Donnerstag, 23. Mai 2013

Greenpeace-Vortrag über den größten Lebensraum der Erde im Ozeaneum in Stralsund

Bizarre Lebewesen aus der Tiefsee: Diese Salpen-Art können Biologen noch nicht zuordnen.
Im Rahmen der SOS Weltmeer-Expedition haben Greenpeace-Taucher faszinierende Bilder
aus der Tiefsee mit nach oben gebracht. 
© Gavin Newman/Greenpeace. 

Geheimnisvolle Tiefsee

Greenpeace-Vortrag über den größten Lebensraum der Erde im Ozeaneum in Stralsund


Stralsund, 22.5.2013 – Die Ausbeutung der Meere macht auch vor der Tiefsee nicht Halt: Erdöl, Methangas, Mineralien und Metalle locken. Die Fischerei mit Grundschleppnetzen in bis zu 1.500 Metern Tiefe zerstört  artenreiche Tiefseeberge mit uralten Korallen und beutet empfindliche  Fischarten aus. Die  faszinierende Schönheit der Tiefsee steht am 29. Mai im Mittelpunkt der Vortragsreihe „Greenpeace und das Meer“. Über bizarre Fabelwesen und die Bedrohungen der Tiefsee berichtet Lothar Hennemann, ehrenamtlicher Mitarbeiter aus Hamburg, in seinem Vortrag „Geheimnisvolle Tiefsee“.

„Die Tiefsee ist massiv bedroht. Wissenschaftler schätzen ihre Vielfalt auf über zehn Millionen  Arten – entdeckt wurden bisher gerade einmal 18.000 Arten“, sagt Lothar Hennemann. Fast 70 Prozent unseres Planeten bedeckt der größte zusammenhängende Lebensraum der Erde. Hier herrscht ein enormer Druck, das Nahrungsangebot ist knapp. Doch trotz ihrer scheinbar extrem lebensfeindlichen Bedingungen gibt es in der Tiefsee erstaunlich viel Leben.
Viele Bewohner der eisigen Finsternis sehen sonderbar aus, einige Fische senden Leuchtsignale aus, andere haben riesige Augen und Mäuler. Die unabhängige Umweltorganisation setzt sich vehement gegen die Ausbeutung der Tiefsee ein und fordert ein übergreifendes UN-Schutzabkommen für die Hohe See.

Tiefsee-Bohrungen sind technisch nicht beherrschbar

„Überfischung, giftiger Plastikmüll, die Versauerung der Meere und Tiefsee-Bohrungen bedrohen die letzten fast unberührten Gebiete der Erde. Sogar in der Arktis wollen die Ölkonzerne nach Öl bohren – das müssen wir verhindern“, so Hennemann. Doch der Ölkonzern Shell hält trotz einer Pannenserie im vergangenen Jahr an seinen Arktis-Plänen fest. Wegen Verstößen gegen Umwelt- und Sicherheitsauflagen führt die US-Regierung derzeit eine erneute Überprüfung von Shells Arktis-Projekt durch. Greenpeace fordert US-Präsident Obama auf, Shell keine Erlaubnis für Ölbohrungen in der Arktis zu erteilen und ruft zu einer Unterschriftenaktion auf: http://service.greenpeace.de/themen/oel/mitmach_aktionen/.

Termin
:  „Geheimnisvolle Tiefsee“ – Vortrag von Lothar Hennemann,
  • Mittwoch, 29. Mai, 12 und 15 Uhr im Kinosaal der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“.


Vorschau:
  • Mittwoch, 26. Juni: „Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko“ – Lothar Hennemann
  • Mittwoch, 31. Juli: „Schwarze Zeiten für ein weißes Paradies“ – Diana Süsser
  • Mittwoch, 28. August: „Klein, grau, gefährdet – der Schweinswal“ – Gisela Weismann

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