Donnerstag, 16. Mai 2013

Bundesumweltminister Altmaier begeistert von Schweinswalforschung am Deutschen Meeresmuseum

Beim Rundgang durch das OZEANEUM informierte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier (l.) beim Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke (2.v.l.), und Jens Koblitz (r.), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Meeresmuseum, über den Bestand und Maßnahmen zum Schutz des Ostsee-Schweinswals. Foto: OZEANEUM Stralsund

Bundesumweltminister Altmaier begeistert von Schweinswalforschung am Deutschen Meeresmuseum


Stralsund. Noch gibt es keine genauen Daten zur Schweinswalpopulation in der Ostsee. Dies zu ändern, ist das Anliegen des Deutschen Meeresmuseums. Seit dem Jahr 2002 widmen sich Stralsunder Wissenschaftler mit verschiedenen Forschungsprojekten der Ermittlung des Schweinswalbestands in der Ostsee. Zukünftig erhalten sie dabei bundespolitische Unterstützung. Bei einem Besuch im OZEANEUM am vergangenen Wochenende zeigte sich Bundesumweltminister Peter Altmaier begeistert von der Arbeit der Wissenschaftler und versprach, sich für den Schutz der gefährdeten Tiere einzusetzen. 

Nicht nur die Grundstellnetze, in denen sich Schweinswale häufig verfangen und ertrinken, stellen eine Gefahr für die Säugetiere dar. Die Verschmutzung der Meere und vor allem die Lärmbelastung, etwa durch den Bau von Offshore-Windparks, gefährden den Bestand ebenfalls. Bundesumweltminister Altmaier plädierte in Stralsund für eine Energiewende im Einklang mit der Natur. Die Forschung am Deutschen Meeresmuseum sei die Grundlage dafür, Schweinswale effektiv schützen zu können. „Der Besuch von Herrn Altmaier war für uns ein wichtiges Signal.“, betont Dr. Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums. „In Mecklenburg-Vorpommern konnten wir durch unsere Aufklärungsarbeit über den Schweinswal bereits das Bewusstsein für diese gefährdete Tierart stärken. Viele Entscheidungen zum Meeresumwelt- und Naturschutz werden aber auf bundespolitischer Ebene getroffen. Deshalb freuen wir uns sehr über die Unterstützung, die uns der Bundesumweltminister nun zugesagt hat.“.

Im OZEANEUM stattete Altmaier auch einer weiteren gefährdeten Tierart einen Besuch ab: den Humboldt-Pinguinen auf der Dachterrasse des Museums. Hier bot die Museumsleitung dem Politiker eine Ehrenpatenschaft für Pinguinweibchen Cieco an. Bei einer Pinguinfütterung mit Tierpflegerin Anne May konnte sich Altmaier sogleich von der Vorliebe seines Patentieres und dessen Artgenossen für frische Sprotten überzeugen. Cieco schlüpfte 2011 als erstes Küken auf der Pinguinanlage des OZEANEUMs.


Gemeinsam mit Tierpflegerin Anne May verfütterte Bundesumweltminister Peter Altmaier eine Portion Sprotten an die Humboldt-Pinguine. Für Pinguinweibchen Cieco übernahm Altmaier eine Ehrenpatenschaft. Foto: Hansestadt Stralsund/Pressestelle


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