Freitag, 13. Juni 2014

Arktis in Gefahr –- Aktionstage im Ozeaneum

Greenpeace-Aktivisten stoppen die von Gazprom gemietete Ölplattform GSP Saturn im Hafen von Ijmuiden in den Niederlanden. Ihr Ziel: Die Ausbeutung eines Ölfeldes in der arktischen Petschorasee.
© Bas Beentjes / Greenpeace

Arktis in Gefahr –- Aktionstage im Ozeaneum


Stralsund. Nach mehreren Protestaktionen von Greenpeace-Aktivisten zum Schutz der Arktis berichten die Umweltschützer über die Gefahren für das einzigartige Naturparadies während der Aktionstage vom 14. bis 16. Juni im Ozeaneum in Stralsund. Greenpeace-Aktivisten gingen Ende Mai gegen Probebohrungen in arktischen Gewässern vor Norwegen vor und gleichzeitig gegen den Transport einer weiteren Plattform aus den Niederlanden in die arktische Petschorasee. Es ist bereits die zweite Ölplattform, mit der Gazprom ein Ölfeld in der Arktis ausbeuten will. Während der Aktionstage im Ozeaneum führen Greenpeace-Jugendliche aus Berlin und Hamburg ihr Theaterstück „Müll im Meer“ auf. Die faszinierende Welt der Korallen stellt Michael Baum, Greenpeace-Ehrenamtlicher aus Hamburg, in seinem Vortrag vor. Neben Mitmachaktionen gibt es eine Foto-Ausstellung und eine Dia-Show.

Dreißig Aktivisten aus fünf Ländern protestierten am 26. Mai an der GSP Saturn im Hafen von Ijmuiden gegen die geplanten Ölbohrungen in der Arktis. An eine Wand der Plattform malten sie die Forderung Save the Arctic. Nach 5 Stunden wurde die Protestaktion von der Polizei beendet. Die gefährliche Jagd nach dem Öl muss endlich ein Ende haben, fordert Greenpeace-Ölexperte Jörg Feddern. Auf der Suche nach dem letzten Tropfen Öl machen Konzerne aus dem Westen und dem Osten jetzt sogar gemeinsame Sache. Es ist höchste Zeit, in die Zukunft zu investieren und auf Erneuerbare Energien zu setzen!“

Greenpeace fordert Ende von Ölbohrungen in der Arktis

Mit der Ölplattform Prirazlomnaya fördert der russische Staatskonzern bereits seit einem halben Jahr Öl in der Petschorasee. Nach Protesten an dieser Plattform waren im vergangenen Jahr 28 Aktivisten und zwei Journalisten festgenommen worden und mussten zwei Monate in russischer Untersuchungshaft verbringen. Weitere Ölfelder in der Arktis wollen Gazprom und Shell künftig gemeinsam ausbeuten.

Am 1. Mai war das erste Öl aus der russischen Arktis in den Niederlanden eingetroffen. Dagegen demonstrierten rund 80 Aktivisten im Hafen von Rotterdam. Greenpeace-Ehrenamtliche demonstrierten im Anschluss bundesweit in 25 Städten gegen die riskanten Ölbohrungen in der Arktis. Die unabhängige Umweltschutzorganisation fordert Gazprom auf, alle Pläne für Ölbohrungen in der Arktis aufzugeben. Wer sich gegen die Ausbeutung der Arktis einsetzen will, kann eine Protestmail senden an den Chef von Gazprom Germania, Vyacheslav Krupenkov: http://gpurl.de/ndHv4

  • Arktis-Aktionstage: Samstag, 14. bis Montag, 16. Juni 2014, 10 bis 18 Uhr, Eintritt im Ozeaneums-Ticket enthalten.
  • Theaterstück: Müll im Meer mit Greenteams aus Berlin und Hamburg. Samstag, 14. Juni 2014, 11.30 Uhr ( Alter Markt) und 14.30 Uhr (vor dem Ozeaneum)
  • Vortrag: Korallen, Urwälder der Meere" mit Michael Baum. Sonntag, 15. Juni 2014, 12 Uhr und 14 Uhr. Ort: Kinosaal. Eintritt im Ozeaneums-Ticket enthalten.

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