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Dienstag, 19. August 2014

MIZ Bergen - Lesung von und mit Marianne Birthler

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Lesung: Halbes Land. Ganzes Land. Ganzes Leben

von und mit Marianne Birthler


MIZ Bergen am Dienstag 19. August 2014, 19.00 Uhr

Friedliche Revolutionärin und Ministerin, Volkskammermitglied und Bundestagsabgeordnete, Parteivorsitzende und durchaus unbequeme Wächterin über die Stasiakten – die Autobiographie einer Frau, die die jüngere deutsche Geschichte maßgeblich mitgeprägt hat.

Marianne Birthlers Geschichte ist wie die von Angela Merkel oder Joachim Gauck durch die doppelte Erfahrung des Lebens in der DDR und im wiedervereinten Deutschland gekennzeichnet. Aufgewachsen in Ost-Berlin, setzte sie sich schon als junge Frau für mehr Selbstbestimmung unter den Bedingungen der Diktatur ein und nutzte dafür die in der Kirche vorhandenen Freiräume. Ihre Haltung führte sie Anfang der achtziger Jahre in die Opposition gegen den SED-Staat und schließlich in das Zentrum der revolutionären Ereignisse von 1989. Als erste Kultusministerin im neuen Bundesland Brandenburg, erste Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen und als vom Parlament gewählte Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen bewies sie große Unabhängigkeit. So trug sie entscheidend dazu bei, dass der Geist der friedlichen Revolution in der Berliner Republik fortlebt und die Geschichte des Unrechts in der DDR nicht in Vergessenheit gerät. Mit souveräner Offenheit und persönlichem Tonfall erzählt sie von den Brüchen und Aufbrüchen in ihrem Leben, das zuallererst geprägt ist von dem Streben nach politischer und persönlicher Freiheit.

Marianne Birthler, 1948 in Berlin geboren, war von 2000 bis 2011 als Nachfolgerin von Joachim Gauck die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Sie war eine der Akteurinnen der Freiheitsrevolution von 1989, Ministerin in Brandenburg und Vorsitzende der Partei Bündnis 90 / Die Grünen.

Montag, 18. August 2014

Rügener wollen jetzt selbst Bäderbahnen bauen - Mutiger und konsequenter Entschluss

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Bäderbahn "Uns lütt Bahn" im Ostseebad Baabe

Rügener wollen jetzt selbst Bäderbahnen bauen - Mutiger und konsequenter Entschluss


Schwerin/Bergen/MVPO  Jeder kennt sie vom Urlaub oder von Postkarten - die bunten und beliebten Bahnen auf Rügen, die die Urlauber zu den touristischen Attraktionen bringen.

Seit 1992 gehören der Jagdschlossexpress und die Bäderbahnen in Binz, Sellin und Baabe und seit letztem Jahr auch der Naturerbe-Prora-Express zum öffentlichen Leben auf Deutschlands größter Insel. Da die Preise für die Züge und Ersatzteile in den letzten Jahren rasant gestiegen sind, hat sich die Jagdschlossexpress & Ausflugsfahrten GmbH entschlossen, die Züge künftig selbst zu bauen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben, für das eine eigene Produktionshalle gebaut und entsprechende Maschinen angeschafft werden müssen.

„Der Schritt ist sehr mutig, aber konsequent“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (Foto). „Wenn die Kosten so exorbitant steigen, ist es nur folgerichtig, Alternativen aufzuzeigen. Die Bäderbahnen sind ein wichtiges Aushängeschild und Markenzeichen unserer Tourismusregionen“, unterstrich Glawe. „Zudem werden durch das ambitionierte Projekt fünf neue Arbeitsplätze geschaffen.“

Die Jagdschlossexpress & Ausflugsfahrten GmbH unterhält bereits eine eigene Werkstatt, um die eingesetzten Bahnen jederzeit zu warten und bei Ausfällen schnell reagieren zu können. Auf dem Betriebsgelände in Binz wird jetzt eine neue Werkshalle errichtet, in der die neuen Kleinwegebahnen „made in mv“ von der Tochtergesellschaft Sightseeing Trains Rügen GmbH produziert werden. Das Unternehmen ist in Vorleistung gegangen und hat einen Prototypen entwickelt, der schon die Zulassung vom TÜV erhalten hat. Das Interesse an den neuen Rügenbahnen ist groß, auch im europäischen Ausland. Bis Ende des Jahres soll der Neubau abgeschlossen werden und im kommenden Jahr soll die erste Ausflugsbahn aus dem Binzer Werk auf die Reise gehen. Der Neubau wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 343.100 Euro unterstützt. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf 807.500 Euro.

Quelle: WM M-V, Schwerin

Samstag, 16. August 2014

NABU und Deutsches Meeresmuseum vereint gegen Müll im Meer

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© NABU / F. Paulin

NABU und Deutsches Meeresmuseum vereint gegen Müll im Meer

NABU-Dialogreise mit Traditionssegler endet in Stralsund

 
Stralsund – Die NABU-Dialogreise gegen Plastikmüll im Meer ist am heutigen Freitag im Stralsunder Hafen beendet worden.  Eine Woche lang segelten NABU-Aktive auf dem Traditionssegler „Lovis“ gemeinsam mit Wissenschaftlern und Projektpartnern entlang der Ostseeküste – von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern – und reinigten Strände, organisierten Fachgespräche und diskutierten mit Küstenkommunen über Ideen und Konzepte, um den Mülleintrag ins Meer zu verringern. Zur Abschlussveranstaltung in Stralsund kündigten das Deutsche Meeresmuseum (DMM) und der NABU an, die Zusammenarbeit zum Schutz der Meere vor Plastikmüll zu verstärken. Geplant seien Fachveranstaltungen und Ausstellungskonzepte sowie die Entwicklung von Ideen zur Reduktion von Mülleinträgen in die Ostsee. 

„Kein Plastik Meer“ lautet das Motto des diesjährigen Themenjahres im DMM. Der NABU beteiligt sich an der abschließenden Aktionswoche vom 20. bis 24. Oktober mit einer öffentlichen Sortierung von Abfällen, die im Rahmen des „Fishing for Litter“-Projektes in der Ostsee gesammelt wurden. Anfang 2015 wollen DMM und NABU gemeinsam zu einem Fachworkshop in Stralsund einladen.

NABU-Leiter Meeresschutz Kim Detloff: „Plastikabfälle sind eine Bedrohung für unzählige Meerestiere. Robben und Seevögel können sich darin verfangen oder daran ersticken, wenn sie den Müll mit ihrer natürlichen Nahrung verwechseln. Aber auch Fischer sind betroffen, wenn sich der Müll in ihren Netzen verfängt und Küstenkommunen müssen viel Geld für die Beseitigung des Mülls ausgeben. Wichtig ist es, neben der Politik und Wirtschaft auch die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. Daher  freuen wir uns, dass das Deutsche Meeresmuseum über seine Arbeit gezielt zur Aufklärung über die Gefahr von Plastikabfällen beiträgt und hier sein Engagement mit dem NABU weiter ausbauen will.“ 

 „Seit der Eröffnung unseres Aktionsjahresjahres ‚Kein Plastik Meer‘ am 20. Mai 2014 haben über 250 000 Besucher die dazugehörigen Ausstellungsstationen im MEERESMUSEUM und OZEANEUM sowie in der Stralsunder Kulturkirche St. Jakobi erkundet. Sie zeigen sich bewegt und angesprochen von der Müll-Problematik im Meer. Deshalb möchten wir über das Themenjahr hinaus mit dem NABU Öffentlichkeitsarbeit dazu leisten“, sagt Andreas Tanschus, Kaufmännischer Direktor des Deutschen Meeresmuseums. 

Der NABU zog eine positive Bilanz der Dialog-Reise unter dem Motto „Segel setzen für Meere ohne Plastik“. Zum Programm der Segeltour gehörten mehrere Workshops und Fachgespräche, Reinigungsaktionen sowie Info-Stände und ein Filmabend. Ein Höhepunkt war der Start der Kooperation zwischen dem NABU und dem Land Schleswig-Holstein für einen flächendeckenden Ausbau der Initiative „Fishing for Litter“. Fischer können den auf See mitgefangenen Müll an Bord ihrer Schiffe holen und im Hafen in den vorgesehenen Containern entsorgen. Insgesamt beteiligen sich bereits neun Häfen und etwa 70 Fischer an der Initiative.

In Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich heute der Hafen in Sassnitz an der „Fishing for Litter“ Initiative. Neben den laufenden Reinigungs- und Monitoringaktivitäten des Landes gibt es auch Gespräche zwischen Landesregierung und NABU, wie „Fishing for Litter“ an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns flächendeckend etabliert werden kann. 

Die Reise mit der „Lovis“ ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen Müll in Nord und Ostsee“ und wird vom Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesumweltministerium  unterstützt.
 
Für Rückfragen:
  • Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz, Mobil +49 (0)152.1807162, E-Mail: Kim.Detloff@NABU.de 
  • Nils  Möllmann, NABU-Meersschutzexperte, Mobil +49 (0)1522.1807162, E-Mail: Nils.Moellmann@NABU.de 
  • Diana Quade, Deutsches Meeresmuseum, Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 03831 – 2650 621, Mobil: 0173 9688298, Diana.Quade@ozeaneum.de 
  • Ines Martin, Deutsches Meeresmuseum, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
    Tel. 03831 – 2650 320, Ines.Podszuck@meeresmuseum.de

Freitag, 15. August 2014

Ostseebad Binz: Insulaner zeigen Rügens unbekannte Seiten

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Während der „Zeitreise in die Granitz“ werden die Wanderer zu Hügelgräbern und Großsteingräbern geführt. Das auf dem Foto abgebildete Hügelgrab von Nobbin gehört zu den sehenswertesten.
Ralf Eppinger / www.inselfotografie-ruegen.de

Ostseebad Binz: Insulaner zeigen Rügens unbekannte Seiten

Wandertouren voller Insel-Geheimnisse


Ostseebad Binz und Hamburg, August 2014 (gr): Wer Rügen wirklich kennen lernen will, fährt im Oktober ins Ostseebad Binz. Beim zweiten „Wanderherbst Rügen“ gehen Insel-Insider an den Start. Eine heidnische Stätte mitten im Ort, mystische Sagen und Märchen aus der Region, faszinierende Tier- und Pflanzenarten? Die Einheimischen kennen sich aus. Vom 17. bis zum 26. Oktober teilen sie ihr Wissen bei insgesamt
16 Wandertouren in und um Binz. Eine Archäologin geht mit Besuchern auf Zeitreise, ein Naturfotograf verrät die besten Aussichtspunkte, ein Ranger pirscht mit Wanderern durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen. Wer sich darauf einlässt, weiß am Ende mehr über Binz und Rügen als so mancher Insulaner.

Die Buchenwälder leuchten in Rot und Gelb, die Luft ist klar, die Ostsee noch warm vom Sommer – so schön ist es im Herbst auf Rügen. Die Insel bietet aber noch viel mehr. Wie es auf Rügen vor rund 5.500 Jahren ausgesehen hat, wie die Menschen damals Feuer machten und ihre Toten bestatteten, das weiß die Archäologin Katrin Staude. Bei ihrer Tour „Zeitreise in die Granitz“ (19.10.) wird sie die Wanderer auf Schleichpfaden zu Hügelgräbern und Großsteingräbern führen. Archäologische Fundstücke wie Äxte, Bohrer oder Klingen hat sie dabei, damit die Geschichte „auch begreifbar“ wird. Gemeinsam wird gerätselt, wofür wohl die „Schälchensteine“ mit in den Fels gehauenen Einbuchtungen genutzt wurden. Und am Ende können die Besucher ihre Vermieter verblüffen. Denn dass es direkt hinter der Kirche eine heidnische Stätte gibt, „das wissen selbst viele Einheimische nicht“, sagt Katrin Staude.

Gleich mit zwei Insulanern geht es auf die „Foto-Romantik“-Tour (21.10). Der Naturfotograf Rico Nestmann und ein Ranger des Biosphärenreservates Südost-Rügen führen von Binz durch die Granitz bis nach Sellin. Der gebürtige Rüganer Nestmann hat in Langzeitprojekten das Leben von Kranichen und Seeadlern auf Rügen dokumentiert. Er weiß, wo sich die Tiere aufhalten, kennt die besten Stellen zum Fotografieren und geizt auch nicht mit Tipps, wenn es um die beste Blende oder die richtige Belichtungszeit geht.

Das historische Binz kennt niemand so gut wie Doris Guster. Die gebürtige Binzerin lädt zum „Heiteren Spaziergang durch Binz in der Abenddämmerung“ (19.10.) und lässt die Zeit vor über 100 Jahren lebendig werden, als aus dem verschlafenen kleinen Fischerdorf das mondäne Seebad Binz wurde.

Für jeden Geschmack und für jedes Alter ist beim „Wanderherbst Rügen“ ein Angebot dabei. Familien können durch die Dollahner Höhen nach Prora laufen und dort im Naturerbe Zentrum den Baumwipfelpfad erklimmen. Geschichts-Liebhaber können sich auf die Spuren von Fürst Malte zu Putbus begeben oder zum Jagdschloß Granitz wandern und dort den Turm besteigen. Wer Sagen und Märchen mag, ist bei einer romantischen Tour mit Lesung am Schwarzen See genau richtig. Und wer schon immer mal Geocaching ausprobieren wollte, kann sich bei einer Einsteiger-Runde genau erklären lassen, wie die Schatzsuche per Smartphone funktioniert.

Rügenweit stehen rund 70 meist kostenfreie Wander- und Aktivangebote zu verschiedenen Themen wie Natur, Kultur und Geschichte in diesen zehn Tagen zur Auswahl. Weitere Informationen zu den Angeboten im Ostseebad Binz und auf ganz Rügen auf:
http://www.ostseebad-binz.de/binz-im-herbst/wanderherbst-ruegen.html

Mittwoch, 13. August 2014

Aktionstage im Ozeaneum zeigen Gefahren für die Arktis

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Eisbärin Paula besucht Stralsund und ruft zum Suchspiel auf: "Wer findet Paula?" Während der Greenpeace-Aktionstage im August im Ozeaneum in Stralsund sammelt sie Unterschriften für die internationale Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Arktis.  © Maria Feck / Greenpeace

Aktionstage im Ozeaneum zeigen Gefahren für die Arktis


Stralsund, 13. August 2014 – Es wird eisig im Ozeaneum. Greenpeace Aktivisten starten am kommenden Samstag mit den Arktis-Aktionstagen eine Kampagne, die über die Gefahren für das einzigartige Naturparadies berichtet. Die Aktionstage laufen vom 16. bis 20. August im Ozeaneum in Stralsund. Es wird Informationen, eine Ausstellung und eine Dia-Show geben. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die Arktis künftig vor der Öl- und Fischereiindustrie geschützt werden kann.

Eisbärin Paula verteilt Aktions-Coupons für Ozeaneum und Meeresmuseum


Auf die Aktionstage macht auch die Eisbärin Paula aufmerksam. Wer am Montag, den 18. August im Stralsunder Strandbad oder in der Innenstadt die Greenpeace-Eisbärin entdeckt, kann einen von insgesamt fünfzig Sommerferien-Gutscheinen „2 für 1 Kind“ des Ozeaneums und Meeresmuseums gewinnen. Die Eisbärin Paula wird anschließend um 14:30 Uhr zum Fototermin vor dem Ozeaneum erscheinen.

Unmittelbar vor Beginn der Aktionstage ist das Greenpeace-Aktionsschiff „Arctic Sunrise“ aus Russland in seinen Heimathafen Amsterdam zurückgekehrt. Rund zehn Monate lag das Schiff in Murmansk an der Kette, nachdem die russische Küstenwache es illegal besetzt und die Besatzung Monate festgenommen hatte. Der Grund: Die Aktivisten an Bord der „Arctic Sunrise“ hatten in der Petschorasee gegen riskante Arktis-Ölbohrungen des russischen Energiekonzerns Gazprom protestiert.

Arktis-Aktionstage: Samstag, 16. bis Mittwoch, 20. August 2014, 10 bis 18 Uhr, Eintritt mit Ozeaneums-Ticket frei!

Fototermin mit Paula: Montag, 18. August 2014, 14.30 Uhr vor dem Ozeaneum

Vorschau Vortrag: „Geheimnisvolle Tiefsee“ mit Lothar Hennemann. Mittwoch, 27. August 2014, 12 Uhr und 15 Uhr. Ort: Kinosaal. Eintritt frei.

Montag, 11. August 2014

Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum RÜGEN vom 14. bis 20.08.2014

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Veranstaltungen im Naturerbe Zentrum RÜGEN vom 14. bis 20.08.2014




Donnerstag, 14. August 2014, 10:00 Uhr

Familienexkursion in den Wald


Sie werden überrascht sein, wie schnell man dem Ökosystem Wald ein paar seiner Geheimnisse abringen kann. Wir nehmen uns Zeit zum Entdecken, Erforschen und Beobachten, lernen Tiere und Pflanzen und deren Lebensweisen kennen und erfahren diesen Lebensraum mit allen Sinnen. Vor allem unsere jungen Gäste werden den Wald mit neuen Augen sehen – als vertrauten Ort der vielgestaltigen Natur und Entspannung, aber auch als interessantes Forschungsgebiet und als einen der schönsten Abenteuerspielplätze.

Preis: 7,50 € pro Person

Dauer: 2 Stunden

Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, Kasse



Freitag, 15. August 2014, 20:00 Uhr

Alte Gräberstraßen auf Rügen – Ein Lichtbildvortrag


Wer waren die ersten Menschen auf Rügen, woher kamen sie und was erinnert an sie? Sie kamen vor 10.000 Jahren als Jäger und Sammler als die Insel noch gar keine Insel war und gründeten vor 6.000 Jahren erste Wohngemeinschaften. Ihre Hinterlassenschaften sind die auf Rügen zahlreichen Hünen – und Hügelgräber. Diese alten Grabanlagen verbergen noch heute zahlreiche Geheimnisse, sie sind verstrickt mit uralten Legenden und Sagen. Eine spannende Zeitreise zu den Anfängen der Besiedelung Rügens.

Preis: 7,50 € pro Person

Dauer: 1,5 Stunden

Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, Konferenzraum



Dienstag, 19. August 2014, 15:00 Uhr

Druckwerkstatt im NaturLabor – Eine Werkstatt für die ganze Familie


Mit ein wenig Farbe versehen, hinterlässt so gut wie alles einen einzigartigen Abdruck. Künstlerische Druckgrafiken lassen sich also auch mit einfachen und ganz alltäglichen Mitteln, mit Materialien aus Haushalt, Werkstatt und sogar aus der Natur, ohne Chemikalien oder teures Spezialwerkzeug erstellen. In unserer Druckwerkstatt habt Ihr die Qual der Wahl und könnt zum Beispiel einen Gummi-Stempel schnitzen, eine Jute-Tasche mit einem Slogan versehen und eure eigenen Poster oder Grußkarten erstellen. Noch Experimentierfreudigere versuchen sich an einem Glasplatten-Abklatsch oder Milchkarton-Abriss. Klingt spannend? Ist es auch!

Preis: Erwachsene 9,50 €, Kinder 6,50 € (evtl. zzgl. Materialkosten)

Dauer: 2 Stunden

Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, NaturLabor





Mittwoch, 20. August 2014, 10:00 Uhr

Aus dem Waldnähkästchen geplaudert – Mit Fidibus über den Baumwipfelpfad



Tief, tief im Wald lebt ein wundersames Wesen… nicht Mensch – nicht Tier. Es hat Flügel – und kann dennoch nicht fliegen. Klein, strubbelig und schwarz ist es. Wer genau hinschaut und hinhört, dem wird der kleine freche Geselle viele kleine Überraschungen aus dem Waldnähkästchen herbeizaubern. Er heißt Rabe Fidibus und holt euch mit seinem Waldtaxi ab zu einem Ausflug ins bunte Blättermeer des Waldes. Auch Mamas und Papas, Omas und Opas dürfen mit. Aber …pssssst! … aufgepasst! ...nur Traumgeister sehen Wundersames! Lasst euch mit eurer Familie auf einer Tour auf dem Baumwipfelpfad in die Welt der Waldbewohner entführen.

Preis: 3,00 € zzgl. Eintritt

Dauer: 1,5 Stunden

Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Treffpunkt: Naturerbe Zentrum RÜGEN, Einstiegsturm



Mittwoch, 20. August 2014, 10:00 Uhr

Der Waldboden – Zeichnen mit Egon Arnold


Anfänger und Fortgeschrittene, Jung und Alt, Dick und Dünn–Gemeinsam zeichnen wir rund um das Naturerbe Zentrum RÜGEN an ein oder zwei Tagen, was die Natur bietet: Bäume, Blätter, Früchte, Flora und Fauna. Mitzubringen: kleiner Hocker, angemessene Kleidung, Zeichenkarton oder Skizzenbuch, diverse Bleistifte o. ä.

Preis: 20 € oder 35 € (zeitabhängig)

Dauer: 2 / 5 Stunden

Anmeldung unter: info@nezr.de oder telefonisch: 038393 / 66 22 00

Donnerstag, 7. August 2014

„Baustellenbesichtigung an der B96n“ und Thema Alleenschutz auf Rügen

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„Baustellenbesichtigung an der B96n“ und Thema Alleenschutz auf Rügen

Stellungnahme der GRÜNEN Rügen


Dieser Aberglaube ist offenbar nicht auszumerzen. Nach Dutzenden von Informationsveranstaltungen sowie der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der GRÜNEN Landtagsfraktion (wer lesen kann ist klar im Vorteil) schien klar, dass Umweltverbände weder an gestiegenen Kosten noch zeitlicher Verzögerung beim überdimensionierten Vorhaben, eine neue Bundestraße auf Rügen zu bauen, beteiligt waren. Bekanntlich wurde mit dem Bau begonnen, bevor die Verbände ihre Klage zurücknahmen.
Wenn Burkhard Lenz, dessen Stellungnahme zum Besuch des SPD-Ministers in Scharpitz offenbar so unverzichtbar ist, dass man ihn am Rande einer CDU-Sommertour ausführlich zu Wort kommen lässt, der Meinung ist, es könne ja nie schaden, Ressentiments gegen Umweltschützer zu schüren, könnte man das gleichwohl so stehen lassen.

Hätte die Sache nicht System und der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Schweriner Landtag soeben einen Antrag der Grünen zum Schutz unserer Alleen auf polemische Weise abgelehnt, ohne ihn auch nur einer fachlichen Diskussion im zuständigen Ausschuss zu unterziehen.
Den Alleen auf Rügen als Teil der Deutschen Alleenstraße einen größtmöglichen und nachhaltigen Schutz zukommen zu lassen, ist nicht allein ein Gebot des Naturschutzes, sondern ebenfalls ein Beitrag zum Tourismus der Insel. Dem steht die mangelnde Bepflanzung von Bundes- und Landesstraßen entgegen. Die Landesregierung bestätigte, dass Pflanzungen und Pflegemaßnahmen, die aus dem Alleenfonds des Landes finanziert wurden, hauptsächlich an Kreis- und Gemeindestraßen erfolgten, obwohl das Infrastrukturministerium fast fünf Millionen Euro an den Alleenfonds zahlte. Andererseits wurden seit 2010 an Landes- und Bundesstraßen 16.662 Bäume gefällt, jedoch nur 14.872 Bäume nachgepflanzt.
Die GRÜNEN schlagen daher die Umsetzung der Lockerung der Abstandsregelung gemäß Alleenerlass sowie eine veränderte Kompensationsregelung vor. Zudem müssen Landesregierung und Landkreis Sorge tragen für

    •    groß angelegte und gut gepflegte Nachpflanzungen an Landes- und Bundesstraßen,
    •    eine generell bessere Baumpflege,
    •    den weitgehende Verzicht auf Tausalz durch den Winterdienst,
    •    intensiven Flächenerwerb an den Seitenräumen der Straßen, um auch künftig nachpflanzen zu können
    •    verpflichtende Alleenentwicklungskonzepte in den Landkreisen.

Das Alleenkonzept der Insel Rügen galt dem Landrat vor der Wahl als „Filetstück“, das er in den Großkreis übernehmen wollte. Was wir nun brauchen sind nicht Worte sondern Taten.

Uwe Driest, GRÜNE Rügen

Mittwoch, 6. August 2014

MEERESMUSEUM erneut als familienfreundlich zertifiziert

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Beliebter Termin beim Familiensommer: die Fütterung der Schildkröten im MEERESMUSEUM Montag, Mittwoch und Freitag 13:00 Uhr. Hier verteilt Aquarianer Martin Schröder Leckerbissen. (Foto: Uli Kunz)

MEERESMUSEUM erneut als familienfreundlich zertifiziert




(Stralsund, 05.08.14) Freude im MEERESMUSEUM: die wiederholte  Bewerbung um das Zertifikat „Qualitätsmanagement Familienurlaub MV 2014“ war erfolgreich. Zum vierten Mal in Folge nach 2005, 2008 und 2011 hatte sich der älteste Standort der Stiftung Deutsches Meeresmuseum beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern mit einem umfangreichen Fragenkatalog und weiteren Unterlagen beworben. Anschließend erfolgten der Besuch einer anonymen Testfamilie und die vor-Ort-Prüfung der Bewerbung auf ihre Praxistauglichkeit durch eine Fachjury.



Der Rundgang durch die meereskundlichen Ausstellungen und tropischen Aquarien wurde durchweg positiv bewertet. Besonders hervorgehoben wurden die Spielstationen für Kinder, wie das Fischratespiel, das Angelspiel und das neue Schildkrötenhospital. Weitere wichtige Kriterien waren das museumspädagogische Angebot, Kinderwagenparkplätze, Sitzgelegenheiten im MEERESMUSEUM, Still- und Wickelräume, Kinder-WC-Sitze sowie Tritthocker an den Waschbecken.



Kleiner Kritikpunkt: Das Museumsbistro ist derzeit nur als Übergangslösung mit einem eingeschränkten Angebot an Speisen und Getränken geöffnet. „Wir nehmen die kritischen Hinweise der Jury sehr ernst“, so der kaufmännische Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Andreas Tanschus. „Der Wohlfühlfaktor ist genauso wichtig wie der Museumsbesuch an sich“, ergänzt er. Nur ein rundum zufriedener Gast wird im besten Fall zum Wiederholungsbesucher und empfiehlt das MEERESMUSEUM weiter. Daher ist Mundpropaganda in Zeiten der sozialen Medien nicht zu unterschätzen, was auch die regelmäßigen Besucherbefragungen bestätigen. 



Nun darf das MEERESMUSEUM Stralsund bis 2017 mit Fisch Gustav, dem Sympathieträger der Kampagne vom Tourismusverband MV, auf das Zertifikat „Familienurlaub MV Geprüfte Qualität“ verweisen, da sich die zertifizierten Betriebe alle drei Jahre erneut bewerben müssen. Bereits 2015 steht die Familienfreundlichkeit vom OZEANEUM auf dem Prüfstand, 2016 folgt das NAUTINEUM. Auskünfte zur Zertifizierung gibt es unter tmv.de/qmf und Informationen zum Familiensommer unter meeresmuseum.de sowie kindermeer.de.

Samstag, 2. August 2014

U“Jorinde Gustavs, Installation „Van den Fischer und siine Fru“ in der Uferkapelle Vitt

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U“Jorinde Gustavs, Installation „Van den Fischer und siine Fru“ in der Uferkapelle Vitt

2 x 9 Bankkissen mit Textfragmenten, vom Märchendrama inspiriert, sprechen sie von unserer Gier, unserem Hochmut und unserem Wohlstandtraum.


Über dem Altar hängt die Kopie des Bildes „Petrus auf dem Meer“ von Phillip Otto Runge, das 1805 vom Pastor Kosegarten als Altarbild in Auftrag gegeben wurde. Von Runge stammt auch das Märchen „Van den Fischer un siine Fru“, welches die Brüder Grimm 1812 original auf Platt in ihre Sammlung der Kinder- und Hausmärchen aufnahmen.

Das Interessante bei den Denkern und Künstlern der Romantik sind die hohen Ideale, die auf die damaligen Machtverschiebungen mit gewaltfreien Bildern und Wünschen reagierten. Sie prägten mit ihren unberührten Landschaften und tugendvollen Gesichtern die Aussage: SCHÖN ist GUT. Ich suche mit meinem Kunststil nach Dingen, die Symbole sind und finde das Dazwischen. Mit meinem Kunststil, der Arte Povera, meiner künstlerischen Methode, mithilfe von Alltagsdingen künstlerische Aussagen zu erreichen, komme ich der Kunstmethode der Romantiker nahe. Im Dazwischen finde ich nicht die Sonntagsschönheit sondern die Arbeit und die Veränderung. Die Alltagstextilien sprechen unser privates Gefühl an, unseren privaten Verantwortungsspielraum.

Der Inhalt des Märchens von der anmaßenden Fischersfrau ist heute mit unserem Machbarkeitswahn wieder relevant. Meine Textbeispiele von Schriftstellern der Gegenwart sind nicht so polarisierend wie die 10 Gebote oder die 7 Todsünden - hier gut - da schlecht -, sondern suchen den Handlungsspielraum dazwischen.
Der Kirchenraum wirkt wie ein Wertmaßstab, erinnert aber daran, dass Worte neu befragt werden können. Er holt das Private in den Sonntag.

Vita Jorinde Gustavs

Diplom an der Fachhochschule für Angewandte Kunst Schneeberg. Atelierhaus in Stralsund-Grünhufe. Seit 1989 international mit Installationen anerkannt. Mitglied im Künstlerbund BBK-MV. Regelmäßige Ausstellungen, Kunstprojekte und Lehrtätigkeit.—  Publikationen im weiw-Verlag Stralsund-Amsterdam: Original,  Bilder aus Leben und Kunst, 2007, ISBN 978-3-937938-09.  Erdung des Unsichtbaren, Installationen 2009-2012 ISBN 978-3-937938-18-9 — www.gustavs.org


Freitag, 1. August 2014

Plastikenten auf Weltreise im MEERESMUSEUM

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Wissenschaftlerin Dr. Dorit Liebers-Helbig und Präparator Uwe Beese platzieren die Enten auf dem Globus im Foyer des MEERESMUSEUMs. 30.000 solcher Plastikenten gingen 1992 auf der Passage von Hongkong nach Amerika verloren. (Foto: Deutsches Meeresmuseum)

Plastikenten auf Weltreise im MEERESMUSEUM




(Stralsund, 01.08.14) Auf dem Globus im Foyer des Stralsunder MEERESMUSEUMs tummeln sich derzeit etwa 200 gelbe Plastikenten. Die Spielzeugtiere, die eigentlich in Badezimmern zu Hause sind, vermitteln im MEERESMUSEUM eine besondere Thematik: Am 10. Januar 1992 verlor ein Frachtschiff im Nordpazifik auf seiner Fahrt von Hongkong nach Amerika einige Container mit Plastikspielzeug. Seitdem treiben rund 30.000 gelbe Plastikenten über die Weltmeere, zersetzen sich langsam oder werden hin und wieder an Land gespült.



Von den 30.000 Enten wurden etwa 10.000 nach Norden getrieben. Rund 20.000 Enten „schwammen“ nach Süden und erreichten die Strände von Indonesien, Australien und Südamerika. Im Jahr 1995 wurden zahlreiche Enten im Packeis des Nordpolarmeeres entdeckt, d. h. sie „reisten“ bis in den Nordatlantik. Rund 27.000 Kilometer entfernt vom Unfallort strandeten 2007 die ersten Plastikenten an den Küsten von England und Wales. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass eines Tages auch in Stralsund eine Ente aus dem Pazifik angespült wird.



In der Wissenschaft glaubte man bisher, die Meeresströmungen zu kennen. Die Fundorte und jeweiligen Zeitpunkte des Auftauchens der gelben Enten lieferten jedoch neue Erkenntnisse für die Ozeanforschung. So weiß man heute, dass es großräumige Strömungswirbel gibt, die sich mit einer Geschwindigkeit von 11 cm pro Sekunde bewegen. Eine Umdrehung im Nordpazifik dauert etwa drei Jahre.



Das Deutsche Meeresmuseum macht in diesem Jahr gezielt auf das globale Problem des Plastikmülls im Meer aufmerksam und informiert mit vielfältigen Aktionen in Sonder- und Dauerausstellungen sowie mit zahlreichen museumspädagogischen Angeboten über den Meeresmüll und seine Folgen. Während das Abbild der Plastikente überdimensional groß an der Fassade des OZEANEUMs für das Jahresmotto „Kein Plastik Meer“ wirbt, taucht die Meeresente Melanitta im MEERESMUSEUM in den Vitrinen auf, die inhaltlich Bezug auf die Plastikmüllproblematik nehmen. Außerdem führt die Ente wegweisend durch die neue Familienrallye, die Kinder im MEERESMUSEUM mit Eltern oder Großeltern unternehmen können. Kostenlose Teilnahmehefte gibt es am Infostand.
 
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