Mittwoch, 6. Mai 2015

Wie kommt eigentlich der Sand an den Strand?

Lehrerin unter Bäumen: Ihr Lieblingsfach ist „Natur“. Wer mit Laura Steinbusch in den Wald geht, kommt nach zwei Stunden begeistert wieder heraus. Foto: Naturerbe Zentrum Rügen

Für kleine und große Forscher im Naturerbe Zentrum Rügen:

Wie kommt eigentlich der Sand an den Strand?


Prora und Hamburg, Mai 2015 (gr) 60 Kilometer feinster Sandstrand, auf Rügen findet jeder Badeurlauber sein Lieblingsplätzchen. Aber wie kommt eigentlich der Sand an den Strand? Im Naturerbe Zentrum Rügen bei Binz können Urlauber dieses und andere Rätsel lösen. Oder von der Aussichtsplattform auf dem Baumwipfelpfad wie ein Seeadler die ganze Insel überblicken. Eine perfekte Abwechslung zum Strandurlaub, besonders für Familien!

Toll für Kinder: Stationen zum Balancieren und Ausprobieren säumen die Strecke auf dem Baumwipfelpfad - in vier bis 17 Meter Höhe durch die dunkelgrünen Kronen der Rotbuchen. Eine schwergängige Kurbel zeigt, wie viel Kraft ein Baum aufbringt, um Wasser von den Wurzeln bis in seine Krone zu pumpen. Ein speziell justiertes Fernglas simuliert den mikroskopisch-scharfen Adlerblick. Und dann geht es, immer im Kreis um eine Buche herum, schließlich hinauf zur Plattform, begleitet von der Geschichte eines aus dem Nest gefallenen Adlerkükens. In 40 Meter Höhe angekommen schlüpft das Küken wieder ins Nest, und dem Besucher bietet sich eine spektakuläre Sicht über die Insel.

Am Ende des Pfades erwartet Besucher eine Ausstellung mit spielerischen Angeboten für kleine und große Naturforscher. Da wird auch die Eingangsfrage beantwortet: Wie kommt eigentlich der Sand an den Strand? Und alle, die später einmal Naturforscher werden wollen, dürfen im NaturLabor „Die Wunderwelt der Krabbeltiere“ kennen lernen und ihnen, ausgerüstet mit Kescher, Insektenstaubsauger und Probegläschen, bei einer „Expedition ins Nass“ nachspüren. Kleine Künstler lernen im NaturLabor Bernsteinschleifen - und gestalten aus dem gelbbraunen Baumharz Schmuckstücke. Erwachsene dürfen ebenfalls mitmachen.

Täglich startet im Naturerbe Zentrum um 11 und 14 Uhr eine Tour mit Naturführern, die von der Insel stammen und mit Begeisterung die Geheimnisse der heimischen Wälder und deren Bewohner offenbaren. Daneben gibt es wechselnde Themenführungen. Familien können etwa bei einer Märchenwanderung die heimische Sagenwelt kennen lernen, Vogelfreunde tauschen sich bei einer ornithologischen Führung mit Gleichgesinnten aus.

Selbst außerhalb der normalen Öffnungszeiten lädt das Naturerbe Zentrum zu besonderen Erlebnissen, etwa bei Vollmond und Sonnenaufgang, weil die Natur auf Rügen dann ihren ganz eigenen Zauber hat.

Die Familienkarte kostet 21 Euro.

Mehr Informationen zum Naturerbe Zentrum finden Sie im Internet unter www.nezr.de.


Weitere Informationen: 
Naturerbe Zentrum RÜGEN
Forsthaus Prora 1
18609 Ostseebad Binz / OT Prora
Telefon: 038393-66 22 00
Telefax: 038393-66 22 01
info@nezr.de
www.nezr.de


Naturerbe Zentrum Rügen


Seit Sommer 2013 ist das neue Ausflugsziel der Insel Rügen für Besucher geöffnet. Ein Baumwipfelpfad und ein modernes Umweltinformationszentrum wurden nach nur einem Jahr Bauzeit fertiggestellt und das historische Forsthaus Prora aufwendig restauriert. In einzigartiger Kombination liegen zwischen dem kleinen Jasmunder Bodden und der Prorer Wiek die drei Ökosysteme Wald, Offenland und Feuchtgebiete auf der DBU Naturerbe Fläche Prora. Sie stehen im Mittelpunkt des neuen Naturerbe Zentrums Rügen. Kleine und große Besucher können hier Natur erleben und verstehen: auf Augenhöhe mit urwüchsigen Buchen auf dem barrierefreien Baumwipfelpfad, auf geführten Wanderungen wie zu den berühmten Feuersteinfeldern oder in den spannenden Erlebnisausstellungen. Insbesondere für Schulklassen und Jugendgruppen steht ein Naturlabor zur Verfügung.

Highlight ist der 40 Meter hohe Aussichtsturm des Baumwipfelpfades, der einem Adlerhorst nachempfunden ist. Aus einer Höhe von 82 Metern über dem Meeresspiegel erlaubt er einen freien Blick über die einzigartige Landschaft der Insel Rügen. Und mit etwas Glück können Besucher von hier aus heimische Seeadler bei ihren Ausflügen beobachten. 

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