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Donnerstag, 2. September 2010

Samtens auf Rügen: Hallenflohmarkt Buch+Troedel kooperiert in der Nachbarschaft

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Fotos: ostSeh/Küstermann

Samtens. (PM ostSeh) ostseh buch und trödel ist der monatliche Hallenflohmarkt auf Rügen. Um hinzufinden, folgt am Tag der Veranstaltung den ockerfarbenen Stühlen und Tischen in Samtens an der Straße mit der gelben Tibet-Flagge. Bei schönem Wetter besteht auch Platz, den Stand in bester Trödelmanier vor der Halle im Freien zu platzieren. Die Halle mit der Dauerwerbung für die Bahn am Giebel wiederum ist schön kühl und soll ganzjährig funktionieren.
ostseh-buch-und-troedel.de geht auch am 4. September wieder von 10 uhr bis 17 uhr an den Start. TeilnehmerInnen mögen sich bitte unter 0171 5254076 oder post@ostseh-buch-und-troedel.de anmelden. Die Standgebühr macht pauschal 20 Euro für die Organisation und Öffentlichkeitsarbeit. Die kommende Veranstaltung ist zudem erstmals als Kooperation mit dem Rügener Technik-Modell-Museum in der Nachbarschaft geplant, das dazu eigens seine Türen öffnet und den Grill auf dem Vorplatz anwirft. Dort finden sich von kleinsten Modellen bis Originalfahzeugen Exponate aus allen Zeiten und in allen Maßstäben. Auch 1:1. Ein Freizeittipp für die Familie, der alle Wünsche zufriedenstellt. Ein Erwachsener mit Kindern im Museum und der andere auf dem Trödelmarkt. 
Dann fliegender Wechsel :-) Geplant ist für 2011 auf der Meile im alten Heizhaus eine Kneipe zu etablieren, deren Planung schon in Arbeit ist.

Wir freuen uns immer über neue Trödler, die auch gerne nur einmal mit ihren Angeboten den Trödelmarkt testen können. Tische werden ggf. gestellt. Für Öffentlichkeit und damit Publikum ist meistens gesorgt... Übrigens: der nächste Flohmarkt ist dann am 2. Oktober. 

Samstag, 5. September 2009

3. Koggentreffen in Wismar - Koggen in Wismar und Wracks vor und auf Rügen

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Wismar (ostSeh) Bis Sonntag findet in Wismar das Hansefest anlässlich des Jubiläums "750 Jahre Schutzbündnis - Lübeck - Wismar Rostock - Wendisches Quartier" statt. Ein Höhepunkt des Jubiläums ist das Koggentreffen im Alten Hafen Wismar mit maritimem Markt, Ausfahrten der Koggen und der ersten Seeschlacht im Hafen von Wismar. "Die Koggen sind maritime Botschafter ihrer Heimat und touristische Attraktionen", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Freitag in Wismar.

Das Koggentreffen findet nach 2006 und 2007 zum 3. Mal in der Hansestadt statt. "Mit dem Treffen werden hanseatische Traditionen gepflegt. Die Hanseschiffe werben für die jeweiligen Heimatstädte", sagte Seidel weiter. Vor 750 Jahren, am 6. September 1259, hatten die drei Städte Lübeck-Wismar-Rostock ihr erstes Schutzbündnis gegründet, es gilt als ein Vorläufer der Hanse. Die Vertragspartner verpflichteten sich damit zu gegenseitigem Beistand zu Lande und auf See. Das Bündnis richtete sich in erster Linie gegen die Seeräuber, die damals sehr aktiv waren und den Handel auf der Ostsee gefährdeten.

Die Kehrseite der Medaille existiert allerdings auch. Denn die wirklich alten Koggen würden der Landesarchäologie wertvolle Aufschlüsse über die maritime und auch Wirtschaftsgeschichte des Landes geben, würden die Mittel zur Forschung, Bergung, Lagerung und Ausstellung dafür existieren. MV hat mit dem denkmalgeschützten Glasbahnhof in Sassnitz das einzige Museum für Unterwasserarchäologie in Deutschland und kann es nicht betreiben. Trotz aufwändiger Sanierung durch den Eigentümer Scandlines. Geförderte Kräfte halten die derzeitige Ausstellung zu 100 Jahren Königslinie offen, die nur wenige Exponate der früheren Vielfalt darbietet. Hinter einem Vorhang liegt das Ralswiek-Wrack verborgen, das wegen Konservierungsmängel wohl nicht mehr zusammengebaut werden kann. In den Archiven des Landes und in Hallen modern wertvolle Holzreste wie Spanten und Planken, gar ganze Fahrzeuge wie Stralsunder Einbäume, vor sich hin, verkümmern, verfallen.

Die ehemals rund 14 Beschäftigen der Abteilung Unterwasserarchäologie des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege gehen in Persona des einstigen Abteilungsleiters Dr. Thomas Förster von mehr als 1400 Wracks alleine rund Rügen aus, die sondiert und erforscht werden müssten. Dort lägen die wahren hanseatischen Traditionen, die vor ihrer Pflege erforscht werden müssten. Doch in Landesamt arbeiten heute noch rund drei Personen am Thema und eine Kooperation mit der Stadt Sassnitz zum Thema Museum im Glasbahnhof geht nur schleppend wenn überhaupt voran.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

Donnerstag, 6. August 2009

Sonderausstellung im Fischerei- und Hafenmuseum

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Modelle erinnern an Schicksale

Foto: ostSeh/Küstermann

Sassnitz. (ostSeh) Noch bis September geht die Sonderausstellung Sassnitzer Schiffsmodelle im Fischerei- und Hafenmuseum. Und wer denkt, „nur Modelle,“ hat den Lebenslauf mancher Schiffe über mehrere Jahrzehnte unterschätzt. So liegt das beispielsweise das Modell des Dampfers Nautilus. Erbaut 1935 in Rostock und später gelaufen bei der Weißen Flotte in Stralsund. In diesem Fall nicht die sächsische Variante eines Dampfers, bei der ja bekannter Weise jedes Schiff ein Dampfer ist, sondern es handelt sich bei dem Schiff der Reederei Alwert aus Wiek auf Rügen wirklich um einen. Als zehnjähriger machte der Chef des Fördervereins für das Fsicherei- und Hafenmuseum, Achim Wöllner, seine erste Seefahrtserfahrung damit. Beim Datum des November 1945 wird jedem klar sein, dass diese Erfahrung eine war, auf die er vielleicht gerne verzichtet hätte, als es von Schlesien über Stralsund in das Quarantämelager Bug auf Rügen ging. So landete Achim Wöllner wie viele andere auf Rügen und wer die Geschichte still fortdenkt, erinnert sich auch an jene tausenden Flüchtlinge, die beispielsweise mit der Wilhelm Gustloff die Ostseequerung im Jahr davor nicht schafften. Die Nautilus übrigens machte den umgekehrten Weg vieler hiesiger Schiffe. Sie wurde 1990 an den Pfahl gelegt und durfte 1992 nach Travemünde ausreisen.

Auch das Segelschiff Anna Susanna erzählt eine Geschichte. Das Geschenk des Ostseegymnasiums spielte 1952 im DEFA-Krimi Anna Susanna mit, bei dem der Hamburger Reeder Brinkmann während der Weltwirtschaftskrise 1929 sein Schiff ohne Rücksicht auf die Besatzung versenkt, um die Versicherungssumme zu kassieren. Es erinnert auch ein wenig an die Zeiten, als die Fischer und Schiffe von Sassnitz etliche Rollen in Filmen besetzten, wenngleich die überlebenden Seeleute in diesem Fall auch vor Gericht gegen den Reeder den kürzeren zogen.

Der gesamte Raum für Sonderausstellungen ist mit zahlreichen Schiffen und deren Geschichten in Vitrinen gefüllt. Bemerkenswert dabei, dass sich Sassnitzer Modellbauer häufig Unikate nach historischem Vorbild erschaffen, deren Erinnerung so mitsamt den Geschichten bestehen bleibt. Übrigens: vor dem Museum liegt noch ein richtiger Kutter und die alten Seebären darauf erzählen ihre Geschichte sogar leibhaftig.

Anzuschauen bis September von 10 Uhr bis 17.30 Uhr.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

Freitag, 31. Juli 2009

Toter Schweinswal bei DRANSKE gefunden

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Erneut toter Schweinswal gesichtet

Foto: ostSeh/F.B.

AKTUELL im BILD:

Dranske. (ostSeh) Einen Schweinswal haben Spaziergänger am Strand von Dranske gefunden. "Komisch nur, dass die wenige hundert Meter entfernten Möwen nicht dran waren", sagte der Finder und verständigte die Inhaber einer naheliegenden Gaststätte in Dranske. Die wiederum sollten dem Deutschen Meereskundemuseum in Stralsund bescheid geben. "Schon der 10. bis 15. Fund", sagt Walexperte Klaus Harder und veranlasst die Sicherung des Tieres, da ihm bis Donnerstag noch nichts bekannt war.

Der Schweinswal in der Ostsee gilt als vom Aussterben bedroht und steht auf der roten Liste. Man geht von nur noch rund 600 Tieren in der Ostsee aus. Meldungen von Funden des auch 'kleiner Tümmler' genannten Säugers sind hilfreich für die Bestandskontrolle und werden daher mittlerweile durch die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere koordieniert und in Kartenmaterial eingetragen. Auf diese Weise könne die jährliche Zählung per Flugzeug präzisiert werden, sagt die GSM.

Neben dem Meereskundemuseum nimmt die Gruppe gerne Meldungen von Schweinswalsichtung durch Wassersportler entgegen. Wenn möglich mit GPS-Daten unter www.gsm-ev.de .

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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Donnerstag, 2. Juli 2009

Vergessen und versteckt: Wrackteile in Sassnitz?

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"Wieso soll das Museum für Unterwasserarchäologie keinen Leiter mehr haben? Der Leiter bin ich!" So äußerte sich Dr. Friedrich Lüth, der frühere Direktor des Landesamtes, nach Auslaufen der Verträge von Aufbaudirektor Hanz-Günter Martin. Seit fast fünf Jahren ist der Glasbahnhof trotz Sanierung und seiner konzeptionellen Einzigartigkeit geschlossen. Die neue Brücke würde die Besucher direkt ins Museum schwemen.


Sassnitz. (ostSeh) Dr. Hanz-Günter Martin erinnert sich: "Wenn ich an die Stimmung und die Atmosphäre im Museum des Jahres 2004 denke, so kann ich davon nur ein positives Bild zeichnen. Soweit es Sassnitz und Rügen betrifft. Die Besucherzahlen waren in den drei Jahren davor kontinuierlich gestiegen und wir blieben auch 2004 im Trend. Es waren nicht die Riesenzahlen des U-Boots, aber wir profitierten deutlich. Der Umbau der Gellen-Kogge in eine Art Unterwasserinszenierung war abgeschlossen und fand bei den Besuchern Anklang.


Vor allem aber hatte ich den Eindruck, dass das Museum auf Rügen ‚angekommen’ war. Wir erfuhren vielfältige Unterstützung. Die Sparkasse mit Herrn Ostermoor hatte uns eine größere Geldspende überwiesen, damit wir das Gellenwrack inszenieren konnten. Herr Parlevliet von Eurobaltic hat uns und auch dem Hafenmuseum zu seinem Einzug 10 000 Euro geschenkt. Herr Rohrbeck von der Sassnitzer Hafen Gesellschaft (HBEG) hat großzügig und langmütig erlaubt, dass wir das Obergeschoss der Fischhalle zur Lagerung von Spanten der Poeler Kogge nutzen konnten. Herr Knoth von den Kreidewerken war bereit, uns seinen größten See als Deponie für Schiffwracks zu überlassen. Und Herr Beck von Scandlines wollte einiges in den Museumsbau investieren. Seine Voraussetzung: dass es für das Museum eine Zukunft in Sassnitz gäbe, was damals auch zugesichert wurde. Gelogen, wie wir heute wissen. Dies alles zeigt, wie verankert das Museum nach drei Jahren kontinuierlicher Führung auf der Insel war. Und dies war durchaus ausbaufähig."


Martin hatte 2002 einen Masterplan, erstellt, der in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollte. Die Gellenkogge war ja schon realisiert worden, es sollte ein Ralswiek-Boot aufgebaut werden und auf der großen freien Fläche im Untergeschoss die Rekonstruktion der Poeler Kogge stehen. Von ihr ist der gesamte Boden erhalten. Laut Martin war das so angedacht, dass man auf Stegen in, bzw. über der Kogge laufen konnte. Also Schiffe im Untergeschoss und oben die Funde daraus. "Da gab es schon Funde zur Mynden und zur Auguste und weiteren fünf bis sechs Schiffen, die rund um Rügen gefunden worden waren. Dies sind die groben Linien des Ausbaus, der leider nicht weiter als bis zum Anfang der Rekonstruktion des Ralswiek-Bootes gediehen ist."


Das zwischenzeitlich wärmeisolierte Café und der Museumshop hätten für Events herhalten können. Dies hatte sich zuvor schon eingespielt, wenn etwa die Segler des Four Corners Race ihren Empfang im Museum machten oder die Stadt die Architekturwettbewerbsausstellung zum Hafenumbau dort veranstaltete. Aufbruchsstimmung also vor Ort. "Das alles wurde von Schwerin, sprich dem zuständigen Landesamt immer wieder behindert und ausgebremst", so Martin.


Sorgen machen Hanz-Günter Martin die Exponate, besonders die Schiffshölzer, die in Sassnitz liegen. Die Hölzer der Gellenkogge seien damals täglich mit einer PEG-Lösung besprüht worden. Von der Restauratorin sollten in regelmäßigen Abständen Proben gezogen werden um festzustellen, wie weit das PEG in die Spanten und Planken bereits eingedrungen ist. "Ich bezweifle, dass diese Tests in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Ob das Wrack weiter besprüht wird, weiß ich nicht. Auch die Hölzer des Ralswiek-Bootes liegen, so weit ich weiß, immer noch in den damals eigens dafür aufgestellten Regalen, wo sie allerdings gelegentlich dem prallen Sonnenlicht ausgesetzt sind. Die Hölzer sind an sich fertig konserviert. Pralles Sonnenlicht und die damit verbundene Hitze schadet ihnen jedoch, weil das Kunstwachs sich dann wieder verflüssigt.


Die Spanten der Poeler Kogge, die wir damals mit einigem Aufwand von Schwerin nach Sassnitz transportierten und in der Fischhalle lagerten, wurden dort ebenfalls mit täglicher Sprüh-Konservierung behandelt.


Gute Chancen für eine gute Zukunft des Museums gibt Martin diesem noch heute, verhehlt jedoch auch seine Wut nicht, dass alle Mitarbeiter der Abteilung Unterwasserarchäologie beim Landesamt damals am ausgestreckten Arm verhungert seien. "Und es gilt für das Museum wie für fast alle Kulturprojekte: Aufbau und Positionierung sind mühsam und langsam, kaputt geht es schnell."


Auch der Unterwasserarchäologe Dr. Thomas Förster sorgt sich sehr um die Exponate. Das gut erhaltene Ralswiekboot sei in Einzelteilen 2000/2001 nach Sassnitz gebracht und dort für alle Besucher sichtbar in einem Regalsystem gelagert. Die Teile waren Minusgraden und direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, so dass das PEG nach und nach austrat, sich die Teile verformten und sich weitere Trocknungsrisse bildeten. "Ich habe mehrfach im Amt auf diesen Zustand hingewiesen. Der damalige Leiter des Museums, Dr. Hanz-Günter Martin, unterbreitete Friedrich Lüth verschiedene Vorschläge zum Aufbau des Bootes, die sich im Wesentlichen an den Roskilder Booten orientierten. Sie wurden abgelehnt oder gar nicht beachtet!"


Aus Försters Sicht war die PEG-Konservierung nicht falsch. Doch man hätte das Wrack sofort zusammensetzen müssen, nachdem die Planken aus der Heißtränkung kamen. Die Planken waren im Zustand trotz der Bunkerlagerung noch ganz passabel und biegsam wie Pappe. "Hätte man sie nach dem Roskilder Fund sofort in ein Stahlkorsett platziert, dann wäre die Konservierung gut gelungen. Wie der jetzige Zustand der Hölzer ist und wo sie gelagert werden, weiß ich nicht."


Der Dezernatsleiter Archäologie im Landesamt, Dr. Detlef Jantzen äußerte sich auf Nachfrage zu den in Sassnitz eingelagerten Schiffsfunden: "Im Museum für Unterwasserarchäologie befinden sich Teile des Ralswiek-Schiffes, die seinerzeit fachgerecht konserviert worden sind. Sie befinden sich in stabilem Zustand. Das gleiche gilt für das Gellenwrack. Beide werden regelmäßig durch einen Restaurator begutachtet. Ein Verfall ist nicht zu befürchten und die extremen Verhältnisse sind durch die zwischenzeitlich mögliche Temperierung des Gebäudes aufgehoben. Frost und Feuchtigkeit kommen nicht mehr hinein. Durch die eingebaute Dämmung fallen auch die Temperaturspitzen deutlich geringer aus. Ein ‚Ausschmelzen’ des PEGs ist unter diesen Voraussetzungen nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht zu befürchten. Zur Sicherheit findet in regelmäßigen Abständen eine restauratorische Kontrolle statt. Sollten sich Anhaltspunkte für Probleme ergeben, werden wir natürlich Gegenmaßnahmen ergreifen."


Ebenfalls in Sassnitz, aber in einer Halle eingelagert, befänden sich Teile der Poeler Kogge. Diese seien mit PEG getränkt und dadurch inzwischen auch in stabilem Zustand. "Ein Verfall ist auch hier nicht zu befürchten."Vor einiger Zeit sei außerdem mit Bohrungen überprüft worden, ob das PEG auch den Kern der dicken Schiffshölzer erreicht hat. Dabei habe man festgestellt, dass das PEG im Kern angekommen sei, so dass auch keine Zersetzung von innen heraus stattfinden könne. "Ein weiteres Besprühen mit PEG ist deshalb nicht erforderlich."


Beim Stichwort Ralswiekwracks landet man last but not least unweigerlich bei deren Entdecker von 1967, dem Archäologen und Prähistoriker Peter Herfert. Drei Wracks mit ältester erforschter Datierung des Jahres 977 hatte er damals in zehn Zentimeter Tiefe unter Wasserspiegel südlich in Ralswiek gefunden. Weil Archäologen alle Grabungen zusammen mit dem Schulleiter Günter Bovensiepen in Ralswiek aufmerksam begleitet hatten.Herferts Kernthese: "Wie haben nach dem Fund die Wracks von Ralswiek nach reiflicher Überlegung wieder in Sand eingegraben, weil der damalige Kultusminister Klaus Gysi uns zwar Geld für die Bergung und Konservierung besorgt hätte. Geld für die Ausstellung hätten jedoch die Rüganer für das geplante Museum in Ralswiek rund um das Gutshaus auftreiben müssen. "Wir beschlossen, dass die 1000 Jahre alten Wracks auch gut noch länger dort liegen könnten, bis es etwas anders zur Konservierung als Polyäthylenglycol (PEG) gibt. "Die Probleme, die wir 1967 mit den Bootsfunden hatten, waren im Jahr 1992, 26 Jahre später, noch genau die selben. Die Unerfahrenen neuen Kräfte wie der Chef des Landesamtes, Friedrich Lüth jedoch ignorierten das. Ohne gesetzliche Grundlage kamen die ersten Ralswiek-Funde von Stralsund nach Schwerin. Heide Großnick, damalige Landtagsabgeordnete, setzte gegenüber Lüth durch, dass der Pragraph elf des Landesenkmalgesetztes beinhaltete, dass Funde in der Regel in den Fundregionen verbleiben. Dieser Absatz fiel 1998. Herfert unterstellt, dass die Bergung der Boote damals mit weniger Mitteln und Erkenntnissen als 1967 eine reine Profilierungssache war. "Ich hätte es gerne mit Polyurethan im Block gesichert, statt es Planke um Planke unter Zerstörung der Holznägel zu bergen. Mittel und Methoden waren seit 1990 schlechter als zu DDR-Zeiten und daher die Bergung eigentlich sinnlos. "Die Kiele hatten sich dann 1993 bei der Warmkonservierung verdreht und so nahmen die Schäden ihren Lauf. Es bestand nicht die geringste Gefahr, hätte man die Boote weiter im Sand liegen lassen. 1993 war alles noch steinhart", sagt Herfert.


© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN


INFO

Ralswiek war das wirtschaftliche Zentrum der Ranen. Begünstigt fast in der Mitte Rügens durch seine Lage an einer sicheren und geschützten Binnenküste. Noch vor einem halben Jahrhundert wusste niemand, welche Schätze dort schlummerten. Erst 1963 wurde bei der Erforschung des Hügelgräberfeldes in den Schwarzen Bergen auf weitere Funde abgehoben.


Mehr als 400 Grabhügel befinden sich auf den Anhöhen und Hängen. Von 1972 bis 1986 wurden mehr als 300 davon ausgegraben. Die zugehörige große Siedlung, die mehr als neun Hektar bebauter Fläche einnahm, befand sich in der heutigen Ortslage auf einem Strandwall, dreiseitig vom Wasser umgeben. Den Grundriss der Siedlung mit Hafenbuchten, Kultstätte und den Fundstellen der vier Bootswracks liegt südlich. Die Blütezeit des Seehandelsplatzes lag im Zeitraum zwischen 750 und 1150 (kurz vor der Christianisierung).

Das komplett frisch renovierte Museum für Unterwasserarchäologie derzeit. Einziges Exponat desLandesamtes für Bodendenkmalpflege, Abteilung Unterwasserarchäologie, sind leere Vitrinen, das hinter einem Vorhang versteckte, zerlegte Ralswiewrack, wo vorher eine Tonbildschau mit Originalteilenwar und leere Vitrinen am Fenster.

Foto: (c) ostSeh


Donnerstag, 26. Februar 2009

Geburtshaus von Ernst Moritz Arndt

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Ruhige gelegen und umgeben von Feldern, Wiesen und idyllischen Dörfern, liegt im Süden der Insel Rügen der Ort Groß Schoritz. Das beschauliche Örtchen gehört ist heute ein Ortsteil der Stadt Garz.

(c) Privat

Die einzige Straße der Ortes führt direkt zum Gutshaus, das in seiner heutigen Form kurz vor 1750 fertiggestellt wurde. In diesem Gutshaus wurde Ernst Moritz Arndt geboren.
Ernst Moritz Arndt war Schriftsteller, Universitätssprofessor und Publizist. In der Inselhauptstadt Bergen wurde im der Ernst-Moritz-Arndt-Turm gewidmet.
In seinem Geburtshaus ist seit 1991 die Geschäftsstelle der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e. V. zu finden, die sich mit der kritischen Aufarbeitung und Verbreitung des Arndt-Erbes und der Bewahrung von Arndt-Gedenkstätten verschrieben hat.

Der Park am Gutshaus lädt heute den Gast zu jeder Jahreszeit zum Verweilen und Spazieren ein.

Samstag, 13. Dezember 2008

Kreidemuseum Gummanz

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Das Kreidemusuem in Gummanz

(c) Kreidemuseum

Im Kreidemuseum Gummanz dreht sich alles um das „Weiße Gold“, wie die Kreide auch genannt wird. Tauchen Sie ein in das Kreidemeer und erfahren Sie wie die Kreide vor etwa 70 Millionen Jahren entstanden ist. Fossilien, die in der Kreide gefunden werden zeigen Ihnen etwas von der Lebewelt dieses Meeres. Das Museum informiert zudem über die mehr als zweihundertjährige Tradition des Kreideabbaus auf Rügen.



Ammonit

(c) Kreidemuseum


Das Museum befindet sich in der restaurierten Werkhalle des alten Kreidewerks Gummanz. Das Freilichtgelände des Museums zeigt Geräte der historischen Kreidetechnologie an einem Originalschauplatz des Kreideabbaus.


(c) Kreidemuseum

Von Mai bis Oktober bietet das Museum Fossilien-Führungen im Kreidetagebau Promoisel an, bei denen sich die Teilnehmer selbst auf die Suche nach Spuren der Lebewesen des Kreidemeeres begeben können.


(c) Kreidemuseum


Öffnungszeiten:
Ostern bis 31.Oktober: täglich 10 - 17 Uhr
1.November bis Ostern: Di.-So. 10 – 16 Uhr

Kreidemuseum Gummanz
Gummanz 3a
18551 Sagard
Tel.: 038302/56229
kreidemuseum@web.de
http://www.kreidemuseum.de/

(c) Kreidemuseum

Sonntag, 9. November 2008

Der Koloss von Prora - Kraft durch Freude

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Das KDF-Seebad Prora auf Rügen sollte über 20.000 Menschen eine Urlaubsmöglichkeit bieten.

(c) Privat

In den Jahren 1935 bis 1939 wurde ein großer Teil des geplanten Seebades errichtet - der Koloss von Prora. Es gibt acht Häuserblocks mit einer Länge von etwas 4,5 km in einem Abstand von 150m zum wunderschönen flachen Sandstrand. Der Bereich zwischen Gebäuden und Küste ist heute mit Kiefern und niedrigem Gebüsch bewachsen.

(c) Privat


Der gigantische Komplex ist denkmalgeschützt und verfällt immer mehr. Vandalismus beschleunigt den Verfall zusehends.


(c) Privat

Der Koloss von Prora liegt zwischen Sassnitz und Binz an der Prorer Wiek, einer weitläufigen Meeresbucht, die den Kleinen Jasmunder Bodden vom Prorer Wiek der Ostsee trennt.

(c) Privat

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde von der Staatsführung eine umfangreiche, ideologisch besetzte Sozialpolitik betrieben. Eines der Kernelemente dieser Politik war die Organisation Kraft durch Freude, die durch günstigen Urlaub den allgemeinen Lebensstandard der Bevölkerung heben sollte. Der Bau von insgesamt fünf Seebädern für jeweils 20.000 Menschen war geplant, die es der Bevölkerung ermöglichen sollten, günstig jeweils zwei Wochen im Jahr Urlaub zu machen. Das einzige in Teilen realisierte Projekt aus diesem Plan ist das KdF-Seebad Rügen, Prora.

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In den drei Jahren zwischen 1936 und 1939 wurden die acht Gästeblöcke errichtet. Bereits in der damaligen Zeit fanden die Bauarbeiten internationale Beachtung. So wurde bei der Weltausstellung 1937 in Paris ein Modell des Seebades Prora mit einem Grand Prix ausgezeichnet.

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Bei Kriegsbeginn 1939 wurden die Bauarbeiten weitgehend gestoppt. Mit Ausnahme eines Blocks waren die acht Wohnblöcke, die südliche Festplatzrandbebauung und die Kaianlage bereits im Rohbau fertiggestellt, nicht jedoch die Schwimmbäder, die Festhalle und weitere Teile der Wirtschaftsgebäude.
Im Krieg diente die Anlage als Ausbildungsstätte für Luftwaffenhelferinnen und ein Polizeibataillon.

  • Ab 1944 diente Prora der Wehrmacht als Lazarett und gegen Ende des Krieges fanden dort auch Flüchtlinge aus den Ostgebieten eine Bleibe. Ab 1945 wurde die Anlage von der Sowjetunion zur Internierung von Grundbesitzern und weiterhin zur Unterbringung von Heimatvertriebenen aus den Ostgebieten genutzt.
  • Zwischen 1948 und 1953 wurden die Bauten von der Sowjetarmee genutzt, die den südlichsten Rohbau sprengte und abtrug.
  • Die nach 1949 ebenfalls eingezogene Kasernierte Volkspolizei, aus der 1956 die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR hervorging, nutzte die Gebäude als Kaserne wo bis zu 10.000 Soldaten stationiert waren.
  • In dem Komplex befand sich die Technische Unteroffiziersschule der NVA, außerdem wurden Soldaten aus politisch befreundeten Entwicklungsländern wie Angola oder Mosambik ausgebildet.
  • In den 1980er Jahren waren in Prora bis zu 500 Bausoldaten stationiert, die beim Bau des in der nördlichen Umgebung des Objektes gelegenen Fährhafens Mukran arbeiteten. Der südlichste Teil der Anlage stand Angehörigen von NVA und Grenztruppen als Erholungsheim, Kinderferienlager und Ferienort zur Verfügung.
  • Nach der Deutschen Wiedervereinigung 1990 übernahm die Bundeswehr als Nachfolger der NVA das Gelände, stellte die Nutzung aber Ende 1992 ein und verließ Prora.
  • Seit Anfang 1993 ist die Anlage öffentlich zugänglich. Sie befindet sich nach wie vor im Besitz der Bundesrepublik Deutschland.
  • Seit über zehn Jahren versucht die Bundesvermögensverwaltung die unter Denkmalschutz stehende Anlage ganz oder in Teilen zu verkaufen.


Heute gibt es in Block 3, Prora Mitte, und dem Querbau mit Ruinen und der Kaianlage diverse kulturelle Einrichtungen:

  • die Museumsmeile Prora mit einem KdF-Museum (Museum Prora)
  • Museum der NVA
  • Rügen-Museum und Sonderausstellungen
  • die Bildergalerie Rügenfreunde
  • ein Wiener Kaffeehaus

(c) Privat

Im Querriegel von Block 3 befindet sich das Dokumentationszentrum Prora, wo die Dauerausstellung „MACHTUrlaub – Das KdF-Seebad Rügen und die deutsche Volksgemeinschaft“ gezeigt wird. Die Ausstellung dokumentiert die Bau- und Nutzungsgeschichte der Anlage. Thematisiert werden die Hintergründe des Projekts und seine Vereinnahmung durch die nationalsozialistische Propaganda.

(c) Privat
Daneben bettet die Präsentation die Geschichte der Anlage in die Arbeits- und Sozialgeschichte des „Dritten Reiches“ ein.

Das Boxsportmuseum aus Sagard ist nach Prora umgezogen. Das Museum wurde im Jahr 2004 geschlossen. Die Exponate sind jetzt in der Proraer Museums-Meile zu sehen.

Am 15. März 2008 eröffnete auf dem 3,7 Hektar großen Küstenwaldareal des Komplexes ein Hochseilgarten. Insgesamt wurden 460.000 Euro in den Bau der neuen Sportanlage investiert.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Kap Arkona - das Nordkap Deutschlands

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Das Nordkap Deutschlands, dessen unverwechselbares Landschaftsbild durch das weite Meer, durch Steilufer und Stürme sowie durch eine charakteristische Küstenvegetation geprägt wurde.






Das Gebiet um Kap Arkona - der Gemeinde Putgarten besteht im Wesentlichen aus drei Orten:



Größere Kartenansicht

Putgarten versteht ihr touristisches Leistungsangebot in erster Linie als eine Leihgabe aus der Natur und Landschaft, die es besonders zu bewahren und zu schützen gilt. Das besondere Markenzeichen am Kap Arkona ist die Autofreiheit. Nur zu den Kulturveranstaltungen am Abend stehen begrenzte Parkmöglichkeiten an den Leuchttürmen und im Gutshof zur Verfügung. Die verkehrsberuhigte Zone im gesamten Gemeindegebiet umschließt die sensibelsten Bereiche am Kap, in Putgarten und im historischen Fischerdorf Vitt. Ob mit Fahrrad, zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder mit der Arkona Bahn - der große Bus-, Auto- und Caravanparkplatz mit kompletten Serviceeinrichtungen garantiert die Erhaltung des Landschaftsschutzgebietes.



© PIXELIO

Auf dem Weg zum Kap Arkona führt die gepflasterte Dorfstraße unmittelbar am Gutshof Arkona vorbei. Dieser wohl auf der Insel Rügen einmalige Gutshof gewährt einen tiefen Einblick in das Leben und Treiben auf dem Lande. Hier gibt es die unterschiedlichsten Frischprodukte: Honig frisch vom Imker, Brot vom Rügenbäcker, Boikäse aus Schafs- oder Kuhmilch, Fischkonserven, Wurstspezialitäten der Inselfleischer sowie das hochprozentige Arkonafeuer. Im Angebot sind ebenfalls Rügenkeramik, Bernstein- und Steinschmuck sowie Glaserzeugnisse.


Im Leuchtturmeck gibt es Souvenirs und Rügenliteratur.





Arkona - der Ort mit den drei (Leucht)türmen

Hier sind zahlreiche Attraktionen zu bestaunen:


  • Leuchttürme - der viereckige Leuchturm misst 20 m und wurde von Karl Friedrich Schinkel 1826/1827 erbaut und 1902 außer Betrieb benommen. Heute dient er als Musuem und Standesamt. Nachfolger ist der 34 m hohe daneben stehende neue Leuchturm, der Blitzfeuer 40 km weit hinaus aufs Meer schickt. Beide Türme sind zu besteigen und bieten einen atemberaubenden Blick über Rügen, Hiddensee bis nach Dänemark.

  • Marinepeilturm - 1927 wurde dieser Turm unweit der zwei Leuchttürme erbaut, der als Funkpeilturm der Kriegsmarine diente. Später wurde eine Glaskuppel aufgesetzt und er wurde zum Aussichts- und Ausstellungsturm umfunktioniert.
  • Eine alte Nebelsignalstation - eine Ausstellung informiert über Seenotrettungsschicksale an der Deutschlands Ostseeküste.

  • Jaromarsburg - Hier befinden sich die 13 m hohen Erdwäle der Jaromarsburg. 1168 wurde dieses Heiligtum der slawischen Ranen durch die Dänen zerstört und die 10m hohe Statue des viergesichtigen Swantewit verbrannt. Den ursprünglichen Tempelbezirk der slawischen Ranen hat das Meer längst durch Uferbrüche verschlungen.

  • Rügenhof Arkona - Der Kuh- und Schafstall des Gutshofs aus 1880 wurde total umgebaut. Heute sind zu sehen Töpfern, Kerzenziehen und Bernsteinschleifen. Die historische Druckwerkstatt erfüllt Wünsche der Gäste. Kinder beliebt ist vor allem das Tiergehege. In den Sommermonaten finden hier Handwerker-, Bauern- und Töpfermärkte statt.

  • Gellort - ist Rügens nördlichster Punkt - etwas 600m nordwestlich von Arkona entfernt. Am Strand liegt Rügens viertgrößter Findling. Einheimische bezeichnen ihn als Siebenschneiderstein - weil auf dem 6,4 m langen und 4,9 m breiten Granit Platz für sieben Schneider Platz für ihre Arbeit hätten.

  • Bunker - Neben beiden Leuchttürmen sind gleich zwei Militärbunker zu finden. Der Arkona-Bunker stammt aus den Zeiten der Wehrmacht und beherbergte zu DDR-Zeiten die 6. Grenzbrigade Küste. Heute beherbergt Dieser eine Kunstgalerie. Der größere Bunker diente der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte (VOF) als Gefechtsstand. Vom Hauptmittelgang führen zwei Zugänge zu mehreren autarken Einzelbunkern. Bei einer Gesamtfläche von 2 000 m² besaßen sie zum Hauptgang Luftschleusen. Am Tag der Deutschen Wiedervereinigung wurde die Anlage stillgelegt. Heute sehen Sie in den informativen Führungen im NVA-Bunker eine Ausstellung zur "Geschichte der 6. Flottille/Bug und der Volksmarine der DDR", damalige Bunkereinrichtungsgegenstände und eine Fotoserie.



Vitt - der romantischste Ort auf Rügen


Das idyllische Vitt, ein denkmalgeschütztes, fast orginales Fischerdörfchen liegt geschützt in einer Schlucht. Die vierzehn rohrgedeckte Fischerkaten und die eine orginelle Fischerkneipe verstecken sich hier vor den rauhen Seewinden. Am Minihafen verkaufen Fischer frisch geräucherten Fisch, täglich ab 10 Uhr laden sie zu Rundfahrten zum Kap Arkona ein.


© PIXELIO



Auf der Höhe des Steilufers leuchtet von weitem die 1816 geweihte Uferkapelle, die den Fischern den Weg zum Heimathafen wies. Pfarrer und Dichter Ludwig Gotthard Kosegarten hilt hier seine berühmten Uferpredigten vor den Firschen, die in stündlicher Erwartung des Heringszuges nicht am Gottesdienst in der entfernten Kirche teilnehmen konnten. Seit 1990 schmückt die Kapelle das große Wandgemälde Menschem im Sturm von Gabriele Mucci.


Vitt ist mit dem Auto nicht zu erreichen. Aus Puttgarten sind es 2,5 km und von Arkona etwa 1,4 km zu Fuß. Wer nicht laufen möchte - eine Parkbahn und Pferdekutschen verkehren vom Parkplatz Putgarten aus.

Montag, 29. September 2008

Ernst-Moritz-Arndt-Museum Garz

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Ernst-Moritz-Arndt-Museum Garz/Rügen
Ältestes Museum der Insel Rügen




Abb. 1: Außenansicht des Museums in Garz


Ausstellung 1:

„Erinnerungen und Ansichten“
Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht der Namenspatron des Museums. Ernst Moritz Arndt wurde 1769 auf Rügen geboren und starb 1860 in Bonn. In „Erinnerungen und Ansichten“ kommt der Schriftsteller und politische Publizist mit seiner Autobiografie zu Wort, die er siebzigjährig verfasste. Arndt berichtet darin über seinen Lebensweg vor dem Hintergrund der ihn prägenden Einflüsse. Besondere Beachtung finden die Erinnerungen an die Heimatinsel Rügen. Darüber hinaus vermittelt die Arndt-Ausstellung Einblicke in das Werk und die Wirkung des Publizisten. Vollständig gezeigt werden die privaten Hinterlassenschaften der Arndt-Familie aus der Museumssammlung.



Abb. 2: „Rudere vorsichtig, es giebt der Klippen und Sandbänke viele“, Blatt aus dem Stammbuch von Ernst Moritz Arndts Bruder Ludwig aus dem Jahr 1802


Ausstellung 2:

„Porträts“
Anhand kleiner Porträts aus der Vergangenheit der Region Garz wird auch in dieser Ausstellung die Wechselbeziehung zwischen Biografie und Geschichte thematisiert. Die kleine Darstellung ausgewählter Lebenswege zeigt, wie Einzelpersonen „Geschichte machten“ und welche Umstände ihre Biografie andererseits beeinflussten. Anlässlich des 70. Geburtstages des Museums im Jahre 2007 wird in diesem Rahmen auch ein kleiner Einblick in dessen wechselvolle Geschichte gegeben.


Kontakt / Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober: Dienstag bis Sonnabend 10 bis 16 Uhr
November bis April: Montag bis Freitag 11 bis 15 Uhr

Ernst-Moritz-Arndt-Museum
An den Anlagen 1
18574 Garz/Rügen
Telefon: 038304 / 12212
Mail: Arndt-Museum-Garz@gmx.de
http://www.stadt-garz-ruegen.de/

Donnerstag, 18. September 2008

Mönchguter Museen

2 Kommentare
Die Halbinsel Mönchgut auf Rügen hat einiges zu bieten.


Eine Sehenswürdigkeit sind die Mönchguter Museen.




Das Mönchguter Küstenfischermuseum im Ostseebad Baabe

Das Küstenfischermuseum in Baabe bietet Ihnen Einblicke in die Fischerei auf Mönchgut. Hier erleben Sie alles rund um die kleine Fischerei auf den Boddengewässern und der Ostsee. Zu sehen sind typische Fischerboote, die früher in Baabe gefertigt wurden.

Bollwerkstraße/Ecke Dorfstraße, Baabe (038303) 142-0


Der Mönchguter Museumshof


Das älteste und größte Freilichtmuseum auf Rügen besteht aus einem kompletten Hof mit Wohnhaus, Scheune, Schuppen und Schweinestall.


Urkundlich wurde der Hof 1574 erstmals erwähnt - die Scheune stammt aus der Zeit um ca. 1680. Hier erleben Sie alles rund um den Ackerbau, Ernte, Imkerei, Milchverarbeitung und den traditionellen Hausbau.

Strandstraße 4, Göhren (038308) 2175


Das Mönchguter Heimatmuseum


Ein rohrgedecktes Bauern, Fischer- und Lotsenhaus beherbergt das Heimatmuseum. In den detailgetreu eingerichteten Räumen finden Sie u.a. neben der Geologie und Geografie Mönchguts die berühmten Mönchguter Trachten.

Strandstraße 1, Göhren (038308) 25627


Das Rookhaus in Göhren

Das malerisch kleine Fachwerkhaus wurde um ca. 1720 erbaute. Mit den tief herabgezogenen Rohrdach hat ein Seltenheitswert, schließlich handelt es sich um das letzte schornsteinlose Rauchhaus auf Rügen.

Thiessower Straße 7, Göhren (038308) 2175


Das Museumsschiff Luise in Göhren

Die Luise, ein voll begehbarer Küstenfrachter, ist bei Kindern und Technikinteressierten sehr beliebt. Gezeigt werden u.a. neben der komplett eingerichtetem Frachter auf dem Freigelände direkt am Südstrand von Göhren zahlreiche Seezeichen, Fischerboote und Kutter.

Am Südstrand 1a, Göhren (038308) 2175


Das Schulmuseum in Middelhagen

Das Schulmuseum in Middelhagen vermittelt Einblicke in die Mönchguter Schulverhältnisse der Vergangenheit. Im Klassenraum finden regelmäßig historische Schulstunden für Kinder und Erwachsene statt. Zu besichtigen ist neben dem Klassenraum auch die Wohnung des Küsters.

Dorfstraße, Middelhagen (038308) 2153 und 2478


Das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker

Das um 1720 erbaute Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker ist eines ältsten Häuser auf Rügen mit spitzem Rohrdach. Dieses beliebte Kleinod ist Schauplatz zahlreicher Kunstausstellungen.

Boddenstraße 35, Groß Zicker (038308) 8248


Der Lotsenturm in Thiessow

Im 17. Jahrhundert begann die Geschichte des Lotsenwesens. Dabei spielte Thiessow eine große Rolle an der Ostseeküste. Gezeigt werden zahlreiche Navigationsinstrumente und die originale Lotsenglocke. Wahrzeichen von Thiessow ist der Lotsenturm auf dem 36 Meter hohen Lotsenberg mit einem atemberaubende Ausblick über Mönchgut nach Usedom von der Aussichtsplattform.

Lotsenberg 1, Thiessow (038308) 8280
 
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