Dienstag, 14. August 2012

Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ 2012


Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ 2012  

Schülerteam aus Fürstenau bestätigt: Natürliche Filterwirkung der Darß-Zingster Boddenkette 


Stralsund, den 03.08.2012. Nach insgesamt 83 Seemeilen kommt das Schülerteam der Integrierten Gesamtschule Fürstenau zu ersten Erkenntnissen aus ihrer Foschungsexpedition. Während ihrer einwöchigen Forschungsreise im Rahmen des Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ 2012 konnten die jungen Forscher bestätigen, dass die Boddenkette die in die Ostsee fließenden Süßwasser (die beiden Zuflüsse Recknitz und Barthe) auf natürliche Art reinigt.

Josy Emilia Landgraf (18), Katharina Schröder (18), Kathrin Moormann (18) und Joshua Grüter-Höge (17) arbeiteten von Anfang an konzentriert an Bord des Hamburger Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN. Zusammen mit ihrem Wissenschaftspaten Peter Luft (Universität Rostock) unter der Leitung von Dr. Rhena Schumann (Universität Rostock/Leiterin der Biologischen Station Zingst) war es ihnen möglich, diese Expedition in Kooperation mit der Biologischen Station Zingst durchzuführen.

Die vier Jungforscher waren mit viel Spannung und Spaß bei der Sache. Die wissenschaftliche Arbeit an Bord des Forschungs- und Medienschiffes begeisterte sie. So auch Katharina Schröder: „Ich hatte es ganz anders erwartet. Die Forschungsexpedition war viel besser als gedacht! Wir hatten viele und gute Möglichkeiten, mit der wissenschaftlichen Ausstattung an Bord zu forschen und zu arbeiten. Ich fand es vor allem spannend die Untersuchungen selbst durchzuführen und nicht nur reine Labor- oder Schreibarbeit zu machen, wie es in der Schule öfters der Fall ist.“

Die Jungforscher untersuchten eine Woche lang die Reaktion von Organismen auf die Nährstoffverteilung in den Darß-Zingster Boddengewässern. Peter Luft, Wissenschaftspate auf der Expedition, zog ein persönliches Fazit aus dem Projekt: „Das Projekt hat Spaß gemacht. Wir haben alle viel gelernt. Ich arbeite gerne mit Schülern bzw. jungen Erwachsenen zusammen und möchte sie an die Wissenschaft heranführen. Das Schülerteam hat hervorragende Arbeit geleistet und bestätigte anhand der untersuchten Parameter den bestehenden Normalzustand der Darß-Zingster-Boddenkette, der in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Untersuchungen der Biologischen Station Zingst aufgestellt wurde. Hiermit konnte festgestellt werden, dass die Boddenkette die in die Ostsee fließenden Süßwasserzuflüsse auf natürliche Art reinigt, d.h. die hier eingetragenen Stoffe werden im Verlauf der Boddenkette deutlich reduziert bevor sie in die Ostsee gelangen. Aufgrund dieser Ergebnisse konnten Rückschlüsse auf die Verteilung der Organismen gemacht werden.“

Martina Kröpelin, Verantwortliche für das soziale Engagement bei der HPA, resümiert nach einem weiteren erfolgreich beendetem Meereswettbewerb „Forschen auf See“: „Ich freue mich darüber, dass der Meereswettbewerb das Interesse von jungen Menschen an Wissenschaft und Forschung fördert und hoffe auch, dass aus den begeisterten Schülern potenzielle Nachwuchswissenschaftler werden. Zudem finde ich es wichtig, dass junge Menschen umweltrelevante Themen im Blick haben und Diskussionen über Artenvielfalt und Meeresschutz führen. Aus diesem Grund hat die HPA den Meereswettbewerb im Rahmen des sozialen Engagements unterstützt.“

Die ALDEBARAN hat sich abermals sehr bei der Probennahme in den sehr seichten Gewässern der Darß-Zingster Boddenkette bewährt. Die Probennahmen fanden an extrem niedrigen Stellen statt. Hierzu musste das Ruder sowie das Schwert hydraulisch hochgepumpt werden. Ein großer technischer Vorteil der ALDEBARAN, die ganz sicher auch in 2013 wieder bereit ist, für den Meereswettbewerb „Forschen auf See“ abzulegen!

Festgemacht hat die ALDEBARAN am Donnerstag vor dem Ozeaneum in Stralsund. Das Deutsche Meeresmuseum Ozeaneum unterstützt den Meereswettbewerb „Forschen auf See“ seit Jahren als Jurymitglied.

Der Meereswettbewerb 2012 wird von der Dräger-Stiftung, Panasonic Deutschland, der Hamburg Port Authority (HPA) sowie dem Förderverein für Meeresforschung und Umweltjournalismus e.V. gefördert.

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