Donnerstag, 13. August 2009

Rügen: Historie mit Stil genießen

Exklusive und historische Ferienwohnung



Sassnitz/Rügen. (ostSeh) Die Erdgeschoss- und Kellerwohnung sind um das Jahr 1860 erbaut. Das ehemalige „Magnus Küsters Hotel“ wurde nun von Thomas Kaul und seiner Gattin Kati ( K+T KAUL GbR) mehr als aufwändig zu einer stilvollen Urlaubswohnung saniert. Rund 12 Personen finden darin nach Ideen des Eigentümers generationenübergreifend Platz. Beispiele des Konzeptes für eine solch große Wohnung sind verlängerte Familiengeburtstage oder selbstredend auch gemeinsame Feiern über drei Generationen.

Vermutlich begann alles an diesem Fleck als Kreideschuppen, nachdem der Naturwissenschaftler und Forscher Hagenow deren Nutzung entdeckte und ausbaute. Abbau und Verarbeitung der Kreide befanden sich zu dieser Zeit inmitten des heutigen Stadtkerns und erste Gäste der touristischen Entwicklung kamen im Erdgeschosse unter während die oberen beiden Stockwerke noch zur Kreidetrocknung dienten, meint Stadthistoriker Frank Biederstädt. Mit der touristischen Entwicklung der Umgebung und damit auch Sassnitz und Crampas gab das staubige Gewerk bei Abbau und Trocknung jedoch Konflikte. 1874 kam die heutige Form zustande und schon ab 1886 ist ein großer Saal als ‚Schacht‘ benannt. Säulen sollen noch davor gestanden haben bis auf die Hälfte der heutigen Bergstraße. 1908 bis 1914 lief das Haus mit dem Türmchen als Hotel Bristol. Auch eine Wulf Crona’sche Weinhandlung betrieb es einmal und freute sich vermutlich über den wohltemperierten Keller.

Die 1914 für 150 000 Mark an die Stadt gegangene Immobilie mit zwischenzeitlich einem Westflügel war fortan der Sassnitzer Hof und nach dem Krieg sowohl Gewerkschaftshaus, Discothek als auch Privatwohnhaus. Es verfiel zunehmend. Der angrenzende Steinbach füllte die ausgeklügelten Keller ohne Pflege nach und nach mit Schlamm. Rund 180 Kubikmeter, sagt Thomas Kaul, hat er mit seinem Beschäftigten dort rausbefördert, bevor die für Rügen typischen Steine der Eiszeit gereinigt und einfach verfugt werden konnten. Vormals umfloss der Bach den Keller in einer Doppelmauer und sorgte für eine Kühlung von konstant sechs Grad Celsius.

Die T+K Kaul GbR übernahm die Immobilie 2006 zur Vermarktung. Neben einer festen, altersgerechten Nutzung in den oberen vier Stockwerken wurden für die Ferienimmobilie etwas Besonderes entwickelt. Dazu gehörte zuerst, die Feldsteinfundamente freizulegen und optisch durch eine schwarz-weiße Fliesenstruktur zu betonen. Offene Mauern sorgen für Luftzirkulation innerhalb der dicken Fundamente Nischen für Rückzugsmöglichkeiten auf rund 300 Quadratmetern, in denen sich zum Essen wie für Freizeitaktivitäten die Bewohner in kleinen wie großen Gruppen treffen können.

Die einfache und stilvolle Einrichtung ist passend mit ausgewählten und abgestimmten Kunstgegenständen der Galerie am Steinbach gegenüber kombiniert. Die Hauptebene ist von den 1,1 Meter breiten Außentüren oder der Tiefgarage bis zum Bad komplett barrierefrei zugänglich. ebenso die auf dieser Ebene liegenden Schlafräume. An Stelle des früheren Kühlkellers sind weiter Schlafräume durch eine gestaltete, luftig konstruierte Wendeltreppe erreichbar. Dort vor den unteren Fenstern plätschert auch weiterhin der neu gefasste Steinbach am Fuß eines Grillplatzes mit Sitzecke vorbei.

Die Küche in Feldstein gehalten, ist mit Edelstein und Granit kombiniert. Weiße, bequem gefederte Barhocker machen kommunikatives Kochen ebenso wie Essen möglich, sofern es nicht der angrenzende, große Tisch sein soll.

Ein weiterer Keller, der ursprünglich die Räucherkammer und Bevorratung bis weit unter die Bergstraße beherbergte, birgt heute etwas verkleinert eine Sauna mit Tonnengewölbe nach einem langen, ursprünglichen Gang, der oben mit schwarzen, schmiedeeisernen Gittern geschützt ist..

Flachbildschirm und überall angebrachte Medienzentren für Radio und CDs geben den Nischen weitere Nutzen. Oder sie sind einfach mit Kunst stilgerecht von der gegenüberliegenden Galerie dekoriert.

Über Geld möchte Thomas Kaul eher nicht sprechen. Dass er ohne Fördermittel sanieren musste, ist ja stadtbekannt. Aber die Investition eines Hauses dürfte er mit den eigenen Leuten dort schon getätigt haben. „Was wir gemacht haben, geht nur in eigener Regie. Hätte das alles vergeben werden müssen, wäre das nicht gegangen.“ Das solls dann auch sein zum Thema Finanzen. Vermietet wird die Wohnung ab Minimum zehn Gästen.


Weitere infos : Kaul, Tel.: 038392 / 33053 | 18546 Sassnitz www.ruegen-reisen.com

Dieser Text ist gegen Vorlage des Beleges HONORARFREI.

Ebenso die dafür verwendetenFotos! (bei Bedarf druckfähig anfordern)

(c) 2009 ostSeh_KüSTERMANN


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