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Freitag, 11. September 2009

Rügen - Sassnitzer Untiefe wird jetzt beseitigt

Foto: ostSeh

Seit März behindert eine Sandbank die Einfahrt am Sassnitzer Molenkopf. Dutzende Segler waren aufgelaufen. Nur eine „Kardinalstonne“ warnt. Seit dem heutigen Donnerstag wird die Sandbank beseitigt, sagt Hafenkapitän Gerhard Quaas.

Sassnitz. (ostSeh) Verkehrssicherungspflicht an der Bundeswasserstraße des Molenkopfes in Sassnitz bedeutete bis heute eine Untiefentonne in schwarz-gelb. Die 2009 auffällig häufigen Ostwinde haben Sand angespült. Nun ist ein Bagger der Firma Colcrete von Essen auf einem Ponton eingetroffen, der ab dem heutigen Donnerstag in drei Tagen die Untiefe beseitigen soll. „Das ging doch schneller als erwartet“, sagt Hafenkapitän Gerhard Quaas zum Auftrag der Beräumung via des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Denn dessen Chef Holger Brydda war noch vor kurzem auf Nachfrage der Meinung, er sei seiner Verkehrssicherungspflicht an der Bundeswasserstraße mit der Kardinalstonne zur Südumfahrung der Untiefe nachgekommen. Verwundert zeigte sich Brydda generell über die Untiefe, weil Sassnitz und Mukran eigentlich als natürlich tiefe Häfen gelten.

Gerhard Quaas hofft, dass damit weiterer Imageschaden vom Hafen abgewendet ist. Schon die kaputten Schwimmpontons der wegen Mängeln gesperrten Marina eines finnisch-russischen Konsortiums sorgen seit drei Jahren für Aufregung. Nach Kenntnis von Quaas ergab eine nichtamtliche Messung im April um die 80 Zentimeter Pegel über der Sandbank. Die Besatzung des Zollkreuzers lotete gar 40 Zentimeter.

Der Bagger Christopher wird nun bis zum Wochenende vor dem Molenfeuer wieder auf sechs Meter Tiefe ausbaggern. Für Behinderungen bittet der Hafenkapitän um Verständnis. Sassnitz habe, so ergänzt Quaas, an der Ostküste durch die Schließung des Lohmer Hafens wegen des Küstenabbruchs von 2005 eine zusätzliche Bedeutung erlangt. Erst kürzlich seien durch die Boddenetappen wieder 75 Segelboote auf einmal aufgelaufen. „Das verkraften auch nur wenige Häfen an dieser Küste.“

Vom Fährhafen Sassnitz konnte Quaas im Übrigen ebenso Neues berichten. Dort findet seit Donnerstag dem 10. September die Vorbereitung für den Ausbau des Liegeplatzes neun statt. "Derzeit wird der erste Bauponton eingeschwommen." Am 17. September sollen die ersten Rammschläge mit obligatorischem Roten Knopf und Minister erfolgen, um den Liegeplatz für die geplante Containerabfertigung des Sea Terminal Sassnitz (STS) als Multi-Purpose Center umzubauen.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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