keine Glückssache!

Dienstag, 3. Mai 2011

Stralsund: Crushing Caspars in der Eisengießerei

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Das STiC-er Theater lädt ein in die Alte Eisengießerei: Am Freitag, den 13. Mai 2011 um 20:00 Uhr spielen dort drei Punkrock-Bands: Vodka Revolution, Bonkers und die Crushing Caspars. Eintritt 10 Euro

Stralsund. (ostSeh) Die Crushing Caspars sind vier kernige Norddeutsche aus Rostock und ihr Sound ist ganz klar geprägt von ihren Lieblingsbands!
Diese sind zum Teil echte Stilikonen ihrer Szenen, wie zum Beispiel Suicidal Tendencies, Sick Of It All, Blood For Blood, Gorilla Biscuits aber auch Motörhead um mal einige zu nennen. In dieser Tradition sehen sich die Jungs und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß ihre Mucke eine inkorrekte Mixtur aus Oldschool Hardcore, Punkrock & brüllendem Rock'n'Roll ist. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als Baltic Sea Hardcore.
Baltic Sea Hardcore, weil er voller Emotionen und Leidenschaft steckt, zum Teil rau wie die See, an der sie leben und wiederum sanft, wie die Sonne, die ihr Gemüht erhellt, dann wieder laut und schnell, wie der Orkan der hier zuweilen tobt und zäh und träge wie die Art der Menschen die hier leben – eben einfach nordisch herb! Nach mehr als 1000 Auftritten in den letzten 20 Jahren sind sie nach wie vor totale Adrenalinjunkies. Ihr Motto ist: Kein Weg zu weit – for a CASPARS Attack!
 
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