Montag, 10. August 2009

Die letzten Fischer von Sassnitz?

Foto: ostSeh/Küstermann

Die letzten Fischer von Lohme heißt schon ein Gemälde von Hans-Dieter Bartel, heute im preußischen Kulturbesitz und im Silence Panorama-Hotel ebendort hängend.

Nun begehren auch die Sassnitzer Fischer auf, die, wie sie auf dem Transparent hier schreiben, nach ihrer Meinung dank Brüssel und Merkel ebenfalls bald die letzten ihrer Zunft sein werden. Tatsächlich sind jährlich wechselnde Quotenregelungen und technische Neuerungen wie die der Maschenweiten der Netze von den meisten ihrer Zunft nicht mehr realisierbar. Eben den Dorsch eingeschränkt und auf Hering gegangen, ist es kommendes Jahr schon wieder umgekehrt.

Fangzeiten benachteiligen zudem die Kleinen, während große Flotten sich vor der Küste kaum um Quoten scheren, polnische Fachzeitschriften gar offen von überfischung ihrer Quoten sprechen.

Und wie Fischer möglicherweise bald nur noch per Holzfiguren folkloristisch anzusehen sind, kommen ihre Kutter bald nur noch als Räucherkutter vor. Doch wer liefert dann den Fisch?

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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