Freitag, 21. August 2009

Erstes barrierefreies Hotel auf Rügen wird eröffnet

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) weiht offiziell Vier-Sterne-Haus ein

Ostseebad Baabe (ostSeh PM) Rügens erstes komplett barrierefreies Vier-Sterne-Hotel wird am 29. August von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) offiziell eröffnet. In zweijähriger Bauzeit ist das ACÁ Hotel Mönchgut im Herzen des Ostseebades Baabe auf Rügen errichtet worden.

Das Hotel verfügt über 30 Zimmer und vier Suiten für Menschen mit Handicap. Bei der Sanierung und dem Umbau des ehemaligen Bettenhauses wurden konsequent die DIN-Vorschriften 18024 und 18025 berücksichtigt. Alle Zimmer und Suiten sind auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten ausgerichtet. So sind die Badezimmer befahrbar und verfügen über alle entsprechenden Vorrichtungen. Jedes Zimmer in der Hotelanlage verfügt über ein Notrufsystem. Alle Bereiche des Hauses, wie das Restaurant, der Tagungsraum, die Kaminlounge mit Bar oder auch der Wellnessbereich sind schwellenlos erreichbar. Sämtliche Aufzüge im Hotel weisen eine Türbreite von 90 Zentimetern auf. Das Hotelpersonal ist besonders geschult und gibt alle notwendigen Hilfeleistungen.

„Gerade für Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit nicht immer flexibel sind, besteht ein großer Bedarf an Urlaubsangeboten, welche in Deutschland bislang kaum vorhanden sind. Um diesen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, wurde dieses Projekt im Ostseebad Baabe realisiert“, so Geschäftsführer Jürgen Wauer.

Nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums würde jeder zweite Behinderte öfter reisen, wenn es entsprechende Angebote gäbe. In Deutschland leben rund 8,6 Millionen behinderte Menschen. Mehr behindertengerechte Angebote können zu einer besseren Auslastung der Hotels und Pensionen in der Vor- und Nachsaison führen.

Zu den Chancen und Entwicklungsperspektiven des barrierefreien Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern soll es am 29. August ab 13 Uhr im Rahmen der Hoteleröffnung ein Pressegespräch mit Minister Seidel und weiteren Verbandsvertretern geben.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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