Montag, 29. Juni 2009

Schutzengel auf Rügen gesucht

Bergen. Gerne wären Stefanie Feuerhake (25) und Katja Truhlsen (20) bei der Aktion Schutzengel auf Rügen beteiligt. Beide Erzieherinnen sind im DRK engagiert. „Wir machen das sowieso schon, dass wir mäßigend bei Parties auf die Jungs einwirken“, sagt Stefanie Feuerhake, zusammen mit ihrer Kollegen an der Seite von Polizeihauptkommissar Frank Frommberger. Dieser hatte die beiden jungen Frauen schnell in die dafür vorgesehehen T-Shirts gesteckt. Der ebenfalls auf dem Bergener Blaulichttag am Sonnabend anwesende Stralsunder Polizeidirektor Siegfried Bruß musste jedoch bedauernd einschränken, dass das zwar in Nordvorpommern und Stralsund schon erfolgreich parktiziert wird, auf Rügen jedoch nicht. „Wir warten noch auf die Zusage einer Beteiligung durch den Landkreis von Landrätin Kerstin Kassner“, sagte er. Rund 7000 Euro bei Förderung der Restgelder von 75 Prozent durch das Wirtschaftsministerium würden für Informationsmaterial und die Aufwendungen benötigt. Bruß zum Konzept. „Wir kommen an die jungen, erwachsenen Männer ja nicht ran. Das schaffen die Frauen zwischen 16 und 25 Jahren besser. Und darauf basiert, dass diese so mäßigend einwirken, das nach 18 bis 25 Unfalltoten pro Jahr in den Einsatzgebieten die Aktion Schutzengel Verkehrstote im Anwendungsgebiet auf fünf bis sieben reduziert hat“, erläutert Bruß. „Die Aktion wird wirklich gut angenommen.“ Bruß ergänzte zudem, dass auch das ermäßigte fity-fity-Ticket für gemeinsame Taxifahrten nach der Disco noch bei der AOK erhältlich sei und eine ideale Ergänzung darstelle. Junge Mädchen sind übrigens häufig auch die Opfer von Fahrten unter Alkohol oder Drogen. Sie sitzen auf dem Beifahrerseitz und werden bei einer Ausweichreaktion des Fahrers häufig schlimmer dort erwischt, als der Fahrer selbst.Auf dem Bergener Blaulichttag stellten sich Rettungsdienste wie das DRK und die Feuerwehr, ebenso wie die Helfer des THW oder der Verkehrswacht dar und warben für ihre Arbeit. Neben der Fahrradcodierung durch die Polizei zeigte die Feuerwehr eine Fettexplosion, das THW betrieb eine Seilbahn und Rettungssimulationen oder Tests bei simulierten Alkoholfahren sollten zur Aufklärung beitragen. Der Besucherandrang war nach Veranstalterangaben eher mäßig.© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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