Dienstag, 4. August 2015

Greenpeace-Aktionsschiff Beluga II in Stralsund

Das Greenpeace-Schiff BELUGA II kommt nach Stralsund. Parallel zu den Arktis-Aktionstagen vom 10. - 14.08.2015 im OZEANEUM Stralsund laden Greenpeace-Aktivisten zu Schiffsbesichtigungen und einer Arktis-Ausstellung. © Bente Stachowske / Greenpeace.

Greenpeace-Aktionsschiff Beluga II in Stralsund

Arktis-Aktionstage vom 10. bis 14. August im Ozeaneum


Stralsund, 04. August 2015 – Der Öl-Multi Shell versucht in diesen Tagen erneut vor der Küste Alaskas nach Öl zu bohren – trotz enormer Risiken und einer unglaublichen Pannenserie. Greenpeace-Aktivisten haben dagegen im Hafen von Portland im US-Bundesstaat Oregon protestiert: Ein Schiff der Shell-Flotte sollte vergangene Woche Richtung Arktis auslaufen, doch 13 Aktivisten hingen an Seilen von einer Brücke über die Ausfahrt zum Meer. Die „Fennica“ musste zurück in den Hafen. Nach 40 Stunden beendete die Polizei den friedlichen Protest.

Über die Gefahren für die Arktis durch die Ölausbeutung informiert Greenpeace während der Arktis-Aktionstage vom 10. bis 14. August im Ozeaneum. Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ lädt im Stralsunder Hafen zu Schiffsführungen und einer Arktis-Ausstellung ein. Auch Eisbärin Paula, ein lebensecht wirkendes Modell, ist vor Ort. Neben Informationen gibt es Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene und eine Foto-Show.

Bei der ersten Ölsuche von Shell im Jahr 2012 kam es zu schweren Zwischenfällen vor der Küste Alaskas: Eine Plattform lief während eines Sturms auf Grund, ein Bohrschiff wäre fast havariert. Der Konzern musste die Probebohrungen für zwei Jahre aussetzen. Jetzt zog sich der Eisbrecher „Fennica“ ein Leck im Rumpf zu. „Shell schlittert seit 2012 von Panne zu Panne. Unter den extremen Klimabedingungen in der Arktis sind Ölbohrungen viel zu riskant. All diese Vorfälle zeigen, wie verantwortungslos Shell handelt“, warnt Larissa Beumer, Arktis-Expertin von Greenpeace, und fordert, jede Ölausbeutung in arktischen Gewässern sofort zu stoppen.

Prominente unterstützen Greenpeace-Kampagne zur Rettung der Arktis


Auf 75 Prozent schätzt die US-Regierungsbehörde (Bureau of Ocean Energy Management) die Gefahr für mindestens einen schweren Öl-Unfall in der Tschuktschensee vor Alaska, sollte Shell Öl finden und über die kommenden Jahrzehnte fördern. Hochrangige US-Politiker der Demokratischen Partei, darunter Hillary Clinton und Al Gore, zweifeln an der Sicherheit der Ölausbeutung in der Arktis. Oregons Senator Jeff Merkley hat zusammen mit fünf anderen US-Senatoren ein Gesetz gegen arktische Ölbohrungen vorgeschlagen.
Greenpeace setzt sich für ein Schutzgebiet rund um den Nordpol und ein Verbot der Ölausbeutung in arktischen Gewässern ein. Über sieben Millionen Menschen unterstützen bereits die internationale Kampagne www.savethearctic.org. So auch die Modedesignerin Vivienne Westwood und – in einem von ihr gestalteten Kampagnen-T-Shirt – Prominente wie Ex-Bond Pierce Brosnan und Weltstar Kylie Minogue.

Arktis-Aktionstage: Montag, 10. bis Freitag, 14. August 2015, 10 bis 17 Uhr, Eintritt im Ozeaneum-Ticket enthalten.

Vorschau: Vortrag: „Müll im Meer – Was Menschen dem Meer zumuten“ von Lothar Hennemann. Mittwoch, 19.8. 2015, 12 Uhr + 15 Uhr. Kinosaal, 1:1 Riesen der Meere.
Arktis-Aktionstage: Samstag, 19. bis Montag, 21. September 2015, 10 bis 17 Uhr.

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