Dienstag, 16. April 2013

Greenpeace und Ozeaneum planen Menschen-Banner

Ein Herz für die Arktis: Greenpeace organisiert einen internationalen 
Arktis-Aktionstag zum Mitmachen. Am 20. April entstehen weltweit 
Menschenbilder zum Schutz der Arktis. © Greenpeace / Daniel Beltra.

Greenpeace und Ozeaneum planen Menschen-Banner


 Gemeinsame Mitmachaktion am 20. April vor dem Ozeaneum
 

Stralsund, 12.04.2013 – Mit einer gemeinsamen Aktion geben Greenpeace und das Ozeaneum Menschen die Möglichkeit, etwas für den Schutz der Arktis zu machen. Am 20. April können sich Bürgerinnen und Bürger an einer Greenpeace-Aktion vor dem Ozeaneum beteiligen. Das Ziel: Die Mitmacher stellen sich in Form eines Bannerspruchs auf. Aus vielen Dutzend Teilnehmern soll die Botschaft „I love Arctic“ („Mein Herz schlägt für die Arktis“) entstehen. Um 14 Uhr geht es los. „Die Aktion in Stralsund ist Teil einer weltweiten Protestaktion. In vielen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Schweiz oder Großbritannien stehen Menschen für den Schutz der Arktis auf und lassen sich fotografieren“, sagt Angela Pieske, Projektleiterin von Greenpeace. „Die Bilder wird Greenpeace im Mai dem Arktischen Rat in Schweden übergeben.“

Der Rat besteht aus den Außenministern der Arktis-Anrainerstaaten. Er tagt dieses Jahr im schwedischen Kiruna. Der Rat hat sich zum Ziel gesetzt, Sicherheit und Klimaschutz für die arktische Region zu verbessern. Die Arktis ist eine Region, die besonders unter dem Klimawandel zu leiden hat. Im vergangenen Herbst war die Ausdehnung des Meereises der Arktis so klein wie noch nie seit dem Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungen vor 33 Jahren. Diesen Rückgang des Meereises macht sich die Ölindustrie zunutze, um an bisher durch das Eis unerreichbare Öl- und Gasvorkommen zu gelangen. Vorreiter dieser Entwicklungen ist vor allem der Ölkonzern Shell.

Shell musste allerdings im vergangenen Jahr nach einer Serie von Pannen seine ursprünglichen Bohrpläne vor der Küste Alaskas aufgeben. Beide eingesetzten Bohrfahrzeuge wurden bei Havarien so schwer beschädigt, dass Shell seine Arktispläne für dieses Jahr aussetzen muss. Zudem bestätigte ein Untersuchungsbericht des US-Innenministeriums Mitte März, dass Shell 2012 in der Arktis fahrlässig gehandelt hat.

"Die Arktis, als eine der letzten intakten Naturregionen der Erde, muss dauerhaft vor Ausbeutung durch die Industrie geschützt werden", so Angela Pieske. Greenpeace fordert ein Schutzgebiet für die hohe Arktis. Die unabhängige Umweltschutzorganisation hat deshalb eine weltweite Kampagne zur Rettung der Arktis gestartet und ruft zu einer Unterschriftenaktion auf. Das Ziel: drei Million Unterschriften zum Schutz der Arktis: www.savethearctic.org.

Arktis-Aktionstag:
Samstag, 20. April 2013, 14 Uhr.  Auch vor dem Ozeaneum in Stralsund.  

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