Donnerstag, 3. September 2009

Rügen: „Regionale Esskultur“ erobert Lobbe und Ralswiek

Rügen (ostSeh) Die Restaurants „Seeperle“ in Lobbe und „Zum StörtiRalswiek gehören neuerdings zum erlesenen Kreis der Logobesitzer „Regionale Esskultur“. Landrätin Kerstin Kassner überreichte das blaue Emailleschild mit der weißen Kochmütze im Beisein von Vertretern der Rügener Zertifizierungskommission an die Inhaber der „Seeperle“ Sascha und Maren Fähmel und an „Störti“-Betriebsleiter Torsten Schmiedl.

„Durch die Kennzeichnung mit dem Logo können Gäste nachvollziehen, welche Nahrungsmittel oder Gerichte typisch für die Region sind oder in der Region hergestellt werden. Kulinarische Spezialitäten sind leichter erkennbar. Wer Rügentypisches genießen will, der ist auf jeden Fall dort richtig, wo das Logo hängt“, sagte Kerstin Kassner. Es sei wichtig, Rügen so typisch und authentisch wie nur möglich zu vermarkten. Dazu würden auch Produkte und Gerichte aus der Region gehören. Dies bezieht sich auf Rügen jedoch häufig nur auf Fisch, Kartoffeln und Spargel. Obst wandert meistens zur Veredelung in die beiden Brennereien und Kräuter gehören schon zur Importware, sofern sie nicht in Einzelfällen,wie bei Peter Knobloch im Göhrener "Haus mit Sonnenhof", aus dem eigenen Garten kommen.

Bei dem Projekt „Regionale Eßkultur“ handelt es sich um eine europaweite internationale Zusammenarbeit mit dem Ziel, regionaltypische und in der Region erzeugte Produkte zu fördern, weiter zu entwickeln und besser zu vermarkten. Der Startschuss fiel in der Kooperation „Vier Ecken der südlichen Ostsee“, in der Rügen, die dänische Insel Bornholm, die polnische Stadt Swinoujscie und die schwedische Region Südostskane zusammen arbeiten. Der Landkreis Rügen wirkt seit 1997 in dem Projekt mit, in ganz Europa sind es mittlerweile rund 25 Regionen.

Wer auf Rügen das Logo haben und in dem internationalen Projekt mitwirken möchte , muss bestimmte Kriterien, wie eben den Einsatz regionaltypischer Produkte, erfüllen. Was nicht immer einfach ist, denn auf Rügen werden beispielsweise so gut wie keine Gemüsesorten angebaut. Kritiker mahnen daher an, den Begriff "regional" wenigstens auch in der Öffentlichkeit unmissverständlich auf das Festland von Stralsund und Greifswald bis Mecklenburg auszudehnen. Eine Zertifizierungskommission, in der u.a. Fachleute vom Verein der Köche, des Rügenprodukte Vereins, des DEHOGA, des Tourismusverbandes und des Landkreises mitarbeiten, prüft und entscheidet, ob der Antragsteller das Logo bekommt.

Mit dem Restaurant „Seeperle“ in Lobbe und dem Restaurant „Zum Störti“ in Ralswiek wurden auf Rügen bisher 31 Logos vergeben. Zurückgezogenwegen Qualitätsmängeln wurde noch keines.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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