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Dienstag, 24. Februar 2015

Fliegerbombe vor Mukran gesprengt

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Bombensprengung vor Mukran- Foto: Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz

Fliegerbombe aus dem II. Weltkrieg gesprengt


Sassnitz (ots) - Am 24.02.2015 wurde durch Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes Mecklenburg- Vorpommern im Seegebiet vor Mukran eine 1000 lbs Fliegerbombe aus dem II. Weltkrieg gesprengt. Der Sprengkörper lag ca. 500 m vor der Hafeneinfahrt zum Fährhafen Sassnitz/ Mukran in einer Tiefe von ca 15 m im Meer. Zum Schutz der Meeresumwelt wurden zuvor um die Sprengstelle sogenannte "Pinger" ausgebracht und ein "Blasenschleier" instaliert. Nach intensiven Vorbetreitungs- und Sicherungsmaßnahmen unter Beteiligung der Boote der WSP- Inspektion Sassnitz, "Granitz", "Stubnitz" und "MV 10", sowie dem Offshore- Schlepper "Noortruck", wurde die Fliegerbombe gegen 13.00 Uhr kontrolliert zur Detonation gebracht.

Quelle:
Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern
Wasserschutzpolizeiinspektion Sassnitz

Sonntag, 24. Oktober 2010

Rügen: Deutscher Logistik Preis für Nord Stream - Buss Sea Terminal Sassnitz wichtiger Bestandteil der Logistikkette

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Mittlerweile zwei mobile Krane verladen in Mukran die ummantelten Rohre auf bis zu vier Schiffe am Tag. Parallel findet dort auch Containerumschlag statt. Foto: ostSeh/Küstermann

Sassnitz-Mukran (ostSeh) Das Buss Sea Terminal Sassnitz beglückwünscht Nord Stream zum Deutschen Logistikpreis. Und kommt gleich zur Sache, da sie die Würdigung auch als Beweis für die gute Zusammenarbeit mit dem Hafendienstleister auf Rügen sehen. Dieser ist maßgeblich mit der Logistik für die Ostsee-Pipeline am Fährhafen Sassnitz-Mukran betraut.

"Als Buss-Gruppe gratulieren wir dem Logistikteam der Nord Stream AG zum Deutschen Logistikpreis. Wir freuen uns und sind stolz darauf, mit dem Buss Sea Terminal Sassnitz ein Bestandteil dieser Arbeit zu sein und hierzu unseren Beitrag zu leisten", so Heinrich Ahlers, Geschäftsführer, Buss Group.

Im Auftrag des französischen Unternehmen Eupec Pipecoatings France SA, dem die Ummantelung der Röhren obliegt und das die Logistik vor Ort koordiniert, ist das Buss Sea Terminal Sassnitz verantwortlich für den Umschlag der in der ersten Phase rund 64.000 Rohre, deren Lagerung, Produktionsbelieferung und -abnahme für die Rohrummantelung, die Beladung der Seeschiffe, welche die Rohre zu den Zwischenlagern entlang der geplanten Pipeline-Route transportieren, sowie den Umschlag der für die Ummantelung notwendigen Massengüter. Zu Bahn, zu Straße wie zur See.

"Buss Sea Terminal Sassnitz ist ein zuverlässiger Dienstleister, der uns ermöglicht, das Konzept qualitätsgerecht und im Zeitplan umzusetzen.", so Klaus Schmidt,  Manager für Pipeline-Ummantelung und Logistik bei der Nord Stream AG.

Für die Aufgaben und Anforderungen des Projektes beschäftigt das Buss Sea Terminal Sassnitz je nach Projektphase bis zu 50 Mitarbeiter, die größtenteils aus der Region kommen. Täglich sind im Hafen bis zu 30 Lastzüge im Einsatz, um etwa 1.000 rohe Rohre zwischen Werk, den rund 50 Hektar großen Lagerstätten, der Ummantelung und dem Schiffskai zu bewegen. Derzeit werden bis zu vier Transportschiffe täglich mit jeweils 84 Rohren beladen.

Mittwoch, 8. September 2010

Rügen: Wieviele Menschen passen in einen Kleinbus?

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Sassnitz/ Mukran. (ostSeh) Am Wochenende wurde von Bundespolizisten auf dem Hafengelände ein Kleinbus Mercedes/ E aus Serbien kontrolliert. Nach dem der 39-jährige Fahrer die Tür geöffnet hatte konnten die Polizisten nur eine Vielzahl von Köpfen erkennen und ließen die Insassen aussteigen. Ingesamt stiegen aus dem Bus, der für 8+1 Personen zugelassen ist, 16 Erwachsene und 10 Kinder im Alter von 1 bis 9 Jahren aus. Ein Blick in das Fahrzeug zeigte, dass für die Kinder nur 3 Kindersitze vorhanden waren. Die anderen Kinder und ihre Mütter lagen während der Fahrt hinter den Sitzen auf einer Matratze. Im eigentlichen Kofferraum waren Bretter in zwei Etagen eingebaut, auf denen weitere Kinder lagen. Von den Beamten der Landespolizei wurden die Erziehungsberechtigten mit Bußgeldern belegt. Danach konnten die Serben mit dem Fährschiff nach Schweden ausreisen.

Montag, 23. August 2010

Minister Backhaus: "Bedeutung der Aquakultur wird weltweit steigen"

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Bentwisch/MV (ostSeh) Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus hat am heutigen Montag in Bentwisch (Landkreis Bad Doberan) anlässlich der Grundsteinlegung für eine neue Kalt- und Heißräucherei einen Zuwendungsbescheid an die Rügen Fisch AG überreicht.
Der Zuschuss des Landes und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fischereifonds für den Neubau einer Kalt- und Heißräucherei beträgt 3,4 Millionen Euro. Die Gesamtinvestition beträgt 14 Millionen Euro. Das Unternehmen will zukünftig jedes Jahr 3.500 Tonnen Räucherfisch produzieren. Nach einer steinigen Entwicklungsgeschichte gehört das Sassnitzer Unternehmen mit weiterem Firmensitz unter anderem in Rostock zu den Marktführer bei Fischkonserven in Deutschland. In den neuen Bundesländern ist es Lieferant Nummer eins. Beliebter Spitzenreiter ist beispielsweise das Dorsch-Produkt Scomber-Mix.

Der Bau in Bentwisch soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Vorgesehen ist, im Herbst 2011 mit der Produktion zu beginnen. "Mit dem Bau rundet die Rügen Fisch AG ihre Angebotspalette im Bereich Fischkonserven, Fischmarinaden und Räucherwaren ab und bedient damit den Handel mit allen Fischprodukten. Ausgenommen sind Frisch- und Frostfisch. "Rügen Fisch zählt zu den erfolgreichsten Unternehmen unseres Landes. Ich bin sicher, diese Investition trägt zur weiteren Stärkung eines der traditionsreichsten Wirtschaftsbereiche unseres Landes bei – der Fischverarbeitung", betonte Minister Backhaus in heute in Rostock.

Die Situation der Fischer machte deutlich, dass man angesichts der Situation in den Weltmeeren über die Alternative der Aquakultur - das Lieblingsthema des Mecklenburg-Vorpommernschen Ministers - mehr als bisher nachdenken müsse, so Minister Backhaus. Er sei davon überzeugt, dass die Bedeutung der Aquakultur weltweit weiter steigen werde. Vom Wassertourismus abhängige Regionen sehen zumindest die Aquakulturen vor der Küste häufig kritischer. Schon bei der Fischverarbeitung wie in Mukran waren vertraurensbildende Maßnahmen gegenüber Binzer Touristikern notwendig, damit das geklärte Abwasser in die Prorer Bucht fließen konnte.

"Damit Fischprodukte nicht nur von Importen abhängig sind – und in Deutschland ist mit fast 85 Prozent der Fische von Importen schon seit Jahren ganz erheblich abhängig - sollte in der Zukunft mehr Augenmerk auf die Aquakultur gelegt werden. Diese halte ich für zukunftsweisend, allein schon, um bei der Frage der Produktqualität und den damit verbundenen Umwelt- und Sozialbedingungen die Maßstäbe setzen zu können, die Deutschland als Exportnation und als Wirtschaftslokomotive Europas in anderen Teilen der Wirtschaft so erfolgreich gemacht hat.

Mittwoch, 11. August 2010

Rügen: Erfolgreicher Start für erweiterten Liniendienst TransRussiaExpress

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„Transrussia“ steuert ab Sassnitz neue Destination in Lettland an und verstärkt St. Petersburg-Verkehre

Sassnitz (ostSeh) Seit dem 29. Juli fährt der Liniendienst TransRussiaExpress zusätzlich direkt vom Fährhafen Sassnitz-Mukran aus den Hafen in Ventspils an der lettischen Ostseeküste an. Der neue Liniendienst erhöht die Frachtkapazitäten ins Baltikum und fördert die Tourismusbranche.

„Mit dem erweiterten Liniendienst der Finnlines für Fracht und Passagiere bieten wir den Märkten in Mitteleuropa ab Sassnitz effiziente Verbindungen nach Russland und ins Baltikum an“, so Uwe Bakosch, CEO Finnlines. „Damit antworten wir auf die steigende Nachfrage von Verladern und Spediteuren und eröffnen gleichzeitig Touristen ein attraktives Angebot an interessanten Reisezielen in Osteuropa“, so Uwe Bakosch weiter.

Die Schwesterschiffe Transrussia und Transeuropa des Schiffsbetreibers Finnlines fahren künftig über Sassnitz nach Ventspils und weiter nach St. Petersburg. Im Unterschied zum Vorgängerschiff der Transrussia, der Translubeca, ist diese nun fast doppelt so groß, verfügt über 3.200 Lademeter und fasst bis zu 124 Passagiere.

Der erweiterte neue Liniendienst des TransRussiaExpress steht im Zeichen einer Stärkung der Verkehre nach Osteuropa. Daher wird die Frequenz der Verbindungen mit Halt am Fährhafen Sassnitz auf zwei Mal pro Woche verdoppelt.

„Schon seit Jahren ist der Fährhafen ein zuverlässiger Dienstleister für den TransRussiaExpress. Jetzt bietet der Standort Sassnitz als Drehscheibe mit Skandinavien ein großes Potenzial und ist ein Tor ins Baltikum und Russland“, so Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH. „Dieses Potenzial können wir ausschöpfen, indem wir die Ostseehäfen effizienter miteinander verzahnen“, ergänzt Uwe Bakosch. Darüber hinaus sollen Kunden aus dem Raum Hamburg, Rostock und Berlin attraktive Möglichkeiten bekommen, Lettlands Hauptstadt Riga über Ventspils zu erreichen.

Info
Der Fährhafen Sassnitz ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlagsanlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur und wird daher häufig als westlichster Cargo-Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahn bezeichnet. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Fährhafens gestattet den Umschlag und die Verpackung von Gütern nach und aus den GUS Staaten sowie dem Baltikum und Finnland. Zum Einzugsgebiet gehören Kunden mit Warenströmen aus Mittel- und Südosteuropa, die Dank der günstigen geographischen Lage die regelmäßigen Fährverbindungen nach Schweden (Trelleborg), Litauen (Klaipeda/Memel), Russland (St. Petersburg) sowie Dänemark (Rønne) in Anspruch nehmen.


Dienstag, 20. April 2010

Rügen: Fährhafen Sassnitz zieht positive Bilanz aus Hafentagen

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Foto: Ralf Eppinger

Teilnehmer entwickeln zukunftsfähige Verkehrs- und Transportlösungen

Die Fährhafen Sassnitz GmbH zeigt sich zufrieden mit Verlauf und Ergebnis der ersten Hafentage in Klaipeda, Vilnius und Minsk. Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „East West Transport Corridor II“ (EWTC II) organisierte sie dort als Projektpartner zwischen dem 6. und 9. April die Hafentage – potenzielle Kunden und Partner aus den jeweiligen Wirtschaftsregionen waren zu Gast.

Sassnitz (ostSeh) Ziel der viertägigen Veranstaltung war es, Beziehungen zu wichtigen Partnern aus Politik und Wirtschaft zu intensivieren und aufzubauen sowie zusätzliche Ladung für die zwischen Sassnitz und Klaipeda verkehrende Eisenbahnfähre „Vilnius“ zu akquirieren. Begleitet wurde der Fährhafen Sassnitz von einer deutschen Delegation. Diese bestand unter anderem vertreten aus dem Bürgermeister der Stadt Sassnitz, Dieter Holtz, der Kreistagspräsidentin von Rügen, Gisela Lemkie, dem Niederlassungsleiter des Hafendienstleisters Buss Sea Terminal Sassnitz, Ralph Bonan, lokalen Eisenbahnspediteuren und weiteren Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern.

In Gesprächen zeigte der Ostseehafen gegenüber zahlreichen Akteuren der Transportbranche seine Alleinstellungsmerkmale auf, wie etwa die Möglichkeit der Abfertigung russischer Breitspurwaggons vor Ort. Die in der Praxis jedoch nach wie vor ihre Grenzen an der DBAG erfahren, die weite Teile des Geländes eher als Fuhrpark denn als entwicklungsfähige Fläche nutzt. Auch die Vorteile der Eisenbahnfährverbindung Sassnitz – Klaipeda wurden eingehend erörtert. Darüber hinaus entstanden in gemeinsamer Arbeit neue Ideen für den intermodalen Verkehr und effiziente Transportketten zwischen Ost und West.

Nach Abschluss der Veranstaltung stand schnell fest: „Die Gespräche verliefen für alle Beteiligten konstruktiv und fruchtbar. Daher ist eine Wiederholung der Hafentage im Rahmen des EWTC II-Projekts auf jeden Fall geplant – schließlich können alle Akteure davon nur profitieren“, so Harm Sievers, Geschäftsführer der Fährhafen Sassnitz GmbH.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Rügen: Pipelines nach Slite auf Gotland

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Während der nunmehr immer nächtlichen Verladeaktionen im Fährhafen Sassnitz von jeweils rund 160 Pipelineröhren mit jeweils 22,5 Tonnen Gewicht.
Foto: ostSeh/Küstermann

Sassnitz. (ostSeh) Der Antransport im Hafen von den umliegenden Lagern mit jeweils einer ummantelten Röhre findet per Lkw statt. Röhre um Röhre und parallel sind schwere Radlader noch immer dabei, den Transport überhaupt zu ermöglichen. Kurz stand wegen Schnee, Eis und Witterung die Verladung in der Nacht zum Mittwoch auf der Kippe. Immerhin ein zu planender Zeitraum von rund acht Stunden, in denen nahezu 20 Menschen direkt wie ein Räderwerk funktionieren müssen, bis die 16o Röhren geladen sind.

Abgeladen wird vom Lkw per sogenanntem ReachStacker, einem speziellen Teleskoplader mit Greifer für eine Röhre. Die setzt er auf das Kran-Zwischenlager, wo der mobile Hafenkran zwei Röhren greift. Maßarbeit aus 30 Metern Höhe. Mit einer Last von rund 60 Tonnen am Haken. 160 Röhren pro Ladung und insgesamt 56.000 Stück ummantelter Röhren aus dem EUPEC Ummantelungswerk in Sassnitz gehen so auf die Reise.

Derzeit liegen nach Auskunft von EUPEC 22.000 (ca 270 Km) nicht ummantelte und 24.000 (290 Km) ummantelte Röhren auf den 65.000 Röhren fassenden Lagerstätten im Fährhafen. Das Ummantelungswerk bearbeitet insgesamt für die erste und zweite Pipeline von jeweils 1223 Kilometer im Auftrag von Nord Stream bis Dezember 2011 eine Stückzahl von 122.000 Röhren. Bisher wurden 38.700 Röhren ummantelt. 200 Röhren pro Tag steigern dabei durch eine Spezialbetonmischung ihr Gewicht von jeweils rund 12,5 Tonnen auf rund 22,5 Tonnen. Deshalb wird jede Röhre einzeln pro Tieflader angefahren, mit dem Reachstacker am Teleskoparm abgeladen, abgesetzt und vom beweglichen Kran im STS Multi Purpose Center der BUSS-Gruppe mit einem Spezialgreifer im Pärchen wieder aufgenommen. Der Kranführer muss dabei die genaue Gewichtverteilung beim Stauen berücksichtigen und mehrfach die Position des Krans auf Rädern wechseln. Auch die Besatzung verholt zwischenzeitlich mehrfach das mal bug- und mal hecklastige Schiff. Auch dort sind übrigens dicke Eiskrusten an Deck zu berücksichtigen.

300 Röhren kommen aus Mühlheim an der Ruhr täglich mit drei Güterzügen an. Zuzüglich Kies und Chemikalien per Schiff und Bahn ein enormer Zugewinn an Umschlag im Hafen Sassnitz, der von Stadt und Land betrieben wird. Das komplette Pipelineprojekt hat einen Wert von 7,4 Milliarden Euro.

Der Erdgasbedarf in Europa wird laut unabhängigen Instituten für das Jahr 2030 auf 516 Milliarden Kubikmeter Gas prognostiziert. Ab 2011 soll nach Angaben von NordStream mit einer jährlichen Kapazität von 27.5 Milliarden Kubikmetern begonnen werden. Baubeginn ist laut NordStream Pressesprecher Steffen Ebert für April 2010 geplant. Im Mai jedoch soll schon wieder auf der hiesigen Seite eine Pause entstehen, da die Laichgründe für den Hering bei Bornholm nicht gestört werden sollen.

Die letzte Genehmigung der finnischen Regierung für deren Außenwirtschaftszone wurde eben erteilt. In Greifswald ist jedoch von NABU und BUND eine Klage gegen das genehmigende Bergamt Stralsund anhängig. Die Kläger wollen, so Jochen Lamp, nach ihrer Ansicht Unstimmigkeiten bei den Ausgleichszahlungen einfordern. Doch auch Lamp befürwortet im Prinzip das Projekt, wie er in einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung im Meeresmusem Stralsund öffentlich sagte. "Jeder Transport per Schiff wäre auf der ohnehin belasteten Ostsee weitaus gefährlicher, als diese Pipeline.

(c) 2010 ostSeh_KüSTERMANN

Montag, 1. Februar 2010

Rügen: Nord Stream entscheidet Ausschreibung für zweite Rohrlieferung

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In der Röhrenummantelung des Nordfranzösischen Unternehmens EUPEC in Sassnitz-Mukran. Diese Produktion dürfte damit weitergehen und als Standort gesichert sein. Von dort werden 60000 Röhren mit am Edne rund 22,5 Tonnen an- und abgefahren. Ein lukratives Geschäft für den Betreiber des Hafens mit Stadt und Land. Auf diese Weisee wurden große Industrieflächen für die Zukunft erschlossen. Foto: ostSeh/Küstermann

Nord Stream entscheidet Ausschreibung für zweite Rohrlieferung
• Alle Großaufträge für Nord Stream-Projekt vergeben
• Transparentes internationales Ausschreibungsverfahren
• Budget- und Zeitplan eingehalten

Zug / Rügen. (ostSeh) Nord Stream wird die Unternehmen EUROPIPE (Deutschland), OMK (Russland) und Sumitomo (Japan) mit der Lieferung von einer Million Tonnen Stahlrohren für den zweiten Strang der Nord Stream-Pipeline beauftragen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf ungefähr eine Milliarde Euro. Davon erhalten das deutsche Unternehmen EUROPIPE 65 Prozent, der russische Rohrhersteller OMK 25 Prozent und die japanische Firma Sumitomo zehn Prozent. Mit der Auftragsvergabe wird sichergestellt, dass die Rohre für den zweiten Strang der 1.220 Kilometer langen Erdgaspipeline vom russischen Wyborg nach Lubmin bei Greifswald rechtzeitig – entsprechend der logistischen Anforderungen des Projektes – geliefert werden. Die Entscheidung wurde heute vom Aktionärsausschuss nach einer gründlichen Prüfung aller Angebote von deutschen, japanischen und russischen Unternehmen getroffen.

„Wir sind erfreut, dass sowohl EUROPIPE und OMK, die Lieferanten für die erste Pipeline, als auch Sumitomo als Projektneuling mit an Bord sind. Sumitomo hat ausgezeichnete Referenzen bei Offshore-Projekten“, erklärt Henning Kothe, Projektdirektor bei Nord Stream. „Mit einer Milliarde Euro liegt das Gesamtvolumen der Aufträge unter dem Preisniveau für die erste Pipeline. Darin spiegelt sich die aktuelle Marktsituation – also der stärkere Wettbewerb und mehr verfügbare Kapazitäten – wider. Es wurde die dreifache Menge an benötigten Stahlrohren angeboten.“

Alle großen Aufträge vergeben

Die Ausschreibung der Stahlrohre für den zweiten Pipelinestrang erfolgte unabhängig von der Ausschreibung für den ersten Strang im Jahr 2007. Die Vergabe dieses Auftrags war die letzte größere ausstehende Entscheidung mit Blick auf den Projektbedarf und das Gesamtbudget. Durch die Verträge für den zweiten Strang, die in den nächsten Wochen unterschrieben werden, sichert sich Nord Stream die Rohre zum aktuellen Preisniveau. Die Lieferung der Rohre soll im Mai 2010 beginnen.

Weltweite Ausschreibung

Die weltweite Ausschreibung für die Rohrlieferung begann im Februar 2009. Sechs Hersteller aus Japan, Russland und Deutschland hatten sich zur Teilnahme vorqualifiziert und waren eingeladen, Angebote abzugeben. Die Vorqualifikation konnte entweder durch Referenzen oder durch eine Probeproduktion nachgewiesen werden. Alle potenziellen Anbieter mussten nachweisen, dass sie hochdruckbeständige Stahlrohre mit großem Durchmesser für den Offshore-Gebrauch gemäß internationaler Qualitätsstandards liefern können.

Projekt im Plan

Der Bau des ersten Strangs der Nord Stream-Pipeline soll am 1. April 2010 beginnen; der Bau des zweiten Strangs im Frühjahr 2011. Nord Stream hatte bis Ende 2009 die Genehmigungen der Länder erhalten, durch deren Gewässer die Pipeline verlaufen soll (Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland).


INFO:
Nord Stream baut eine Erdgaspipeline, die Russland und die Europäische Union durch die Ostsee verbindet. Der Bedarf an Erdgasimporten in die Europäische Union, im Jahr 2007 von cirka 312 Milliarden Kubikmeter, wird nach Angaben des Auftraggebers dieser Pipeline bis zum Jahr 2030 um 200 Milliarden Kubikmeter auf 516 Milliarden Kubikmeter pro Jahr wachsen (Quelle: IEA, World Energy Outlook 2009). Mit dem Anschluss des europäischen Gasleitungsnetzes an einige der größten Gasreserven der Welt wird Nord Stream etwa 25 Prozent des zusätzlichen Gasimportbedarfs der Europäischen Union der nächsten Jahrzehnte decken können. Das Projekt wird ein bedeutender Beitrag zur langfristigen Sicherung der Gaslieferungen und ein Meilenstein für die Energiepartnerschaft zwischen der Europäischen Union und Russland sein.

Die Pipeline mit einer Gesamtlänge von über 1.220 Kilometern soll 2011 zunächst mit einer jährlichen Kapazität von etwa 27,5 Milliarden Kubikmetern in Betrieb gehen. In der zweiten Phase soll die Transportkapazität mit einem weiteren Leitungsstrang auf rund 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppelt werden. Dies ist ausreichend, um 26 Millionen europäische Haushalte zu versorgen.
Die Nord Stream AG ist ein internationales Joint Venture, das zur Planung, zum Bau und zum anschließenden Betrieb der neuen Pipeline durch die Ostsee gegründet wurde. Die russische OAO Gazprom ist mit 51 Prozent an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt. Die deutschen Unternehmen BASF SE/Wintershall Holding AG und E.ON Ruhrgas AG halten je 20 Prozent, die niederländische N.V. Nederlandse Gasunie 9 Prozent der Anteile.

Dienstag, 30. Juni 2009

Sandbank lässt Segler auflaufen

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Die Probleme um den Stadthafen Sassnitz auf Rügen nehmen nicht ab. Eben schrieb die Zeitschrift „Yacht“, dass das Festmachen in der Marina seit drei Jahren verboten sei. Nun behindert eine Untiefe die Einfahrt am Molenkopf.
Sassnitz. (ostSeh) Die DGzRS im Stadthafen Sassnitz schleppt nach Auskunft von Pressesprecher Andreas Lubkowitz mit dem Tochterboot Helene der Wilhelm Kaisen jeden Monat seit Entstehen der Untiefe am Molenkopf um die 12 Segler frei. Ab März ist die Sandbank aktenkundig. Segler steuern meist das Leuchtfeuer am Molenkopf an und laufen dann auf der dort entstandenen Sandbank beim Passieren fest oder haben auch nur Grundberührung.
Seit rund drei Wochen schon liegt nun eine sogenannte Kardinalstonne Süd dort vor dem Leuchtfeuer. „Wer jetzt noch aufläuft, ist selbst schuld. Dem sollte man den Führerschein wegnehmen“, gibt sich Holger Brydda, Chef des Stralsunder Wasser- und Schifffahrtsamtes Nord gegenüber Freizeitkapitänen unerbittlich. Darauf angesprochen, wann das Problem beseitigt werden soll, sieht er die Tonne als vorläufig ausreichende wenn auch kostenintensive Lösung an. „Wir sind unserer Verkehrssicherungspflicht an der Bundeswasserstraße damit nachgekommen. Und das System der Kardinalstonne an der Untiefe ist genial. Je nach ihrer Lage und Kennung sagt sie genau, wie sie zu umfahren ist. Diese hier beispielsweise großräumig südlich. Dann kann nichts passieren.“ Für eine Baggerung sei noch zu wenig Material angeschwemmt, kalkuliert Brydda. Er räumt aber auch ein, dass eine Tonne auf Dauer eine sehr teure Lösung ist, rechne man den kompletten Aufwand für ihren Unterhalt. „Unsere Notfall-Schlepper und die Dienstschiffe dürfen natürlich nicht gefährdet sein“, stehen seine Prioritäten fest.
Verwundert zeigt er sich generell über die Untiefe, weil Sassnitz und Mukran eigentlich als natürlich tiefe Häfen gelten. Vermutet werden kann, dass anhaltender Nord-Ost für den Sand gesorgt hat. Gerhard Quaas, Hafenkapitän vor Ort, sieht manches praktischer und die Sache noch nicht behoben. Er befürchtet weiteren Imageschaden. „Sicher ist da manchmal auch Unkenntnis der Segler dabei. Doch es gibt auch Manöver beim Einlaufen, wenn dem Skipper ein auslaufendes Schiff begegnet“, weiß er als Grund des Festkommens. Und er sieht die Tonne als keine alleinige Lösung. „Das kann nur die Beseitigung sein!“ Nach Kenntnis von Gerhard Quaas ergab eine nichtamtliche Messung im April um die 80 Zentimeter Pegel über der Sandbank. Nautiker des Zollbootes wiederum haben kürzlich nur noch 40 Zentimeter bei einer Überprüfung festgestellt.
Segler selbst äußern sich namentlich dazu gar nicht. Wegen verkehrs- und versicherungsrechtlicher Gründe, wie nicht zuletzt die Aussagen Holger Bryddas bestätigen. Sicher ist jedoch, dass zahlreiche Skipper im Hafen tauchen (lassen) oder auf Slip müssen, um nach möglichen Schäden durch den Kies oder Feuerstein an Schraube und Kiel zu suchen. Das Erlebnis werden sie lange mit sich tragen.
Bürgermeister Dieter Holtz als oberster Dienstherr des Hafens übrigens sieht für sich gar keinen Handlungsbedarf. Der Hafenkapitän habe ihn zwar informiert, doch sei das für Holtz ein Problem des Wasser- und Schifffahrtsamtes. „Alles außerhalb der Mole ist Bundeswasserstraße. Spätestens bis zur Inbetriebnahme der Marina müsste das Problem jedoch gelöst sein“, sagt Holtz. Das steht nach seinen Einschätzungen frühestens 2010 ins Haus. Da wird der nächste Bericht der „Yacht“ wohl nicht lange auf sich warten lassen.
© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

Sonntag, 18. Januar 2009

Rügen, ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe

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Die Ostseeinsel Rügen erfreut sich immer mehr als Anlaufhafen für Kreuzfahrtschiffe.
Für das Jahr 2009 werden 17 Luxusschiffe im Hafen von Sassnitz erwartet.
Erwartet werden unter anderem:
  • die neue „AIDAluna“
  • die „MS Deutschland“
  • die „Vistamar“
  • die „Alexander von Humboldt“
Zusätzlich wird die „MS Europa“ im August vor Binz ankern und bei gutem Wetter Passagiere zu einem Inselbesuch ausbooten.

Reiseveranstalter auf Rügen bieten von dort aus organisierte Busrundfahrten und Ausflüge an: Beliebt sind mehrstündige Abstecher zum Königsstuhl, nach Kap Arkona oder Stralsund, ein Badetag am Strand oder eine Bahnfahrt mit dem Rasenden Roland.
Der Fährhafen Sassnitz ist ein Tiefwasserhafen im Ortsteil Mukran der Stadt Sassnitz an der Ostseite der Insel Rügen und ist der größte Eisenbahnfährhafen Deutschlands. Als einziger Hafen im kontinentalen Westeuropa bietet er darüber hinaus die Möglichkeit zum Umschlag von Eisenbahnwaggons mit der in Finnland, Russland und den baltischen Ländern verwendeten Breitspur.

(c) Privat

 
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